SDG-16-hintergrund

Agenda 2030 SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Friedliche und inklusive Gesellschaften im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung fördern, allen Menschen Zugang zur Justiz ermöglichen und effektive, rechenschaftspflichtige und inklusive Institutionen auf allen Ebenen aufbauen

Ein Leben in Würde, ohne Angst, ohne unnötiges Leiden und ohne materielle Not ist nur mit Frieden, Sicherheit und Stabilität möglich. Die Förderung des Friedens in der Welt gehört darum zu den Zielen, die das Grundgesetz der deutschen Politik vorgibt.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen
SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen

Um langfristig Frieden zu schaffen, reicht es nicht, die Gewalt zu beenden. Wenn nicht auch die Ursachen eines Konfliktes beseitigt werden, kann er wieder ausbrechen. Der Wiederaufbau eines Landes muss von Ver­söhnungs­prozessen begleitet werden.

Das Bundesministerium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­arbeit und Ent­wicklung (BMZ) fördert den Frieden – gemeinsam mit anderen Ressorts der Bundes­regierung und in Übereinstimmung mit internationalen Grundsätzen – in verschiedenen Handlungs­feldern, die sich gegenseitig ergänzen. Dazu gehören unter anderem Krisenprävention und Konfliktbewältigung sowie das Engagement für gute Regierungsführung und gegen fragile Staatlichkeit.

SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen Was wir machen

Beispiel: Ziviler Friedensdienst im Libanon

Syrische Flüchtlingskinder vor ihrer Unterkunft in der libanesischen Stadt Baalbek

Syrische Flüchtlingskinder vor ihrer Unterkunft in der libanesischen Stadt Baalbek

Syrische Flüchtlingskinder vor ihrer Unterkunft in der libanesischen Stadt Baalbek

Rund 5,6 Millionen Syrerinnen und Syrer, sehr viele davon Kinder, sind vor dem Bürgerkrieg in ihrer Heimat ins Ausland geflohen. Mehr als 860.000 von ihnen haben im kleinen Nachbarland Libanon Zuflucht gefunden. Der Wohnungsmarkt, der Arbeitsmarkt, das Gesundheits- und das Bildungssystem der libanesischen Städte und Gemeinden sind einem so starken Zustrom nicht gewachsen. Die knappen Ressourcen führen zu Konflikten zwischen der libanesischen Bevölkerung und den syrischen Flüchtlingen.

Ein grundlegendes Problem ist die fehlende Kommunikation zwischen Einheimischen und Geflüchteten. Zusammen mit lokalen Partnerorganisationen hat das Forum Ziviler Friedensdienst (forumZFD) deshalb mit Unterstützung des BMZ Projekte ins Leben gerufen, bei denen sich die beiden Gruppen besser kennenlernen, Vorurteile abbauen und sich gemeinsam für die Verbesserung der Lebenssituation in ihren Gemeinden engagieren können.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Unsere Arbeitsfelder

Eine verknotete Pistole: Das Werk "Non Violence" des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd steht als Friedenssymbol seit 1988 vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.
Verwaltungsangestellter in Mosambik
Menschen in der zerstörten Altstadt von Mossul, Irak
Kinder in Ägypten singen während einer Sensibilisierungskampagne zur Beendigung von Gewalt gegen Frauen. Die Kinder stehen in einer Reihe und halten ihre ausgestreckten Zeigefinger nach vorn.
Flüchtlingslager in Nigeria
Sta­tue der Jus­ti­tia, rö­mi­sche Göt­tin der Ge­rech­tig­keit, in Frank­furt
Geld wech­selt den Be­sit­zer.
Ei­ne Frau steht in der Ge­mein­de­ver­wal­tung von Ti­en­fa­la in Mali vor Wahl­lis­ten.
Kinder in einem Fischerdorf in Brasilien