Steinerner Elefant mit Hibiskusblüten, Abbild der hinduistischen Gottheit Ganesha, Jakarta, Indonesien

Indonesien

Indonesien hat in den vergangenen 25 Jahren einen bedeutenden Demokratisierungsprozess durchlaufen. Im südostasiatischen Raum übernimmt das Land sowohl politisch als auch wirtschaftlich immer mehr Verantwortung. Indonesien ist Mitglied der Gruppe der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und gehört seit Anfang 2025 auch zu den BRICS-Staaten. Außerdem spielt Indonesien eine wichtige Rolle für den globalen Klimaschutz.

Bhinneka Tunggal Ika – Einheit in Vielfalt: Seit der Unabhängigkeitserklärung 1945 ziert dieser aus dem Sanskrit stammende Wahlspruch das Wappen der Republik Indonesien. Der Inselstaat hat die viertgrößte Bevölkerung der Welt. Die rund 283 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner gehören mehr als 300 verschiedenen Volksgruppen an.

Friedlicher Wandel zur Demokratie

Mehr als drei Jahrzehnte lang wurde Indonesien von Präsident Hadji Mohamed Suharto diktatorisch regiert. Nach schweren sozialen Unruhen musste er 1998 zurücktreten. Seitdem hat das Land einen tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Wandel vollzogen.

Indonesien gilt inzwischen als weitgehend stabile Demokratie und hat erhebliche Erfolge bei der Armutsbekämpfung erzielt. Reformpotenziale gibt es weiterhin bei der Stärkung der Rechtsstaatlichkeit, der religiösen Toleranz und der Frauenrechte sowie bei der Verringerung regionaler und sozialer Ungleichheiten und der Kontrolle der Sicherheitskräfte.


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Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Indonesien

Indonesien zählt zu den Partnern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, die durch ihre große regionale Bedeutung und ihre hohe Leistungsfähigkeit eine entscheidende Rolle bei der Lösung weltweiter Entwicklungsfragen spielen. Die Wälder Indonesiens haben Bedeutung für den Erhalt der Biodiversität und den Klimaschutz – sie sind die drittgrößten zusammenhängenden tropischen Regenwälder nach denen im Amazonas- und Kongobecken.

Im Zentrum der deutsch-indonesischen Zusammenarbeit stehen Klima- und Umweltschutz. Zu den konkreten Ansatzpunkten der Kooperation gehören Wald- und Mangrovenschutz, der Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien, die Steigerung der Energieeffizienz sowie die Stärkung der Kreislaufwirtschaft und des Abfallmanagements. Ziel ist, den Ausstoß von Treibhausgasen zu vermindern.

Die deutsch-indonesische Kooperation konzentriert sich auf zwei Kernthemen:

Flankierend zu diesen Kernthemen fördert das BMZ Maßnahmen in den Bereichen Digitalisierung und berufliche Bildung, zum Beispiel, um Fachkräfte für Umwelt- und Klimaschutz und die Energiewende zu qualifizieren und in gute Beschäftigung zu bringen. Darüber hinaus unterstützt Deutschland Indonesien als Akteur der internationalen Zusammenarbeit im Rahmen von Dreiecks- (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Süd-Süd-Kooperationen zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Indonesien und weltweit.

Im September 2024 sagte das BMZ Indonesien 356 Millionen Euro neu zu. Davon entfallen 36 Millionen Euro auf die technische (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie 320 Millionen Euro auf die finanzielle Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). 300 Millionen Euro der 2024 insgesamt zugesagten Mittel werden in Form von zinsvergünstigten Darlehen zur Verfügung gestellt.

Ein Arbeiter am Geothermiestandort Lahendong auf der Insel Sulawesi, Indonesien. Der hier produzierte heiße Wasserdampf wird in einem nahegelegenen Kraftwerk zur Stromerzeugung genutzt.

Kernthema „Klima und Energie, Just Transition Erneuerbare Energien stärken Interner Link

Um das Klima als globales öffentliches Gut zu schützen, unterstützt Deutschland die indonesische Regierung dabei, die politischen, gesetzlichen und technischen Voraussetzungen für die Nutzung von Erdwärme, Wasserkraft und Solarenergie zu schaffen.

Arbeiter bei der Ernte von Palmölfrüchten

Kernthema „Schutz unserer natürlichen Lebensgrundlagen“ Schutz von Wäldern, Mooren und der Biodiversität Interner Link

Indonesien hat es geschafft, die Abholzung der Wälder erheblich zu reduzieren. Kein anderes Tropenwaldland hat in den vergangen fünf Jahren eine vergleichbare Verminderung der Entwaldung erreicht. Das Land verfolgt die Strategie, mehr Kohlenstoff in Wäldern zu speichern als dort freigesetzt wird. Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) unterstützt die indonesische Regierung dabei, Forstreformen umzusetzen, die zum Schutz und zu einer nachhaltigen Nutzung der Wälder führen.

Aktuelle Situation

Entwicklungspolitische Kennzahlen

  • Indonesien
  • Deutschland

Allgemeine Informationen

Hinweise für die Nutzung

Klicken Sie sich durch die oben angeordneten verschiedenen Rubriken und finden Sie aktuelle Zahlen aus Indonesien sowie – zum Vergleich – aus Deutschland.

Weitere Informationen zu den einzelnen Daten und die Quellenangabe können Sie mithilfe des i-Zeichens abrufen.

Indonesien Hauptstadt Jakarta

Gesamtbevölkerung

in Millionen (2024)
283,49
83,51

Fläche

in Quadratkilometern
1.916.906,77
357.600

Rang im HDI

Index der menschlichen Entwicklung (HDI), 193 Länder (Ränge können mehrfach belegt sein)
111
FJ
Flagge von Fidschi
113
ID
Flagge von Indonesien
114
SR
Flagge von Suriname
4
DK
Flagge von Dänemark
5
DE
Flagge von Deutschland
5
SE
Flagge von Schweden

Stand: 12.08.2025