Ziele Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Im September 2015 wurde die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung von den Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen einstimmig verabschiedet.

Agenda 2030 Die globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. 

Die 17 Ziele gelten universal und für alle Länder gleichermaßen. Sie reichen von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Maßnahmen für den Klimaschutz. 

Anlässlich des Festival of Lights im September 2020 in Berlin wurden auf die Fassade des BMZ Motive zu den SDGS des Künstlers Leon Löwentraut projiziert.

Bilanz Fünf Jahre Agenda 2030 Interner Link

Weltweit haben Staaten die Agenda 2030 in konkrete Strategien übersetzt. Deutschland setzt die Agenda 2030 auf drei Ebenen um: Zusammen mit unseren Partnerländern, auf der internationalen Ebene und in Deutschland selber. In den vergangenen Jahren konnten auf allen drei Ebenen Erfolge erzielt werden, aber auch Herausforderungen sind sichtbar.

Ein neues Verständnis von Wohlstand und Entwicklung

Standbild Erklärvideo Agenda 2030

Agenda 2030 kurz erklärt

Die Agenda 2030 steht für ein neues globales Wohlstandsverständnis, das über die verengte Betrachtung von Pro-Kopf-Einkommen hinausreicht. Es geht um eine Umgestaltung von Volkswirtschaften hin zu nachhaltiger Entwicklung, beispielsweise durch verantwortungsvolle Konsum- und Produktionsmuster und saubere und erschwingliche Energie. Es wird deutlich, dass Klimapolitik, nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung untrennbar miteinander verwoben sind.

Die Umsetzung der Agenda in Verbindung mit dem Pariser Klima-Abkommen (Dezember 2015) bietet die große Chance, den Wandel hin zu nachhaltigen und emissionsarmen Lebens- und Wirtschaftsweisen weltweit zu schaffen – unser Verhalten also "enkeltauglich" zu machen. Dabei fordert die Agenda 2030 ausdrücklich, die Schwächsten und Verwundbarsten in den Mittelpunkt zu stellen und niemanden zurückzulassen ("leave no one behind").

Doch jeder Plan ist nur so gut wie seine Umsetzung. Die Ziele der Agenda 2030 können nur durch eine intensive Zusammenarbeit im Rahmen einer neuen globalen Partnerschaft erreicht werden. Alle Länder sind deshalb dazu aufgefordert, über ihre Anstrengungen und Fortschritte zu berichten – nicht nur national, sondern auch beim Hochrangigen Politischen Forum für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen (High Level Political Forum on Sustainable Development, HLPF).

Deutschland übernimmt Verantwortung und ist bereit, gemeinsam mit seinen Partnern zum erforderlichen Wandel beizutragen. Durch eine frühe Berichterstattung an das HLPF hat die Bundesregierung bereits 2016 ein deutliches Zeichen gesetzt.

People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership Die fünf Kernbotschaften der Agenda 2030

Die Präambel der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung benennt fünf Kernbotschaften, die den 17 Nachhaltigkeitszielen (Sustainable Development Goals, SDGs) als handlungsleitende Prinzipien vorangestellt sind: Mensch, Planet, Wohlstand, Frieden und Partnerschaft (englisch: People, Planet, Prosperity, Peace, Partnership – "5 Ps") und verdeutlichen die Zusammenhänge zwischen den Zielen.

Die Politik des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) orientiert sich an diesen Kernbotschaften. Die Umsetzung erfolgt gemeinsam mit den Partnerländern nach dem Prinzip einer globalen Partnerschaft, zu der jeder etwas beiträgt. Deutschland übernimmt mit diesem entwicklungspolitischen Engagement Verantwortung für globale nachhaltige Entwicklung.