Symbolbild: Mehrer Bände einer Lexikonausgabe aus den 1970er Jahren (Bildausschnitt)

Lexikon der Entwicklungspolitik

Abfälle im Wohnumfeld beeinträchtigen die Siedlungshygiene und stellen besondere Gesundheitsrisiken dar. Gerade ärmere Bevölkerungsschichten in informellen Siedlungen sind hiervon betroffen. Eine nachhaltige (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Abfallwirtschaft erfüllt wichtige entwicklungspolitische Ziele, denn sie ist von zentraler Bedeutung für:

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt ihre Partner dabei, die Chancen einer geordneten Abfallwirtschaft zu nutzen und eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen. Das bedeutet: Abfall sollte so weit wie möglich vermieden werden. Wo dies nicht gelingt, sollte er als Ressource wiederverwertet werden. Der Restabfall muss ohne Gefahr für Menschen und Umwelt entsorgt werden.

Mehr zum Thema Abfallwirtschaft lesen Sie hier.

Abnahmegarantien für Impfstoffe (Advanced Market Commitments, AMC) sollen die Erforschung, Entwicklung und Verfügbarkeit von Impfstoffen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verbessern und dadurch die Verbreitung von Infektionskrankheiten eindämmen. Das Modell sieht vor, dass Staaten, internationale Organisationen und Stiftungen die Forschung von Pharmaunternehmen subventionieren und ihnen die Abnahme neu entwickelter Impfstoffe zu einem vorab festgelegten Preis garantieren.

2007 startete ein Pilotprojekt zur Bereitstellung von Impfstoffen gegen Pneumokokken (Verursacher von schwerwiegenden Infektionskrankheiten, insbesondere der Atemwege und Hirnhautentzündungen). Deutschland beteiligt sich bislang nicht an den Abnahmegarantien, da zum Start dieses Projekts zahlreiche offene Fragen bestanden, etwa zur Preisgestaltung und zur Bereitstellung der Impfstoffe nach Auslaufen der Abnahmegarantien. 2015 erfolgte eine erste Auswertung des Pilotprojekts, es wird weiter fortgesetzt. 

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Ein zentrales Anliegen des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (CBD) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist es, den Zugang zu genetischen Ressourcen zu regeln und die sich aus ihrer Nutzung ergebenden Gewinne gerecht aufzuteilen (englisch: Access and Benefit Sharing, ABS). Um für dieses Ziel eine rechtsverbindliche Grundlage zu schaffen, wurde auf der 10. Vertragsstaatenkonferenz der CBD das Nagoya-Protokoll verabschiedet.

Das Protokoll sieht vor, dass einerseits der Zugang ("Access") zu genetischen Ressourcen eines Landes rechtssicher gestaltet werden soll. Andererseits sollen die Herkunftsländer solcher Ressourcen an den Gewinnen, die ein Nutzer erzielt (beispielsweise bei der Vermarktung von Kosmetika, Medikamenten oder Nahrungsmitteln), gerecht beteiligt werden ("Benefit Sharing"). Somit dient das Protokoll auch dazu, Biopiraterie zu unterbinden.

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Der African Peer Review Mechanism (APRM) dient afrikanischen Staaten als Instrument zur gegenseitigen Beratung, Beurteilung und Unterstützung in Fragen der guten Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Dahinter steht der Anspruch, eigene Antworten auf die wichtigsten Probleme des Kontinents zu formulieren. Im Dialog miteinander erarbeiten die Teilnehmerstaaten Standards für demokratische, administrative, soziale und wirtschaftliche Verbesserungen und kontrollieren deren Umsetzung.

Der APRM wurde 2002 als Teil der Entwicklungsinitiative New Partnership for Africa’s Development (NEPAD) ins Leben gerufen. Die Teilnahme ist freiwillig und steht allen Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union (AU) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) offen. Zum APRM gehört auch ein innerstaatlicher Dialogprozess, der alle wichtigen politischen und gesellschaftlichen Kräfte einbeziehen soll, unter anderen die Medien und zivilgesellschaftliche (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Gruppen.

Externer Link: Website zum African Peer Review Mechanism (englisch) (Externer Link)

Die Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker (African Charter on Human and Peoples' Rights) wurde 1981 bei einem Gipfeltreffen der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) einstimmig verabschiedet und trat 1986 in Kraft. Das Dokument wird auch als Banjul-Charta bezeichnet, weil es in Banjul, der Hauptstadt von Gambia, erarbeitet worden war. Mit Ausnahme Marokkos haben alle Mitgliedsstaaten der Afrikanischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) das Abkommen ratifiziert.

Die Banjul-Charta orientiert sich an der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), will aber ausdrücklich auch afrikanische Traditionen und Werte widerspiegeln. Das Abkommen schützt sowohl grundlegende bürgerliche und politische als auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte.

Rechte und Pflichten

Anders als andere Menschenrechtsabkommen umfasst die Afrikanische Charta nicht nur die Rechte der einzelnen Person, sondern auch ihre Pflichten gegenüber der Familie, der Gesellschaft und der internationalen Gemeinschaft. Demnach ist zum Beispiel jeder Mensch verpflichtet, seine Mitmenschen zu respektieren und Toleranz zu fördern, für eine harmonische Familie zu sorgen, Steuern zum Wohl der Gemeinschaft zu zahlen und afrikanische kulturelle Werte aufrechtzuerhalten.

Die Banjul-Charta enthält außerdem kollektive Rechte („Rechte der Völker“) wie das Recht auf Selbstbestimmung und Freiheit von fremder Herrschaft, das Recht auf Dekolonisierung sowie das Recht der Völker auf Frieden, Entwicklung und auf alleinige Verfügung über Bodenschätze.

Externer Link: Afrikanische Charta der Menschenrechte und Rechte der Völker (englisch) (Externer Link)

Die Afrikanische Entwicklungsbank (African Development Bank, AfDB) ist eine regionale Entwicklungsfinanzierungsinstitution. Oberste Ziele der Bank sind die nachhaltige (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Armutsbekämpfung und die Verbesserung der Lebensbedingungen in Afrika. Wichtige Förderbereiche sind Infrastruktur, gute Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Privatsektorentwicklung, höhere Bildung/Technologie und regionale Integration. Zur AfDB-Bankengruppe gehören neben der Afrikanischen Entwicklungsbank auch der Afrikanische Entwicklungsfonds (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Nigeria Trust Fund.

Externer Link: Website der Afrikanischen Entwicklungsbank (englisch) (Externer Link)

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Die Afrikanische Union (AU) ist der wichtigste regionale Zusammenschluss afrikanischer Staaten. Die AU wurde 2002 im südafrikanischen Durban in Nachfolge der Organisation für Afrikanische Einheit (OAU) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gegründet. Ihr Hauptziel ist die solidarische Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten, um Frieden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Wohlstand für alle Bewohnerinnen und Bewohner des Kontinents zu erreichen.

Die Afrikanische Union engagiert sich besonders in regionalen Konflikten und führt eigene diplomatische und militärische Missionen durch. Weitere Handlungsfelder sind die Verbesserung von Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Institutionen, die Vertretung afrikanischer Interessen auf globaler Ebene, die Stärkung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Förderung eines nachhaltigen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wirtschaftlichen Wachstums und der Ausbau der regionalen Infrastruktur.

Die AU und die Europäische Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) arbeiten seit 2007 im Rahmen der Afrika-EU-Partnerschaft zusammen. Neben dem politischen Dialog sollen gemeinsame Entwicklungsprogramme die Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa vertiefen.

Ausführliche Informationen über die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Afrikanischen Union finden Sie hier.

Externe Links:
Website der Afrikanischen Union (englisch) (Externer Link)
Website der Afrika-EU-Partnerschaft (englisch) (Externer Link)

Der Afrikanische Entwicklungsfonds (African Development Fund, ADF) ist Teil der Bankengruppe Afrikanische Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (African Development Bank, AfDB). Er gewährt den am wenigsten entwickelten Ländern (Least Developed Countries, LDC (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) in Afrika finanzielle Hilfen in Form von Zuschüssen und Krediten zu besonders günstigen Konditionen.

Externer Link: Informationen zum ADF auf der Website der Afrikanischen Entwicklungsbank (englisch) (Externer Link)

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Der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte und Rechte der Völker (African Court on Human and Peoples’ Rights) ist die jüngste der regionalen Gerichtsinstitutionen, die die Einhaltung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) überwachen. Das Gremium nahm 2006 seine Arbeit auf und hat seinen Sitz in Arusha, Tansania.

Der Afrikanische Gerichtshof für Menschenrechte überwacht die Einhaltung der Menschenrechte im Sinne der Afrikanischen Charta der Menschenrechte und der Rechte der Völker (Banjul-Charta (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Er ist ein Organ der Afrikanischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link:
Website des Afrikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte und Rechte der Völker (englisch) (Externer Link)

Am 25. September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel in New York die "Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung" verabschiedet. Sie hat die Form eines Weltzukunftsvertrags und enthält 17 Entwicklungsziele ("Sustainable Development Goals", SDGs). Die Agenda 2030 ist das erste internationale Abkommen, in dem das Prinzip der Nachhaltigkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit der Armutsbekämpfung und der ökonomischen, ökologischen und sozialen Entwicklung verknüpft wird.

Die Agenda soll helfen, allen Menschen weltweit ein Leben in Würde zu ermöglichen. Sie soll Frieden fördern und sie soll dazu beitragen, dass alle Menschen in Freiheit und einer intakten Umwelt leben können.

Die Agenda richtet sich an alle Staaten der Weltgemeinschaft. Sie sind gleichermaßen aufgefordert, sich für die in ihr formulierten Entwicklungsziele einzusetzen – eine Einteilung in "Geber" und "Nehmer" oder in "erste", "zweite" und "dritte Welt" gibt es in der Agenda nicht.

Ausführliche Informationen über die Agenda 2030 und ihre 17 Entwicklungsziele finden Sie hier.

Externer Link: Resolution der UN-Generalversammlung vom 25.09.2015: Transformation unserer Welt: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (PDF 290 KB) (Externer Link)


Die Agenda 21 (Agenda = Tagesordnung) wurde 1992 bei der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Rio de Janeiro verabschiedet und ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm mit konkreten Handlungsempfehlungen für das 21. Jahrhundert.

Sie fordert eine neue Entwicklungs- und Umweltpartnerschaft zwischen den Industriestaaten und den armen Ländern. Wichtige entwicklungspolitische Ziele wie Armutsbekämpfung und nachhaltige Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen Wasser (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Boden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Wald (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind hier ebenso verankert wie umweltpolitische Ziele, etwa die Reduzierung des Treibhauseffekts. Die Agenda 21 betont, dass auch regierungsunabhängige Organisationen und Einrichtungen an politischen Entscheidungen zu beteiligen sind. Sie definiert Nachhaltigkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als übergreifendes Ziel der Politik.

Externer Link: Text der Agenda 21 (PDF 3,3 MB) (Externer Link)

AGIAMONDO (bis 2019: AGEH – Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe) ist der Personaldienst der deutschen katholischen Kirche für internationale Zusammenarbeit. Der Fachdienst ist eine der sieben in Deutschland staatlich anerkannten Einrichtungen zur Entsendung von Fachkräften nach dem Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG).

Externer Link: Website von AGIAMONDO (Externer Link)

Subventionen der Industriestaaten für ihre eigene Landwirtschaft machen es den Menschen in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) schwer, ihre Erzeugnisse wettbewerbsfähig auf dem Weltmarkt abzusetzen. Die Preise der Industrieländer liegen durch die Subventionen häufig weit unter den Produktionskosten. Faire Chancen für Entwicklungsländer sind auf dem Weltmarkt nur erreichbar, wenn die Industrieländer ihre Agrarexportsubventionen abbauen und Handelshemmnisse für den Import von Waren aus Entwicklungsländern beseitigen. Für diese Ziele setzt sich die deutsche Bundesregierung mit ihrer internationalen Entwicklungs- und Handelspolitik ein.

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Agrobiodiversität ist ein Bestandteil der biologischen Vielfalt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und umfasst die Vielfalt der landwirtschaftlich genutzten Pflanzen- und Tierarten sowie Ökosysteme. Sie dient sowohl der Anpassung der Landwirtschaft an globale Umweltveränderungen als auch der Ernährungssicherung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Agrobiodiversität leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Armutsminderung in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die ursprünglich vorhandene Vielfalt von Nutzpflanzen und Nutztieren ist jedoch weltweit stark rückläufig. Grund hierfür ist in erster Linie die moderne Landwirtschaft selbst, die sich auf wenige ertragreiche Arten konzentriert. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert deshalb den Erhalt der landwirtschaftlichen Vielfalt durch zahlreiche Maßnahmen im Bereich der ländlichen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement zum Schutz der Agrobiodiversität finden Sie hier.

Aid-Effective­ness-Agenda bezeichnet einen inter­natio­nalen politischen Prozess mit dem Ziel, die Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit zu erhöhen. Zwischen 2003 und 2011 fanden vier hoch­rangige Foren zu diesem Thema statt. Zum Abschluss jeder Konferenz formulierten Industrie-, Schwellen- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Entwicklungs­länder gemeinsame Prin­zi­pien für eine verbesserte Zusammen­arbeit:
Erklärung von Rom (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (2003)
Erklärung von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (2005)
Aktionsplan von Accra (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (2008)
Entwicklungspartnerschaft von Busan (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (2011)

Mit dem englischen Begriff "Aid for Trade" werden handelsbezogene entwicklungspolitische Maßnahmen beschrieben. Mit diesen unterstützt Deutschland seine Partnerländer dabei, ihren Handel zu liberalisieren und zugleich notwendige begleitende Reformschritte einzuleiten. Denn der Außenhandel ist zwar ein wichtiger Baustein für anhaltendes Wachstum und hat großes Potenzial, maßgeblich zu nachhaltiger Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) beizutragen. Allerdings führt eine Handelsliberalisierung nicht automatisch zu mehr Handel, Armutsreduzierung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Entwicklung. Oft fehlt den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) das Wissen, die Infrastruktur und die finanzielle und personelle Ausstattung, um Handelschancen positiv nutzen und Risiken minimieren zu können.

Hier unterstützt das BMZ seine Partnerländer durch Aid for Trade: Die Regierungen werden beraten, wie sie ihre politischen Strategien und Verhandlungspositionen formulieren und Abkommen wirksam umsetzen können. Der Privatsektor und die Landwirtschaft werden dabei unterstützt, ihre Leistungsfähigkeit zu steigern, ihr Angebot auszuweiten und ihre Exportchancen zu erhöhen. Gefördert werden zum Beispiel die Steigerung von Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit, die Einführung neuer Produkte, der effiziente Einsatz von Ressourcen und die Einhaltung von Qualitäts-, Sozial- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Umweltstandards (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Informationen zu Aid for Trade auf der Website der Welthandelsorganisation (WTO) (englisch) (Externer Link)

Das Kurzwort Aids steht für "Acquired Immune Deficiency Syndrome" und bedeutet "erworbenes Immunschwäche-Syndrom". Die Krankheit wird durch das HI-Virus (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) hervorgerufen (menschliches Immunschwäche-Virus, englisch: Human Immunodeficiency Virus, HIV), der das Immunsystem des Infizierten zerstört. Die Krankheit hat sich auf der gesamten Welt verbreitet. Bislang gibt es für sie kein Heilmittel, sondern nur eine Behandlung, die den Krankheitsverlauf zum Stillstand bringen kann. Nach Angaben des Aids-Programms der Vereinten Nationen (UNAIDS (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) leben derzeit etwa 38 Millionen Menschen mit dem HI-Virus, davon etwa zwei Drittel in den Staaten Afrikas südlich der Sahara. Trotz vielfältiger nationaler und internationaler Anstrengungen und erreichter Erfolge bleibt HIV ein wesentliches Entwicklungshemmnis. Denn in den Ländern mit hoher HIV-Rate werden wirtschaftliche und soziale Fortschritte durch die Epidemie deutlich erschwert.

Die internationale Gemeinschaft verfolgt das Ziel, möglichst allen Menschen weltweit, die von HIV betroffen sind, Zugang zu Prävention, Behandlung, Versorgung und Pflege zu verschaffen. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Partnerländer bei der Umsetzung von entsprechenden Programmen und stellt dafür umfangreiche Finanzmittel zur Verfügung.

Ausführliche Informationen zum Thema HIV und Aids in der Entwicklungszusammenarbeit finden Sie hier.

Externer Link: Website von UNAIDS (englisch) (Externer Link)

Der AKLHÜ (früher: Arbeitskreis "Lernen und Helfen in Übersee") bezeichnet sich heute als "Netzwerk und Fachstelle für internationale Personelle Zusammenarbeit". Er vertritt die Interessen von Freiwilligen- und Fachdiensten und wirbt für ihre Förderung durch Politik, staatliche Organisationen, Stiftungen und andere Akteure. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Kooperation und Vernetzung seiner Mitglieder, die Forschung zu Freiwilligen- und Fachdiensten, die politische Interessenvertretung für die internationale personelle Zusammenarbeit und die Stärkung und Weiterentwicklung internationaler Dienste.

Externer Link: Website des AKLHÜ (Externer Link)

Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten. Derzeit gehören diesem Zusammenschluss 79 Staaten an. 78 davon sind mit der Europäischen Union durch das Kooperationsabkommen von Cotonou (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verbunden.

Externer Link: Website der Organisation der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten (englisch) (Externer Link)

Das dritte hoch­rangige Forum zur Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit fand 2008 in Accra (Ghana) statt. Dort wurden die auf den voran­gegangenen Foren in Rom (2003) und Paris (2005) vereinbarten Prinzipien bekräftigt und bei der Umsetzung aufgetretene Hinder­nisse analysiert.

Das Abschluss­dokument des Forums, der Aktions­plan von Accra ("Accra Agenda for Action"), stellt die Effek­ti­vi­tät von Ent­wick­lungs­leistungen in einen breiteren ent­wick­lungs­poli­ti­schen Zusammen­hang. So sind die Menschen­rechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Gleich­stellung der Geschlechter, der Umwelt­schutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie Aspekte guter Regie­rungs­führung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als zentrale Faktoren wirksamer Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit im Aktions­plan verankert. Transparenz und Rechen­schafts­pflicht sollen durch eine breitere Beteiligung von Zivil­gesell­schaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Parla­menten verbessert werden.

Externer Link:
Aktionsplan von Accra (PDF 220 KB) (Externer Link)

Siehe auch:
Erklärung von Rom (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Erklärung von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Entwicklungspartnerschaft von Busan (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Alexander von Humboldt-Stiftung fördert die internationale Forschungskooperation. Sie ermöglicht hoch qualifizierten ausländischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in Deutschland. Darüber hinaus vergibt sie Forschungsstipendien an Deutsche für Aufenthalte im Ausland. 

Im Bereich Entwicklungspolitik bietet die Humboldt-Stiftung jährlich bis zu 60 Forschungsstipendien für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit an. Diese können sich über einen Zeitraum von sechs bis 24 Monaten an einer deutschen Forschungseinrichtung einem wissenschaftlichen Vorhaben widmen, das für ihr Herkunftsland eine besondere entwicklungspolitische Bedeutung hat.

Externer Link: Website der Alexander von Humboldt-Stiftung (Externer Link)

Am 10. Dezember 1948 verkündete die Generalversammlung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). In 30 Artikeln formuliert sie bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte. Viele Übereinkommen, Gesetze und Verträge, die seit 1948 abgeschlossen wurden, basieren auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, etwa regionale Abkommen wie die Europäische Menschenrechtskonvention (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Als Erklärung der UN-Generalversammlung hat sie zwar nicht die rechtsverbindliche Kraft eines Vertrages, der von Einzelstaaten ratifiziert werden kann, doch sie hat politisch und moralisch ein sehr großes Gewicht. Ihre Bestimmungen sind in viele nationale Verfassungen aufgenommen worden und es ist inzwischen anerkannt, dass einige ihrer Bestimmungen bindendes Völkergewohnheitsrecht und teilweise sogar zwingendes Völkerrecht sind. Zwingendes Völkerrecht bedeutet, dass kein Staat davon abweichen darf. Das betrifft zum Beispiel das Sklavereiverbot, das Folterverbot sowie das Verbot rassistischer Diskriminierung.

Internationale Menschenrechtscharta

Um die Menschenrechte, die in der Allgemeinen Erklärung enthalten sind, in rechtsverbindliche Normen zu verwandeln, haben die Vereinten Nationen 1966 zwei Menschenrechtspakte verabschiedet: den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und den Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Beide traten 1976 in Kraft und bilden zusammen mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte die internationale Menschenrechtscharta (International Bill of Rights).

Externer Link: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (Externer Link)

Das Allgemeine Zoll- und Handelsabkommen (General Agreement on Tariffs and Trade, GATT) trat 1948 in Kraft und bestimmte annähernd 50 Jahre lang die Regeln des internationalen Handels. Ziel des multilateralen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Abkommens war die Förderung der weltwirtschaftlichen Entwicklung und des Wohlstands durch den Abbau von Handelshemmnissen (etwa Zöllen und Subventionen) und die Schlichtung von Handelskonflikten.

Das GATT-Sekretariat wurde 1995 durch die neu gegründete Welthandelsorganisation (WTO) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) abgelöst. Das Abkommen bleibt jedoch ein wichtiges Vertragswerk für den internationalen Handel und wird innerhalb der WTO weiterentwickelt.

Das Alumniportal Deutschland ist ein kostenloses soziales Netzwerk für Menschen aus aller Welt, die in Deutschland studiert, geforscht, gearbeitet oder sich weitergebildet haben. Herzstück des Portals ist eine Online-Community, in der die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Kontakte aufbauen und für ihre persönliche und berufliche Entwicklung nutzen können. Außerdem bietet das Portal Informationen über Veranstaltungen, Weiterbildungsmöglichkeiten und Stellenangebote in aller Welt. Das Portal wird von der Bundesregierung finanziert.

Externer Link: Website des Alumniportals Deutschland (Externer Link)

Die Amerikanische Menschenrechtskonvention (American Convention on Human Rights) der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) wurde im Jahr 1969 in San José, Costa Rica, unterzeichnet. Sie trat 1978 in Kraft. 25 mittel- und südamerikanische Staaten haben sie bislang ratifiziert (Stand: März 2021).

Die Konvention enthält 23 bürgerliche und politische Rechte, darunter das Recht auf Leben und eine humane Behandlung, das Recht auf einen Namen und eine Nationalität, das Recht auf Privatsphäre und das Recht auf juristischen Schutz und einen fairen Prozess.

Externer Link: Amerikanische Konvention über Menschenrechte (englisch) (Externer Link)

Die Andengemeinschaft (Comunidad Andina de Naciones, CAN) ist ein Zusammenschluss der vier südamerikanischen Staaten Bolivien, Ecuador, Kolumbien und Peru. Sie löste 1997 die Zusammenarbeit im Rahmen des Andenpakts (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ab. Ziele der Andengemeinschaft sind unter anderem eine intensive regionale Zusammenarbeit auf politischer, rechtlicher und wirtschaftlicher Ebene, die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung, der schrittweise Aufbau eines gemeinsamen Marktes und die bessere Positionierung der Region auf dem Weltmarkt.

Externer Link: Website der Andengemeinschaft (spanisch) (Externer Link)

1969 vereinbarten die südamerikanischen Staaten Bolivien, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru im Übereinkommen von Cartagena eine regelmäßige regionale Zusammenarbeit. Das Abkommen und die anschließende politische Zusammenarbeit wurden in der Folge als Andenpakt (Pacto Andino) bezeichnet. Der Andenpakt ging 1997 über in die Andengemeinschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Comunidad Andina de Naciones, CAN).

Die Arabische Charta der Menschenrechte wurde 2004 von den Mitgliedsstaaten der Arabischen Liga beschlossen und trat 2008 in Kraft. Sie beruft sich auf die internationale Menschenrechtscharta (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und sichert jedem Individuum grundlegende bürgerliche, politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte zu.

Im Gegensatz zu anderen internationalen und regionalen Menschenrechtsabkommen, die neutral formuliert sind, nimmt die Arabische Charta der Menschenrechte in ihrer Präambel Bezug auf Gott, die „edle islamische Religion“ und die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam. Diese Erklärung der Organisation der Islamischen Konferenz von 1990 definiert die islamische Rechtsordnung (Scharia) als alleinige Grundlage von Menschenrechten. Kritiker bemängeln unter anderem, dass die Charta Zionismus mit Rassismus gleichsetzt und seine „Eliminierung“ fordert und dass sie die Todesstrafe auch bei Kindern nicht gänzlich ausschließt.

Externer Link: Arabische Charta der Menschenrechte (PDF 86 KB, englisch) (Externer Link)

Die Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD) wurde 1993 als Dachverband der sieben Entwicklungsdienste in Deutschland gegründet. Mitglieder der AGdD sind AGIAMONDO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (bis 2019: AGEH), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), Dienste in Übersee, Christliche Fachkräfte International (CFI), EIRENE, Weltfriedensdienst und das Forum Ziviler Friedensdienst (forum ZFD).

Die sieben Organisationen sind vom BMZ als "Träger des Entwicklungsdienstes" anerkannt und unterstützen die deutsche Entwicklungszusammenarbeit durch die Entsendung von berufserfahrenen Fachkräften. Rechtliche Grundlage ihrer Arbeit ist das Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Zur AGdD gehört auch das Förderungswerk für rückkehrende Fachkräfte der Entwicklungsdienste. Es unterstützt Entwicklungshelferinnen und -helfer bei der beruflichen Wiedereingliederung in Deutschland.

Externe Links:
Website der AGdD (Externer Link)
Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) (PDF 69 KB) (Externer Link)

Ziel 1 der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) lautet, Armut in jeder Form und überall zu beenden. 

Der Entwicklungsausschuss der OECD (DAC) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) versteht unter Armut die Unfähigkeit, menschliche Grundbedürfnisse zu befriedigen. Zu diesen Bedürfnissen gehören vor allem der Konsum und die Sicherheit von Nahrungsmitteln (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Gesundheitsversorgung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Ausübung von Rechten, Mitsprache (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Sicherheit und Würde sowie menschenwürdige Arbeit.

Als absolute Armut ist dabei ein Zustand definiert, in dem sich ein Mensch die Befriedigung seiner wirtschaftlichen und sozialen Grundbedürfnisse nicht leisten kann. Relative Armut beschreibt Armut im Verhältnis zum jeweiligen gesellschaftlichen Umfeld eines Menschen.

Armut ist ein dynamischer Prozess und keine Eigenschaft. In der Regel sind es einschneidende familiäre Ereignisse (zum Beispiel Krankheitsfälle, Todesfälle, das Aufbringen einer Mitgift für eine Hochzeit) oder größere Krisen (wie bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen, Wirtschaftsflauten), die Menschen in Armut stürzen.

Vielen Menschen gelingt es, ihre Lebensumstände aus eigener Kraft so zu verbessern, dass sie sich aus der Armut befreien können. Lediglich ein Viertel bis ein Drittel der von Armut betroffenen Menschen sind Schätzungen zufolge chronisch – also Zeit ihres Lebens – arm.

Die Reduzierung der Armut ist eine der größten Herausforderungen der Gegenwart. Der Einsatz gegen Armut und für weltweit bessere Lebensbedingungen ist eine der wichtigsten Aufgaben der internationalen und auch der deutschen Politik.

Armut messen

Armut zu messen ist schwierig, jeder empfindet sie anders. Hunger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Krankheiten oder Angst sind schwer messbar. Darum gibt es international akzeptierte Kriterien, die dabei helfen zu erfassen, was Armut ist und wer als arm gilt.

