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Senegal Reformorientiert und politisch stabil

Senegal hat eine lange demokratische Tradition und ist politisch gefestigt. Das Land im äußersten Westen Afrikas wird seit seiner Unabhängigkeit 1960 ununterbrochen zivil regiert und hat eine rechtsstaatliche Verfassung. Die Regierung handelt sach- und reformorientiert. Ihr friedenspolitisches und panafrikanisches Engagement macht Senegal zu einem wichtigen Stabilitätsfaktor in der Region und auf dem afrikanischen Kontinent insgesamt.

Die Covid-19-Pandemie hat die senegalesische Wirtschaft stark getroffen. Die Regierung versucht, ihr durch ein Konjunkturprogramm neue Impulse zu geben. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) nimmt die Republik Senegal Rang 168 von 189 Ländern ein. Energieknappheit, Nahrungsmittelkrisen, ein starkes Bevölkerungswachstum und eine hohe Arbeitslosigkeit hemmen die Entwicklung des Landes.

Senegal wird durch den Staat Gambia, dessen relativ kleine Landesfläche es fast vollständig umschließt, in einen Nord- und einen kleineren Südteil getrennt. In der südlichen Region, der Casamance, hat die politische und wirtschaftliche Isolation zu einer Un­ab­hängig­keits­be­we­gung geführt. Drei Jahrzehnte lang kam es immer wieder zu gewalttätigen Auseinandersetzungen. In den vergangenen Jahren hat sich die Lage entspannt, seit 2012 herrscht ein Waffenstillstand, der weitgehend eingehalten wird.


Aktuelle Situation

Fischmarkt in Saint Louis, Senegal
Eine junge Frau im Senegal mit einem Mobiltelefon
Der Hafen von Dakar, Senegal
Zwei Frauen an der Küste bei Dakar

Zwei Frauen an der Küste bei Dakar

Zwei Frauen an der Küste bei Dakar

Deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit mit Senegal

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller hat am 17. Juni 2021 das Institut Pasteur de Dakar besucht, um Gespräche über eine künftige Produktion von Corona-Impfstoffen zu führen.

Pandemiebekämpfung Minister Müller und Institut Pasteur geben Start­schuss zum Aufbau einer Corona-Impf­stoff­produktion in Afrika  Interner Link

18. Juni 2021 |

Minister Gerd Müller hat gestern das Institut Pasteur de Dakar besucht, um Gespräche über eine künftige Produktion von Corona Impfstoffen zu führen.

Deutschland und Senegal verbindet eine langjährige entwicklungspolitische Zusammenarbeit. Seit November 2019 gehört das Land zu den Reformpartnern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Die Reformpartnerschaften bilden den deutschen Beitrag zur G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Initiative "Compact with Africa". Sie zielen darauf ab, das Umfeld für private Investitionen zu verbessern und damit mehr Beschäftigung zu schaffen. 

Die nachhaltige Wirtschaftsentwicklung bildet daher einen Schwerpunkt der deutsch-senegalesischen Zusammenarbeit. Dazu kommt das Thema "Governance", um Rahmenbedingungen für eine transparentere und leistungsfähigere Verwaltung zu schaffen. Ein weiteres Kernthema ist der Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz.

Für die Zusammenarbeit mit Senegal bewilligte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) 2020 Mittel in Höhe von 178 Millionen Euro. 

Corona-Nothilfeprogramm

Zur Abmilderung der sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise wird das senegalesische Corona-Nothilfeprogramm (PRES) von deutscher Seite als Teil der Zusagen für 2020 mit einer Budgetfinanzierung in Höhe von 100 Millionen Euro unterstützt. Der Schwerpunkt der deutschen Unterstützung liegt dabei auf den Maßnahmen für die fragilsten und am stärksten betroffenen Wirtschaftssektoren, insbesondere für Kleinst-, kleine und mittlere Unternehmen. Zudem setzt sich die deutsche Seite besonders für eine effiziente und transparente Umsetzung des Nothilfeprogramms ein.

Migration

Seit 2017 ist Senegal Zielland des BMZ-Programms "Migration und Entwicklung". Eine Beratung erfolgt in den Bereichen Diasporakooperation, Migration und Existenzgründung. Außerdem ist Senegal Partnerland des BMZ-Rückkehrerprogramms Perspektive Heimat. Anfang 2018 nahm ein Migrationsberatungszentrum in Dakar seine Arbeit auf. In Verbindung mit örtlichen Projekten der deutschen Entwicklungszusammenarbeit unterstützt es zurückgekehrte Migrantinnen und Migranten bei der Berufsbildung und Arbeitsplatzsuche.

Weiterbildungszentrum Al Azhar Excellence Centre in Mbao, Senegal

Kernthema Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Arbeitsplätze schaffen und Privatinvestitionen fördern Interner Link

Übergeordnete Ziele der Reformpartnerschaft zwischen Deutschland und Senegal sind die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Entwicklung des Privatsektors und eine bessere Qualifikation der Arbeitskräfte. Außerdem sollen informell wirtschaftende Kleinunternehmen beim Übergang in den formellen Sektor durch eine leistungsfähigere Verwaltung unterstützt werden.

Straßenbeleuchtung durch ein solargetriebenes Mini-Stromnetz in einem Dorf in Senegal

Kernthema Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Klimafreundliche und zuverlässige Stromversorgung Interner Link

Energiemangel gehört zu den großen Entwicklungshemmnissen in Senegal. Um eine stabile Wirtschaftsentwicklung insbesondere in den ländlichen Gebieten zu unterstützen, trägt Deutschland dazu bei, den Zugang zu einer sicheren, zuverlässigen und klimafreundlichen Energieversorgung zu verbessern.