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Stichwörter zum Buchstaben S

Sambia

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Sambia finden Sie hier

Schuldenumwandlung

siehe Debt swap

Schwellenland

Eine exakte, in­ter­national gültige Definition des Begriffs "Schwellen­land" gibt es nicht. Schwellen­länder werden meist den Ent­wick­lungs­ländern zugeordnet. Typisch für sie ist, dass sie sich in einem umfassenden Wandlungsprozess befinden und oftmals ein hohes Wachstum der wirtschaftlichen Leistung und des Pro-Kopf-Einkommens aufweisen. Die soziale Ent­wick­lung (zum Beispiel Gesundheit, Bildung, Energie- und Wasser­ver­sorgung) kann in Schwellen­ländern allerdings häufig noch nicht mit dem wirtschaftlichen Wachstum mithalten.

In den vergangenen zehn Jahren sind Schwellen­länder wie Brasilien, China und Indien zu wichtigen politischen und wirtschaftlichen Akteuren aufgestiegen. Eine weltweite nach­hal­tige Ent­wick­lung und der Schutz globaler öffentlicher Güter wie Frieden und Sicherheit sowie eine intakte Umwelt kann nur gemeinsam mit diesen Ländern erreicht werden.

SDGs

Sustainable Development Goals, siehe Agenda 2030

Seminar für ländliche Entwicklung (SLE)

Das Seminar für ländliche Ent­wick­lung (SLE) an der Humboldt-Universität Berlin bietet ein zwölf­monatiges Ergänzungs­studium an, in dem Methoden und Instrumente der länd­lichen Ent­wick­lung unterrichtet werden. Ein wichtiges Element der spezialisierten Ausbildung ist ein drei­monatiger Auslands­einsatz, in dem ent­wick­lungs­po­litische Zusammen­hänge praktisch vermittelt werden. Die Absolventinnen und Absolventen werden dadurch auf eine qualifizierte Tätigkeit in der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit vorbereitet.

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Senegal

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Senegal finden Sie hier

Senior Experten Service (SES)

Der Senior Experten Service (SES) bietet Menschen im Ruhestand die Möglichkeit, ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen in Ent­wick­lungs­projekte einzubringen. Als ehrenamtliche Senior-Experten arbeiten sie bis zu sechs Monate in kleinen und mittleren Unter­nehmen in Entwicklungsländern. Auftraggeber sind aber auch öffentliche Einrichtungen, Kommunen und gemeinnützige Träger. Grundsätzlich wird erwartet, dass der Auftraggeber im Partner­land die Kosten für den Einsatz übernimmt. Ist er dazu nicht in der Lage, kann ein Teil der Kosten aus BMZ-Mitteln finanziert werden.

Ausführliche Informationen über den SES finden Sie hier

sequa

Die sequa gGmbH ist eine welt­weit tätige Ent­wicklungs­organi­sation mit Sitz in Bonn. Die 1991 gegründete gemein­nützige Ge­sell­schaft verbindet das Know-how der Wirt­schaft mit den Erfahrun­gen der staat­lichen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Gesell­schafter sind die vier Spitzen­ver­bände der deutschen Wirt­schaft (Deutscher In­dustrie- und Handels­kam­mer­tag, Bundes­verband der deutschen In­dustrie, Zentral­ver­band des Deutschen Hand­werks, Bundes­vereini­gung der Deutschen Arbeit­geber­ver­bände) sowie die Deutsche Ge­sell­schaft für In­ter­na­ti­o­nale Zu­sam­men­ar­beit (GIZ).

sequa ist vor allem in fol­genden Geschäfts­feldern aktiv:

  • Kammern und Verbände

  • Privatsektorentwicklung

  • Berufliche Bildung

  • Sozialer Dialog

Die Ent­wicklungs­organi­sation fördert unter anderem den Auf­bau von Selbst­verwaltungs­einrich­tungen der Wirt­schaft in Ent­wick­lungs­ländern. Kam­mern und Verbände werden dabei unter­stützt, die Interessen der Privat­wirt­schaft zu vertreten und eine aktive Rolle in der lokalen Wirt­schafts­ent­wick­lung zu über­nehmen. Im Rahmen des BMZ-Pro­gramms develoPPP.de baut sequa Entwicklungs­partnerschaften mit der Wirt­schaft auf, ins­be­son­dere in den Bereichen berufliche Bildung, Aus­bildung und Qualifi­zierung.

Bislang hat sequa – unter anderem mit Un­ter­stüt­zung durch das BMZ – rund 750 Projekte in mehr als 100 Ländern realisiert .

Ausführliche Infor­mationen über sequa finden Sie hier.

Mehr Informationen über Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft finden Sie hier.