Bei der Messung von Armut haben sich verschiedene Ansätze durchgesetzt. Nach der Definition der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind Menschen extrem arm, wenn sie weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben. Bei diesem Ansatz wird die Kaufkraft des US-Dollars in lokale Kaufkraft umgerechnet. Das heißt, dass extrem arme Menschen nicht in der Lage sind, sich täglich die Menge an Gütern zu kaufen, die in den USA 1,90 US-Dollar kosten würden. Die 1,90-Dollar-Grenze wird als finanzielles Minimum angesehen, das eine Person zum Überleben braucht. Demnach lebten im Jahr 2017 etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung, rund 690 Millionen Menschen, in extremer Armut. Durch die Umrechnung in lokale Kaufkraft können die Armutsquoten international verglichen werden. 

Zunehmend gibt es Versuche, auch andere Dimensionen von Armut statistisch abzubilden. Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) berechnet zum Beispiel den mehrdimensionalen Armutsindex (Multidimensional Poverty Index, MPI). Er misst, wie stark ein Haushalt unter Entbehrungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Lebensstandard leidet. Auch der Index der menschlichen Entwicklung (HDI) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) versucht, mehrere Dimensionen entlang einer Skala von 0 bis 1 abzubilden, beschreibt dabei jedoch nicht den Zustand einzelner Haushalte, sondern den Entwicklungsstand eines Landes. Indikatoren für den HDI sind unter anderem die Lebenserwartung bei der Geburt, die Alphabetisierungsrate, das Bildungsniveau und die reale Kaufkraft pro Kopf in einem Land.

Das ASA-Programm unter dem Dach der gemeinnützigen Gesellschaft Engagement Global (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist ein entwicklungspolitisches Lern- und Qualifizierungsprogramm. Es entstand 1960 aus einer Initiative von Studentinnen und Studenten – damals unter dem Namen Programm für Arbeits- und Studienaufenthalte. Es umfasst Trainingsseminare und drei- oder sechsmonatige Praxisaufenthalte in Afrika, Lateinamerika, Asien oder Südosteuropa. Das Programm richtet sich an Menschen zwischen 21 und 30 Jahren, die studieren oder eine Berufsausbildung abgeschlossen haben. Ein aktives Netzwerk ermöglicht den Austausch von Wissen und Erfahrungen und fördert das Engagement in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit.

Externer Link: Informationen zum ASA-Programm auf der Website von Engagement Global (Externer Link)

Im Jahr 2012 verabschiedeten die Mitgliedsstaaten der Vereinigung südostasiatischer Länder (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Association of Southeast Asian Nations, ASEAN) eine gemeinsame Menschenrechtserklärung. Laut Artikel 10 und 26 bekräftigen die ASEAN-Mitgliedstaaten alle in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) definierten bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte. Ausdrücklich genannt werden außerdem das Recht auf Entwicklung und das Recht auf Frieden.

Schon vor Verabschiedung des Dokuments hatten Menschenrechtsexpertinnen und -experten der Vereinten Nationen sowie mehrere zivilgesellschaftliche (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Organisationen Formulierungen in dem Dokument kritisiert. Diese erlaubten es einzelnen Regierungen, den Menschenrechtsschutz auszuhebeln.

So heißt es in Artikel 7: „Gleichzeitig muss die Verwirklichung der Menschenrechte im regionalen und nationalen Kontext betrachtet werden, wobei unterschiedliche politische, wirtschaftliche, rechtliche, soziale, kulturelle, historische und religiöse Hintergründe zu berücksichtigen sind.“ Artikel 8 erlaubt Einschränkungen der Grundrechte aufgrund „berechtigter Ansprüche“ der nationalen Sicherheit, öffentlichen Ordnung sowie der Gesundheit, Sicherheit und der Moralvorstellungen der Bevölkerung.

Externer Link: ASEAN-Menschenrechtsdeklaration (englisch) (Externer Link)

Die Asiatische Entwicklungsbank (Asian Development Bank, ADB) ist eine regionale Entwicklungsfinanzierungsinstitution. Sie stellt Mittel für soziale und wirtschaftliche Projekte bereit, die die Lebensbedingungen der Menschen in Asien und im pazifischen Raum verbessern sollen. Ihre Arbeitsschwerpunkte liegen auf den Themen Armutsbekämpfung, Geschlechtergerechtigkeit, ökologische Nachhaltigkeit und Anpassung an den Klimawandel, lebenswerte Städte, ländliche Entwicklung und Ernährungssicherheit, gute Regierungsführung sowie regionale Zusammenarbeit. 

Deutschland ist Gründungsmitglied der Asiatischen Entwicklungsbank.

Externer Link: Website der ADB (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Regionale Entwicklungsbanken (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Der Asiatische Entwicklungsfonds (Asian Development Fund, ADF) ist ein Finanzierungsinstrument der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Aus dem ADF erhalten ärmere regionale ADB-Mitglieder zinsgünstige Kredite und Zuschüsse.

Externer Link: Informationen zum ADF auf der Website der Asiatischen Entwicklungsbank (englisch) (Externer Link)

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Menschen, die in ein anderes Land eingereist sind und einen Antrag auf ihre Anerkennung als Flüchtlinge (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gestellt haben, werden als Asylsuchende bezeichnet.

Solange über ihren Asylantrag noch nicht entschieden wurde, sind sie noch keine offiziell anerkannten Flüchtlinge. Sie stehen aber unter dem Schutz der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Externer Link), die in Artikel 14.1 besagt: "Jeder hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen". Die Allgemeine Erklärung der Menschenechte hat jedoch keinen völkerrechtlich bindenden Status – die dort definierten Rechte können nicht unter Berufung auf die Erklärung eingeklagt werden.

Der Ausschuss für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und humanitäre Hilfe ist ein Gremium des Deutschen Bundestags. Er gehört zu den ständigen Ausschüssen, die der Bundestag in seiner aktuellen Wahlperiode eingesetzt hat. In Ausschüssen konzentrieren sich die Abgeordneten jeweils auf ein Teilgebiet der Politik und bereiten Bundestagsentscheidungen fachlich vor.

Die zentralen Aufgaben des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe sind die Überprüfung der Menschenrechtspolitik der Bundesregierung im In- und Ausland sowie die Beratung von parlamentarischen Initiativen mit Menschenrechtsbezug. Auch die humanitären Folgen von Naturkatastrophen und Kriegen werden im Ausschuss diskutiert, um die deutsche Beteiligung an Hilfsmaßnahmen besser beurteilen zu können. Der Ausschuss behandelt zunehmend auch Menschenrechtsfragen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link:
Informationen zum Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe auf der Website des Deutschen Bundestags (Externer Link)

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Stichwort: Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Der Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (AwZ) ist ein Gremium des Deutschen Bundestages. Er gehört zu den ständigen Ausschüssen, die der Bundestag in der aktuellen Wahlperiode eingesetzt hat und befasst sich mit Fragen der deutschen und internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Der AwZ hat unter anderem die Aufgabe, Verhandlungen und Entscheidungen des Parlaments vorzubereiten und zu vertiefen. Dazu führt er auch öffentliche Anhörungen durch.

Externer Link: Informationen zum Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung auf der Website des Deutschen Bundestags (Externer Link)

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Stichwort: Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Außenrevision des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) prüft, ob die Fördermittel des BMZ von den Empfängerorganisationen wirtschaftlich, effektiv und zweckentsprechend verwendet werden. Dazu werden die Geschäfts- und Buchungsunterlagen der Organisationen kontrolliert. Die Überprüfungen finden sowohl in Deutschland als auch in den Kooperationsländern statt. Nicht zweckentsprechend verwendete Gelder müssen mit Zinsen zurückgezahlt werden.

Ausführliche Informationen über das Thema Außenrevision finden Sie hier.

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Stichwort: Evaluierung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

AWO International koordiniert die internationalen Aktivitäten der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Die Arbeit basiert auf den in der Arbeiterbewegung verankerten Grundwerten Freiheit, Gerechtigkeit, Toleranz und Solidarität. Themenschwerpunkte sind Kinder- und Jugendrechte, Klimawandel und Ernährungssicherheit, Migration und Menschenhandel, Geschlechtergerechtigkeit, Katastrophenvorsorge und humanitäre Nothilfe.

AWO International wird vom BMZ gefördert und engagiert sich in Mittelamerika, Afrika, im Nahen Osten sowie in Süd- und Südostasien.

Externer Link: Website von AWO International (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Im November 1995 wurde auf einer Außenministerkonferenz in Barcelona die Euro-Mediterrane Partnerschaft ins Leben gerufen. Ziel der Partnerschaft war, zwischen den damals 15 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und zwölf Anrainerstaaten des Mittelmeerraumes eine Zone des Friedens, der Demokratie, der Stabilität, der Zusammenarbeit und des Wohlstands zu schaffen. Diese Partnerschaft wird auch Barcelona-Prozess genannt. Sie wurde 2008 zur Union für den Mittelmeerraum (UfM) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) erweitert.

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Externer Link: Informationen des Europäischen Auswärtigen Dienstes über die Union für den Mittelmeerraum und den Barcelona-Prozess (englisch) (Externer Link)

Das Programm "Beigeordnete Sachverständige" (englisch: Junior Professional Officers, JPO) bietet deutschen Nachwuchskräften die Möglichkeit, internationale Berufserfahrung zu sammeln und so ihre Chancen auf eine Beschäftigung bei einer internationalen Organisation deutlich zu erhöhen. Sie sind für einen befristeten Zeitraum (in der Regel 24 Monate) bei den Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit ihren verschiedenen Unter- und Sonderorganisationen, der Weltbankgruppe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) oder anderen Finanzinstitutionen im Einsatz. Deutschland hat mit etwa 30 internationalen Organisationen Abkommen zur Entsendung von Beigeordneten Sachverständigen geschlossen. 

Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) federführend für das JPO-Programm verantwortlich.

Externer Link: Informationen zum JPO-Programm auf der Website der Bundesagentur für Arbeit (Externer Link)

Unter dem Dach der Servicegesellschaft Engagement Global (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt die Beratungsstelle für private Träger in der Entwicklungszusammenarbeit (bengo) deutsche Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) dabei, öffentliche Fördermittel für Entwicklungsvorhaben zu erhalten. Die Beratung umfasst alle Projektphasen – von der Prüfung der Fördervoraussetzungen über die Antragstellung bis zur Projektdurchführung und Finanzabwicklung. 

Seit dem 1. Januar 2019 ist bengo allerdings nicht mehr für die Beratung von Erstantragstellern (maximale Fördersumme 50.000 Euro) zuständig. Diese Aufgabe hat das Bundesentwicklungsministerium (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der W.P. Schmitz-Stiftung und der Stiftung Nord-Süd-Brücken übertragen.

Externer Link: Informationen über bengo auf der Website von Engagement Global (Externer Link)

Seit 1990 veröffentlicht das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations Development Programme, UNDP) jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung (Human Development Report, HDR). Ein unabhängiges Expertenteam untersucht dafür entwicklungspolitische Fragen von globaler Bedeutung.

Zentraler Bestandteil des Berichts ist der Index der menschlichen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (HDI), eine Rangliste, die den unterschiedlichen Entwicklungsstand der Länder der Welt aufzeigt.

Ergänzend zum globalen HDR erscheinen regionale, nationale und lokale Berichte sowie Sonderpublikationen zu verschiedenen Aspekten menschlicher Entwicklung.

Externer Link: Website des UNDP zum Bericht über die menschliche Entwicklung (englisch) (Externer Link)

Das Berufsfeld Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bietet im In- und Ausland vielfältige Einsatzmöglichkeiten.

Ein Engagement in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist unter anderem als Entwicklungshelfer, Fachkraft oder Gutachter möglich. Hinzu kommen Angebote für befristete Arbeits- oder Studienaufenthalte und Programme der entwicklungspolitischen Nachwuchsförderung. Die Bandbreite der Berufe ist sehr groß, sie reicht von Ärzten und Pflegern über Handwerker und Ingenieure bis hin zu Juristen und Pädagogen. Auch in Deutschland bietet die Entwicklungszusammenarbeit viele berufliche Chancen, unter anderem für Bürofachkräfte und Sachbearbeiter, Betriebswirte und Wissenschaftler, Journalisten und Mediengestalter.

Als Arbeitgeber kommen zahlreiche nationale und internationale Organisationen in Frage. Dazu zählen staatliche Institutionen wie das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und die Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie multilaterale Organisationen wie die Europäische Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Wichtige Akteure der Entwicklungszusammenarbeit sind außerdem die international tätigen Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen über Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten beim BMZ finden Sie hier.

Für die deutsche Bundesregierung ist die berufliche Bildung ein Schlüsselbereich ihres entwicklungspolitischen Engagements. Die Förderung zielt in erster Linie darauf ab, praxisorientierte und an den Bedarf der Wirtschaft angepasste Berufsbildungssysteme zu entwickeln. 

Die Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) stützt sich dabei auf die erfolgreichen Merkmale der dualen Berufsausbildung in Deutschland, die je nach Partnerland bedarfsgerecht angepasst werden: enge Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft, Lernen im Arbeitsprozess, gesellschaftliche Akzeptanz allgemeinverbindlicher Standards, Qualifizierung von Berufsbildungspersonal und begleitende Berufsbildungsforschung. 

Die Vermittlung hochwertiger und nachfrageorientierter beruflicher Bildung folgt dem entwicklungspolitischen Ziel, die Chancen auf Beschäftigung und Einkommen für eine große Anzahl von Menschen in den Partnerländern zu erhöhen.

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Stichwort: Grundbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Stichwort: Hochschulbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)


Jeder Mensch hat das Recht auf uneingeschränktes körperliches und seelisches Wohlbefinden in allen Bereichen der Sexualität und Fortpflanzung. Staatliche Maßnahmen, die die Größe, das Wachstum und die räumliche Verteilung der Einwohnerschaft beeinflussen, bedeuten einen Eingriff in die intimsten Bereiche des menschlichen Lebens.

Andererseits hängen viele Entwicklungsprobleme wie Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Ressourcenknappheit oder Konflikte eng mit dem Bevölkerungswachstum (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zusammen. Eine ethisch legitimierte Bevölkerungspolitik muss daher sowohl die individuellen Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) schützen als auch eine nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fördern. Sie darf nicht nur die Verminderung der Geburtenraten zum Ziel haben, sondern muss die Verbesserung der Lebensqualität anstreben.

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Stichwort: Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (United Nations Population Fund, UNFPA) beschäftigt sich mit Fragen der reproduktiven Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Bevölkerungsentwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Seine Aufgabe ist es, weltweit das Bewusstsein für diese Themen zu fördern. Der UNFPA unterstützt Programme, die insbesondere jungen Menschen bei der Familienplanung helfen und ungewollte Schwangerschaften verhindern. Er setzt sich für eine qualifizierte Betreuung von Schwangerschaften und Geburten ein und hilft, durch Aufklärungsarbeit die Verbreitung von HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)/Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten einzudämmen. Außerdem setzt sich der Bevölkerungsfonds für Chancengleichheit ein und bekämpft Gewalt gegen Frauen.

Der UNFPA veröffentlich jährlich den Weltbevölkerungsbericht. Dieser erläutert aktuelle Themen der Bevölkerungsentwicklung und enthält demografische und sozioökonomische Daten für alle Länder und Regionen der Erde.

Externer Link: Website des UNFPA (englisch) (Externer Link)

Innerhalb der vergangenen hundert Jahre hat sich die Menschheit nahezu vervierfacht. Seit Ende 2011 leben erstmals mehr als sieben Milliarden Menschen auf der Erde. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wird sich das Bevölkerungswachstum fortsetzen: Bis zum Jahr 2050 wird die Weltbevölkerung demnach auf 9,7 Milliarden Menschen ansteigen.

Das Bevölkerungswachstum ist jedoch regional sehr unterschiedlich ausgeprägt. Es findet fast ausschließlich in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) statt. In einigen afrikanischen und südasiatischen Ländern wird sich die Bevölkerung innerhalb der nächsten Jahrzehnte höchstwahrscheinlich verdoppeln.

Die Folgen dieses Wachstums sind nicht eindeutig abzuschätzen, aber viele Entwicklungsprobleme wie Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), fehlende Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), mangelnde Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), gewalttätige Konflikte oder die Zerstörung der Umwelt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind eng mit dem Anstieg der Bevölkerung verbunden.

Damit alle Menschen selbstbestimmt und würdevoll leben können und eine nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) möglich wird, muss das Wachstum der Weltbevölkerung abgeschwächt werden. Die Verwirklichung sexueller und reproduktiver Gesundheit und Rechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist dafür eine entscheidende Voraussetzung. Dabei müssen vor allem die Rechte von Frauen und Mädchen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gestärkt und ihre Bildungschancen verbessert werden, damit sie gleichberechtigt über Schwangerschaft, Familien- und Lebensplanung mitentscheiden können.

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Stichwort: Bevölkerungsdynamik (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Bilaterale Zusammenarbeit (von lateinisch "beidseitig") ist die direkte, vertraglich vereinbarte Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zwischen Deutschland und einem Partnerland – etwa, wenn die Bundesrepublik einem Entwicklungsland (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) einen günstigen Kredit vermittelt oder wenn deutsche Experten Kleinbauern in Afrika beraten. Diese Form der Zusammenarbeit beruht im Wesentlichen auf zwei Instrumenten: der finanziellen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen zur bilateralen Zusammenarbeit des BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) finden Sie hier.

Das BMZ verfolgt mit 29 ausgewählten bilateralen Partnerländern langfristig gemeinsame Entwicklungsziele:

Afghanistan, Ägypten, Algerien, Bangladesch, Benin, Burkina Faso, Ecuador, Jordanien, Kambodscha , Kamerun, Kenia, Kolumbien, Libanon, Malawi, Madagaskar, Mali, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Pakistan, Palästinensische Gebiete, Ruanda, Sambia, Tansania, Togo, Uganda, Usbekistan.

Bildung ist ein Menschenrecht. Auf der Basis von Bildung entwickelt sich die kulturelle Identität des Einzelnen und der Gesellschaft. Sie ist eine Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Verringerung der weltweiten Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und für ein friedliches Zusammenleben. Bildung befähigt Menschen, ihre politische, soziale, kulturelle, gesellschaftliche und wirtschaftliche Situation zu verbessern.

"Bildung für alle (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)" ist daher das Ziel der internationalen und auch der deutschen Entwicklungspolitik. Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) engagiert sich in seinen Partnerländern sowohl im Bereich der Grundbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als auch im Bereich der beruflichen Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Hochschulbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Bildung finden Sie hier.

Im März 1990 veranstaltete die Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) die erste Weltkonferenz zum Thema "Bildung für alle". Die Teilnehmer verabschiedeten dabei die Weltdeklaration "Bildung für alle" (Education for All, EFA), zu deren Zielen unter anderem der allgemeine Zugang zur Primarschulbildung, die qualitative Verbesserung der Grundbildung und die Senkung der Analphabetenrate bei Erwachsenen gehörten.

Die Erkenntnisse und Ziele der Weltkonferenz "Bildung für alle" wurden auf zwei Weltbildungsforen in den Jahren 2000 und 2015 bestätigt und konkretisiert. Auch in die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde die Bildung aufgenommen. Ziel 4 lautet: "Inklusive, gerechte und hochwertige Bildung gewährleisten und Möglichkeiten des lebenslangen Lernens für alle fördern".

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Bildung finden Sie hier.

Das Bildungswerk wurde 1974 als gemeinnützige Weiterbildungsorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) gegründet. Seine Aufgabe ist die allgemeine, politische und gewerkschaftliche Wissensvermittlung. Arbeitsschwerpunkte sind die Stärkung der Mitbestimmungsrechte von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, der Einsatz für Menschen- und Gewerkschaftsrechte und die Durchsetzung von sozialen Mindeststandards (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Kernarbeitsnormen. In Zusammenarbeit mit Gewerkschaften sowie europäischen und internationalen Projektpartnern führt das Bildungswerk Entwicklungs- und Beratungsprojekte durch.

Externer Link: Website des DGB-Bildungswerks (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Voraussetzung für den Flüchtlingsstatus ist, dass die jeweilige Person eine international anerkannte Grenze überschritten hat. Menschen, die in anderen Landesteilen ihres Herkunftsstaates Zuflucht finden, fallen daher nicht unter die Genfer Flüchtlingskonvention und das UNHCR (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Mandat. Für den Schutz von Binnenvertriebenen sind die jeweiligen Staaten selbst verantwortlich, die dieser Aufgabe aber häufig nicht nachkommen können oder wollen. Internationale Unterstützung erhalten Binnenvertriebene nur, wenn ihre Regierung dem zustimmt.

Um die Rechte von Binnenvertriebenen zu stärken, haben die Vereinten Nationen Leitlinien zu Binnenvertreibung (Externer Link) (Guiding Principles on Internal Displacement) entwickelt. Bei den Leitlinien handelt es sich jedoch nur um Empfehlungen für Regierungen und Flüchtlingsorganisationen. Sie sind rechtlich nicht bindend.

Der Begriff Biodiversität oder biologische Vielfalt umfasst die Vielfalt der Ökosysteme, der Tier- und Pflanzenarten und die genetische Vielfalt. Nach wissenschaftlichen Schätzungen befinden sich rund 80 Prozent der heute auf der Erde vorhandenen biologischen und genetischen Ressourcen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Doch seit einigen Jahrzehnten vermindert sich weltweit die Biodiversität mit bedenklicher Geschwindigkeit: Natürliche Lebensräume werden vernichtet und die Aussterberate von Tieren und Pflanzen ist heute durch menschlichen Einfluss bis zu zehntausendmal höher als unter natürlichen Bedingungen.

Zusammen mit der Bewältigung des Klimawandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist der Erhalt der biologischen Vielfalt eine der größten Herausforderungen der Menschheit. Die Lösung beider Herausforderungen entscheidet darüber, welche Entwicklungs- und Anpassungsmöglichkeiten wir nachfolgenden Generationen offen halten. 

Der Erhalt der Biodiversität ist in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit ein Querschnittsthema, das bei allen Vorhaben berücksichtigt wird, und zugleich ein eigenes entwicklungspolitisches Arbeitsfeld. In diesem Arbeitsfeld werden Strategien und Arbeitsweisen entwickelt, um Ökosysteme in ihrer Gesamtheit zu bewahren und nachhaltig zu nutzen.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zum Erhalt der Biodiversität finden Sie hier.

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Stichwort: Biodiversitätskonvention (Übereinkommen über die biologische Vielfalt) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das wichtigste internationale Abkommen zum Schutz der Biodiversität (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist das Übereinkommen über die biologische Vielfalt (Convention on Biological Diversity, CBD), auch als Biodiversitätskonvention bekannt. Es wurde 1992 in Rio de Janeiro verabschiedet. Bislang sind dem Abkommen 196 Staaten (inklusive der EU-Kommission) beigetreten (Stand: Oktober 2020).

Die drei gleichberechtigten Ziele der Konvention sind der Schutz und die nachhaltige (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Nutzung der biologischen Vielfalt sowie die gerechte Aufteilung der Gewinne, die aus der Nutzung genetischer Ressourcen entstehen. Grundgedanke ist dabei, dass die biologische Vielfalt nur dann langfristig erhalten werden kann, wenn die Chancen und Gewinne aus der nachhaltigen Nutzung der Natur allen beteiligten Gruppen gleichermaßen zugutekommen.

In regelmäßigen Abständen treffen sich die Vertragsstaaten der CBD, um den Stand der Umsetzung zu diskutieren und dem Prozess neue Impulse zu verleihen. Die Ziele der CBD stehen im Mittelpunkt des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands im Arbeitsfeld Umwelt- und Ressourcenschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Website zur Biodiversitätskonvention (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Access and Benefit Sharing (Gerechter Vorteilsausgleich, ABS) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Mit der Anwendung gentechnischer Methoden in der Landwirtschaft werden große Hoffnungen für die Welternährung verknüpft. Ihre Einführung kann jedoch weitreichende ökologische, wirtschaftliche, gesellschaftliche und kulturelle Konsequenzen haben. Deshalb müssen die von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) ausgehenden Risiken überprüft werden, bevor diese in den Verkehr gebracht werden.

Die biologische Sicherheit gentechnisch veränderter Organismen ist ein wichtiger Bereich des entwicklungspolitischen Engagements Deutschlands im Arbeitsfeld Umwelt- und Ressourcenschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Deutschland unterstützt seine Partnerländer bei der Umsetzung des Cartagena-Protokolls (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), in dem verbindliche Regeln über den grenzüberschreitenden Handel mit GVO festgelegt sind.

Der Boden ist als Grundlage für Ackerbau und Viehwirtschaft eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen des Menschen. Doch vor allem in den Trockengebieten Afrikas, Asiens und Südamerikas werden Böden großflächig durch eine zu intensive landwirtschaftliche Nutzung zerstört. Derartig übernutzte Böden können nicht mehr genügend Wasser speichern, werden vom Wind abgetragen, versalzen oder versanden. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) setzt sich aktiv für den Erhalt der Böden ein. Deutsche Expertinnen und Experten beraten zum Beispiel Regierungen bei der Erarbeitung von Bodenreformen und entwickeln gemeinsam mit Bauern und Viehzüchtern schonende Verfahren der Bewirtschaftung.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Boden finden Sie hier.

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Stichwort: Bodendegradation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Stichwort: Desertifikation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Der Boden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist als Grundlage für Ackerbau und Viehwirtschaft eine der wichtigsten natürlichen Ressourcen des Menschen. Doch gutes Acker- und Weideland wird immer knapper: In den vergangenen 30 Jahren wurden auf rund 30 Prozent der weltweiten Landoberfläche Böden so geschädigt, dass sie ihre ökologischen und ökonomischen Funktionen nur noch vermindert oder gar nicht mehr erfüllen können.

Dieser Prozess wird als Bodendegradation bezeichnet. Laut Definition der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) können sechs spezifische Phänomene dazu beitragen: Wassererosion, Winderosion, Vernässung und Versalzung, chemische Degradation, physikalische Degradation und biologische Degradation. Im Unterschied zum umfassenderen Begriff der Desertifikation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bezieht sich Bodendegradation vorrangig auf die Fruchtbarkeit und Produktivität des Bodens.

Bodendegradation kann natürliche Ursachen haben, ist aber in zunehmendem Maße vom Menschen verursacht. Einseitiger Anbau, falsche Bewässerung, unverhältnismäßiger Einsatz von Pestiziden, intensive Bebauung oder übermäßige Nutzung als Folge von Bevölkerungswachstum (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) stören das biologische Gleichgewicht und können Böden unbrauchbar machen. Besonders in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind sehr viele Menschen davon betroffen, da sie direkt oder indirekt von der Landwirtschaft abhängig sind. Der Schutz der Böden und der Kampf gegen Bodendegradation und Desertifikation sind daher wichtige Aufgaben der Entwicklungspolitik. Deutschland ist in diesem Bereich einer der größten Geber weltweit.

Ausführliche Informationen über das Thema Bodenschutz finden Sie hier.

Die Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (Bremen Overseas Research and Development Association, BORDA) ist eine zivilgesellschaftliche Organisation, die 1977 von entwicklungspolitisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern in Bremen gegründet wurde. BORDA strebt die Verbesserung der Lebensqualität benachteiligter Gruppen an. Dazu baut sie in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) dezentrale Dienstleistungen und Infrastruktur zur Grundversorgung auf. Arbeitsschwerpunkte von BORDA sind unter anderem Wasser- und Energieversorgung im ländlichen Raum, Abwasser- und Abfallmanagement sowie sanitäre Grundversorgung.

Externer Link: Website von BORDA (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Im Juli 1944 kamen im US-amerikanischen Bretton Woods die Vertreter von 44 Staaten zu einer Konferenz zusammen. Vor dem Hintergrund der schwierigen weltwirtschaftlichen Lage zum Ende des Zweiten Weltkriegs verhandelten sie darüber, wie die internationalen Währungs-, Handels- und Wirtschaftsbeziehungen stabilisiert werden könnten.

