SDG 1: Keine Armut

Agenda 2030 | 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG 1: Keine Armut

Armut in allen ihren Formen und überall beenden

Was wollen wir mit SDG 1 erreichen? 

  • Bis 2030 soll kein Mensch auf der Welt mehr in extremer Armut – das heißt mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag – leben müssen.
  • Die Zahl der Menschen in Armut, gemessen an nationalen Definitionen, soll mindestens halbiert werden.
  • Alle Menschen sollen durch soziale Siche­rungs­leistungen  abgesichert sein.
  • Alle Menschen sollen gleiche Rechte und Chancen beim Zugang zu grund­legen­den Dienst­leistun­gen, Vermögen und natür­lichen Ressourcen haben.
  • Die Wider­stands­fähig­keit von Menschen in Armut gegenüber klima­beding­ten Extrem­ereig­nissen und wirt­schaftlichen, sozialen und ökolo­gischen Schocks soll gestärkt werden.
Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Welt­gemein­schaft 17 ambitio­nierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Ent­wicklung gesetzt.

zur Übersichtsseite 17 Ziele

SDG 1: Unterziele

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Zahlen und Fakten

Mehr als

1 Milliarde

Menschen konnten sich seit 1990 aus extremer Armut befreien

Bis zu

750 Millionen

Menschen leben in extremer Armut

7 %

Prognose für die weltweite Armutsquote im Jahr 2030

71 %

aller Menschen haben keine oder nur eine unzureichende soziale Absicherung

70,4  Milliarden US-$

Gemeldete direkte wirtschaftliche Verluste in 53 Ländern aufgrund von Katastrophen (2019)

1/3

aller angestellten Frauen lebten 2019 trotz Arbeit in Armut

SDG 1 Wo stehen wir?

Nachdem die Zahl der Menschen in Armut weltweit 30 Jahre lang fast konstant gesunken ist, kommt es in Folge der Covid-19-Pandemie erstmals zu einem erneuten Anstieg von extremer Armut. Besonders betroffen sind Subsahara-Afrika und Südasien, aber auch der Nahe Osten und Nordafrika. 

SDG 1: Junge Erwerbstätige leben doppelt so häufig in extremer Armut wie erwachsene Erwerbstätige (2019)
SDG 1: Junge Erwerbstätige leben doppelt so häufig in extremer Armut wie erwachsene Erwerbstätige (2019)

Neben der Pandemie ist auch der Klima­wan­del ein zentraler Treiber von Armut. Gleiches gilt für gewaltsame Konflikte und deren Auswirkungen, so zum Beispiel in Syrien und im Jemen.

Frauen, Kinder, Menschen mit Behin­derun­gen, LSBTI-Personen und andere margi­nali­sierte Bevöl­kerungs­grup­pen sind besonders stark von Armut betroffen.

Eine Frau zeigt das Ergebnis nach dem Stampfen von Hirse auf einer kleinen Bauernfarm in Ishiara, Kenia.
Wegen der Covid-19-Pandemie gab es 2020 den ersten Anstieg weltweiter Armut seit 20 Jahren: 125 Millionen Menschen zusätzlich gelten als extrem arm.
UN-Generalsekretär António Guterres
Die Been­digung extremer Armut ist das Herz­stück der welt­weiten Bemühungen für eine nach­haltige Zukunft für alle.
António Guterres UN-Generalsekretär

SDG-1-Quiz

Auch in Deutschland leben Menschen nach nationaler Definition in Armut. Wie viele Deutsche sind von Armut betroffen?
Sozialer Wohnraum in Marzahn und Hellersdorf

SDG 1 Was müssen wir tun?

Standbild aus dem BMZ-Video "Was ist Armut?"

Video: Was ist Armut?

Siehe auch
Eine Frau in einem Slum in Nairobi

Die Weltgemeinschaft ver­pflichtet sich mit dem Prinzip "Niemanden zurücklassen" der Agenda 2030, von Armut be­troffene Menschen be­sonders in den Blick zu nehmen. Wirt­schafts­wachs­tum muss inklusiv sein, damit alle davon profitieren. Gleich­zeitig bedarf es ge­zielter Maß­nahmen zur Re­du­zie­rung von Un­gleich­heit und Dis­kri­mi­nierung.

Zentral sind der Ausbau von sozialen Si­che­rungs­syste­men, progressive Besteuerung sowie verbesserter Zugang zu Basis­dienst­leistun­gen und Rechten. Die Gewähr­leistung der Menschenrechte, wie etwa das Recht auf Bildung, Gesundheit, Nahrung, Land und Sanitär­versor­gung, ist dabei zentral.

Wichtig sind auch gute Regierungsführung und mehr Partizipation von Menschen in Armut an politischen Ent­schei­dungen und am sozialen, wirt­schaft­lichen und kulturellen Leben.

Für inklusives Wachstum bedarf es in vielen Ländern einer verbesserten ländlichen Ent­wick­lung. Zudem ist gleich­berech­tigter Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen, Märkten, Techno­logien und Finanz­dienst­leistun­gen zentral. 
 

SDG 1 Das deutsche Engagement für SDG 1

Menschen spannen mit einem Seil ein Netzwerk auf.

Was kann jeder beitragen? Sie möchten sich engagieren?

Ob als Privat­per­son, Kom­mune, Stif­tung oder Unter­neh­men – es gibt viel­fältige Mög­lich­kei­ten, Ent­wick­lung welt­weit zu unt­er­stüt­zen. Machen Sie mit!

Um Armut in all ihren Facetten erfolgreich zu beenden, braucht es einen ganz­heit­lichen Ansatz.

In der bilateralen Zu­sammen­arbeit hat das BMZ seit 2016 jährlich rund 2,5 Milliarden Euro für Projekte zur Reduzierung von Armut bereitgestellt, zum Beispiel in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Staat und Zivil­gesell­schaft, Hu­mani­täre Hilfe oder Land­wirt­schaft.

Um von Armut betroffene Regionen zu unter­stüt­zen, setzt sich das BMZ dort besonders ein. So konzen­trieren sich Ansätze wie die BMZ-Sonder­initia­tive EINEWELT ohne Hunger oder die Sonder­initia­tive Flucht auf Regionen mit hoher Armut.
 

Eine Frau in Togo erntet Salat. Sie trägt ein Kleinkind auf dem Rücken.
Schüler in der Metallwerkstatt einer Berufsbildungseinrichtung in Accra, Ghana
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Perspektiven für Flüchtlinge schaffen Sonderinitiative Flucht Interner Link

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Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Welt­gemein­schaft 17 ambitio­nierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Ent­wicklung gesetzt.

Ausführliche Informationen darüber sowie die Kernbotschaften der Agenda 2030 finden Sie auf unserer Übersichts­seite mit allen 17 Zielen.