Serbien

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Serbien finden Sie hier

Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (SRGR)

Der Fachbegriff "sexuelle und reproduktive Gesund­heit und Rechte (SRGR)" be­schreibt das un­ein­ge­schränkte kör­per­liche und see­lische Wohl­be­fin­den in Be­zug auf alle Be­reiche der Sexua­li­tät und Fort­pflan­zung des Men­schen. Zu den ent­wick­lungs­poli­tischen Maß­nah­men zur Ver­wirk­lichung dieser Rechte zäh­len zum Bei­spiel Sexual­auf­klärung, HIV-Präven­tion, Fami­lien­pla­nung, die Ver­sor­gung bei Schwan­ger­schaft und Ge­burt, die Vor­beu­gung und Be­hand­lung sexuell über­trag­barer Krank­heiten sowie die Prä­ven­tion ge­schlechts­spezi­fischer Ge­walt, etwa der Geni­tal­ver­stüm­me­lung von Mädchen und Frauen.

Ausführliche Informationen zu den BMZ-Aktivitäten im Bereich Sexuelle und re­pro­duk­tive Ge­sund­heit und Rechte finden Sie hier

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Social Marketing

Der Begriff bedeutet "soziales Marketing". Dabei wird mit Methoden der kom­mer­ziel­len Wer­bung für nicht-kom­mer­zielle Anlie­gen ge­wor­ben. Ziel ist zum Bei­spiel, die Be­völ­ke­rung zur Nut­zung von Kon­domen zu moti­vie­ren und sie mit guten und gleich­zei­tig be­zahl­baren Ver­hü­tungs­mit­teln zu ver­sor­gen. Durch Fernseh- und Radio­wer­bung, Pla­kate, Hand­zet­tel und Straßen­thea­ter wer­den die Men­schen über Wir­kung und An­wen­dung in­for­miert. Durch fi­nan­zielle Unter­stüt­zung von Social-Marketing-Pro­gram­men wird da­für ge­sorgt, dass die Pro­dukte für die Men­schen be­zahl­bar sind. Auf Dauer sol­len die Pro­gram­me ohne weitere fi­nan­zielle Unter­stüt­zung aus­kom­men können.

Soziale Sicherung

Soziale Sicherung ist die Absicherung gegen den Eintritt von Risiken wie Krankheit, Arbeits­losigkeit, Alters­armut oder Ernte­ausfall. Soziale Sicherungs­systeme, wie etwa Kranken- und Ren­ten­ver­sich­erungen, Sozial­trans­fer­programme für extrem Arme oder Mikro­versicherungen, sind wichtige Instrumente für eine strukturelle Armuts­reduzierung und tragen zu einem breiten­wirk­samen Wachstum bei, von dem auch die arme Bevölkerung profi­tiert. Deutschland engagiert sich deshalb in vielen Entwicklungs­ländern für den Auf- und Ausbau sozialer Sicherungs­systeme. Leitbild ist dabei die Entwicklung eines Systems, das menschen­recht­lichen Kriterien folgt und allen Bevölkerungs­schichten den Zugang zu unter­schied­lichen Formen der Ab­sicherung garantiert.

Ausführliche Informationen zum Thema soziale Sicherung finden Sie hier

Sozialstandards

Als Sozialstandards können sowohl gesetzliche Regelungen als auch sämtliche Übereinkommen zwischen Arbeitnehmer- und Arbeitgeberorganisationen betrachtet werden, die auf die Verbes­se­rung der Situation der Beschäf­tigten abzielen. Sie reichen von tarif­vertrag­lich fest­gelegten Löhnen und Urlaubs­regelungen über Gesetze zur Sozial­ver­sich­er­ungs­pflicht bis zu Vor­schrif­ten über Sicher­heits­vor­keh­rungen am Arbeitsplatz.

Sozialstandards sind grundlegende Rechte der Arbeit­nehmer­innen und Arbeit­nehmer. Dazu gehören auch die sogenannten Kern­arbeits­normen: das Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit, die Vereinigungs­freiheit, das Recht, Gewerk­schaften zu gründen, das Recht auf gleichen Lohn für gleich­wertige Arbeit von Frauen und Männern und die Beseitigung von Dis­kri­mi­nierung im Arbeits­leben. Um sich kurz­fristig Wett­bewerbs­vorteile zu verschaffen, werden in manchen Entwicklungs­ländern die Sozial­standards miss­achtet. Deutschland setzt sich für die welt­weite Durch­setz­ung dieser Standards ein, denn ihre Ein­haltung ist ein wesent­licher Beitrag zur Verbesserung der Lebens­bedingungen in den Partner­ländern und zur Minderung der Armut. Viele Unter­nehmen haben inzwischen festgestellt, dass Sozial­standards auch ein Wettbewerbsvorteil sein können.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement für die Durchsetzung von Sozialstandards finden Sie hier

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Sozialstrukturträger

Sozialstrukturträger sind Nicht­re­gierungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, die über Kompe­tenzen und Erfah­rungen beim Auf­bau und der Förderung sozialer Strukturen verfügen. In der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit hat die Arbeit von Sozialstrukturträgern das Ziel, Selbsthilfe und Eigeninitiative der Zivil­ge­sell­schaft zu stärken sowie die Par­tizi­pation benachteiligter Bevölkerungs­gruppen an sozialen und wirtschaftlichen Entwicklungen ihres Landes zu fördern.