Die Gesamtheit der damals geschaffenen Übereinkommen und Institutionen wird auch als Bretton-Woods-System bezeichnet. Dessen Kern war das Bretton-Woods-Abkommen. Es sah vor, dass der US-Dollar als Leitwährung in einem System fester Wechselkurse den internationalen Zahlungsverkehr absichern sollte. Das Abkommen wurde jedoch zu Beginn der siebziger Jahre aufgegeben. Andere Vereinbarungen, etwa die Gründung der sogenannten Bretton-Woods-Institutionen Internationaler Währungsfonds (IWF) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie die Schaffung von Regeln für den internationalen Handel, sind bis heute gültig oder wurden weiterentwickelt.

Deutschland trat den Bretton-Woods-Institutionen 1952 als 54. Mitglied bei. Inzwischen haben IWF und Weltbank jeweils 189 Mitgliedsstaaten.

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Stichwort: Welthandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Brot für die Welt – Evangelischer Entwicklungsdienst ist das Entwicklungswerk der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Es entstand aus dem Zusammenschluss des bei der Diakonie angesiedelten Hilfswerks "Brot für die Welt" mit dem Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). In mehr als 90 Ländern befähigt Brot für die Welt arme und ausgegrenzte Menschen, aus eigener Kraft ihre Lebenssituation zu verbessern. Zentraler Arbeitsschwerpunkt ist die Ernährungssicherung.

Externer Link: Website von Brot für die Welt (Externer Link)

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) ist eine Fachbehörde des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie. Sie unterstützt Bundesministerien und nachgeordnete Behörden, EU-Institutionen und die Wirtschaft in Fachfragen. Die BGR ist die Durchführungsorganisation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) des BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) für die technische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) im Geosektor. Sie führt im Auftrag des BMZ Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern durch, zum Beispiel in den Bereichen Bergbau, Umweltgeologie und Georessourcenmanagement (Wasser, Boden, mineralische Rohstoffe und Energierohstoffe).

Externer Link: Website der BGR (Externer Link)

Der Bundesentwicklungsminister ist verantwortlich für die politische Leitung und Steuerung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Seit Dezember 2013 ist Dr. Gerd Müller Bundesentwicklungsminister.

Weitere Informationen über den Bundesentwicklungsminister finden Sie hier.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist zuständig für die deutsche staatliche Entwicklungspolitik. Zu seinen Aufgaben zählt es, Leitlinien und Konzepte zu entwickeln, langfristige Strategien für die Kooperation mit Partnern festzulegen und Regeln für die Umsetzung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu definieren.

Politisch und finanziell liegt der Schwerpunkt der deutschen Entwicklungspolitik auf der zwischenstaatlichen Zusammenarbeit mit ausgewählten Entwicklungsländern. Das BMZ beauftragt die Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit der Realisierung der Vorhaben und kontrolliert die Ergebnisse ihrer Arbeit.

Das BMZ setzt sich darüber hinaus auf europäischer und globaler Ebene für eine zukunftsweisende Ausgestaltung der internationalen Entwicklungszusammenarbeit ein. Das Ministerium bringt die Positionen der Bundesregierung in die multilateralen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Institutionen ein und engagiert sich für eine effizientere Arbeitsweise. Außerdem kooperiert das BMZ eng mit nichtstaatlichen Akteuren wie politischen Stiftungen, kirchlichen Einrichtungen und weiteren Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Bundesminister Dr. Gerd Müller leitet das BMZ. Das BMZ beschäftigt im Inland gegenwärtig rund 1.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Etwa 54 Prozent der Stellen sind am ersten Dienstsitz in Bonn angesiedelt, die übrigen 46 Prozent in Berlin. Ein Teil der Belegschaft verlässt zudem regelmäßig für einige Jahre das Ministerium, um für die Entwicklungspolitik weltweit tätig zu sein. Dies sind derzeit rund 130 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des BMZ.

Ausführliche Informationen über das BMZ finden Sie hier.

Das Büro des Hochkommissars für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Office of the High Commissioner for Human Rights, OHCHR) ist das zentrale Organ der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (UN) für den Menschenrechtsschutz. Es soll unter anderem weltweit den Schutz der Grundrechte fördern, die Menschenrechtsarbeit der Vereinten Nationen koordinieren und Regierungen bei der Umsetzung von Menschenrechten beraten. Das Büro wird vom Hochkommissar für Menschenrechte geleitet und gehört zum UN-Sekretariat, dem ständigen Verwaltungsorgan der Vereinten Nationen.

Externer Link: Website des OHCHR (englisch) (Externer Link)

Das Büro für Drogenkontrolle und Verbrechensbekämpfung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations Office on Drugs and Crime, UNODC) vereint mehrere, ehemals getrennte UN-Programme unter einem Dach. Hauptarbeitsbereiche des UNODC sind: Analyse- und Forschungsarbeit zu Drogen- und Verbrechensfragen und Polizeiarbeit, Begleitung der Umsetzung internationaler Abkommen und die technische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit Staaten im Kampf gegen Drogen, Korruption (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Verbrechen und Terrorismus. 

Das UNODC gehört zu den wichtigsten Partnern Deutschlands im Bereich der "Alternativen Entwicklung". Ziel dieses Konzepts ist, legale wirtschaftliche Alternativen zum Anbau von Drogenpflanzen zu schaffen, die den Lebensunterhalt der kleinbäuerlichen Familien in den Drogenanbaugebieten sichern.

Externer Link: Website des UNODC (englisch) (Externer Link)

Das Büro für Projektdienste der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations Office for Project Services, UNOPS) mit Sitz in Kopenhagen ist eine unabhängige Dienstleistungsorganisation innerhalb des UN-Systems. Es verbindet UN-Grundsätze mit privatwirtschaftlicher Effizienz. Das UNOPS finanziert selbst keine Projekte, sondern wird von UN-Einrichtungen und anderen Gebern mit der Durchführung von Entwicklungsprogrammen beauftragt. Außerdem nimmt das UNOPS eine zentrale Rolle im Beschaffungswesen des UN-Systems ein. Das Büro finanziert sich über seine Einnahmen vollständig selbst.

Externer Link: Website von UNOPS (englisch) (Externer Link)

Capacity Development (frei übersetzt: Kapazitätsaufbau) beschreibt einen Prozess, durch den Menschen, Organisationen und Gesellschaften ihre Fähigkeiten mobilisieren, anpassen und ausbauen, um ihre eigene Entwicklung nachhaltig (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu gestalten und sich an verändernde Rahmenbedingungen anzupassen. Hierzu gehört es, Entwicklungshindernisse zu erkennen, Lösungsstrategien zu entwickeln und diese dann erfolgreich umzusetzen. 

Der Begriff ist zu einem festen Bestandteil der entwicklungspolitischen Fachsprache geworden.

Der Deutsche Caritasverband ist ein Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in Deutschland. Caritas international ist das weltweit tätige Hilfswerk des Verbandes. Es hilft nach Naturkatastrophen und in Krisengebieten das Überleben der Menschen zu sichern. Mit sozialen Projekten unterstützt Caritas international vor allem Menschen, die besonders schutzbedürftig sind: Kinder und Jugendliche, alte und kranke Menschen sowie Menschen mit Behinderungen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Website von Caritas international (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Stichwort: Soziale Sicherung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)


Das internationale Abkommen über die biologische Sicherheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) trat 2003 in Kraft und wird nach dem Ort der letzten Verhandlungsrunde im kolumbianischen Cartagena kurz Cartagena-Protokoll genannt. Das Abkommen legt völkerrechtlich verbindliche Regeln für den grenzüberschreitenden Handel, die Handhabung und den Umgang mit lebenden gentechnisch veränderten Organismen fest. Erstmals hat dabei der Schutz von Gesundheit und Umwelt Vorrang vor wirtschaftspolitischen Erwägungen. Es gibt dementsprechend Vertragsstaaten das Recht, Auflagen oder Verbote für die Einfuhr von gentechnisch veränderten Organismen zu verhängen, auch ohne dass endgültige Beweise zu den möglichen Gefahren vorliegen. Das Cartagena-Protokoll verankert somit das Vorsorgeprinzip.

Externer Link: Text des Cartagena-Protokolls (englisch und fünf weitere Sprachen) (Externer Link)

Das Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM) vermittelt erfahrene deutsche und europäische Fachkräfte in die Länder Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Mittel- und Osteuropas. Darüber hinaus unterstützt das CIM aus Deutschland zurückkehrende Migrantinnen und Migranten aus Entwicklungs- und Schwellenländern bei der Existenzgründung in ihrer Heimat. Auch die Beratung der Politik zu den Themen Migration und Arbeitsmobilität zählt zu den Aufgabenfeldern. Ziel ist, die Chancen, die globale Migration für die Entwicklung bietet, besser zu nutzen.

Das CIM ist eine Arbeitsgemeinschaft der GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) der Bundesagentur für Arbeit.

Externer Link: Website des CIM (Externer Link)

Die Charta der Vereinten Nationen ist der Gründungsvertrag der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die in ihr beschriebenen Ziele und Grundsätze bilden die Verfassung der Staatengemeinschaft, zu der sich alle 193 Mitgliedsstaaten bekennen. Die Charta wurde im Juni 1945 von 50 Gründungsstaaten unterzeichnet und trat im Oktober 1945 in Kraft. In Artikel 1 setzen sich die Vereinten Nationen das Ziel, „eine internationale Zusammenarbeit herbeizuführen, um internationale Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller und humanitärer Art zu lösen und die Achtung vor den Menschenrechten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion zu fördern und zu festigen“.

Externer Link: Charta der Vereinten Nationen (PDF 423 KB) (Externer Link)

Der Verein Christliche Fachkräfte International (CFI) ist seit 1985 ein staatlich anerkannter Entwicklungsdienst. Er vermittelt Fachleute, die weltweit evangelische Kirchen und christliche Organisationen bei ihren Entwicklungsprojekten unterstützen. Zu den Arbeitsfeldern zählen unter anderem Landwirtschaft, Gesundheitsdienst, technische und handwerkliche Ausbildung, Beratung und Bildung. Schwerpunkt ist die Förderung und Ausbildung einheimischer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. 

Externer Link: Christliche Fachkräfte International (CFI) (Externer Link)

Der Clean Development Mechanism (Mechanismus für umweltverträgliche Entwicklung, CDM) war Bestandteil des 1997 beschlossenen Kyoto-Protokolls (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zum Schutz des Klimas (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Er wurde eingeführt, um Industrieländern das Erreichen ihrer im Kyoto-Protokoll vereinbarten Ziele zur Verringerung des Treibhausgasausstoßes (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu erleichtern und gleichzeitig den Technologietransfer in Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu fördern. Demnach konnten Industrieländer ihren Pflichten zur Emissionsminderung auch nachkommen, indem sie entsprechende Projekte in Entwicklungsländern finanzierten. Die dort nachweislich eingesparten Emissionen konnten sie dann ihrem eigenen Emissionsbudget gutschreiben lassen. 

Mit dem 2015 verabschiedeten Klimaabkommen von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde ein Nachfolgeinstrument für den CDM geschaffen: der Mechanismus zur Minderung der Emissionen von Treibhausgasen und zur Unterstützung der nachhaltigen Entwicklung. 

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Thema: Klimawandel und Entwicklung

Die Consultative Group to Assist the Poor (CGAP) ist eine globale Partnerschaft von mehr als 30 Entwicklungsorganisationen (darunter BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und KfW (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), die sich dafür einsetzt, dass arme Menschen Zugang zu finanziellen Dienstleistungen wie Sparkonten und Krediten erhalten. Sie ist in Form eines Treuhandfonds bei der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) angesiedelt. CGAP erforscht aktuelle Themen und Trends im Bereich der Mikrofinanzierung und macht die Ergebnisse international zugänglich. Zu den Themen zählen zum Beispiel soziale Standards für Mikrofinanzierung, Mikroversicherungen, die Förderung von Frauen und der Einsatz digitaler Technologien in der Mikrofinanzierung.

Externer Link: Website der CGAP (englisch) (Externer Link)

Corporate Social Responsibility (Unternehmerische Sozialverantwortung, CSR) ist eine wirtschaftlich, sozial und ökologisch verantwortungsvolle Unternehmensführung, die dem Leitbild nachhaltiger Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) folgt. Unternehmen, die sich zu CSR bekennen, verpflichten sich zur Einhaltung ethischer, sozialer und umweltrelevanter Grundsätze bei ihrer Arbeit und ihren Beziehungen zu Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, Lieferanten und anderen Akteuren. So kann CSR dazu beitragen, die Produktionsbedingungen und die Lebenssituation der Menschen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu verbessern. Wichtige Bereiche sind dabei unter anderem Arbeits- und Menschenrechte, Umweltschutz, Korruptionsbekämpfung und fairer Handel.

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Thema: Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft

Das Partnerschaftsabkommen von Cotonou regelt die Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Gruppe der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Es wurde im Jahr 2000 für eine Dauer von 20 Jahren geschlossen und führt die Tradition der Partnerschaftsabkommen von Yaoundé (1965 bis 1975) und Lomé (1975 bis 2000) fort.

Das Cotonou-Abkommen verbindet die entwicklungspolitische Zusammenarbeit (Oberziel: Bekämpfung der Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) mit wirtschafts- und handelspolitischer Kooperation sowie einem breit angelegten politischen Dialog. Das Abkommen enthält verbindliche Vorschriften in den Bereichen "verantwortliche Regierungsführung" (Good Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), Achtung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Auf den Verstoß gegen die im Abkommen verankerten Grundwerte kann die EU mit der Aussetzung der finanziellen Unterstützung reagieren.

Um die Beziehungen weiter zu vertiefen und zu modernisieren, wird derzeit über eine neue AKP-EU-Partnerschaft verhandelt.

Externe Links: 
Fragen und Antworten: neue AKP-EU-Partnerschaft nach 2020 – Informationen der Europäischen Kommission (Externer Link)
Informationen der EU-Kommission zur Zusammenarbeit mit den AKP-Staaten (englisch) (Externer Link)

Der Begriff "debt swap" (auf Deutsch: Schuldenumwandlung) bezeichnet eine Entschuldung mit bestimmten Auflagen. Das Prinzip: Ein Entwicklungsland (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verpflichtet sich gegenüber Deutschland, Entwicklungsprojekte im eigenen Land zu finanzieren und erhält dafür im Gegenzug von Deutschland einen Schuldenerlass in mindestens gleicher Höhe. 

Schuldenumwandlungen haben sich als wichtiges entwicklungspolitisches Instrument bewährt. Deutschland führt seit 1993 Schuldenumwandlungen auf bilateraler (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Ebene durch.

Demokratie ist das bisher einzige politische System, das Menschen politische und bürgerliche Freiheiten und das Recht auf politische Teilhabe garantiert. Wesentliche Merkmale von Demokratien sind Gewaltenteilung und -kontrolle, Rechtsstaatlichkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), freie und faire Wahlen, Mehrparteiensysteme, gesellschaftliche Beteiligung an politischen Entscheidungs- und Umsetzungsprozessen (Partizipation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), Meinungs- und Pressefreiheit sowie die Achtung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Keine Staatsform hat sich als erfolgreicher, menschlicher und entwicklungsförderlicher erwiesen als die Demokratie. 

Um politische Reformprozesse zu unterstützen, hat Deutschland mit zahlreichen Partnerländern eine Entwicklungszusammenarbeit mit dem Schwerpunkt "Demokratie, Zivilgesellschaft, öffentliche Verwaltung (Governance)" vereinbart. Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) engagiert sich insbesondere für den Schutz der Menschenrechte, die politische Teilhabe aller Bevölkerungsschichten und die Medienfreiheit.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Förderung der Demokratie finden Sie hier .

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Stichwort: Good Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Trockengebiete machen rund 40 Prozent der Landfläche der Erde aus. Sie bilden den Lebensraum für einen großen Teil der Weltbevölkerung. Von Desertifikation spricht man, wenn in diesen Gebieten die natürlichen Ressourcen Boden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Wasser (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Vegetation beeinträchtigt oder zerstört werden und sich nicht regenerieren können. Starkes Bevölkerungswachstum (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zwingen viele Menschen dazu, Acker- und Weideflächen zu stark zu beanspruchen. Die Folge: Die Böden laugen aus, versalzen oder versanden, die Vegetation geht zurück, die Wasserreserven schwinden. Das Land wird unfruchtbar und verödet.

Die 50 am wenigsten entwickelten Länder der Welt (Least Developed Countries, LDC (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) sind besonders von diesem Prozess der schleichenden Wüstenbildung betroffen. Durch Verbesserung der Lebens- und Umweltbedingungen in ihren Kooperationsländern zielt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit darauf ab, den Teufelskreis aus Armut und Bodenzerstörung zu durchbrechen.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Bekämpfung der Desertifikation finden Sie hier.

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Stichwort: Bodendegradation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Externer Link: www.desertifikation.de – Sonderseite der GIZ im Auftrag des BMZ zum Welttag der Desertifikationsbekämpfung am 17. Juni (Externer Link)

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZGmbH entstand am 1. Januar 2011 durch die Fusion der drei staatlichen Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), Deutscher Entwicklungsdienst (DED (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und InWEnt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH). Die GIZ bündelt die Kompetenzen und langjährigen Erfahrungen dieser drei Organisationen.

Als Bundesunternehmen unterstützt die GIZ die Bundesregierung bei der Erreichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele. Sie fördert die internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die internationale Bildungsarbeit. Grundlage sind die Grundsätze und Ziele, die das BMZ für die deutsche Entwicklungspolitik formuliert.

Die GIZ hat Sitze in Bonn und Eschborn sowie weitere Standorte in verschiedenen Bundesländern.

Externer Link: Website der GIZ (Externer Link)

Die Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) gibt es seit dem 1. Januar 2011 nicht mehr. Sie ist – gemeinsam mit dem DED (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Deutscher Entwicklungsdienst) und InWEnt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) – in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) aufgegangen.

Die GTZ war seit 1975 weltweit auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit tätig. Sie war ein privatwirtschaftliches Unternehmen im Besitz der Bundesrepublik Deutschland.

Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft (DEG) ist ein Tochterunternehmen der KfW (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Ihre Aufgabe ist es, private unternehmerische Initiativen in Entwicklungs- und Reformländern zu fördern. Dazu stellt sie privaten Unternehmen langfristiges Kapital für Investitionen in diesen Ländern zur Verfügung. Sie engagiert sich dabei ausschließlich in Projekten, die entwicklungspolitisch sinnvoll sowie umwelt- und sozialverträglich sind.

Externer Link: Website der DEG (Externer Link)

Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) ist eine gemeinsame Einrichtung der deutschen Hochschulen. Er hat die Aufgabe, die Hochschulbeziehungen mit dem Ausland durch den Austausch von Studierenden und Graduierten sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zu fördern. Seine Programme richten sich an Menschen im In- und Ausland.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) unterstützt entwicklungspolitisch orientierte Programme des DAAD mit eigenen Haushaltsmitteln.

Externer Link: Website des DAAD (Externer Link)  

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Stichwort: Hochschulbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Den Deutschen Entwicklungsdienst (DED) gibt es seit dem 1. Januar 2011 nicht mehr. Er ist – gemeinsam mit der GTZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit) und InWEnt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH) – in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) aufgegangen.

Der DED war einer der führenden europäischen Personalentsendedienste. Er wurde 1963 als gemeinnützige Gesellschaft gegründet. Gesellschafter war die Bundesrepublik Deutschland.

Als Dachverband deutscher Genossenschaftsorganisationen vertritt der Deutsche Genossenschafts- und Raiffeisenverband (DGRV) seine Mitglieder in wirtschafts-, rechts- und steuerpolitischen Belangen. In der Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sieht der DGRV seine Aufgabe darin, wirtschaftliche und soziale Entwicklung durch den Auf- und Ausbau sozialer Strukturen zu fördern. Er setzt auf lokale unternehmerische Initiative, genossenschaftlich organisierte Selbsthilfe und lokale Wirtschaftskraft. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Finanzsektor, insbesondere im Bereich Mikrofinanzen: Mit Hilfe von Spar- und Kreditgenossenschaften soll benachteiligten Personengruppen der Zugang zu sicheren Finanzdienstleistungen ermöglicht werden.

Externer Link: Website des DGRV (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) befasst sich mit entwicklungspolitischer Forschung, Politikberatung und Ausbildung. Gesellschafter der Einrichtung sind die Bundesrepublik Deutschland und das Land Nordrhein-Westfalen. Das Institut erstellt unter anderem Gutachten zu entwicklungspolitischen Themen für das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und andere öffentliche Einrichtungen im In- und Ausland.

Externer Link: Website des DIE (Externer Link)

Das Deutsche Institut für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde im März 2001 durch Beschluss des Deutschen Bundestags eingerichtet und ist Deutschlands unabhängige akkreditierte Menschenrechtsinstitution (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) entsprechend der Pariser Prinzipien (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Das Institut ist als gemeinnütziger Verein eingetragen, politisch unabhängig und wird aus dem Haushalt des Deutschen Bundestags finanziert. Es soll zur Prävention von Menschenrechtsverletzungen sowie zur Förderung und zum Schutz der Menschenrechte beitragen.

Die Aufgaben des Instituts umfassen unter anderem menschenrechtsbezogene Information, Forschung und Dokumentation, Beratung von Politik und Gesellschaft sowie Menschenrechtsbildung. Im Rahmen der internationalen Zusammenarbeit kooperiert es mit anderen nationalen Menschenrechtsinstitutionen sowie Einrichtungen der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), des Europarats (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der Vereinten Nationen.

Externer Link:
Website des Deutschen Instituts für Menschenrechte (Externer Link)

Als Mitglied der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung hilft das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Menschen, die in Not geraten sind, etwa durch Naturkatastrophen oder bewaffnete Konflikte. Es leistet humanitäre Hilfe und unterstützt den Wiederaufbau. In Zusammenarbeit mit lokalen Schwestergesellschaften engagiert sich das DRK darüber hinaus in langfristigen Projekten der Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Ziel ist die Stärkung der Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die Verbesserung der Lebensbedingungen benachteiligter Bevölkerungsgruppen in den Bereichen Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Wasser (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Hygiene sowie Katastrophenvorsorge und Anpassung an den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Website des DRK (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Development Gateway Foundation (DGF) wurde 2001 gegründet, um durch den Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) die "digitale Kluft" zwischen Entwicklungs- und Industrieländern zu verringern. Die Stiftung bringt öffentliche und private Partner im Internet zusammen, um ihnen Zugang zu entwicklungsrelevantem Wissen zu verschaffen. Dazu entwickelt sie Instrumente, die es diesen Einrichtungen ermöglichen, Daten zu sammeln, zu analysieren und auszuwerten, um fundierte entwicklungsförderliche Entscheidungen treffen zu können.

Externer Link: Website der Development Gateway Foundation (englisch) (Externer Link)

Dezentralisierung bedeutet nach dem Verständnis der deutschen Entwicklungspolitik, politische Entscheidungsbefugnisse, Verwaltungszuständigkeiten und staatliche Gelder von der nationalen Regierungsebene auf die Regionen und Kommunen eines Landes zu übertragen. Dadurch können staatliche Dienstleistungen verbessert, öffentliche Ressourcen transparenter, wirksamer und bedarfsgerechter eingesetzt und politische Beteiligungsprozesse gestärkt werden.

Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) betrachtet Dezentralisierung als Schlüsselfaktor für Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und gute Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Deutschland fördert in zahlreichen Kooperationsländern Dezentralisierungsprozesse, damit die Bedürfnisse der Bevölkerung bei politischen Entscheidungen besser berücksichtigt werden.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich Dezentralisierung finden Sie hier.

"Do no harm" heißt übersetzt "richte keinen Schaden an". Nach dem Do-no-harm-Prinzip sollen mögliche negative Folgen von Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) frühzeitig erkannt, vermieden und abgefedert werden. Ungewollte Wirkungen können zum Beispiel durch das Auftreten von ausländischen Expertinnen und Experten, die Verteilung von Fördermitteln und die Auswahl lokaler Kooperationspartnern erzeugt werden. In Kriegs- oder Spannungsgebieten kann Entwicklungszusammenarbeit so schlimmstenfalls zur Eskalation von Konflikten beitragen. Vor allem Programme in Krisensituationen müssen daher nach diesem Prinzip "konfliktsensibel" gestaltet werden.

Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) übernehmen in der Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) eine immer aktivere Rolle: Sie sind zunehmend in der Lage, andere Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit Fachwissen sowie finanziell und personell zu unterstützen. Dieses wachsende Engagement ermöglicht eine neue Form der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit – die Dreieckskooperation.

Eine international standardisierte Definition für Dreieckskooperationen gibt es nicht. In der deutschen Entwicklungszusammenarbeit wird ein Ansatz verfolgt, bei dem Deutschland als traditionelles Geberland (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gemeinsam mit einem Schwellenland als zweitem Geber ein Entwicklungsland unterstützt. Empfängerländer können alle Kooperationsländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sein.

Dreieckskooperationen fördern den internationalen Wissensaustausch und das gemeinsame Lernen. Außerdem tragen sie dazu bei, die Wirksamkeit von Entwicklungsvorhaben zu verbessern. Es gibt sie inzwischen weltweit und zu den unterschiedlichsten Themen, zum Beispiel Wasser (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), ländliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), nachhaltige Wirtschaftsentwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Umwelt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) oder gute Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen zu Dreieckskooperationen mit deutscher Beteiligung finden Sie hier.

Das BMZ beauftragt die Durchführungsorganisationen mit der Umsetzung der entwicklungspolitischen Vorhaben der Bundesregierung. Zu den Aufgaben dieser Organisationen gehören unter anderem:

Die einzelnen Durchführungsorganisationen haben hoch spezialisierte Fähigkeiten entwickelt und kooperieren bei ihrer Arbeit in den Partnerländern miteinander.

Der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) engagiert sich auch international in der Erwachsenenbildung. In Entwicklungs- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Transformationsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fördert das Institut für Internationale Zusammenarbeit des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV International) mit Unterstützung des BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) die Grund- und Weiterbildung von Jugendlichen und Erwachsenen, die Aus- und Fortbildung von Fachkräften sowie die Stärkung von Strukturen der Erwachsenenbildung.

Externer Link: Website von DVV International (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die DW Akademie ist Deutschlands führende Organisation für internationale Medienentwicklung. Sie ist eine Einrichtung des öffentlich-rechtlichen Auslandssenders Deutsche Welle (DW).

In Afrika, Asien, Europa, Lateinamerika, im Nahen Osten und in Zentralasien fördert die DW Akademie die Entwicklung freier und transparenter Mediensysteme. Gemeinsam mit lokalen Partnern setzt sie sich für bessere politische und rechtliche Rahmenbedingungen ein, stärkt verantwortungsvollen und vielfältigen Journalismus und unterstützt die Aus- und Fortbildung von Medienschaffenden. 

Externer Link: Website der DW Akademie (Externer Link)

Die internationale Bildungsinitiative Education for All – Fast Track Initiative (sinngemäß: Bildung für alle – Schnellspur-Initiative, EFA-FTI) wurde 2002 gestartet, um allen Kindern weltweit den Zugang zu qualitativ hochwertiger und kostenfreier Grundbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu ermöglichen.

2011 wurde EFA-FTI in Global Partnership for Education (Globale Partnerschaft für Bildung, GPE (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) umbenannt.

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Stichwort: Bildung für alle (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Im jährlichen Bundeshaushaltsplan der Bundesrepublik Deutschland wird der Etat des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) als Einzelplan 23 geführt. Er führt alle Einnahmen und Ausgaben des BMZ nach Herkunft und Bestimmung auf.

Für das Haushaltsjahr 2020 stehen dem BMZ insgesamt 12,434 Milliarden Euro zur Verfügung.

Ausführliche Informationen über den BMZ-Haushalt finden Sie hier.

EITI steht für "Extractive Industries Transparency Initiative", auf Deutsch "Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft". Ziel von EITI ist es, die Transparenz der Geldströme bei der Förderung von Öl, Gas, Kohle und anderen mineralischen Rohstoffen zu erhöhen und dadurch den Zivilgesellschaften (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu ermöglichen, den Verbleib der Gelder zu kontrollieren. Die Initiative wurde 2002 auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Johannesburg ins Leben gerufen.

Externer Link: Website der EITI  (englisch) (Externer Link)

Der Begriff Empowerment stammt ursprünglich aus dem Bereich der Psychologie und Sozialpädagogik, er lässt sich am besten mit "Selbstbemächtigung" oder auch "Selbstkompetenz" übersetzen. Empowerment umfasst Strategien und Maßnahmen, die Menschen dabei helfen, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen. Durch Empowerment sollen sie in die Lage versetzt werden, ihre Belange zu vertreten und zu gestalten.

In der Entwicklungszusammenarbeit versteht man unter Empowerment vor allem einen Prozess, der das Selbstvertrauen benachteiligter Bevölkerungsgruppen stärkt und sie in die Lage versetzt, ihre Interessen zu artikulieren und sich am politischen Prozess zu beteiligen. Im Mittelpunkt steht dabei die Stärkung der vorhandenen Potenziale der Menschen.  Um dieses Ziel zu erreichen, sind Veränderungen der sozialen, ökonomischen, rechtlichen und politischen Institutionen innerhalb der Gesellschaft notwendig. Die Entwicklungszusammenarbeit fördert solche Reformen.

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Stichwort: Partizipation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Ohne Energie ist Entwicklung nicht möglich. Energie ist Voraussetzung dafür, dass Betriebe produzieren können und Arbeitsplätze entstehen. Sie wird benötigt, um Lebensmittel anzubauen, Nahrung zuzubereiten, Wohnungen und Schulen zu heizen, Krankenhäuser zu betreiben und um sauberes Trinkwasser bereitzustellen. Energie ermöglicht weltweite Kommunikation und Mobilität. 

Weltweit haben jedoch etwa 860 Millionen Menschen keinen Zugang zu Elektrizität. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen stehen keine sauberen Kochgelegenheiten zur Verfügung – sie verfeuern Holz, Kohle oder Kerosin, um Mahlzeiten zuzubereiten. Der Auf- und Ausbau einer nachhaltigen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Energieversorgung in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Armutsbekämpfung und somit für die Verwirklichung der globalen Entwicklungsziele der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Zugleich müssen entschlossene Maßnahmen ergriffen werden, um den weltweiten Energieverbrauch zu senken, den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) aufzuhalten und die lokale Umwelt zu schonen.

Eine langfristige Lösung kann nur der Aufbau eines nachhaltigen Energiesystems sein, das sozialen, ökologischen, und ökonomischen Zielen gerecht wird. Die Hauptverantwortung für eine weltweite Energiewende liegt zwar bei den Industriestaaten, doch auch die Energiemärkte in den Entwicklungsländern müssen dazu beitragen. Die Industriestaaten besitzen die Mittel und die Innovationskraft, um die Märkte für erneuerbare Energie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Effizienztechnologien zu entwickeln. Dadurch können die Kosten für diese Technologien gesenkt werden, um sie für arme Länder erschwinglicher zu machen.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) fördert in zahlreichen Partnerländern Projekte zur Nutzung erneuerbarer Energie und zur Verbesserung der Energieeffizienz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Auch regionale und globale Programme mit dieser Zielsetzung werden unterstützt.

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Stichwort: Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Eine wichtige Voraussetzung für die Entwicklung eines nachhaltigen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Energiesystems ist die Energieeffizienz. Energie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) muss auf eine Weise erzeugt, übertragen und genutzt werden, bei der mit möglichst wenig Aufwand möglichst viel Leistung erreicht wird. Dazu muss unter anderem der Wirkungsgrad von Kraftwerken verbessert werden und Transportverluste durch veraltete Leitungssysteme und Verschwendung durch ineffiziente Endgeräte oder falsches Nutzerverhalten müssen vermindert werden. In solchen vermeidbaren Energieverlusten liegt ein riesiges Einsparpotenzial. Deutschland berät seine Partnerländer beim Aufbau effizienter Versorgungssysteme und unterstützt sie bei der Modernisierung von Stromnetzen und Kraftwerken.

Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen ist seit Januar 2012 die zentrale Servicestelle der Bundesregierung für zivilgesellschaftliches (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und kommunales Engagement. Ihre Aufgabe ist es, engagierten Akteuren Information, Beratung, Förderung und Qualifizierung aus einer Hand anzubieten. Die Servicestelle bündelt alle Förderprogramme für Kommunen, Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Vereine, Unternehmen, Schulen und Einzelpersonen, die sich in der Entwicklungszusammenarbeit oder der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit engagieren wollen.

Externer Link: Website von Engagement Global (Externer Link)

Mit dem Begriff Enklavenökonomie (auch: Wirtschaftsenklave) bezeichnet man den Einschluss eines Wirtschaftskomplexes in eine regionale oder nationale Wirtschaft, ohne dass daraus eine Wertschöpfungskette (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) entsteht. Dieser Wirtschaftsbereich besteht abgekoppelt von Gesellschaft und sonstiger Ökonomie und ist oft den Preisschwankungen auf den Weltmärkten ausgesetzt. Wird zum Beispiel der Bergbau in einem Land als Enklavenökonomie bezeichnet, bedeutet dies, dass der Sektor kaum in vor- oder nachgelagerte lokale Wirtschaftsbereiche eingebunden ist. Weder werden die für den Abbau notwendigen Maschinen und Werkzeuge im Land hergestellt, noch die gewonnenen Rohstoffe dort weiterverarbeitet.

Hohe Schulden stellen in vielen armen Ländern ein Entwicklungshindernis dar: Durch die Verpflichtung zu erheblichen Zins- und Tilgungszahlungen fehlt ihnen das Geld für dringend notwendige Investitionen in die Infrastruktur. Ziel einer Entschuldung ist, das Maß der Schuldenlast auf ein ökonomisch tragbares Niveau zu senken und so einen wirtschaftlichen Neubeginn möglich zu machen. Die Erfahrungen mit der 1996 gestarteten Entschuldungsinitiative für hoch verschuldete arme Länder ("heavily indebted poor countries"; HIPC-Initiative (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) haben gezeigt, dass der Schuldenerlass ein wirkungsvoller Weg ist, arme Länder zu entlasten und frei werdende Mittel der Armutsbekämpfung zuzuführen. An Entschuldung sind strenge Auflagen geknüpft.

Die entwicklungspolitische Zielsetzung der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) führte 1961 zur Einrichtung eines Fachausschusses für Entwicklungszusammenarbeit (englisch: Development Assistance Committee, DAC). Dem Ausschuss gehören mittlerweile 30 der 37 OECD-Mitgliedsländer an. Ihr Ziel ist, die Entwicklungszusammenarbeit qualitativ und quantitativ zu verbessern. Kernfunktionen des DAC sind:

  • die Festlegung von Qualitätsstandards für die Entwicklungszusammenarbeit
  • die Erarbeitung und Abstimmung von Grundsätzen und Leitlinien für wichtige Bereiche der Entwicklungspolitik
  • die regelmäßige Überprüfung der Entwicklungspolitik der DAC-Mitglieder auf der Grundlage der gemeinsamen Standards und Leitlinien ("Peer Reviews")
  • die Festlegung, Überprüfung und Weiterentwicklung der Kriterien für die Anrechenbarkeit der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Veröffentlichung der offiziellen ODA-Statistik sowie die Analyse der Ergebnisse und Trends

Externer Link: Informationen zum DAC auf der Website der OECD (englisch) (Externer Link)

Das deutsche Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) definiert den Begriff des Entwicklungshelfers als Person, die in Entwicklungsländern ohne Erwerbsabsicht einen mindestens einjährigen Dienst leistet, "um in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum Fortschritt dieser Länder beizutragen". Das Gesetz bestimmt die Voraussetzungen für die staatliche Anerkennung und Förderung der Träger des Entwicklungsdienstes. Darüber hinaus gibt es die Rahmenbedingungen für die Dienstverträge mit den Entwicklungshelfern vor und regelt deren soziale Absicherung.

In Deutschland gibt es sieben staatlich anerkannte Träger des Entwicklungsdienstes, die Entwicklungshelferinnen und Entwicklungshelfer entsenden dürfen. Sie haben sich in der Arbeitsgemeinschaft der Entwicklungsdienste (AGdD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) zusammengeschlossen.

Externer Link: Entwicklungshelfer-Gesetz (EhfG) (PDF 69 KB) (Externer Link)

Für den Begriff "Entwicklungsländer", der in Deutschland seit den 1950er Jahren verwendet wird, gibt es keine einheitliche Definition. Die Mehrzahl dieser Staaten weist jedoch einige dieser gemeinsamen Merkmale auf:

  1. eine schlechte Versorgung großer Gruppen der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln, dadurch Unterernährung und Hunger
  2. ein niedriges Pro-Kopf-Einkommen, Armut
  3. keine oder nur eine mangelhafte Gesundheitsversorgung, eine hohe Kindersterblichkeitsrate und eine geringe durchschnittliche Lebenserwartung
  4. mangelhafte Bildungsmöglichkeiten, eine hohe Analphabetenquote
  5. hohe Arbeitslosigkeit, ein insgesamt niedriger Lebensstandard, eine oft extrem ungleiche Verteilung der vorhandenen Güter

Die Wirtschaft der meisten Entwicklungsländer ist von einer Struktur geprägt, bei der traditionelle Produktionsweisen – vorwiegend in der Landwirtschaft – einem modernen dynamischen Sektor – meistens im Industriebereich – gegenüberstehen. Da viele Entwicklungsländer hoch verschuldet sind, leidet ihre Wirtschaft oft unter Kapitalmangel und außenwirtschaftlichen Schwierigkeiten.

In der Regel findet international die Liste der Entwicklungsländer des Entwicklungsausschusses (DAC (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) Anwendung. Sie unterteilt die Länder nach Pro-Kopf-Einkommen in vier Kategorien und wird alle drei Jahre aktualisiert. Leistungen von Geberländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) an Länder dieser Liste gelten als öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Das könnte Sie auch interessieren:
Stichwort: Öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Externer Link: Liste der Empfänger von öffentlichen Entwicklungsleistungen (ODA) auf der Website der OECD (englisch) (Externer Link)

Rund 3.000 Teil­nehme­rinnen und Teil­nehmer aus 160 Ländern trafen sich 2011 zum vierten hoch­rangigen Forum zur Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit in Busan (Südkorea). Die Konferenz bestätigte die Gültig­keit der Prinzipien, die auf den voran­gegangenen Foren in Paris (2005) und Accra (2008) beschlossen worden waren.

Darüber hinaus wurde mit der Abschluss­erklärung von Busan die "Globale Partner­schaft für wirk­same Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit" ("Global Partner­ship for Effective Develop­ment Cooperation") ins Leben gerufen. Um mess­bare Ergebnisse bei der Armuts­bekämpfung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der nach­haltigen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu erzielen, bezieht die Partner­schaft alle ent­wick­lungs­poli­ti­schen Akteure ein: Industrie­staaten,  Schwellen­länder (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)Ent­wick­lungs­länder (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), inter­natioale Ent­wick­lungs­orga­ni­sa­tionen, die Privat­wirt­schaft und die Zivil­gesell­schaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externe Links:

Siehe auch:
Erklärung von Rom (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Erklärung von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Aktionsplan von Accra (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das Entwicklungspolitische Schulaustauschprogramm (ENSA) ist ein 2005 gestartetes Förderprogramm für Schulpartnerschaften mit Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Südosteuropa. ENSA wird im Auftrag des BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) von der gemeinnützigen Gesellschaft Engagement Global – Service für Entwicklungsinitiativen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ausgeführt.

ENSA steht allen Schulformen (Haupt-, Real-, Gesamt- und Berufsschulen sowie Gymnasien) offen. Jugendliche aus Deutschland, Transformations- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) arbeiten gemeinsam in Projekten zu entwicklungspolitischen Themen. Im Anschluss an die Begegnungsreisen setzen sie sich als Multiplikatoren für das Bildungskonzept des "Globalen Lernens" ein. Ziel von ENSA ist es, ein wachsendes Netzwerk aus Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Lehrkräften sowie Schülerinnen und Schülern aufzubauen, die sich für eine globale nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) engagieren.

Externer Link: Informationen zu ENSA auf der Website von Engagement Global (Externer Link)

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Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations Development Programme, UNDP) ist ein Ausschuss der Hauptversammlung der Vereinten Nationen und die zentrale Organisation der UN-Entwicklungsfonds und -programme. Es hat eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und auch bei der Umsetzung von Reformen innerhalb des UN-Systems. 

Das UNDP unterstützt Partnerländer mit Politikberatung und dem Auf- beziehungsweise Ausbau von Fähigkeiten/Kapazitäten in den Bereichen Armutsbekämpfung, struktureller Wandel für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie Krisenvorsorge und Konfliktbewältigung.

Zudem veröffentlicht das UNDP jährlich den Bericht über die menschliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Human Development Report, HDR). Er enthält umfangreiche Informationen zum Entwicklungsstand und zum Lebensstandard in den verschiedenen Ländern, basierend auf dem Index der menschlichen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Human Development Index, HDI).

Externer Link: Website des UNDP (englisch) (Externer Link)

Entwicklungszusammenarbeit (EZ) hat die Aufgabe, den Menschen die Freiheit zu geben, ohne materielle Not selbstbestimmt und eigenverantwortlich ihr Leben zu gestalten und ihren Kindern eine gute Zukunft zu ermöglichen. Sie leistet Beiträge zur nachhaltigen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Verbesserung der weltweiten wirtschaftlichen, sozialen, ökologischen und politischen Verhältnisse. Sie bekämpft die Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und fördert Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Rechtsstaatlichkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Entwicklungszusammenarbeit trägt zur Prävention von Krisen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und gewalttätigen Konflikten bei. Sie fördert eine sozial gerechte, ökologisch tragfähige und damit nachhaltige Gestaltung der Globalisierung.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit basiert auf dem Grundsatz, aus ethischer Verantwortung und internationaler Solidarität zu handeln. Sie ist damit von humanistischen Werten geleitet, dient aber gleichzeitig auch dem Bestreben, die Zukunft Deutschlands zu sichern.

Als Sammelbegriff fasst Entwicklungszusammenarbeit die Leistungen der technischen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), finanziellen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und personellen Zusammenarbeit zusammen. Entwicklungszusammenarbeit ist eine Aufgabe der gesamten Gesellschaft, die von privaten und öffentlichen Einrichtungen erfüllt wird. Leistungen der Entwicklungszusammenarbeit können in materieller Form (als Kredite oder Zuschüsse) oder auch in immaterieller Form (zum Beispiel durch Bereitstellung von Know-how oder Aus- und Fortbildung) erbracht werden.

Entwicklungszusammenarbeit oder Entwicklungshilfe?

Die deutsche Regierung betrachtet die Länder und Organisationen, mit denen sie entwicklungspolitisch zusammenarbeitet, nicht als Empfänger von Hilfsleistungen, sondern als gleichberechtigte Partner. Die Ziele der Zusammenarbeit werden gemeinsam festgelegt, die Maßnahmen werden gemeinsam geplant und verwirklicht und auch die Verantwortung für Erfolge und Misserfolge wird gemeinsam getragen. Die Partner beteiligen sich außerdem in vielen Fällen an der Finanzierung der Programme.

Darüber hinaus profitieren Deutschland und die anderen Geberstaaten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) auch selbst von Entwicklungszusammenarbeit. Sie bietet eine gute Möglichkeit, kulturelle und wirtschaftliche Kontakte zu den Partnerländern aufzubauen und verbessert die weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Der Begriff Entwicklungszusammenarbeit beschreibt diese intensive, gleichberechtigte Partnerschaft viel besser als der früher übliche Begriff Entwicklungshilfe.

Ausführliche Informationen über die Arbeitsweise der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finden Sie hier.

Die Generalversammlung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedete 1986 eine Erklärung über das Recht auf Entwicklung. Demnach haben alle Menschen und Völker Anspruch darauf, an einer wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen und politischen Entwicklung gleichberechtigt teilzuhaben, in der alle Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gewährt werden. Sie haben das Recht, diese Entwicklung selbst zu gestalten und aus ihr Nutzen zu ziehen.

Die deutsche Entwicklungspolitik wird systematisch an den Menschenrechten und dem Recht auf Entwicklung ausgerichtet. Prinzipien wie Partizipation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Transparenz, Rechenschaftspflicht und Nichtdiskriminierung fördern eine selbstbestimmte Entwicklung in den Kooperationsländern.

Externer Link:
Erklärung über das Recht auf Entwicklung (PDF 709 KB) (Externer Link)

Die Erklärung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) über die Rechte der indigenen Völker (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde im September 2007 durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen angenommen. Sie würdigt die jahrelangen Anstrengungen der Vertretungen indigener Völker, innerhalb der internationalen Gemeinschaft ein stärkeres Bewusstsein für die Situation der Indigenen zu schaffen. Ein Drittel der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) steht im Zusammenhang mit der UN-Erklärung über die Rechte indigener Völker. Die Resolution ist völkerrechtlich nicht bindend, dient aber international als Empfehlung und Orientierungshilfe.

Externer Link:
Erklärung der Vereinten Nationen über die Rechte der indigenen Völker (PDF 189 KB) (Externer Link)

Zwei Jahre nach dem ersten hoch­rangigen Forum zur Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusam­men­arbeit in Rom (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fand 2005 eine Folge­konferenz in Paris statt. Mehr als 100 Ver­trete­rinnen und Vertreter von Industrie-, Schwellen- und Entwick­lungs­ländern, von inter­natio­nalen Ent­wick­lungs­orga­ni­sa­tio­nen und aus Wirt­schaft und Gesell­schaft einigten sich in der "Erklärung von Paris" ("Paris Declaration on Aid Effectiveness") auf fünf Grund­prinzipien der wirk­samen Zusammen­arbeit:

  • Die Eigenverantwortung der Ent­wick­lungs­länder soll gestärkt werden ("Ownership").
  • Die Geber sollen Institutionen der Ko­ope­ra­tions­länder nutzen und ihre Programme an den Strategien und Verfahren der Partner ausrichten ("Alignment").
  • Die Geber sollen ihre Programme und Verfahren unter­einander abstimmen ("Harmonisation").
  • Der Erfolg der Maßnahmen soll nach konkreten Ergeb­nissen bemessen werden ("Managing for Results"), nicht am finanziellen Einsatz.
  • Geber- und Kooperations­länder sollen gemeinsam über ihr ent­wick­lungs­poli­ti­sches Handeln gegenüber der Öffent­lich­keit und den Par­la­menten Rechen­schaft ablegen ("Accountability").

Trotz beachtlicher Fort­chritte und weit­reichender Reformen in den Folge­jahren ergab ein Eva­lu­ie­rungs­bericht der OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), dass nur eine der zwölf ver­einbarten Ziel­vorgaben tatsächlich bis 2010 erreicht wurde. Insbesondere bei der Ergebnis­orientierung und der gegen­seitigen Rechen­schafts­pflicht wurden nur geringe Fort­schritte erzielt.

Externer Link:
Erklärung von Paris über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit (PDF 195 KB) (Externer Link)

Siehe auch:
Erklärung von Rom (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Aktionsplan von Accra (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Entwicklungspartnerschaft von Busan (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

2003 fand in Rom das erste hoch­rangige Forum zur Wirk­sam­keit der Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit statt. Industrie- und Entwick­lungs­länder diskutierten dort über Wege, die Zusammen­arbeit effizient zu gestalten und möglichst große Wirkungen zu erzielen – auch in Krisen­zeiten. In der Erklärung von Rom ("Rome Declaration") verpflichteten sich die Teil­nehme­rinnen und Teil­nehmer, ihre Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit künftig an Strategien und Strukturen der Ent­wick­lungs­länder anzupassen und stärker auf­einander abzustimmen.

Externer Link:
Erklärung von Rom (PDF 55 KB, englisch) (Externer Link)

Siehe auch:
Erklärung von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Aktionsplan von Accra (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Entwicklungspartnerschaft von Busan (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das Recht auf Nahrung ist ein Menschenrecht (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Alle Staaten und Regierungen haben die Pflicht, dieses völkerrechtlich verankerte Recht für ihre Bürgerinnen und Bürger zu verwirklichen. Dennoch hatten laut dem Welternährungsbericht der FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) von 2020 im Jahr 2019 weltweit rund zwei Milliarden Menschen keinen regelmäßigen Zugang zu ausreichenden, sicheren und nahrhaften Lebensmitteln. Fast 690 Millionen Menschen litten 2019 unter Hunger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die Hauptursachen für diese Situation sind Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Kriege und Konflikte. Aber auch die Folgen des Klimawandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) tragen dazu bei.

Ernährungssicherung ist ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie unterstützt die Partnerländer dabei, die Ernährungslage ihrer Bevölkerung zu verbessern und langfristig zu sichern, ihre Widerstandsfähigkeit gegenüber Krisen und Katastrophen zu erhöhen, die ländlichen Räume (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu entwickeln und die natürlichen Produktionsgrundlagen (Fischgründe, Wasser, Boden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Klima (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), biologische Vielfalt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) zu erhalten.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Ernährungssicherung finden Sie hier.

Die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO) ist die größte Sonderorganisation der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie hat das Ziel, weltweit zu einem höheren Lebensstandard, zur Verbesserung der Ernährung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie zur Überwindung von Hunger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Unterernährung beizutragen. Sie sammelt und veröffentlicht Informationen zur weltweiten Entwicklung der Land-, Forst-, Fischerei- und Ernährungswirtschaft, um Versorgungskrisen rechtzeitig zu erkennen. Außerdem erarbeitet sie Strategien zur Ernährungssicherung und startet eigene Entwicklungsprogramme und -projekte.

Externer Link: Website der FAO (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Ländliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Erneuerbare Energien (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) werden aus Quellen gewonnen, die sich kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Zu diesen nachhaltig (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zur Verfügung stehenden Energiequellen zählen Sonnenenergie, Windkraft, Erdwärme, Wasserkraft und die aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnene Biomasse. Die Nutzung von erneuerbaren Energien erhöht nicht die Konzentration von Treibhausgasen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in der Atmosphäre. Sie ist darum eines der wichtigsten Instrumente zum Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Kleinkraftwerke auf Basis von Sonne, Wasser, Biogas oder Erdwärme können in vielen Fällen dezentral und auf wirtschaftliche sowie umwelt- und klimaschonende Weise den lokalen Energiebedarf decken. In Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) können sie somit einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung und zugleich zur Armutsminderung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) leisten.

Die 27 Mitglieder der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – jeweils eines aus jedem Mitgliedsstaat der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – werden als EU-Kommissare bezeichnet. Eines der Kommissionsmitglieder übernimmt das Amt der Präsidentin oder des Präsidenten der EU-Kommission und überträgt jedem der weiteren Kommissarinnen und Kommissare die Verantwortung für ein bestimmtes Ressort, zum Beispiel für "Entwicklung".

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Externer Link: Website der EU-Kommissarin für internationale Partnerschaften (2019-2024), Jutta Urpilainen  (englisch) (Externer Link)

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (European Bank for Reconstruction and Development, EBRD) unterstützt die Länder Mittel- und Osteuropas, des Kaukasus und Zentralasiens beim Übergang zu demokratischen Strukturen und zur Marktwirtschaft. Durch ihre Investitionen fördert sie den privaten und öffentlichen Sektor, die Stärkung der Finanzinstitute und Rechtssysteme sowie Infrastrukturprojekte in den Bereichen Verkehr, Energie und Telekommunikation.

Externer Link: Website der EBRD (Externer Link)  

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Stichwort: Regionale Entwicklungsbanken (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Europäische Gemeinschaft entstand 1957 mit den Römischen Verträgen als Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG). Mit Gründung der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) im Jahre 1993 (Vertrag von Maastricht) wurde die EWG in EG umbenannt. Bis 2009 verfügte die EG innerhalb der Europäischen Union über eine eigene Rechtspersönlichkeit und damit völkerrechtliche Handlungsfähigkeit. Erst mit dem Vertrag von Lissabon 2009 wurde die Existenz der EG beendet, ihre Rechtsnachfolgerin wurde die Europäische Union (EU).

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Die Europäische Investitionsbank (EIB) nimmt im Rahmen des Außenmandats der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) entwicklungspolitische Aufgaben wahr. Ihre Hauptaufgabe ist die Finanzierung von Investitionen, die das politische und wirtschaftliche Zusammenwachsen Europas fördern und den Zielen der EU dienen. Dazu gehört die Förderung von Vorhaben in den potenziellen EU-Beitrittsländern, den Ländern des Nachbarschaftsraums sowie in Asien, Lateinamerika und Südafrika. Daneben verwaltet die EIB die sogenannte AKP-Investitionsfazilität. Dieses Förderinstrument zugunsten der Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) basiert auf dem Partnerschaftsabkommen von Cotonou (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Es finanziert sich aus dem Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die Investitionsfazilität unterstützt insbesondere Maßnahmen zur Förderung der Privatwirtschaft und zur Schaffung von Arbeitsplätzen. 

Externer Link: Website der Europäischen Investitionsbank (Externer Link)

Die Europäische Kommission ist ein politisch unabhängiges Organ, das die Interessen der gesamten Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) vertritt. Sie legt dem Europäischen Parlament (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und dem Europäischen Rat (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Gesetzesvorschläge zur Abstimmung vor, setzt alle Beschlüsse um und überwacht die Einhaltung europäischen Rechts und die fristgerechte Umsetzung von Gemeinschaftsrecht in nationales Recht. Ferner führt sie den EU-Haushalt aus und verwaltet die EU-Programme. Die Kommission wurde bewusst übernational angelegt und soll von den nationalen Interessen einzelner Regierungen unabhängig sein.

Das politisch verantwortliche Beschlussgremium der Kommission ist das Kollegium der Kommissare (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), in das jedes Mitgliedsland eine Person entsendet. Zurzeit besteht das Gremium daher aus 27 Personen einschließlich der Kommissionspräsidentin. Die EU-Kommissare sind jeweils für fünf Jahre im Amt.

Die Präsidentin oder der Präsident der Europäischen Kommission wird vom Europäischen Rat ernannt. In Abstimmung mit ihr oder ihm setzt der Europäische Rat auch die anderen Kommissare ein. Das Europäische Parlament muss der Ernennung der Präsidentin oder des Präsidenten und der Kommissare zustimmen und ist zudem allein befugt, die Kommissionsmitglieder zu entlassen. Seit Dezember 2019 ist die deutsche Politikerin Ursula von der Leyen Präsidentin der Europäischen Kommission.

Die Generaldirektionen

Die Generaldirektionen sind Verwaltungseinheiten der Europäischen Kommission, die jeweils für einen bestimmten Politikbereich zuständig sind. Jeder Kommissar steht einer Generaldirektion der EU-Kommission vor.

Innerhalb der EU-Kommission waren bis zum Inkrafttreten des Vertrags von Lissabon (2009) die Generaldirektion Entwicklung und die Generaldirektion Außenbeziehungen für die Programmierung der gemeinschaftlichen Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. Seither wurden die Zuständigkeiten der einzelnen Verwaltungseinheiten neu gestaltet. Der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) koordiniert das auswärtige Handeln der EU. Er führt den Vorsitz im Rat für Auswärtige Angelegenheiten und ist gleichzeitig Vizepräsident der EU-Kommission. Unterstützt wird er vom Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Generaldirektion "Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung"  ist für Strategien und Projekte der EU im Bereich Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zuständig. Zu ihren Aufgaben zählen auch die Abstimmung mit weiteren internationalen Gebern und Institutionen sowie die Zusammenarbeit mit Entwicklungs (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)- und Schwellenländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

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Externe Links: 
Website der Europäischen Kommission (Externer Link) 
Informationen zur Generaldirektion "Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung" auf der Website der EU-Kommission (Externer Link)

Die Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, wie die Europäische Menschenrechtskonvention offiziell heißt, wurde im Jahr 1950 vom Europarat (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedet und ist 1953 in Kraft getreten. Seitdem wurde sie durch eine ganze Reihe von Protokollen geändert und erweitert.