Das BMZ fördert aktuell die weltweite Arbeit von acht Sozialstrukturträgern, die sich in der Arbeits­gemein­schaft Sozial­struktur (AGS) zusammen­geschlossen haben:

Tätigkeits­bereiche dieser Fach­organi­sationen sind unter anderem Erwachsenen­bildung, Genossen­schafts­förderung, gewerk­schaft­liche Bildung, Klein­kredit­wesen, sanitäre Grund­versorgung, Sozial­arbeit, Gemein­wesen­entwick­lung und Organi­sations­ent­wick­lung.

Mehr Infor­mationen zu den deutschen Sozialstrukturträgern in der Ent­wick­lungs­po­li­tik finden Sie hier.

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Akteure der bilateralen Zu­sam­men­ar­beit Deutsch­lands und seiner Kooperationsländer

Sri Lanka

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Sri Lanka finden Sie hier

Stadtentwicklung

Mit dem neuen Jahrtausend ist das Zeitalter der Städte ange­broch­en. Seit 2008 leben mehr als die Hälfte der Welt­bevöl­kerung in Städten – mit rasant wachsender Tendenz. Zwei von drei Kin­dern, die heute in Ent­wick­lungs­ländern geboren werden, wach­sen in Städten auf. In Latein­amerika liegt die Ver­städterungs­rate bereits heute bei über 70 Prozent und auch in Asien und Afrika wird diese bis 2030 auf über 50 Prozent steigen. Da sich der Zuwachs der Welt­bevölkerung maß­geblich in den städtischen Slums voll­ziehen wird, wird sich die Anzahl der Slumbewohner bis 2050 auf 3 Milliarden Menschen verdreifachen.

Auf städtischer Ebene kann ein entschei­den­der Beitrag zur nach­haltigen globalen Entwicklung geleistet werden: Einer­seits zählen große Einkommens­unter­schiede und Armut, Nahrungs­eng­pässe sowie ein stei­gender Ressourcen­verbrauch und Kohlen­dioxid­ausstoß zu den Folgen der Urbanisierung. Andererseits sind Städte Zentren für wirtschaft­liches Wachstum, für Innovation, Bildung und Beschäftigung, für lokale Selbstbestimmung, zivil­ge­sell­schaft­liche und politische Entwicklung. Die deutsche Ent­wick­lungs­zusammenarbeit greift diese Potenziale auf und fördert vor allem gute lokale Regierungsführung, den Abbau sozialer Un­gleich­heit und Armut, Maßnahmen zum Klimaschutz auf kom­mu­naler Ebene, sichere Städte und das Engagement der Zivil­ge­sell­schaft und der Wirt­schaft für eine partizipative Stadtentwicklung.

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Strategiepapier zur Armutsminderung (PRSP)

PRSP ist die Abkürzung für "Poverty Reduction Strategy Paper", deutsch: Stra­te­gie­papier zur Armuts­min­de­rung. Das Kon­zept der PRSPs haben Welt­bank und IWF als um­fas­sen­den An­satz zur Armuts­be­kämp­fung ent­wick­elt und 1999 vor­ge­stellt. Ziel des Kon­zeptes ist es, die Poli­tik der beiden Insti­tu­tionen gegen­über den ärmsten Län­dern ganz auf das Ziel der Armuts­be­kämp­fung aus­zu­richten. Die Idee der PRSPs ba­siert darauf, dass die ärmeren Län­der selbst Stra­te­gien für die Ent­wick­lung ihrer Wirt­schaft und ihres Sozial­systems ent­wick­eln und die Ver­ant­wortung für die Um­set­zung über­nehmen. Die Geber­län­der unter­stüt­zen diese Strategien.

PRSPs sollen in einem partizipativen Pro­zess ent­stehen, das heißt, dass die Zivil­gesell­schaft sich an ihrer Er­ar­bei­tung be­tei­ligt: Par­teien und Par­la­mente, Ge­werk­schaften, Unter­neh­mer­ver­bände, Kirchen, NROs, Genos­sen­schaften und Basis­gruppen. Die PRSPs um­fas­sen wirt­schafts­poli­tische, fi­nan­zielle und so­ziale Aspekte und orien­tie­ren sich auch an den Mil­len­niums­zielen. Sie sol­len kon­ti­nuier­lich wei­ter­ent­wick­elt wer­den. Schul­den­er­lasse im Rah­men der HIPC-Initiative setzen ein PRSP voraus.

Ausführliche Informationen über Strategiepapiere zur Armutsminderung finden Sie hier

Sustainable Development Goals (SDGs)

siehe Agenda 2030

Süd­afrika

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Südafrika finden Sie hier

Südsudan

Ausführliche Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit dem Südsudan finden Sie hier

Syrien

Informationen über die deutsche Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit mit Syrien finden Sie hier

Lexikon der Entwicklungspolitik

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