Basierend auf der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen definiert die Europäische Menschenrechtskonvention eine Reihe von Grundrechten und -freiheiten. Dazu zählen unter anderem das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit, die Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens sowie das Verbot von Folter, Sklaverei, Zwangsarbeit und Diskriminierung.

Die Konvention wurde von allen Mitgliedern des Europarats ratifiziert. In der Bundesrepublik Deutschland trat sie 1953 in Kraft.

Um die Einhaltung der Konvention sicherzustellen, wurde der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Straßburg eingerichtet.

Externer Link: Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (Externer Link)

Die Europäische Nachbarschaftspolitik (ENP) ist das zentrale Instrument der Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union (EU) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und ihren Nachbarstaaten. Sie wurde 2004 im Zusammenhang mit der Erweiterung der EU um zehn Mitgliedsländer entwickelt und 2015 überarbeitet. Ziel der ENP ist es, die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit zu vertiefen und so die Entstehung neuer Trennlinien zwischen der EU und den Nachbarn zu verhindern. Die ENP richtet sich an die Staaten im südlichen und östlichen Mittelmeerraum, an Weißrussland, die Republik Moldau, die Ukraine sowie die Kaukasusstaaten Armenien, Aserbaidschan und Georgien.

Mit der ENP bietet die EU diesen Staaten eine privilegierte Partnerschaft an, die auf dem Bekenntnis zu gemeinsamen Werten (Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Rechtsstaatlichkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), gute Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), marktwirtschaftliche Prinzipien und nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) basiert. In bilateralen Aktionsplänen, die individuell auf die einzelnen Kooperationsländer zugeschnitten sind, werden Zielvereinbarungen und Handlungsprioritäten formuliert.

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Externer Link: Informationen der Europäischen Kommission zur Europäischen Nachbarschaftspolitik (Externer Link)

Die Europäische Union umfasst derzeit 27 Mitgliedsstaaten. Diese haben einen Teil ihrer Hoheitsrechte an europäische Institutionen übertragen, die die gemeinschaftlichen, die nationalen und die Interessen der Bürgerinnen und Bürger vertreten. Insgesamt gibt es sieben EU-Organe:

Entwicklungszusammenarbeit

Die Europäische Union betreibt eine eigenständige entwicklungspolitische Zusammenarbeit, die Teil der EU-Außenbeziehungen ist. Sie wird aus dem Haushalt der EU sowie dem gesondert bestehenden Europäischen Entwicklungsfonds (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) finanziert. Die Umsetzung erfolgt durch die Europäische Kommission in Zusammenarbeit mit dem Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die EU ist in sämtlichen Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit eigenen Delegationen vertreten.

Die EU und ihre Mitglieder stellen weltweit die meisten Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bereit (2018: etwa 57 Prozent der weltweiten ODA (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Die Mitgliedsstaaten stimmen sich in internationalen Prozessen ab, um als EU mit einer Stimme zu sprechen. Ebenso wird die konkrete Entwicklungszusammenarbeit in den Partnerländern mit Blick auf ein arbeitsteiliges Vorgehen koordiniert.

Ausführliche Informationen über die Entwicklungszusammenarbeit der Europäischen Union und die deutsche Mitwirkung daran finden Sie hier.

Der Europäische Auswärtige Dienst (EAD) ist der diplomatische Dienst der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Er wurde in seiner jetzigen Form durch den Vertrag von Lissabon (2009) geschaffen und unterstützt den Hohen Vertreter der EU (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bei der Umsetzung der Außen- und Sicherheitspolitik der Europäischen Union. Der EAD setzt sich aus Expertinnen und Experten des Rates der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), der Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der nationalen diplomatischen Dienste der Mitgliedsstaaten zusammen. Außerhalb ihrer Grenzen unterhält die Europäische Union in verschiedenen Ländern Vertretungsbüros (EU-Delegationen), die eine ähnliche Funktion wie Botschaften haben. Gemeinsam mit der Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung koordiniert der EAD die Entwicklungszusammenarbeit der EU.

Externer Link: Website des EAD (englisch) (Externer Link)

Der Europäische Entwicklungsfonds ist ein vom Haushalt der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) getrenntes Sondervermögen. Über den EEF wird die Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der EU mit vielen Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) finanziert. Basierend auf dem Cotonou-Abkommen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) werden Programme und Projekte zur wirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Entwicklung sowie zur Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und Integration gefördert.

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Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg nahm 1959 seine Arbeit auf. Er ist ein Organ des Europarats (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), dem 47 Staaten mit mehr als 800 Millionen Einwohnern angehören.

Der Gerichtshof befasst sich vor allem mit Beschwerden einzelner Personen gegen Mitgliedsstaaten des Europarats. Meist geht es dabei um Verletzungen von Rechten, die durch die Europäische Menschenrechtskonvention (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) garantierten werden. In selteneren Fällen behandelt der EGMR auch Beschwerden der Mitgliedsstaaten gegeneinander. Außerdem erstellt er Gutachten zur Auslegung der Europäischen Menschenrechtskonvention.

Externer Link:
Website des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (englisch und französisch) (Externer Link)

In der Regel zweimal pro Halbjahr treten die Staats- und Regierungschefs der EU-Mitgliedsstaaten mit dem Präsidenten der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als Europäischer Rat zusammen. Der Europäische Rat ist eines der sieben Organe der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Präsident der Europäischen Kommission nehmen an den Sitzungen des Rates beratend teil.

Der Europäische Rat gibt der Union die für ihre Entwicklung erforderlichen Impulse und legt die allgemeinen politischen Zielvorstellungen und Prioritäten fest. Die durch ihn definierten Positionen bilden die Richtschnur für die Arbeit der Kommission und der Regierungen der Mitgliedsstaaten. Der Europäische Rat selbst wird nicht gesetzgeberisch tätig. 

Der Präsident des Europäischen Rates wird von den Staats- und Regierungschefs für zweieinhalb Jahre gewählt. 

Soweit in den Verträgen nicht anders festgelegt, entscheidet der Europäische Rat im Konsens. Je nach den Bestimmungen für das jeweilige Politikfeld werden Entscheidungen einstimmig oder mit qualifizierter Mehrheit getroffen.

Das Europäische Parlament ist das einzige auf direkte Wahl gestützte und damit unmittelbar demokratisch legitimierte Organ der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Die Mitglieder des Europäischen Parlaments werden von den EU-Bürgerinnen und -Bürgern für fünf Jahre gewählt, zuletzt im Mai 2019. Das Parlament hat drei wesentliche Aufgaben: Gesetzgebung, Haushaltskontrolle und parlamentarische Kontrolle der EU-Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und des Europäischen Rats (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Gesetzgebung

Die große Mehrheit aller Gesetze der EU werden vom Europäischen Parlament und vom Rat der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gemeinsam und gleichberechtigt erlassen. Nur in besonderen Fällen hat das Parlament lediglich eine beratende Funktion. Beim sogenannten ordentlichen Gesetzgebungsverfahren legt die EU-Kommission einen Vorschlag für ein Gesetz, eine Verordnung, eine Richtlinie oder einen Beschluss vor. In jeweils zwei Lesungen können das Parlament und der Rat Änderungen an dem vorgeschlagenen Gesetzestext einbringen. Bei Uneinigkeit wird ein Vermittlungsausschuss eingesetzt, in dritter Lesung müssen Rat und Parlament dann einen gemeinsamen Text verabschieden. 

Seit Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags (2009) kann das Parlament auch selbst Änderungen in den EU-Verträgen vorschlagen. Zudem muss es an anderen wichtigen Entscheidungen wie dem Beitritt neuer Länder zur EU beteiligt werden.

Haushaltskontrolle

Das Parlament bestimmt gleichberechtigt mit dem Rat über den gesamten EU-Haushalt. Es kann so in allen Politikbereichen darüber mitentscheiden, wie viel Geld wofür ausgegeben wird. Das Parlament begutachtet auch den Umgang der Kommission mit dem Vorjahreshaushalt.

Parlamentarische Kontrolle

Der Lissabon-Vertrag stärkt die Kontrollfunktion des Parlaments gegenüber den anderen Institutionen der EU. So wurde das Mitspracherecht bei der Auswahl des Führungspersonals der EU deutlich erweitert. Das Parlament wählt den Präsidenten der Europäischen Kommission auf Grundlage eines Vorschlags der Staats- und Regierungschefs. Auch der Hohe Vertreter für die Außen- und Sicherheitspolitik benötigt als Vize-Präsident der Kommission die Zustimmung des Parlaments.

Eine neue EU-Kommission kann erst dann ihre Arbeit beginnen, wenn sie vom Parlament gebilligt wurde. Im Zweifelsfall können die Volksvertreterinnen und -vertreter die Kommission insgesamt ablehnen. Durch einen Misstrauensantrag kann das Parlament auch den Rücktritt einer amtierenden Kommission einfordern.

Der Europarat wurde 1949 als erste euro­päische Orga­ni­sa­tion der Nach­kriegs­zeit gegründet. Ihm gehören heute 47 Staaten an, darunter auch Russ­land und die Türkei (Stand: April 2021). Er ist kein Organ der Euro­päischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sitz des Europa­rats ist Straßburg in Frankreich.

Ziel des Europarats ist die Förderung der Demo­kratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie der Schutz der Menschen­rechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Rechts­staat­lich­keit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Er hat mehr als 200 Verträge und Kon­ven­tio­nen erarbeitet. Die Unter­zeich­nung der Kon­ven­tion zum Schutze der Menschen­rechte und Grund­frei­heiten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist für jeden Mit­glieds­staat ver­pflichtend. Beim Europa­rat angesiedelt ist der Euro­päische Gerichts­hof für Menschen­rechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link:
Website des Europarats (Externer Link)

Das Europäische Amt für Zusammenarbeit (EuropeAid) wurde 2001 gegründet und war die zentrale Stelle für die praktische Umsetzung der europäischen Entwicklungspolitik. Anfang 2011 wurde EuropeAid mit der Generaldirektion Entwicklung der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fusioniert. Inzwischen lautet die Bezeichnung der Fachabteilung Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie ist für die gesamte Programmierung und Umsetzung der europäischen Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. 

Externer Link: Informationen zur Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung auf der Website der Europäischen Kommission (englisch) (Externer Link)

Das Wort Evaluierung beziehungsweise Evaluation stammt ursprünglich aus der lateinischen Sprache und bedeutet Bewertung oder Beurteilung. Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit sind Evaluierungen umfassende und systematische Erfolgskontrollen von entwicklungspolitischen Programmen, Instrumenten und Strategien. Sie dokumentieren und beurteilen, ob und wie Entwicklungsmaßnahmen ihre Ziele erreicht haben und ob sie als erfolgreich gelten können.

Für jede Evaluierung wird auf Grundlage eines allgemeingültigen Rasters ein individueller Plan erstellt. Dieses Verfahren macht es möglich, die Evaluierungsergebnisse unterschiedlicher Vorhaben miteinander zu vergleichen. Dadurch können Erfahrungen, die bei einem einzelnen Programm gesammelt wurden, auch auf andere Maßnahmen übertragen werden. 

Um die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unabhängig von außen prüfen zu lassen, hat das BMZ 2012 das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit (DEval) ins Leben gerufen.

Ausführliche Informationen über die Evaluierung in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit finden Sie hier.

Im Bergbau und in der Geologie wird unter diesem Begriff die Suche nach Rohstoffen in der Erdkruste und die Erschließung von entsprechenden Lagerstätten verstanden.

Die staatliche Genehmigung zur Suche nach Rohstoffen auf einer bestimmten Fläche wird als Explorationskonzession bezeichnet.

Exportkreditgarantien, auch bekannt als Hermes-Bürgschaften, sind staatliche Instrumente der Außenwirtschaftsförderung. Die Bundesrepublik Deutschland sichert damit einheimische Exporteure und Banken gegen wirtschaftliche und politische Risiken ab. Ohne diese Staatsgarantien wäre es vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen nicht möglich, sich auch in schwierigen Märkten zu engagieren – sie wären im internationalen Wettbewerb benachteiligt.

Ein großer Teil der deutschen Ausfuhren in Entwicklungs- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wird von Hermes-Bürgschaften gedeckt. Die Bewilligung von Exportkreditgarantien ist daher unter anderem an die Berücksichtigung entwicklungspolitischer Belange geknüpft.

Der extraktive Sektor (vom lateinischen „extrahere“ = herausziehen, entnehmen) ist der Bereich der Wirtschaft, der sich mit dem Abbau beziehungsweise der Förderung und der Verarbeitung von Rohstoffen befasst. Er umfasst die mineralischen Rohstoffe (Metallrohstoffe wie Eisen und Stahl sowie Nichtmetallrohstoffe wie Steine und Erden) sowie die Energierohstoffe (fossile Brennstoffe wie Erdöl, Erdgas und Kohle; Kernbrennstoffe wie Uran). Nicht zum extraktiven Sektor gehören land- und forstwirtschaftliche Rohstoffe.

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Stichwort: EITI (Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Fairer Handel ist eine Handelspartnerschaft, die auf Dialog, Transparenz und Respekt beruht und nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel strebt. Durch bessere Handelsbedingungen und die Sicherung sozialer Rechte für benachteiligte Produzentinnen und Produzenten und Arbeiterinnen und Arbeiter – insbesondere in den Ländern des Südens – leistet der faire Handel einen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die beteiligten Handelsorganisationen vereinbaren mit den Erzeugern (Produktionsgenossenschaften, Kooperativen, sozial engagierte Unternehmen) jährlich bestimmte Mindestabnahmemengen und einen Preis für ihre Ware, der die Kosten einer sozial und ökologisch nachhaltigen Produktion abdeckt. Das BMZ unterstützt den fairen Handel in Deutschland unter anderem durch Informationskampagnen.

Ausführliche Informationen über fairen Handel finden Sie hier .

Ein funktionsfähiges Finanzsystem ist das Rückgrat jeder Volkswirtschaft. Es trägt entscheidend zum Wirtschaftswachstum eines Landes und zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung bei. Durch das Angebot von maßgeschneiderten Finanzdienstleistungen – Sparkonten, Kredite, Versicherungen und Zahlungsverkehr – können arme Bevölkerungsschichten unmittelbar bei ihrer wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklung unterstützt werden.

In manchen Entwicklungs- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Transformationsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist das Finanzsystem für diese Aufgabe noch nicht ausreichend differenziert, leistungsfähig und stabil. Das hemmt die Investitionstätigkeit und die Entwicklung. Denn unter einem unzureichendem Zugang zu Finanzdienstleistungen leiden oft die Bereiche, die besonders große Bedeutung für den Erfolg einer Volkswirtschaft haben: die Landwirtschaft, die Kommunalverwaltungen und die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit fördert verantwortungsvolle und leistungsfähige Finanzsysteme für Einzelpersonen, Haushalte, Unternehmen und den Staat.

Die finanzielle Zusammenarbeit hat die Aufgabe, Investitionen der Entwicklungsländer zu fördern. Das BMZ stellt hierfür günstige Kredite, Beteiligungskapital oder Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, zur Verfügung. Verantwortliche Organisation für die finanzielle Zusammenarbeit ist die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

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Das Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations High Commissioner for Refugees, UNHCR) kümmert sich auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention um die Belange von Flüchtlingen und Menschen in flüchtlingsähnlichen Situationen. Das UNHCR koordiniert die internationale Flüchtlingshilfe und arbeitet dazu eng mit den UN-Schwesterorganisationen Welternährungsprogramm (WFP), Kinderhilfswerk (UNICEF) und Weltgesundheitsorganisation (WHO) zusammen.

Informationen über die Zusammenarbeit des BMZ mit dem UNHCR  finden Sie hier.

Externer Link: Website des UNHCR  Deutschland (Externer Link)

Laut Artikel 1A der Genfer Flüchtlingskonvention (Externer Link) ist ein Flüchtling eine Person, die "aus der begründeten Furcht vor Verfolgung wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Überzeugung sich außerhalb des Landes befindet, dessen Staatsangehörigkeit sie besitzt, und den Schutz dieses Landes nicht in Anspruch nehmen kann oder wegen dieser Befürchtungen nicht in Anspruch nehmen will".

Ob die Furcht vor Verfolgung begründet ist, wird in einem Asylverfahren festgestellt. Diese Verfahren unterscheiden sich von Land zu Land. Menschen, die einen Asylantrag gestellt haben, über den noch nicht entschieden wurde, werden als Asylsuchende (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bezeichnet.

Der Wirkungsbereich der Genfer Flüchtlingskonvention ist umstritten. Die meisten großen Flüchtlingsbewegungen der vergangenen Jahre wurden durch Bürgerkriege ausgelöst.

Das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) vertritt die Position, dass nicht der Urheber der Verfolgung ausschlaggebend ist, sondern die Tatsache, dass eine Person internationalen Schutz benötigt, weil ihr eigener Staat diesen nicht mehr garantieren kann oder will. Diese Auffassung wird auch in der afrikanischen Flüchtlingskonvention und in der lateinamerikanischen Erklärung von Cartagena vertreten.

International gibt es keine einheitliche Definition fragiler Staatlichkeit. Generell werden jene Staaten als instabil (fragil) angesehen, in denen die Regierung nicht willens oder in der Lage ist, Grundfunktionen im Bereich Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), soziale Grundversorgung und Legitimität zu erfüllen. Die staatlichen Strukturen und Einrichtungen in fragilen Staaten sind sehr schwach oder vom Zerfall bedroht; die Bevölkerung leidet unter großer Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Gewalt und politischer Willkür. Da fragile Staaten ein regionales und globales Sicherheitsrisiko darstellen, muss die Staatengemeinschaft behutsam auf eine Verbesserung der Lage hinwirken. Dabei spielt die Entwicklungspolitik eine wichtige Rolle.

Ausführliche Informationen über das entwicklungspolitische Engagement in fragilen Staaten finden Sie hier.

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Stichwort: Good Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Ein Grundsatz der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist ihre Universalität, also ihre Allgemeingültigkeit: Jeder Mensch hat überall Anspruch auf die gleichen Rechte, unabhängig vom Geschlecht oder anderen Eigenschaften. Wenn Frauen benachteiligt werden, ist das ein Verstoß gegen die Menschenrechte. Dennoch geschieht das noch immer in allen Regionen der Welt:

Die Mehrheit der in Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) lebenden Menschen und der größte Teil aller Analphabeten sind weiblich. Jedes Jahr sterben fast 300.000 Frauen an Komplikationen während der Schwangerschaft oder der Geburt, 94 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Weltweit erledigen Frauen den deutlich größeren Teil der Arbeit – sie verdienen aber im Durchschnitt etwa 20 Prozent weniger als Männer. Nur etwa ein Viertel aller Parlamentarier der Welt sind Frauen; nur wenige Frauen bekleiden das Amt einer Staats- oder Regierungschefin.
Die Förderung der Gleichberechtigung ist eine übergreifende Aufgabe der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fördert deshalb vielfältige Maßnahmen zum Abbau der Diskriminierung von Mädchen und Frauen.

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Das Freiwilligenprogramm der Vereinten Nationen (United Nations Volunteers, UNV) ist Teil des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Seine Zentrale ist in Bonn. Das UNV rekrutiert und vermittelt berufserfahrene Expertinnen und Experten aus Entwicklungs- und Industrieländern als Freiwillige für Einsätze in der Entwicklungszusammenarbeit. Neben der Arbeit im Bereich der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind die Freiwilligen auch im Bereich der humanitären Hilfe und der Friedensarbeit sowie bei Menschenrechts- und Wahlmissionen im Einsatz. Partner sind dabei vor allem UN-Organisationen, aber auch andere internationale Organisationen oder Regierungen.

Externer Link: Website des UNV (englisch) (Externer Link)

Frieden ist die Abwesenheit von gewaltsamen Konflikten oder Krieg. Er bezeichnet einen Zustand, in dem auftretenden Differenzen zwischen Einzelpersonen, Gruppen oder Staaten auf Basis von Rechten und Gesetzen und ohne Gewalt begegnet wird. Frieden und Entwicklung sind untrennbar miteinander verbunden und bedingen einander.

Ein Krieg kann die Entwicklung eines Landes oder einer Region um Jahrzehnte zurückwerfen: Der Verlust von Menschenleben kann nicht wiedergutgemacht werden und die Kosten für den Wiederaufbau der Infrastruktur sind enorm hoch. Im Rahmen ihres Einsatzes gegen Armut, Gewalt und Unrecht unterstützt die deutsche Entwicklungspolitik ihre Partnerländer bei der Friedensentwicklung durch Krisenprävention (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Konfliktbewältigung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Friedensförderung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen zum BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Engagement für den Frieden finden Sie hier.

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Um langfristig Frieden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu schaffen, reicht es nicht, die sichtbare Gewalt zu beenden. Werden die Ursachen eines Konflikts nicht beseitigt, kann er immer wieder ausbrechen. Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt darum im Rahmen der Friedensförderung nicht nur die Wiederherstellung von zerstörter Infrastruktur. Es fördert auch die Arbeit von Wahrheits- und Menschenrechtskommissionen, die juristische Aufarbeitung von Kriegsverbrechen sowie Versöhnungsprojekte und Programme zur psychologischen Betreuung von Kriegsopfern.

Ausführliche Informationen über das entwicklungspolitische Engagement zur Friedensförderung finden Sie hier.

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Die 1925 gegründete Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) ist die älteste politische Stiftung Deutschlands. Sie steht der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD) nahe. Benannt ist sie nach Friedrich Ebert, dem ersten demokratisch gewählten deutschen Reichspräsidenten. Die Stiftung engagiert sich für die politische und gesellschaftliche Bildung und trägt zur internationalen Verständigung bei.

Die FES verfügt über mehr als 100 Außenvertretungen. Im Mittelpunkt ihrer internationalen Arbeit steht die Förderung von sozialer Gerechtigkeit, Demokratie, Frieden und Sicherheit. Ein Schwerpunkt ist die Stärkung freier Gewerkschaften.

Externer Link: Website der Friedrich-Ebert-Stiftung (Externer Link)

Die Stiftung ist nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann benannt. Nach dem Ersten Weltkrieg war er der erste Vorsitzende der neu gegründeten Deutschen Demokratischen Partei (DDP) und Mitglied der Weimarer Nationalversammlung. Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit steht der Freien Demokratischen Partei (FDP) nahe. Auf Grundlage der Idee des Liberalismus trägt sie zur politischen Bildung bei und unterstützt Menschen dabei, sich aktiv ins politische Geschehen einzubringen. In mehr als 60 Ländern fördert die Stiftung den Aufbau demokratischer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), marktwirtschaftlicher und rechtsstaatlicher (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Strukturen.

Externer Link: Website der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit (Externer Link)

Die Impfallianz Gavi ist eine öffentlich-private Partnerschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit dem Ziel, Menschen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) durch Impfungen gegen vermeidbare Krankheiten zu schützen. Dazu unterstützt Gavi unter anderem den Ausbau nationaler Impfprogramme, die Einführung neuer Impfstoffe und die nachhaltige Finanzierung von Impfkampagnen.

Alle wichtigen Entscheidungsträger im Immunisierungsbereich arbeiten dabei partnerschaftlich zusammen: die Regierungen von Industrie- und Entwicklungsländern, die Weltgesundheitsorganisation (WHO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), die Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung, Impfstoffhersteller, Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitswesens und Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Das BMZ unterstützt die Arbeit der Impfallianz seit 2006.

Informationen über die Zusammenarbeit von BMZ und Gavi bei der weltweiten Impfkampagne zur Bekämpfung der Corona-Pandemie finden Sie hier.

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Stichwort: Innovative Finanzierungsinstrumente (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Geberländer sind Staaten, die internationale Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) finanzieren. Hierzu gehören die Mitglieder des Entwicklungsausschusses (DAC (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Auch die Europäische Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist Mitglied des Ausschusses und zählt zu dieser Gruppe von Gebern. Zu den Geberländern gehören außerdem Saudi-Arabien und ein Teil der Golfstaaten, einzelne Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wie die Türkei und Brasilien sowie einige Mitgliedsländer der Gruppe der 77 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die Volksrepublik China. Diese Länder sind Empfänger von öffentlicher finanzieller und technischer Unterstützung, finanzieren aber auch selbst Projekte in Entwicklungsländern.

Der Gemeinsame Markt Ost- und Südafrikas (Common Market for Eastern and Southern Africa, COMESA) ist ein Zusammenschluss afrikanischer Staaten zur Förderung von Handel, Wirtschaft und regionaler Kooperation. Die Aktivitäten des COMESA umfassen unter anderem den Ausbau einer Freihandelszone und einer Zollunion sowie weitere Maßnahmen zur Förderung des regionalen Handels.

Die Mitgliedsstaaten sind (Stand: November 2020): Ägypten, Äthiopien, Burundi, Demokratische Republik Kongo, Dschibuti, Eritrea, Eswatini, Kenia, Komoren, Libyen, Madagaskar, Malawi, Mauritius, Ruanda, Sambia, Seychellen, Simbabwe, Somalia, Sudan, Tunesien und Uganda.

Externer Link: Gemeinsamer Markt Ost- und Südafrikas (englisch) (Externer Link)

Der Gemeinsame Südamerikanische Markt (Mercado Común del Sur, MERCOSUR) ist ein regionaler Zusammenschluss der fünf südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela. (Die Mitgliedschaft von Venezuela ist seit 2017 suspendiert.) Bolivien, Chile, Ecuador, Guyana, Kolumbien, Peru und Suriname sind assoziierte Mitglieder, Bolivien befindet sich in Beitrittsverhandlungen (Stand: November 2020). 

Der MERCOSUR wurde 1991 gegründet und hat zum Ziel, durch politische, soziale und wirtschaftliche Zusammenarbeit die regionale Integration zu fördern. Politische Schwerpunkte sind die Stärkung des freien Verkehrs von Dienstleistungen, Produktionsmitteln und Waren, die Ausgestaltung einer gemeinsamen Außenhandels- und Wirtschaftspolitik und die Harmonisierung der Gesetzgebung in den jeweiligen Bereichen. Die Zusammenarbeit innerhalb des MERCOSUR wird schrittweise um kulturelle, soziale und wissenschaftliche Aspekte erweitert.

Die Europäische Union (EU) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der MERCOSUR haben sich im Juni 2019 auf ein Freihandelsabkommen geeinigt. Es ist Teil eines umfassenderen Assoziationsabkommens‚ über das noch verhandelt wird.

Externe Links:
Website des MERCOSUR (spanisch, portugiesisch und englisch) (Externer Link)
Informationen der Europäischen Kommission zur Zusammenarbeit mit dem MERCOSUR (englisch) (Externer Link)
Zusammenfassung des Freihandelsabkommens zwischen EU und MERCOSUR (PDF 357 KB, englisch) (Externer Link)

Das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids (Joint United Nations Programme on HIV/AIDS, UNAIDS) wurde 1994 ins Leben gerufen, um koordiniert und konzentriert gegen die HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)/Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Pandemie vorzugehen. Es ersetzte das seit 1987 bestehende Global Programme on AIDS (GPA).

Das Programm hat die Aufgabe, weltweit die Bemühungen um die Eindämmung der Pandemie zu steuern, zu stärken und zu stützen. Ziel ist, die Verbreitung von HIV und Aids zu verhindern, die Behandlung und Betreuung der Kranken zu fördern und die gesellschaftlichen und persönlichen Folgen der Pandemie abzufedern. UNAIDS baut dazu Wissensstationen und Netzwerke auf, bündelt Erfahrungen und unterstützt Organisationen und Institutionen auf allen politischen Ebenen.

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Gemeinsam gegen HIV und Aids

Externer Link: Website von UNAIDS (englisch) (Externer Link)

Die englische Sprache unterscheidet das biologische Geschlecht ("sex") vom sozialen Geschlecht ("gender"), der gesellschaftlich geprägten und individuell erlernten Geschlechterrolle. Diese Geschlechterrolle wird durch die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Organisation einer Gesellschaft und durch die in ihr geltenden rechtlichen und ethisch-religiösen Normen und Werte bestimmt. Die Rollenzuweisungen können in verschiedenen Gesellschaften und auch innerhalb einer Gesellschaft stark variieren. Im Gegensatz zum biologischen Geschlecht sind die Geschlechterrollen von Frauen und Männern wandelbar. 

Entwicklungspolitische Gender-Maßnahmen bauen auf dieser Flexibilität auf. Sie berücksichtigen die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen von Frauen und Männern und die Tatsache, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt. Anders als bei einer reinen Frauenförderung werden bei solchen Maßnahmen die Männer in die Strategie einbezogen und für die Ziele der Frauen sensibilisiert.

Gender-Mainstreaming ist ein strategischer Ansatz zur Förderung und Durchsetzung der Gleichstellung aller Geschlechter. Bei politischen und gesellschaftlichen Vorhaben und Entscheidungen werden im Rahmen dieses Ansatzes immer die unterschiedlichen Lebenslagen und Interessen von Frauen, Männern und Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten berücksichtigt (siehe Gender (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Eine ungleiche Behandlung der verschiedenen Geschlechter soll dadurch von vornherein verhindert werden.

Dieses Leitbild der Geschlechtergerechtigkeit basiert auf der Erkenntnis, dass es keine geschlechtsneutrale Wirklichkeit gibt und dass die unterschiedlichen Geschlechter in unterschiedlicher Weise von politischen Entscheidungen und Verwaltungsakten betroffen sein können. Das Leitbild umfasst ausdrücklich alle Lebensbereiche, nicht nur Maßnahmen, die sich gezielt der Gleichstellung widmen (siehe Mainstreaming (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Laut dem Vertrag von Amsterdam ist Gender-Mainstreaming ein offizielles Ziel der Europäischen Union. In der Entwicklungszusammenarbeit erhöht Gender-Mainstreaming nicht nur die Zielgenauigkeit und Wirksamkeit der Vorhaben, sondern auch die Akzeptanz bei den Bürgerinnen und Bürgern.

Generaldirektionen sind Verwaltungseinheiten der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die jeweils für einen bestimmten Politikbereich zuständig sind. Aufgabe der Generaldirektionen ist es, Strategien, Rechtsvorschriften und Förderprogramme der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu entwickeln, umzusetzen und zu verwalten. Jeder Generaldirektion steht ein EU-Kommissar vor.

Für die Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der EU ist die Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zuständig.

Die Generaldirektion (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung ist innerhalb der Europäischen Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) für die Bereiche Entwicklung und internationale Hilfe zuständig. Die europäische Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) konzentriert sich auf zwei Schwerpunkte: 

  1. Stärkung von Menschenrechten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Good Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
  2. Förderung einer wirtschaftlich, sozial und ökologisch nachhaltigen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Zu den Aufgaben der Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung gehört auch, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zu vertiefen, um die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit zu erhöhen. 

Externer Link: Informationen zur Generaldirektion Internationale Zusammenarbeit und Entwicklung auf der Website der Europäischen Kommission (deutsch/englisch) (Externer Link)

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Der Begriff der Geschlechtsidentität beschreibt das subjektive Empfinden eines Menschen, dem männlichen, weiblichen oder einem dritten Geschlecht anzugehören oder zwischen den Geschlechtern zu stehen. Die Geschlechtsidentität kann vom biologischen Geschlecht und von der gesellschaftlich zugewiesenen Geschlechterrolle abweichen.

Siehe auch:

Stichwort: Gender (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Stichwort: LSBTI (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Trotz großer Fortschritte bei der Reduzierung der Kindersterblichkeit sterben jeden Tag Tausende Mädchen und Jungen unter fünf Jahren an Krankheiten, die vermeidbar wären oder geheilt werden könnten. Mehr als 800 Mädchen und Frauen sterben täglich an den Folgen von Schwangerschaft und Geburt, weil sie nicht ausreichend medizinisch betreut wurden. Millionen Menschen in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) leiden unter HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Tuberkulose, Malaria und anderen Tropenkrankheiten, aber auch zunehmend unter nicht übertragbaren Krankheiten wie Herzkreislauferkrankungen, Krebs oder Diabetes. Die Verbesserung ihrer gesundheitlichen Situation ist eine der wichtigsten Aufgaben der internationalen und der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen zum Engagement des BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) im Gesundheitssektor finden Sie hier.

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Stichwort: Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

1993 verabschiedeten die Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) die Pariser Prinzipien (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die den UN-Mitgliedsstaaten die Einrichtung einer nationalen Menschenrechtsinstitution (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) empfehlen. Seit dem Jahr 2000 können diese Einrichtungen offiziell anerkannt werden. Über die Akkreditierung entscheidet als Dachverband die Globale Allianz der Nationalen Menschenrechtsinstitutionen (Global Alliance of National Human Rights Institutions, GANHRI). Die Akkreditierung und die Zuerkennung des (höchsten) A-Status ist Voraussetzung für eine aktive Mitwirkung in den Gremien der Vereinten Nationen.

Im Frühjahr 2021 gehörten dem Dachverband GANHRI 117 Mitglieder an – 84 mit A-Status und 33 mit B-Status. Das Deutsche Institut für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verfügt seit seiner Gründung 2001 über den A-Status.

Externer Link:
Website der GANHRI (englisch) (Externer Link)

Verschiedene internationale Agrarforschungszentren schlossen sich 1971 zur Beratungsgruppe für internationale Agrarforschung (Consultative Group on International Agricultural Research, CGIAR) zusammen. Heute bezeichnet sich das Netzwerk als globale Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft und umfasst 15 Zentren auf fünf Kontinenten. Dazu zählen unter anderem das internationale Reisforschungsinstitut, das Mais- und Weizenforschungsinstitut sowie Forschungsinstitute, die auf Trockengebiete spezialisiert sind.

Die Institute erarbeiten vor allem Lösungsmöglichkeiten für die Ernährungsprobleme der Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie erforschen die wichtigsten Nahrungskulturen oder suchen nach Verbesserungen beim Management natürlicher Ressourcen in der Landwirtschaft. Die Ergebnisse der Forschungszentren sind allgemein zugänglich und dürfen nicht patentiert werden.

Externer Link: Website der CGIAR (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Ländliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Globale Partnerschaft für Bildung (Global Partnership for Education, GPE) ist ein Zusammenschluss von Geber- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie internationalen staatlichen und nicht staatlichen Organisationen, Stiftungen und der Privatwirtschaft. Sie strebt an, allen Kindern weltweit den Zugang zu qualitativ hochwertiger und kostenfreier Grundbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu ermöglichen.

Die GPE besteht seit 2011 in Nachfolge der internationalen Bildungsinitiative Education for All – Fast Track Initiative (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (EFA-FTI).

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Externer Link: Website der Globalen Partnerschaft für Bildung (englisch) (Externer Link)

Die Globale Umweltfazilität (Global Environment Facility, GEF) fördert Projekte in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die dem globalen Umweltschutz zugutekommen. Die GEF stellt Mittel für die Bereiche Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Biodiversität (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Landdegradierung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)/Wüstenbekämpfung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), internationale Gewässer, Chemikalien und Wälder (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zur Verfügung. Die Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) sind für die Durchführung der GEF-Projekte verantwortlich. Darüber hinaus beteiligen sich weitere multilaterale Organisationen, zahlreiche Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie nationale und bilaterale Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) an der Umsetzung von GEF-Projekten.

Externer Link: Website der Globalen Umweltfazilität (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das BMZ arbeitet mit acht globalen Partnern an der Lösung globaler Zukunftsfragen und dem Schutz globaler Güter:

Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Peru, Südafrika, Vietnam

Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Tuberkulose und Malaria (Global Fund to Fight Aids, Tuberculosis and Malaria, kurz: The Global Fund) wurde 2001 von der UN-Sondergeneralversammlung zu HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Aids ins Leben gerufen, um diese drei und andere übertragbare Krankheiten zurückzudrängen. Der Fonds legt keine eigenen Programme auf, sondern finanziert nationale Maßnahmen gegen die Krankheiten und zur Stärkung der Gesundheitssysteme. Er setzt somit auf die Eigenverantwortung der Regierungen und fördert die Mitwirkung der Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der privaten Wirtschaft.

Nach eigenen Angaben retteten die vom Globalen Fonds geförderten Programme zwischen 2002 und 2018 rund 32 Millionen Menschen das Leben. In den Ländern, in denen der Globale Fonds investierte, ging die Zahl der an Aids, Tuberkulose oder Malaria gestorbenen Menschen um 40 Prozent zurück.

Seit der Gründung des Globalen Fonds hat ihm Deutschland mehr als drei Milliarden Euro (Stand: März 2020) zur Verfügung gestellt. Mit einem Beitrag von insgesamt einer Milliarde Euro für die Jahre 2020 bis 2022 ist Deutschland der viertgrößte staatliche Geber (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) des Fonds.

Externer Link: Website des Globalen Fonds (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Der Globale Flüchtlingspakt (Externer Link) wurde im Dezember 2018 von der UN-Generalversammlung angenommen und soll die internationale Zusammenarbeit beim Flüchtlingsschutz fördern und eine gerechtere Verantwortungsteilung innerhalb der Staatengemeinschaft erreichen.

Ein wichtiges Ziel des Globalen Flüchtlingspakts ist die noch bessere Verzahnung von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. So soll eine gut aufeinander abgestimmte und somit nachhaltigere Krisenbewältigung möglich werden, die Flüchtlingen und Aufnahmeländern langfristige Perspektiven eröffnet.

Der Pakt umfasst vier zentrale Ziele:

  • den Druck auf die Aufnahmeländer mindern,
  • die Eigenständigkeit und Widerstandsfähigkeit von Flüchtlingen fördern,
  • den Zugang zu Drittstaatenlösungen verbessern (zum Beispiel durch die Neuansiedlung besonders schutzbedürftiger Flüchtlinge),
  • die Bedingungen fördern, die eine Rückkehr in das Heimatland in Sicherheit und Würde ermöglichen.

Der Pakt besteht aus zwei Teilen, einem umfassenden Rahmenplan für Flüchtlingshilfemaßnahmen (Comprehensive Refugee Response Framework, CRRF), dem die Mitgliedsstaaten durch die New Yorker Erklärung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bereits zugestimmt haben, und einem Aktionsplan.

Zur Umsetzung des Globalen Flüchtlingspakts fand vom 17. bis 18. Dezember 2019 das erste Globale Flüchtlingsforum in Genf statt. Die Bundesregierung ist Mitveranstalter des Forums. Das Forum soll als wichtigste Plattform zur Umsetzung des Paktes künftig alle vier Jahre auf Ministerebene tagen.

Das BMZ leistet wichtige Beiträge zur Umsetzung des Flüchtlingspaktes. Vor allem mit der Übergangshilfe als Instrument der Krisenbewältigung sowie der Sonderinitiative Flucht stärkt das BMZ die Resilienz von Flüchtlingen und Aufnahmegemeinden gleichermaßen und schafft langfristige Strukturen und Zukunftsperspektiven.

Der Globale Pakt für eine sichere, geordnete und regulierte Migration (Externer Link) wurde im Dezember 2018 von der UN-Konferenz in Marrakesch (Marokko) angenommen. Mit dem Pakt wurden erstmals globale Leitlinien für die internationale Migrationspolitik verabredet.

Durch den Pakt soll die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Migration verbessert werden und die Rahmenbedingungen für Migration humaner gestaltet werden. Außerdem sollen die Hauptursachen für irreguläre Migration behoben werden. Der Pakt ist rechtlich nicht bindend, die Souveränität der Staaten bleibt bei der Migrationspolitik erhalten.

Der Migrationspakt enthält 23 Ziele, die sich die Staaten setzen, um die Herausforderungen globaler Migration zu bewältigen.

Dazu gehören unter anderem:

  • Lebensbedingungen weltweit so verbessern, dass mehr Menschen in ihrer Heimat bleiben können
  • Verbesserung der Verfügbarkeit und Flexibilität der Wege für eine reguläre Migration
  • Migranten besser gegen Ausbeutung, Missbrauch und die Verletzung von Menschen- und Arbeitsrechten schützen
  • Bessere internationale Koordination von Rettungseinsätzen, um den Tod und die Verletzung von Migranten zu verhindern
  • Grenzübergreifende Bekämpfung von Schleuserbanden und Menschenhandel
  • Sichere und würdevolle Rückkehr von Migranten ermöglichen

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Stichwort: New Yorker Erklärung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Externer Link: UN-Migrationspakt in 60 Sekunden (Externer Link) (Video der Bundesregierung)

Als Globalisierung wird die zunehmende wirtschaftliche, politische und kulturelle Verflechtung von Gesellschaften, Staaten und Weltregionen bezeichnet. Ausgangspunkt sind dabei wirtschaftliche Prozesse, zum Beispiel die Internationalisierung der Güter- und Finanzmärkte. Diese Prozesse haben sich durch die Entwicklung der Verkehrs- und Kommunikationstechnik in den vergangenen Jahren beschleunigt. So wächst zum Beispiel der Welthandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) schneller als die Güterproduktion. Auch viele ökologische Probleme wie Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Desertifikation (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) haben globalen Charakter.

Das Goethe-Institut ist das weltweit tätige Kulturinstitut der Bundesrepublik Deutschland. Es ist unter anderem für die Pflege der internationalen kulturellen Zusammenarbeit zuständig. Im Rahmen der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit veranstaltet das Goethe-Institut unter anderem Treffen für ehemalige Fortbildungsteilnehmer, damit diese ihre Kontakte aktiv pflegen können.

Externer Link: Website des Goethe-Instituts (Externer Link)

Wörtlich übersetzt bedeutet der englische Begriff Good Financial Governance "gute finanzielle Steuerung". Er steht für transparente und leistungsfähige öffentliche Finanzsysteme, die sowohl die Seite der Einnahmen (vor allem Steuerpolitik, Steuererhebung, Schuldenaufnahme, Vermögensbewirtschaftung, Verwaltung internationaler Zuflüsse) als auch die Seite der Ausgaben (Haushaltsplanung, Haushaltsvollzug, Beschaffung, Rechnungslegung, Rechnungsprüfung) umfassen.

Im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit unterstützt Deutschland seine Partnerländer dabei, die eigenen Einnahmen zu erhöhen und öffentliche Mittel verantwortungsvoll und entwicklungsorientiert einzusetzen.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze im Bereich Good Financial Governance finden Sie hier.

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Stichwort: Good Governance (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff "gute Staatsführung" oder auch "gute Regierungsführung". Gemeint ist die Art und Weise, in der in einem Staat Entscheidungen getroffen und umgesetzt werden. Good Governance beschränkt sich nicht auf die Regierung, sondern gilt für alle Betroffenen und Beteiligten. Gute Regierungsführung ist verantwortungsvolle Regierungsführung und hat unter anderem folgende Charakteristika: Sie ist transparent und effektiv. Sie legt Rechenschaft ab. Sie beteiligt alle Menschen und berücksichtigt die Meinung von Minderheiten und die Bedürfnisse von Schwachen.

Ausführliche Informationen zum deutschen Engagement für gute Regierungsführung finden Sie hier.

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Ziel von Grundbildung ist es, grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten für den Alltag und die Arbeitswelt aufzubauen und so die Voraussetzungen für ein selbstbestimmtes Leben und weiteres Lernen zu schaffen. Für das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) umfasst die erweiterte Grundbildung folgende Elemente:

  • die frühkindliche Bildung (Kindergarten/Vorschule),
  • die Primarschulbildung (Grundschule),
  • die untere Sekundarschulbildung (bis zum ersten Schulabschluss, der für eine berufliche Ausbildung qualifiziert)
  • und die nachholende Grundbildung für Jugendliche und Erwachsene.

In der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) hat die Staatengemeinschaft vereinbart, bis zum Jahr 2030 sicherzustellen, dass alle Mädchen und Jungen gleichberechtigt eine kostenlose und hochwertige Grund- und Sekundarschulbildung abschließen können, die zu brauchbaren und effektiven Lernergebnissen führt.

Doch laut Weltbildungsbericht 2019 der UNESCO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gingen im Jahr 2017 weltweit rund 64 Millionen Kinder im Grundschulalter nicht zur Schule. Etwa 61 Millionen Jugendliche besuchten nach Abschluss der Grundschule keine weiterführende Schule – eine erhebliche Einschränkung ihrer persönlichen und gesellschaftlichen Entfaltungsmöglichkeiten. 

Deutschland unterstützt seine Partnerländer dabei, den Zugang zu Grundbildung – insbesondere für Mädchen – zu erweitern, die Qualität des Unterrichts zu verbessern und außerschulische Bildungsaktivitäten zu fördern.

Ausführliche Informationen zu den BMZ-Aktivitäten im Bereich Grundbildung finden Sie hier.

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Stichwort: Hochschulbildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die sogenannten "Grünen Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft" wurden im Rahmen der BMZ-Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" ins Leben gerufen. In 15 Partnerländern tragen die Zentren dazu bei, Konzepte für die Verbesserung der regionalen Versorgung mit Nahrungsmitteln zu entwickeln, das Einkommen von kleinbäuerlichen Betrieben zu steigern und Arbeitsplätze im vor- und nachgelagerten Bereich, beispielsweise in der Lebensmittelverarbeitung zu schaffen.

Die Zentren bieten den Bäuerinnen und Bauern Beratung und Ausbildung, eröffnen ihnen Zugang zu Finanzdienstleistungen und fördern die Verbreitung technischer Neuerungen in der Landwirtschaft. Außerdem unterstützen sie die Landwirte bei der Gründung von Erzeugergemeinschaften und Interessenverbänden.

Mehr zum Thema finden Sie hier.

Die Gruppe der 7 (G7) beziehungsweise Gruppe der 8 (G8) ist – wie die G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – keine internationale Organisation, sondern ein informelles Forum von Staats- und Regierungschefs. 

Die G7 wurde 1975 von den damals sieben bedeutendsten Industrienationen gegründet: Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika. 1998 wurde die Gruppe durch die Aufnahme von Russland zur G8. Die Europäische Union hat einen Beobachterstatus.

Als die Russische Föderation 2014 die Krim annektierte und damit die Souveränität und territoriale Unversehrtheit der Ukraine verletzte, beschlossen die übrigen G8-Mitglieder, sich bis auf Weiteres wieder im G7-Format ohne Russland zu treffen.

Die Mitglieder kommen einmal im Jahr zu einem Gipfeltreffen zusammen. Dort diskutieren sie über Schlüsselfragen der Weltpolitik, tauschen ihre Standpunkte aus und versuchen, konstruktive Lösungen zu entwickeln. Der Vorsitz innerhalb der Gruppe wechselt jährlich unter den Mitgliedern. In der Vergangenheit waren diese Gipfeltreffen Ausgangspunkt verschiedener entwicklungspolitischer G7- beziehungsweise G8-Initiativen. Deutschland hatte die Präsidentschaft zuletzt 2015 inne.

Die Länder der G7 stellen etwa zehn Prozent der Weltbevölkerung und erwirtschaften etwa 45 Prozent des weltweiten Bruttonationaleinkommens. Sie gehören zu den größten Beitragszahlern in internationalen Organisationen und finanzieren mehr als 70 Prozent der von der OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) erfassten weltweiten öffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (ODA (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Die Entscheidungsfindung innerhalb der G7 beziehungsweise G8 findet im Konsens statt. Auch wenn ihre Beschlüsse und Selbstverpflichtungen keine rechtliche Bindung haben, ist ihre weltweite Wirkung nicht zu unterschätzen. Umgesetzt werden sie über bilaterale Maßnahmen der G7-Staaten und über deren großen Einfluss in vielen multilateralen Organisationen.

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Der G20 gehören die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie die Europäische Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) an. Dies sind im Einzelnen: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA.

Die G20-Staaten erwirtschaften etwa 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), wickeln drei Viertel des Welthandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ab und stellen rund 60 Prozent der Weltbevölkerung.

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 und auf Beschluss der führenden Industrie- und Schwellenländer wurde die G20 zum wichtigsten Koordinierungsgremium für Wirtschafts- und Finanzfragen. Zusätzlich zu den Treffen der Finanzminister begegnen sich auf der G20-Ebene inzwischen auch die Staats- und Regierungschefs.

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Stichwort: Gruppe der 7 / Gruppe der 8 (G7/G8) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Stichwort: Gruppe der 77 (G77) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Gruppe der 77 (G77) ist der größte Zusammenschluss von Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) innerhalb der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie existiert seit der ersten Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), die 1964 in Genf stattfand. Damals zählte die Gruppe 77 Mitglieder, heute gehören ihr 134 Länder an. Ziel der Gruppe ist es, die gemeinsamen wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder international zu vertreten und sich für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung einzusetzen. Die G77 fördert außerdem die wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Entwicklungsländer untereinander.

Externer Link: Website der Gruppe der 77 (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Gruppe der 20 (G20) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) wurde 1967 gegründet. Sie steht der Christlich-Sozialen Union in Bayern (CSU) nahe und ist nach dem früheren bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Hanns Seidel benannt. Die Stiftung sieht ihre Aufgabe darin, politische Zusammenhänge zu analysieren, Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Frieden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu fördern, wissenschaftliche Grundlagen für politisches Handeln zu erarbeiten und Menschen auf nationaler und internationaler Ebene zu motivieren und zu befähigen, sich aktiv in die Gestaltung ihrer Gesellschaften einzubringen. 

Ziel ihrer auf christlich-sozialen Werten basierenden entwicklungspolitischen Arbeit ist die Förderung menschenwürdiger Lebensverhältnisse in der Welt, um damit einen Beitrag zur Überwindung der Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu leisten. Die Stiftung engagiert sich in rund 60 Ländern für gute Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Demokratie, Rechtsstaatlichkeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Dezentralisierung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Website der Hanns-Seidel-Stiftung (Externer Link)
 

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist nach dem Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll benannt und steht der Partei Bündnis 90/Die Grünen nahe. Vorrangige Aufgabe der Stiftung ist die politische Bildung im In- und Ausland zur Förderung der demokratischen Willensbildung, des gesellschaftspolitischen Engagements und der Völkerverständigung. Sie arbeitet mit mehr als 100 Partnerprojekten in 60 Ländern zusammen. Insbesondere fördert die Stiftung Rechtsstaatlichkeit und gerechte Verhältnisse zwischen allen Geschlechtern, die Gleichberechtigung kultureller und ethnischer Minderheiten und die soziale wie politische Partizipation von Migrantinnen und Migranten. Die Grundwerte der Stiftung sind Ökologie und Nachhaltigkeit, Demokratie, Solidarität und Gewaltfreiheit.

Externer Link: Website der Heinrich-Böll-Stiftung (Externer Link)

HIPC steht für "heavily indebted poor countries", auf Deutsch: hoch verschuldete arme Länder. 1996 beschlossen die Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Internationale Währungsfonds (IWF) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) auf Betreiben der G7 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Staaten eine Initiative zur Entschuldung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) dieser Länder. Diese sogenannte HIPC-Initiative ermöglichte erstmals ein koordiniertes Vorgehen bei der Gewährung von Schuldenerleichterungen.

Neben bilateralen Schuldenerlassen durch die wichtigsten Gläubigerstaaten sieht die Initiative auch multilaterale Schuldenerleichterungen durch internationale Finanzinstitutionen wie Weltbank und IWF vor – allerdings nur in dem Umfang, der für das Wiederherstellen eines "tragfähigen" Schuldenniveaus erforderlich ist. Diese Tragfähigkeit wird für jedes Schuldnerland individuell eingeschätzt.

Für die Teilnahme an der Initiative gelten feste Abläufe und Regeln. Voraussetzung für eine Entschuldung ist unter anderem die Vorlage einer nationalen Armutsbekämpfungsstrategie (PRSP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Ausdrückliches Ziel der HIPC-Initiative ist, zusätzlichen Spielraum für armutsrelevante Ausgaben und Investitionen zu schaffen. Die Länder, die von einer Entschuldung profitieren, sollen die frei werdenden Mittel für wirtschaftliche und soziale Reformen nutzen.

Insgesamt haben sich von den zugelassenen 39 hoch verschuldeten Ländern 37 für eine Teilnahme an der HIPC-Initiative qualifiziert. 36 von ihnen wurden bereits umfassend entschuldet. Insgesamt wurden bislang Schulden in Höhe von rund 76 Milliarden US-Dollar erlassen (Stand: März 2020).

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Die Abkürzung HIV steht für "humanes Immunschwäche-Virus" (englisch: Human Immunodeficiency Virus). Eine Ansteckung mit dem HI-Virus führt – wenn keine Behandlung mit Medikamenten erfolgt, die die Virusvermehrung hemmen – nach einer meist mehrjährigen Inkubationszeit zur fortschreitenden Zerstörung des Immunsystems (Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Ausführliche Informationen über HIV und Aids und über das deutsche entwicklungspolitische Engagement für die Bekämpfung der Aids-Pandemie finden Sie hier.

Wissenschaft und Forschung sind für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes unverzichtbar. Viele ärmere Länder können das international verfügbare Wissen jedoch nicht nutzen. Im Rahmen seiner Entwicklungspolitik fördert Deutschland die Aus- und Weiterbildung von akademischen Fachkräften in besonders entwicklungsrelevanten Forschungszweigen wie Natur- und Agrarwissenschaften, Umweltschutz, Ingenieurs-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

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Durch den Vertrag von Lissabon wurde das Amt des Hohen Vertreters der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) für Außen- und Sicherheitspolitik geschaffen (umgangssprachlich: EU-Außenminister). Durch diese Institution soll das auswärtige Handeln der EU an Wirksamkeit und Kohärenz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gewinnen. Seit Dezember 2019 übt der Spanier Josep Borrell dieses Amt aus.

Der Hohe Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik ist auch Vizepräsident der EU-Kommission (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und vertritt die EU im Bereich der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik. Er führt im Namen der Union den politischen Dialog mit Drittländern und vertritt den Standpunkt der Union in internationalen Organisationen und auf internationalen Konferenzen.

Im Rat für Auswärtige Angelegenheiten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) führt er den Vorsitz. Er trägt durch seine Vorschläge zur Festlegung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik und der europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik bei und stellt sicher, dass die vom Europäischen Rat (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) erlassenen Beschlüsse umgesetzt werden.

Bei der Erfüllung seiner Aufgaben wird der Hohe Vertreter durch den Europäischen Auswärtigen Dienst (EAD) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt. Als eine vom Rat und von der Kommission unabhängige Institution ergänzt er die diplomatischen Dienste der Mitgliedsstaaten. 

Externer Link: Website des Hohen Vertreters der EU für Außen- und Sicherheitspolitik (englisch) (Externer Link)

Laut Definition der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) hungert ein Mensch, wenn er weniger zu essen hat, als er täglich braucht, um sein Körpergewicht zu erhalten und zugleich leichte Arbeit zu verrichten. Im Jahr 2019 litten nach Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) etwa 690 Millionen Menschen unter Hunger. Deutschland engagiert sich in enger Zusammenarbeit mit anderen Gebern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) intensiv im Kampf gegen Hunger und Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die Sicherung der Ernährung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die Förderung der Landwirtschaft und des ländlichen Raums (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – bei gleichzeitigem Schutz der natürlichen Ressourcen – sind wichtige Ziele der deutschen Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Kampf gegen den Hunger finden Sie hier.

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten. Der aktuelle Index bezieht sich auf das Jahr 2018 und erfasst 189 Staaten, 73 von ihnen wurden als Länder mit geringer oder mittlerer Entwicklung eingestuft.

Externer Link: Human Development Index (HDI) – Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das Wort "indigen" geht auf die lateinische Sprache zurück und bedeutet fachsprachlich "in einem bestimmten Gebiet geboren" oder "in einem bestimmten Gebiet beheimatet". Für den zusammengesetzten Begriff "indigene Völker" gibt es keine allgemein anerkannte Definition. Die Vereinten Nationen haben Kriterien formuliert, die sich insbesondere auf die Selbstidentifikation beziehen. Demnach sind indigene Völker

  • Nachfahren der Erstbewohnerinnen und -bewohner eines Gebietes, auch "autochthone Völker" genannt;
  • Völker, die eine kulturelle Besonderheit bewahren wollen, die sich von der nationalen Gesellschaft unterscheidet;
  • Völker, die sich selbst als eigene, indigene und somit abgegrenzte Gruppe in der Gesellschaft identifizieren;
  • Völker, die die Erfahrung von Unterdrückung, Diskriminierung, Marginalisierung und Enteignung bis hin zur Ausrottung gemacht haben.

In etwa 90 Staaten der Welt leben rund 5.000 indigene Völker, denen insgesamt mehr als 476 Millionen Menschen angehören. Trotz international verbriefter kollektiver Rechte werden indigene Völker in den meisten Staaten vom politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Leben weitgehend ausgeschlossen.

Informationen über das deutsche Engagement für die Rechte indigener Völker finden Sie hier.

Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) wie Internet und Mobilfunk erleichtern die Kommunikation im Alltag, machen Wissen zugänglich, eröffnen neue Austauschmöglichkeiten, ermöglichen die Erschließung neuer Märkte und erleichtern die Datenverwaltung. IKT sind auch für die Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unverzichtbare Werkzeuge für die Projektplanung und Koordination.

Trotz der schnellen technischen Entwicklung gibt es weltweit noch viele Menschen, die von diesen Techniken und den damit verbundenen Möglichkeiten abgeschnitten sind. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) will diesem Defizit entgegenwirken und die Chancen des digitalen Wandels für alle nutzbar machen. Daher setzt es sich dafür ein, den Zugang zu Informations- und Kommunikationstechnologien zu verbessern und die Nutzung von IKT in allen Bereichen der Entwicklungszusammenarbeit zu fördern.

Der informelle Sektor ist der Teil einer Volks­wirt­schaft, dessen wirt­schaft­liche Tätig­keit nicht staat­lich erfasst, regu­liert und kontrolliert wird. Nach Schätzungen der OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der ILO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) arbeiten mehr als 60 Prozent der Beschäf­tigten welt­weit im informellen Sektor. In Ent­wick­lungs- und Schwellen­ländern beträgt der Anteil 70 Prozent. Formelle Arbeits­plätze sind dort häufig nur im öffent­lichen Dienst, in der gering ausgebauten Industrie und in inter­nationalen Groß­unter­nehmen zu finden.

Beispiele für Tätig­keiten im informellen Sektor sind der Direkt­verkauf von Produkten aus eigener Herstellung, Transport­dienst­leistungen, kleine Hand­werks­arbeiten, Tage­löhner­jobs und Kinder­arbeit. In der Land­wirt­schaft sind mehr als 90 Prozent der Beschäftigten informell tätig.

Kennzeichen des informellen Sektors

  • kleine Betriebs­größen (meist Einzel- oder Familien­unter­nehmen)
  • keine rechtliche Absicherung (Arbeits­vertrag, Arbeits­schutz, Kündi­gungs­schutz, Mindest­lohn, Urlaubs­anspruch, Mutter­schutz, Recht auf Fort- und Weiter­bildung)
  • keine soziale Absicherung (Kranken-, Renten-, Arbeits­losen-, Unfall­versicherung)
  • arbeitsintensive Produktion, Verwendung einheimischer Ressourcen und einfacher Techniken
  • schlechte Bezahlung, oft menschen­unwürdige Arbeits­bedingungen
  • geringe Qualifikation
  • kaum gewerk­schaft­lich organisiert

Da die Beschäftigten im informellen Sektor weder direkte Steuern noch Sozial­abgaben zahlen, entgehen dem Staat wichtige Einnahmen. Anderer­seits bringt der informelle Sektor viel unter­nehme­rische Initiative und Kreativität hervor. Informelle Klein­betriebe bilden mehr Arbeits­kräfte aus als das formale Bildungs­system und produzieren Güter und Dienst­leistungen für Haushalte mit niedrigem Einkommen.

Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) benötigen finanzielle Unterstützung, um die international vereinbarten Entwicklungsziele zu erreichen. Um langfristig stabile und für die Entwicklungsländer berechenbare Zahlungsströme gewährleisten zu können, sind innovative Finanzierungsinstrumente erforderlich, die möglichst unabhängig von der jeweiligen Haushaltssituation der Geberländer sind. Zurzeit konzentriert sich die internationale Diskussion über die Einführung solcher Modelle vor allem auf folgende Finanzierungsinstrumente: Versteigerung von Emissionszertifikaten, Mobilisierung privater Investoren, Internationale Finanzfazilität für Impfprogramme (IFFIm), Abnahmegarantien für Impfstoffe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Besteuerung von internationalen Finanztransaktionen und eine Flugticketabgabe.

Das Instrument für Heranführungshilfe (Instrument for Pre-Accession Assistance, IPA) ist ein entwicklungspolitisches Finanzierungsprogramm der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die EU unterstützt damit Beitrittskandidaten (Türkei, Albanien, Montenegro, Serbien, Nordmazedonien) und potenzielle Bewerberländer (Bosnien und Herzegowina, Kosovo) bei der Einführung von EU-Standards in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft.

Das IPA setzt sich aus fünf Komponenten zusammen: Aufbau von Institutionen und Demokratisierung, grenzübergreifende Zusammenarbeit, regionale Entwicklung, Entwicklung der Humanressourcen und Kampf gegen Diskriminierung sowie ländliche Entwicklung.

Externer Link: Informationen zum Instrument für Heranführungshilfe auf der Website der Europäischen Kommission (Externer Link)

Das international vereinbarte Leitbild des Integrierten Wasserressourcen-Managements (IWRM) betrachtet die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und das Ökosystem jeweils ganzheitlich und gleichberechtigt. Das Konzept berücksichtigt sämtliche – oft auch überregionale – Nutzungsinteressen und Aktivitäten, die sich auf die Wasserhaushalte auswirken können. Dabei werden die Ansprüche und Perspektiven aller Nutzergruppen in einem Wassereinzugsgebiet betrachtet, um einen fairen Interessenausgleich zu erreichen.

Wichtige Ziele des IWRM sind, Wasserressourcen nachhaltig zu nutzen, Konflikte um Wasser friedlich zu lösen, Armen bezahlbaren Zugang zu Trinkwasser zu ermöglichen und Krankheiten einzudämmen, die durch unsauberes Wasser hervorgerufen werden.

Ausführliche Informationen über Integriertes Wasserressourcen-Management finden Sie hier.

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Thema: Wasser

Die Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (Inter-American Development Bank, IDB) ist die größte multilaterale Finanzinstitution in Lateinamerika. Oberstes Ziel der Bank ist die Armutsbekämpfung und Förderung sozialer Gerechtigkeit in Lateinamerika und der Karibik sowie die regionale Integration. Die Bankengruppe besteht aus der Bank (IDB), der Interamerikanischen Investitionsgesellschaft (IDB Invest) und dem Multilateralen Investitionsfonds (FOMIN). 

Das BMZ hat 2004 ein Partnerschaftsabkommen mit der Bank geschlossen, um gezielt erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Klimaschutz in der Region zu fördern.

Externe Links:
Website der IDB (englisch) (Externer Link)
Website der IDB Invest (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Regionale Entwicklungsbanken (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Zum amerikanischen Menschenrechtssystem gehören die Interamerikanische Kommission für Menschenrechte und der Interamerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (Corte Interamericana de Derechos Humanos). Beide Institutionen nahmen 1979 ihre Arbeit auf. Sie überwachen die Einhaltung der interamerikanischen Menschenrechtsverträge, insbesondere der Amerikanischen Konvention über Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Bislang haben nur lateinamerikanische Staaten diese Konvention ratifiziert und die Zuständigkeit des Gerichtshofs für Individualbeschwerden anerkannt.

Externer Link:
Website des Interamerikanischen Gerichtshofs für Menschenrechte (spanisch und englisch) (Externer Link)

Der Zwischenstaatliche Sachverständigenrat für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) ist ein wissenschaftliches Gremium, das aktuelle Informationen der weltweiten Klimaforschung sammelt und bewertet. Der IPCC präsentiert regelmäßig in Berichten und Stellungnahmen seine Einschätzungen zu den Folgen des Klimawandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) auf Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft sowie Strategien zur Reaktion darauf. Seine Arbeiten dienen auch als Grundlage für die internationalen Klimaverhandlungen.

Der IPCC wurde 1988 von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) und dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) ins Leben gerufen. Er steht allen Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zur Mitwirkung und als Beratungsgremium offen.

Externer Link: Intergovernmental Panel on Climate Change (englisch) (Externer Link)

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Thema: Klimawandel und Entwicklung

Entwicklungsorientierte Agrarforschung hat für die Ernährungssicherung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), den Ressourcenschutz und die Anpassung an den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) eine herausragende Bedeutung. Sie trägt maßgeblich dazu bei, die Erträge wichtiger Kulturpflanzen zu steigern, angepasste Verfahren im Umgang mit Wasser und Boden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu entwickeln, geeignete Anbaumethoden für Standorte mit ungünstigen naturräumlichen Bedingungen zu erproben und eine wirtschaftlich effiziente Agrarvermarktung zur Steigerung ländlicher Einkommen zu unterstützen. Darüber hinaus leistet die Agrarforschung einen wichtigen Beitrag zur Sicherung der Agrobiodiversität (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), indem sie Genbanken aufbaut und pflegt und damit den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) einen kostenlosen Zugang zu genetischen Ressourcen verschafft.

Über bilaterale Kooperationsverträge fördert das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) die Arbeit von internationalen Agrarforschungszentren. Zudem werden deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, insbesondere Nachwuchskräfte, mit verschiedenen Förderprogrammen dabei unterstützt, an internationalen Forschungseinrichtungen zu arbeiten.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement im Bereich der internationalen Agrarforschung finden Sie hier.

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Stichwort: Globale Forschungspartnerschaft für eine ernährungssichere Zukunft (CGIAR) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)
Stichwort: Ländliche Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Internationale Arbeitsorganisation (International Labour Organization, ILO) ist die älteste Sonderorganisation der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie wurde 1919 gegründet. Als einzige UN-Organisation setzt sie sich nicht ausschließlich aus Staaten zusammen. Neben den Regierungen der Mitgliedsstaaten gehören ihr auch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen an.

Zu den wesentlichen Aufgaben der ILO gehören die Normensetzung, die Überwachung der Einhaltung der ILO-Normen in den Mitgliedsstaaten, die technische Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern sowie die Verbreitung von Informationen und Forschungsergebnissen. Seit ihrer Gründung werden von der ILO internationale Arbeitsstandards in Form von Übereinkommen und Empfehlungen ausgearbeitet und auf den internationalen Arbeitskonferenzen verabschiedet.

Externer Link: Website der ILO  (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstandards (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (International Bank for Reconstruction and Development, IBRD) wurde 1944 auf der Konferenz von Bretton Woods (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als Teil der Weltbankgruppe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gegründet. Eine der Hauptaufgaben der IBRD ist es, die wirtschaftliche Entwicklung in Ländern mit mittlerem Einkommen und in kreditwürdigen armen Ländern zu fördern. Dazu vergibt sie Kredite zu marktähnlichen Konditionen.

Deutschland gehört der IBRD seit 1952 an.

Externer Link: Informationen zur IBRD auf der Website der Weltbankgruppe (englisch) (Externer Link)

Die für die ärmsten Länder der Welt zuständige Internationale Entwicklungsorganisation (International Development Association, IDA) ist Teil der Weltbankgruppe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und spielt eine Schlüsselrolle bei der weltweiten Armutsbekämpfung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie ist in rechtlicher und finanzieller Hinsicht selbstständig, wird jedoch vom Personal der Internationalen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) verwaltet. Die IDA verfolgt die gleiche Zielsetzung wie die IBRD, gewährt ihre Kredite jedoch zu weitaus günstigeren Bedingungen und vergibt außerdem Zuschüsse.

Deutschland gehört zu den wichtigsten Gebern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Internationalen Entwicklungsorganisation.

Externer Link: Website der IDA (englisch) (Externer Link)

Die Internationale Finanz-Corporation (International Finance Corporation, IFC) ist Teil der Weltbankgruppe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Sie hat die Aufgabe, die Privatwirtschaft in Entwicklungs- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Schwellenländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu fördern. Dazu bietet sie Kredite, Eigenkapitalbeteiligungen, Garantien und eine Reihe innovativer Finanzierungsprodukte zu kommerziellen Bedingungen an. Ergänzend berät die IFC Regierungen und Firmen zu Fragen der Wirtschafts- und Unternehmensentwicklung. Die IFC nimmt international eine Führungsrolle bei der Erarbeitung und Umsetzung von Sozial- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Umweltstandards (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ein.

Deutschland ist Gründungsmitglied der Internationalen Finanz-Corporation.

Externer Link: Website der IFC (englisch) (Externer Link)

Die Internationale Föderation geplanter Elternschaft (International Planned Parenthood Federation, IPPF) ist ein weltweiter Dachverband von unabhängigen Mitgliedsorganisationen, die sich in mehr als 140 Ländern für die Verbesserung der sexuellen und reproduktiven Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Durchsetzung und Verankerung der zugrunde liegenden Rechte und für die Verbesserung des Zugangs zu entsprechenden Diensten vor allem für arme, benachteiligte und unterversorgte Bevölkerungsgruppen einsetzen.

Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützt die Organisation seit Jahrzehnten sowohl mit freiwilligen Beiträgen zum Kernbudget als auch zusätzlich mit Treuhandmitteln für die Finanzierung einzelner Projekte.

Externer Link: Website der IPPF (englisch) (Externer Link)

InWEnt, die Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, gibt es seit 1. Januar 2011 nicht mehr. Sie ist – gemeinsam mit dem Deutschen Entwicklungsdienst (DED (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) – in der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) aufgegangen.

InWEnt war eine Organisation für Personalentwicklung, Weiterbildung und Dialog. Sie entstand 2002 durch die Fusion der Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG) und der Deutschen Stiftung für internationale Entwicklung (DSE).

Der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (International Fund for Agricultural Development, IFAD) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und spezialisiert auf die Armutsbekämpfung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in ländlichen Gebieten. Dazu vergibt er zinsgünstige Kredite an Entwicklungsländer. Deutschland ist eines der Gründungsmitglieder des IFAD und zählt zu den größten Gebern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) des Fonds.

Externer Link: Website des IFAD (englisch) (Externer Link)

Der 1946 geschaffene Internationale Gerichtshof (IGH) hat seinen Sitz in Den Haag (Niederlande). Er ist das wichtigste Rechtsprechungsorgan der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Vor dem Internationalen Gerichtshof werden zwischenstaatliche Streitigkeiten verhandelt – sofern sich alle beteiligten Staaten der Gerichtsbarkeit des IGH unterwerfen. Außerdem erstellt der Gerichtshof Rechtsgutachten zu völkerrechtlichen Fragen für die Vereinten Nationen und ihre Sonderorganisationen.

Damit unterschiedliche Rechtskulturen und -systeme in ihm vertreten sind, setzt sich der IGH aus 15 Richterinnen und Richtern zusammen, die aus 15 verschiedenen Ländern kommen. Alle drei Jahre wird ein Drittel der Mitglieder von der Generalversammlung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und dem Sicherheitsrat (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen neu gewählt, die Amtszeit der Richterinnen und Richter beträgt neun Jahre.

Externer Link: Internationaler Gerichtshof (englisch) (Externer Link)

Der Internationale Pakt über bürgerliche und politische Rechte wurde am 16.12.1966 gemeinsam mit dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Sozialpakt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedet. Der sogenannte Zivilpakt garantiert die klassischen Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Grundfreiheiten, darunter das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, der Schutz vor Folter, Sklaverei sowie staatlicher oder gerichtlicher Willkür, die Gleichberechtigung von Mann und Frau und das Recht auf Gedanken-, Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Als Kontrollorgan überwacht der UN-Menschenrechtsausschuss (Externer Link) die Einhaltung des Pakts. Alle Staaten, die den Zivilpakt unterzeichnet haben, müssen dem Ausschuss regelmäßig Bericht darüber erstatten, wie sie das Abkommen umsetzen.

Fakultativprotokolle

Ergänzt wird der Zivilpakt durch zwei Fakultativprotokolle. Das erste sieht die Möglichkeit der Individualbeschwerde vor: Personen, die sich in ihren bürgerlichen oder politischen Rechten verletzt sehen und den nationalen Rechtsweg erfolglos durchlaufen haben, können Beschwerde beim UN-Menschenrechtsausschuss einlegen. Im zweiten Zusatzprotokoll haben sich die Staaten vertraglich zur Abschaffung der Todesstrafe verpflichtet.

Der Zivilpakt wurde bislang von 173 Staaten ratifiziert, das erste Fakultativprotokoll von 116, das zweite von 88 Staaten (Stand: März 2021). Die Bundesrepublik Deutschland hat sowohl den Zivilpakt als auch die beiden Zusatzprotokolle in deutsches Recht übernommen.

Externe Links:
Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte, 1966 (PDF 79 KB) (Externer Link)
Erstes Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte, 1966 (PDF 42 KB) (Externer Link)
Zweites Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte zur Abschaffung der Todesstrafe, 1989 (PDF 33 KB) (Externer Link)

Der Internationale Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte wurde am 16.12.1966 gemeinsam mit dem Internationalen Pakt über bürgerliche und politische Rechte (Zivilpakt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) von der Generalversammlung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedet.

Der sogenannte Sozialpakt enthält wichtige

  • wirtschaftliche Rechte,
    etwa das Recht, einer Einkommen schaffenden Tätigkeit nachzugehen (Recht auf Arbeit), das Recht auf sichere und gesunde Arbeitsbedingungen, die Gewerkschaftsfreiheit und das Streikrecht,
  • soziale Rechte
    wie den Schutz der Familie, das Recht auf soziale Sicherheit und das Recht auf einen angemessenen Lebensstandard (Unterkunft, Nahrung, Gesundheit, Wasser- und Sanitärversorgung) sowie
  • kulturelle Rechte
    wie das Recht auf Bildung, das Recht auf Teilnahme am kulturellen Leben und auf Schutz des geistigen Eigentums.

Im Dezember 2008 verabschiedete die UN-Generalversammlung ein Zusatzprotokoll zum Sozialpakt, das bei Rechtsverletzungen individuelle Beschwerden ermöglicht. Es trat 2013 in Kraft.

Die Einhaltung des Sozialpakts wird durch den UN-Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (Externer Link) überwacht, dem die Vertragsstaaten regelmäßig Umsetzungsberichte vorlegen müssen.

Der Sozialpakt wurde bislang von 171 Staaten ratifiziert, das Fakultativprotokoll von 26 Staaten. Die Bundesrepublik Deutschland hat den Sozialpakt 1973 ratifiziert, das Zusatzprotokoll wurde bisher nicht unterzeichnet (Stand: März 2021).

Externe Links:
Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, 1966 (PDF 34 KB) (Externer Link)
Fakultativprotokoll zum Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, 2008 (PDF 545 KB) (Externer Link)

Der Internationale Strafgerichtshof (IStGH) im niederländischen Den Haag ist seit 2003 für die Verfolgung besonders schwerer Straftaten wie Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen zuständig. Der IStGH soll dazu beitragen, das humanitäre Völkerrecht und das internationale Völkerstrafrecht wirksamer durchzusetzen und gravierende Lücken bei der Strafverfolgung zu schließen.

Das Mandat des IStGH erlaubt es nur, die strafrechtliche Verantwortlichkeit von Individuen festzustellen, nicht von Staaten. Der Gerichtshof wird nur dann tätig, wenn die nationalen Strafverfolgungsbehörden nicht willens oder nicht in der Lage sind, entsprechende Verbrechen zu verfolgen. Einige Staaten lehnen den IStGH ab, weil sie Eingriffe in die eigene staatliche Souveränität befürchten. So erkennen die USA, Russland und China die Legitimität des Gerichtshofs nicht an. Deutschland spricht sich für eine universelle Anerkennung des IStGH aus.

Externer Link: Internationaler Strafgerichtshof (englisch) (Externer Link)

Der Internationale Währungsfonds (IWF, englisch: International Monetary Fund, IMF) wurde im Juli 1944 auf der Währungs- und Finanzkonferenz der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen in Bretton Woods (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (USA) zusammen mit der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) gegründet. Er ist seit 1947 eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen. 

Der IWF hat die Aufgabe, die Stabilität des internationalen Finanzsystems zu stärken, die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik zu fördern, das Wachstum des Welthandels zu erleichtern sowie seinen Mitgliedern in Währungs- und Finanzkrisen durch Kredite zu helfen.

Externer Link: Website des IWF (Externer Link)

Für den Schutz von Flüchtlingen bestehen umfassende völkerrechtliche Regelungen. Die wichtigsten sind die Genfer Flüchtlingskonvention (Externer Link) von 1951 und das dazugehörige Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (Externer Link) von 1967 und das Recht auf Asyl (Externer Link), das in Artikel 14 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 definiert ist, aber nicht eingeklagt werden kann, weil die Allgemeine Erklärung der Menschenechte keinen völkerrechtlich bindenden Status hat. Daneben gibt es verschiedene regionale Instrumente.

Das gegenwärtige Ausmaß der Fluchtbewegungen, die ungleiche Verteilung der Flüchtlinge und die damit einhergehende Überlastung von Aufnahmeländern ist eine große Herausforderung für die Umsetzung des völkerrechtlich verbürgten Flüchtlingsschutzes.

Das Internationale Handelszentrum (International Trade Centre, ITC) ist ein gemeinsames Organ der Welthandelsorganisation (WTO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und der Welthandels- und Entwicklungskonferenz (UNCTAD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Ziel des Handelszentrums ist, Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bei der Förderung ihres Außenhandels zu unterstützen. Hauptzielgruppe ist die Privatwirtschaft. Zu den Aufgaben des des Internationalen Handelszentrums zählen die Stärkung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen, die Unterstützung und Beratung von Handelskammern und Handelsagenturen sowie die Beratung von Politik und Verwaltung.

Externer Link: Website des Internationalen Handelszentrums (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Welthandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Das Internationale Zentrum für die Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (International Centre for Settlement of Investment Disputes, ICSID) ist eine unabhängige Einrichtung innerhalb der Weltbankgruppe (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Seine Aufgabe ist die Schlichtung von Investitionsstreitigkeiten zwischen Regierungen und ausländischen Investoren. Außerdem übernimmt das ICSID im Zusammenhang mit den gesetzlichen Bestimmungen für Auslandsinvestitionen auch Beratungsdienste, Forschungs- und Publikationsaufgaben.

Die Bundesrepublik Deutschland ist seit der Gründung des ICSID im Jahre 1966 Mitglied.

Externer Link: Website des ICSID (englisch) (Externer Link)

Die Karibische Entwicklungsbank (Caribbean Development Bank, CDB) ist eine regionale Entwicklungsbank. Sie vergibt ihre Darlehen zu marktnahen Konditionen aus dem ordentlichen Kapital der Bank sowie Zuschüsse aus dem Special Development Fund (SDF). Außerdem vermittelt sie unentgeltliche technische Hilfe. Die Kredite der Bank dienen der nachhaltigen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region.

Externer Link: Website der CDB (englisch) (Externer Link)

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Stichwort: Regionale Entwicklungsbanken (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die Karibische Gemeinschaft (Caribbean Community, CARICOM) ist ein Zusammenschluss karibischer Staaten zur Verbesserung der politischen und wirtschaftlichen Zusammenarbeit. Wichtige Pfeiler der regionalen Integration sind die Themen Wirtschaft/gemeinsamer Markt, Koordinierung der Außenpolitik, menschliche und soziale Entwicklung und Sicherheit. 

Folgende 15 Staaten bilden die Karibische Gemeinschaft (Stand: Mai 2020): Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Dominica, Grenada, Guyana, Haiti, Jamaika, Montserrat, Saint Lucia, Saint Kitts und Nevis, Saint Vincent und die Grenadinen, Suriname sowie Trinidad und Tobago. Die britischen Überseegebiete Anguilla, Bermuda, Britische Jungferninseln, Caymaninseln sowie Turks- und Caicosinseln sind assoziierte Mitglieder der CARICOM.

Externer Link: Website der Karibischen Gemeinschaft (englisch) (Externer Link)

Zusätzlich zu den Grundrechten, die in den internationalen Menschenrechtsverträgen festgelegt sind, setzen die Arbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) universelle Mindeststandards für menschenwürdige Arbeit. Sie sind unabhängig vom Entwicklungsstand eines Landes gültig und umfassen die vier Bereiche Vereinigungsfreiheit, Verbot der Diskriminierung in Beschäftigung und Beruf, Abschaffung der Kinderarbeit und Beseitigung der Zwangsarbeit. Diese Grundprinzipien wurden in acht Übereinkommen, den sogenannten Kernarbeitsnormen, festgehalten.

Externer Link:
Kernarbeitsnormen der Internationen Arbeitsorganisation (ILO) (Externer Link)

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Stichwort: Übereinkommen über das Verbot und unverzügliche Maßnahmen zur Beseitigung der schlimmsten Formen der Kinderarbeit (ILO-Konvention 182) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Die KfW Entwicklungsbank gehört zu den Durchführungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Innerhalb der KfW-Bankengruppe ist sie für die finanzielle Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verantwortlich. Sie setzt da an, wo langfristiges Kapital fehlt und wo der Markt versagt oder noch nicht hinreichend funktioniert.

Im Auftrag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) unterstützt die KfW Entwicklungsbank ihre Partner dabei, eine wirtschaftlich tragfähige und sozial gerechte Entwicklung einzuleiten. Sie fördert Investitionen in die Infrastruktur, in Finanzsysteme (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und in den Umweltschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), zum Beispiel in die Ressourcensicherung. Durch den Aufbau von leistungsfähigen Finanzsystemen, die kleinen und mittleren Unternehmen neue Chancen bieten, werden Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen. In Krisenregionen trägt die KfW zum Beispiel mit Investitionen in Beschäftigungsprogramme zur Stabilisierung des sozialen Umfelds bei.

Externer Link: Website der KfW Entwicklungsbank (Externer Link)

Zusätzlich zu den allgemeinen Menschenrechten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die allen Menschen unabhängig vom Alter zustehen (zum Beispiel Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) oder Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), gibt es spezielle Kinder- und Jugendrechte. Sie wurden 1989 in der Kinderrechtskonvention (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) völkerrechtlich verbindlich formuliert. Dazu zählen beispielsweise das Recht auf eine gewaltfreie Erziehung, das Recht auf Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung sowie das Recht auf Schutz im Krieg und auf der Flucht.

Der Einsatz für die Rechte der Kinder ist eine zentrale Aufgabe der Entwicklungspolitik. Das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) engagiert sich insbesondere in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Umwelt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Außerdem beteiligt es sich aktiv am Kampf gegen Kinderarbeit, den Einsatz von Kindersoldaten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie gegen Kinderhandel, sexuelle Gewalt und weibliche Genitalverstümmelung.

Ausführliche Informationen zum entwicklungspolitischen Einsatz für die Kinder- und Jugendrechte finden Sie hier.

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Das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (United Nations Children's Fund, UNICEF) arbeitet seit 1946 für das Wohl der Kinder. Es handelt auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention von 1989, die die Mitgliedsstaaten verpflichtet, das Überleben der Kinder zu schützen, ihre Entwicklung zu fördern, sie vor Missbrauch und Gewalt zu schützen und sie an wichtigen Entscheidungen zu beteiligen. Die Arbeit von UNICEF orientiert sich an den Forderungen des Weltkindergipfels von New York (2002) sowie an den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Schwerpunkte der Arbeit von UNICEF sind Kinderrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Nothilfe- und Entwicklungsmaßnahmen.

Die Bundesregierung unterstützt UNICEF zum einen mit einem freiwilligen Regelbeitrag, zum anderen durch die Bereitstellung projektbezogener Mittel, etwa für Bildungs- und Gesundheitsprojekte. Seit 2012 ist das BMZ innerhalb der Bundesregierung federführend für die Zusammenarbeit mit UNICEF zuständig.

Weitere Informationen über die Zusammenarbeit von BMZ und UNICEF finden Sie hier.

Externe Links:
Deutsches Komitee für UNICEF (Externer Link)  
Internationale Website von UNICEF (englisch) (Externer Link)

Laut Schätzungen werden weltweit etwa 250.000 Minderjährige von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kindersoldatinnen und -soldaten missbraucht. Viele von ihnen werden zu Gräueltaten gezwungen.

Kinder sind anspruchsloser und billiger als erwachsene Soldaten, sie sind leichter zu manipulieren und können sich kaum wehren. Oft werden Kinder mit Gewalt zum Kämpfen gezwungen, viele schließen sich aber auch aufgrund von Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Perspektivlosigkeit freiwillig einer Armee oder bewaffneten Gruppe an. Kin­der­sol­da­tin­nen lei­den be­son­ders, sie wer­den häu­fig Op­fer se­xu­alisierter Ge­walt, vie­le müs­sen Zwangs­ehen mit Kämp­fern ein­ge­hen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit den betroffenen Partnerländern hat die Aufgabe, mit gezielten Maßnahmen die gesellschaftliche Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldatinnen und -soldaten zu fördern. Um ihnen eine Lebensperspektive jenseits von Krieg und Gewalt zu ermöglichen, erhalten die Kinder und Jugendlichen eine Schul- und Berufsausbildung, Unterstützung bei der Jobsuche und Zugang zur Gesundheitsfürsorge.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement für Kinder in bewaffneten Konflikten finden Sie hier.

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Das "Übereinkommen von Paris" wurde am 12. Dezember 2015 auf der Weltklimakonferenz in der französischen Hauptstadt beschlossen. Im Sinne der kurz zuvor verabschiedeten Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verpflichteten sich mit diesem Übereinkommen 195 Staaten, den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) einzudämmen und die Weltwirtschaft klimafreundlich umzugestalten.

Konkret heißt es in dem Abkommen, dass der weltweite Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad Celsius, auf jeden Fall aber auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter beschränkt werden soll. Nur so könne eine gegenüber den Folgen des Klimawandels widerstandsfähige Entwicklung gewährleistet werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, dürfen in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts nicht mehr klimaschädliche Gase (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ausgestoßen werden, als der Atmosphäre durch sogenannte Kohlenstoffsenken, also etwa Wälder, entzogen werden. Diese "Treibhausgas-Neutralität" kann nur erreicht werden, wenn die Weltwirtschaft schnell und konsequent deutlich weniger Kohlenstoff freisetzt ("Dekarbonisierung"). Eine billionenschwere Umlenkung der globalen Finanzströme in nachhaltige (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Investitionen – eines der langfristigen Ziele des Übereinkommens von Paris – ist hierzu Voraussetzung.

Alle Staaten in der Pflicht

Das Klimaabkommen regelt auch, dass Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) finanziell sowie durch Wissens- und Technologietransfer dabei unterstützt werden, ihre Maßnahmen zum Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu verwirklichen.

Anders als das 2020 auslaufende Kyoto-Protokoll (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), das nur wenige Industriestaaten dazu verpflichtete, ihre Emissionen zu senken, bindet das Klimaabkommen von Paris alle Staaten der Erde ein. Sie haben sich völkerrechtlich verpflichtet, einen nationalen Klimabeitrag (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (englisch: Nationally Determined Contribution, NDC) und konkrete Schritte zu seiner Umsetzung zu erarbeiten. Über die Fortschritte ihrer Bemühungen müssen die Staaten regelmäßig berichten.

Das Übereinkommen von Paris trat nach einem außergewöhnlich schnellen Ratifizierungsprozess im November 2016 in Kraft. Ende 2018 verabschiedete die Staatengemeinschaft ein umfassendes Regelwerk, das die Umsetzung des Übereinkommens im Detail festlegt. Die USA kündigten Mitte 2017 ihren Austritt aus dem Klimaabkommen zum Jahr 2020 an, die offizielle Kündigung erfolgte im November 2019.

Ausführliche Informationen zum Thema Klimawandel und Entwicklung finden Sie hier.

Die deutsche Version des Klimaabkommens von Paris finden Sie hier (Externer Link) (PDF 231 KB).

Die verschiedenen Facetten der Klimamigration beinhalten Vertreibungen durch Naturkatastrophen, (freiwillige) Migrationsentscheidungen aufgrund von Auswirkungen des Klimawandels sowie geplante und freiwillige Umsiedlungen. Um Klimamigration zu beschreiben, wird in der Fachdiskussionen häufig der Begriff "klimawandelbedingte menschliche Mobilität" verwendet. Meistens findet klimabedingte Migration innerhalb eines Landes statt, teilweise aber auch über Grenzen hinweg.

Der Status von "Klimamigrantinnen und -migranten" ist weitgehend noch undefiniert. Es gibt bislang keine internationale Rechtsgrundlage, auf die sich Menschen berufen könnten, die aufgrund der Folgen des Klimawandels ihr Herkunftsland verlassen müssen oder sich angesichts der absehbaren Folgen dafür entscheiden zu migrieren.

Die Genfer Flüchtlingskonvention (Externer Link) lässt sich nicht auf Klimamigrantinnen und Klimamigranten anwenden. Es gibt jedoch politische Initiativen, die die Situation dieser Migrantinnen und Migranten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ändern wollen – zum Beispiel die Protection Agenda (Externer Link) der Nansen-Initiative (Externer Link). Sie wurde 2015 von 109 Ländern gebilligt und hat das Ziel, den Schutz von "Klimamigrantinnen und -migranten" auf nationaler und regionaler Ebene sicherzustellen.

Zur Umsetzung der Protection Agenda wurde die Initiative Platform on Disaster Displacement (Externer Link) (PDD) ins Leben gerufen, bei der sich Deutschland aktiv einbringt.

Auch Umweltveränderungen und Naturkatastrophen, die nicht durch den Klimawandel verursacht werden, können Menschen dazu bringen, ihre Heimat zu verlassen. Der Begriff “Umweltmigration“ fasst sämtliche Migrationsbewegungen zusammen, in denen geänderte Umweltbedingungen entscheidend für die Migration sind.

Der Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) hat globale Auswirkungen: Alle Staaten müssen aktiv werden, um den Ausstoß von Treibhausgasen zu senken und der weiteren Erderwärmung Einhalt zu gebieten. Mit der Konvention der Vereinten Nationen über den Klimawandel (1992), dem Kyoto-Protokoll (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (1997) und dem Klimaabkommen von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (2015) hat die Staatengemeinschaft wichtige Regelwerke zum Klimaschutz geschaffen.

Im 2015 in Paris verabschiedeten Klimaabkommen wurde das Ziel formuliert, den weltweiten Temperaturanstieg auf deutlich unter zwei Grad Celsius und möglichst auf unter 1,5 Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu beschränken. Damit dieses ehrgeizige Ziel erreicht werden kann, ist ein tiefgreifender technischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Wandel hin zu einer kohlenstoffarmen und klimafreundlichen Wirtschaft erforderlich ("Dekarbonisierung"). Der Ausstoß von Treibhausgasen in den Bereichen Energie, Stadtentwicklung, Verkehr sowie Land- und Forstwirtschaft muss schnellstmöglich gemindert werden. Dafür muss insbesondere die Nutzung erneuerbarer Energien (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) massiv ausgebaut werden.

Deutschland hat seine Beiträge zur Finanzierung der erforderlichen Maßnahmen in den vergangenen Jahren erheblich gesteigert. Allein im Jahr 2018 sagte die Bundesregierung Haushaltsmittel in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro für Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen zu. Mehr als 80 Prozent dieser Mittel kamen aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)).

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zum Klimaschutz finden Sie hier.

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Seit Beginn der Industrialisierung um 1800 wurden die Verbrennung von Kohle, Gas und Öl, die Abholzung von Wäldern und die Massentierhaltung enorm ausgeweitet. Dadurch hat der Ausstoß von Treibhausgasen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zugenommen, die als Verursacher für die Erwärmung der Erde gelten. Inzwischen ist die globale Durchschnittstemperatur deutlich angestiegen. Dies hat unterschiedliche Auswirkungen auf die Regionen der Erde – etwa schmelzende Gletscher, steigende Meeresspiegel, zunehmende Extremwetterereignisse und veränderte Ökosysteme.

Bislang haben die Industrieländer den größten Anteil der Energieträger Erdöl, Kohle und Gas verbraucht. Sie sind damit aus historischer Sicht hauptverantwortlich für den Klimawandel. In Zukunft werden jedoch auch die Entwicklungs- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und insbesondere die Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu den größten Produzenten von Treibhausgasen gehören. Gleichzeitig werden sie in besonderem Maße von den unmittelbaren Folgen des Klimawandels betroffen sein – von häufigeren Wetterextremen und Naturkatastrophen wie Dürren und Überflutungen, zunehmender Trinkwasserknappheit und von einem beschleunigten Artensterben.

Es besteht weltweit Einvernehmen darüber, dass die globale Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad Celsius im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter begrenzt werden muss, um die schlimmsten Folgen des Klimawandels abzuwenden. Dazu ist internationale Zusammenarbeit beim Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) notwendig.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zum Klimaschutz finden Sie hier.

In der Politik steht Kohärenz (lateinisch: cohaerere = zusammenhängen) für Abstimmung, etwa wenn verschiedene Ministerien innerhalb einer Regierung oder die Mitgliedsstaaten der EU ihre Politik aufeinander abstimmen, um eine einheitliche Linie zu gewährleisten und die gewünschte Wirkung zu erzielen. In der entwicklungspolitischen Diskussion wird das Wort Kohärenz auch so verstanden, dass alle Politikbereiche eine Mitverantwortung für Entwicklung tragen. In diesem Sinne wird auch von Politikkohärenz für Entwicklung (englisch: Policy Coherence for Development, PCD) gesprochen. 

So soll beispielsweise die Agrarpolitik Maßnahmen vermeiden, die entwicklungspolitische Ziele beeinträchtigen könnten. Sie soll, wo möglich, die Ziele der Entwicklungspolitik ergänzen und unterstützen oder zumindest nicht negativ beeinflussen. Das gleiche gilt für alle Politikfelder, in denen die Entscheidungen der Geberländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) das Leben der Menschen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) beeinflussen.

Politikkohärenz für Entwicklung ist wichtig, damit entwicklungspolitische Maßnahmen nachhaltig (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wirken können. Die Verbesserung der Kohärenz ist daher ein zentrales Ziel der Entwicklungspolitik.

Kolping International ist ein katholischer Sozialverband, der 1850 durch den Priester und Sozialreformer Adolph Kolping gegründet wurde. Die rund 400.000 Mitglieder sind in mehr als 8.300 Kolpingsfamilien in über 60 Ländern organisiert. Über die verbandseigene Fachorganisation Kolping International Cooperation betreibt der Verband Entwicklungsprojekte in Afrika, Asien, Lateinamerika und Mittel- und Osteuropa.

Kolping International arbeitet nach dem Prinzip der aktiven "Hilfe zur Selbsthilfe". Das Engagement reicht von Hausbauprojekten für arme Familien über Ausbildungsplätze für Jugendliche und Kleinkredite für Handwerker bis hin zu medizinischer Betreuung und zur Unterstützung für Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Waisen.

Externer Link: Website von Kolping International (Externer Link)

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Stichwort: Sozialstrukturträger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)

Ein wichtiges Ziel der deutschen Entwicklungspolitik ist es, den Partnerländern im Krisenfall zu helfen, Konflikte gewaltfrei zu beenden. Entsprechende Maßnahmen tragen dazu bei, die Lage zu entschärfen und gemeinsam mit Entscheidungsträgern in Politik, Staat und Gesellschaft friedliche Lösungen zu entwickeln. Bei der Konfliktbewältigung setzt das BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) hauptsächlich Instrumente der technischen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ein. So werden zum Beispiel Regierungen bei der Umsetzung von Reformen beraten und lokale Friedensprojekte gefördert.

Ausführliche Informationen über BMZ-Aktivitäten zur Konfliktbewältigung finden Sie hier.

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Die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) ist nach dem CDU-Politiker und ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Konrad Adenauer, benannt. Sie steht der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU) nahe und setzt sich national und international durch politische Bildung für Frieden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Freiheit und Gerechtigkeit ein. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind die Festigung der Demokratie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), die Förderung der europäischen Einigung, die Intensivierung der transatlantischen Beziehungen und die entwicklungspolitische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Website der Konrad-Adenauer-Stiftung (Externer Link)

Am 12. Januar 1951 trat die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (Convention on the Prevention and Punishment of the Crime of Genocide) in Kraft. Sie ist eines der ersten Menschenrechtsabkommen der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und gilt als Reaktion auf den nationalsozialistischen Völkermord an europäischen Juden. Inzwischen haben 152 Staaten das Vertragswerk ratifiziert (Stand: März 2021). Die Bundesrepublik Deutschland trat dem Abkommen 1954 bei, die Deutsche Demokratische Republik 1973.

Als Völkermord definiert werden Handlungen, die in der Absicht begangen werden, „eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als solche ganz oder teilweise zu zerstören“.

Seit 2002 können schwere Menschenrechtsverletzungen wie Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord vor dem Internationalen Strafgerichtshof (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verhandelt werden.

Externer Link: Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes (PDF 818 KB) (Externer Link)

Fast 200 Millionen Menschen haben ihr Geburtsland verlassen, um in einem anderen Land Arbeit zu finden. Arbeitsmigrantinnen und -migranten, insbesondere aus Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), sind oft mit Menschenrechtsverletzungen konfrontiert. Im Heimatland wird ihre Notlage zum Beispiel von Menschenhändlern und -schmugglern ausgenutzt. Im Zielland werden sie häufig ausgebeutet, weil sie die dortige Sprache und Rechtsordnung nicht kennen oder weil die Rechtsordnung Migrantinnen und Migranten in ihren Rechten diskriminiert.

Um den Herausforderungen grenzübergreifender Migration gerecht zu werden und den Schutz dieser besonders verletzlichen Personengruppe zu gewährleisten, verabschiedete die Generalversammlung der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) 1990 die Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen. Sie trat 2003 in Kraft, 56 Staaten, die meisten davon Entwicklungsländer, haben sie bislang ratifiziert (Stand: März 2021).

Die Konvention schützt „jede Person, die in einem Staat, dessen Staatsangehörigkeit sie nicht hat, eine Tätigkeit gegen Entgelt ausüben wird, ausübt oder ausgeübt hat“. Sie schreibt die Gewährleistung gewisser Grundrechte für alle Migrantinnen und Migranten fest, also auch für Menschen, die sich illegal in einem Land aufhalten.

Externer Link:
Internationale Konvention zum Schutz der Rechte aller Wanderarbeitnehmer und ihrer Familienangehörigen (PDF 157) (Externer Link)

Korruption ist der Missbrauch von anvertrauter Macht zum privaten Nutzen oder Vorteil. Durch Korruption werden öffentliche Gelder verschwendet, statt mit ihnen nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) im Interesse aller Bevölkerungsgruppen zu fördern. Korruption hemmt Entwicklung und trägt zu andauernder Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bei. Gleichzeitig untergräbt sie die Wirksamkeit von Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die Prävention und Bekämpfung von Korruption ist deshalb ein zentrales Anliegen der deutschen Entwicklungspolitik.

Seit 1997 werden in allen Regierungsverhandlungen Antikorruptionsvereinbarungen mit den Partnerländern geschlossen. Es gilt das Null-Toleranz-Prinzip: Droht der Missbrauch deutscher Entwicklungsgelder, kann ihre Auszahlung gestoppt werden.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement zur Bekämpfung der Korruption finden Sie hier.

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Gewalt zu verhindern, bevor sie ausbricht, ist das Ziel der Krisenprävention. Voraussetzung ist, die Faktoren zu erkennen, die zu Konflikten führen können – zum Beispiel übermäßig große soziale Unterschiede, die ungerechte Verteilung knapper Ressourcen oder die Missachtung der Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Wichtige Arbeitsfelder der Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sind in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Förderung guter Regierungsführung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Umwelt- und Ressourcenschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Wirtschaftsförderung sowie die Stärkung der Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Ausführliche Informationen zur Rolle der Entwicklungszusammenarbeit bei der Krisenprävention finden Sie hier.

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1992 verabschiedete die internationale Staatengemeinschaft bei der UN-Konferenz für Umwelt und Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Rio de Janeiro das erste völkerrechtlich verbindliche Abkommen zum Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (United Nations Framework Convention on Climate Change, UNFCCC).

1997 trafen sich die Vertragsstaaten in der japanischen Stadt Kyoto, um über die konkrete Umsetzung der Klimarahmenkonvention zu verhandeln. Als Ergebnis einigten sich die Teilnehmer auf das sogenannte Kyoto-Protokoll. Es war das bis dahin weitreichendste Umweltabkommen, das jemals unterzeichnet worden war, weil es auf alle Wirtschaftsbereiche konkrete Auswirkungen hatte. Nach einem zeitaufwendigen Ratifizierungsprozess trat das Kyoto-Protokoll im Februar 2005 in Kraft. Die USA haben es als einziger Industriestaat nicht ratifiziert.

Das zentrale Ziel des Kyoto-Protokolls bestand darin, den Ausstoß der sechs wichtigsten Treibhausgase (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu begrenzen. Im Zeitraum von 2008 bis 2012 sollte er im Durchschnitt um 5,2 Prozent im Vergleich zum Wert von 1990 gesenkt werden. Deutschland verpflichtete sich, seinen Treibhausgas-Ausstoß im genannten Zeitraum um 21 Prozent zu senken und hat dieses Ziel erreicht. 

Nach mehrjährigen Verhandlungsrunden einigten sich die Vertragsstaaten 2012 auf der Klimakonferenz in Doha (Katar) auf eine Verlängerung des Kyoto-Protokolls bis 2020. Allerdings nahmen nicht mehr alle Vertragsstaaten an dieser zweiten Verpflichtungsperiode teil. 

In Nachfolge des Kyoto-Protokolls wurde im Dezember 2015 das Klimaabkommen von Paris (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedet.

Ausführliche Informationen über das Thema Klimawandel und Entwicklung finden Sie hier.

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Die Entwicklung ländlicher Räume ist die Grundlage für die Reduzierung des Hungers (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und für die langfristige Sicherung der Welternährung. Die meisten armen und an Hunger leidenden Menschen auf der Welt leben in ländlichen Räumen. Landflucht, Raubbau an natürlichen Ressourcen und gewaltsame Konflikte haben in diesen Räumen vielerorts besorgniserregende Ausmaße angenommen. Der Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) stellt eine zusätzliche Herausforderung dar. Ländliche Räume bieten aber gleichzeitig enorme Potenziale, die lange nicht erkannt wurden: Neben Nahrungsmitteln werden Holz, Baumwolle, Energiepflanzen, Pflanzenöle und andere Grundstoffe produziert; ländliche Räume haben darüber hinaus wichtige Aufgaben beim Erhalt der biologischen Vielfalt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und beim Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) fördert diese Gebiete deshalb als Schlüsselräume für Entwicklung, Armutsreduzierung und Hungerbekämpfung.

Ausführliche Informationen über entwicklungspolitische Ansätze zur Entwicklung ländlicher Räume finden Sie hier.

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Die "am wenigsten entwickelte Länder" (englisch: Least Developed Countries, LDC) sind eine von den Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) definierte Gruppe besonders armer Entwicklungsländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Externer Link: Liste der LDC (englisch) (Externer Link)

Der Lebenslageansatz dient der Bewertung von Armut und fasst den Armutsbegriff weiter als der Ressourcenansatz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Neben dem Einkommen berücksichtigt er auch andere Aspekte, die für ein menschenwürdiges Leben nötig sind – zum Beispiel Bildungschancen, Lebensstandard, Selbstbestimmung, Rechtssicherheit, Einfluss auf politische Entscheidungen und vieles mehr. Um den Lebenslageansatz mit einer greifbaren und vergleichbaren Zahl erfassen zu können, errechnet das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) den Index der menschlichen Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (Human Development Index, HDI). Er beschreibt den Entwicklungsstand eines Landes anhand einer Skala, die von 0 bis 1 reicht. Indikatoren für den HDI sind unter anderem die Lebenserwartung bei der Geburt, die Alphabetisierungsrate, das Bildungsniveau und die reale Kaufkraft pro Kopf.

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Anfang März 2021 hat das Bundes­kabinett den Entwurf für ein Liefer­ketten­gesetz ver­ab­schiedet. Er war vom Bundes­minis­te­rium für wirt­schaft­liche Zu­sam­men­ar­beit und En­twick­lung  (BMZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) gemein­sam mit Bundes­minis­terium für Arbeit und Soziales (BMAS) und dem Bundes­minis­terium für Wirt­schaft und Energie (BMWi)  erarbeitet worden.

Das Gesetz soll

  • definieren, welche Pflichten Unter­nehmen beim Schutz von Menschen­rechten haben und wie sie diesen in ihren Liefer­ketten nach­kommen können,
  • Unternehmen dazu verpflichten, über ihre Anstrengungen Bericht zu erstatten,
  • die Rechte von Arbeiterinnen und Arbeitern vor Gericht stärken und einen Weg eröffnen, Schadens­ersatz­ansprüche in Deutsch­land geltend zu machen.

Um Rechts­sicher­heit, Trans­pa­renz und fairen Wett­bewerb zu schaffen, setzt sich Deutschland auch auf Ebene der Euro­päischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) für eine verbindliche Regelung unter­nehme­rischer Sorg­falts­pflichten ein.

Hintergrund

Durch die Globalisierung hat sich der Welt­handel weit verzweigt, ein Groß­teil der Produktion hat sich in Ent­wick­lungs­länder verlagert. Inzwischen machen globale Wert­schöpfungs­ketten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) rund 80 Prozent des Welt­handels aus.

Deutschland ist so intensiv in globale Liefer­ketten eingebunden wie kein anderes Land. Doch viele Menschen, die für Konsumenten in Deutschland Kleidung, Nahrungs­mittel oder elek­tro­ni­sche Geräte herstellen, leiden unter äußerst schlechten Arbeits­bedingungen. So werden zum Beispiel mehr als 70 Millionen Kinder auf Plantagen, in Minen und Stein­brüchen ausgebeutet.

Die Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die OECD (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) haben Vorschläge gemacht, wie Unter­nehmen in globalen Liefer­ketten ihre Sorg­falts­pflichten erfüllen sollten, um solche Miss­stände zu verhindern. In Deutsch­land hat die Bundes­regierung zunächst auf frei­williges Engage­ment der Privat­wirt­schaft gesetzt. Ein Monitoring hat jedoch ergeben, dass zu wenige Unternehmen ihre menschen­recht­lichen Sorg­falts­pflichten erfüllen. Daraufhin hat das BMZ gemeinsam mit dem Bundes­ministerium für Arbeit und Soziales Eck­punkte eines Liefer­ketten­gesetzes erarbeitet.

Ausführliche Informationen zum Thema Lieferketten finden Sie hier.

Die Abkürzung LSBTI steht für Lesben, Schwule, bisexuelle, transgender und intergeschlechtliche Menschen. Der Begriff wird vor allem in den Industrieländern und im thematischen Zusammenhang mit den Menschenrechten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) benutzt. Geläufig ist außerdem die englische Abkürzung LGBTI (lesbian, gay, bisexual, transgender and intersex).

Menschen mit einer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität, die nicht den gesellschaftlichen Mehrheitsnormen entspricht, werden in vielen Ländern rechtlich diskriminiert und gesellschaftlich ausgegrenzt. Sie sind zudem einem erhöhten Risiko von Gewalt ausgesetzt. Schätzungen gehen davon aus, dass sich mindestens zwei bis zehn Prozent der Bevölkerung der Gruppe der LSBTI-Personen zugehörig fühlen.

Das BMZ unterstützt zivilgesellschaftliche Organisationen, die sich für die Menschenrechte von LSBTI-Personen und gegen die Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung und Geschlechtsidentität einsetzen.

Hintergrund

Lesben und Schwule (auch als Homosexuelle bezeichnet) sind Menschen, die sich zum eigenen Geschlecht hingezogen fühlen. Bisexuelle Menschen fühlen sich sowohl von Männern als auch von Frauen sexuell angezogen. Seit Oktober 2017 besteht in Deutschland das Recht der Ehe für alle. Gleichgeschlechtliche Paare können nun wie heterosexuelle Paare die Ehe eingehen. 

Transsexuell, transgender oder auch nur trans ist ein Begriff für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Transsexuelle können sich als männlich oder weiblich identifizieren oder auch als außerhalb dieses auf zwei Geschlechter beschränkten Systems stehend.

Bei intersexuellen Menschen können die körperlichen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zugeordnet werden. In Deutschland haben intersexuelle Personen seit 2018 das Recht, ihr Geschlecht offiziell als "divers" eintragen zu lassen.

Mainstreaming (englisch, frei übersetzt: "zur Hauptströmung machen") bedeutet, dass eine bestimmte inhaltliche Vorgabe – also zum Beispiel die Integration von Menschen mit Behinderungen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – zu einem zentralen Bestandteil bei allen Entscheidungen und Prozessen gemacht wird und dass dabei die unterschiedlichen Lebenssituationen und Interessen aller Beteiligten umfassend berücksichtigt werden.

In der Entwicklungspolitik wird unter anderem in den Bereichen Gleichstellung der Geschlechter (Gender-Mainstreaming (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)), Integration von Menschen mit Behinderungen und Bekämpfung von HIV (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)/Aids (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ein Mainstreaming-Ansatz verfolgt.

Beispiel: Mainstreaming der HIV/Aids-Bekämpfung

Entwicklungsfaktoren wie Armut, Geschlechterungleichheit, mangelhafter Zugang zu öffentlichen Diensten, Migration und gesellschaftliche Instabilität sind zugleich Ursachen und Folgen von HIV-Infektionen. Um in einem Land die Aids-Pandemie erfolgreich bekämpfen zu können, ist eine nationale Strategie notwendig, die alle an der Entwicklung eines Landes beteiligten Akteure, Aktionsebenen und Sektoren einbezieht. Für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bedeutet dies, in einem gemeinsamen Prozess konkrete Schritte für die unterschiedlichen Sektoren zu vereinbaren und umzusetzen. So werden zum Beispiel in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft Arbeitsplatzprogramme aufgelegt, die zur Gesundheitsförderung und damit zum Erhalt der Arbeitskraft beitragen.

Nach Schätzungen leben weltweit über eine Milliarde Menschen mit Behinderungen, 80 Prozent von ihnen in Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Viele von ihnen sind vom politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben ausgeschlossen – ein Verstoß gegen ihre grundlegenden Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).

Die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) wurde 2006 von den Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) verabschiedet und trat 2008 in Kraft. Sie reduziert Menschen mit Behinderungen nicht auf ihre medizinischen Bedürfnisse, sondern formuliert eine "soziale" Definition von Behinderung. Demnach zeichnet sich Behinderung weniger durch individuelle Eigenschaften wie zum Beispiel körperliche Beeinträchtigungen aus, sondern vielmehr durch Barrieren in der Umwelt und durch negative Einstellungen bei den Mitmenschen.

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet mit Artikel 32 alle Vertragsstaaten, ihre Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) inklusiv zu gestalten, so dass auch Menschen mit Behinderungen Zugang zu Entwicklungsprogrammen haben und durch sie in ihren Rechten gefördert werden. Um das Armutsrisiko von Menschen mit Behinderungen zu mindern, werden in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit inklusive Ansätze unter anderem in den Bereichen Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Gesundheit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), soziale Sicherung (Lexikon-Eintrag zum Begrif