Gruppe der 20 (G20)

Der G20 gehören die 19 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sowie die Europäische Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) an. Dies sind im Einzelnen: Argentinien, Australien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Indonesien, Italien, Japan, Kanada, Mexiko, Russland, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, die Türkei und die USA.

Die G20-Staaten erwirtschaften etwa 80 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsprodukts (BIP), wickeln drei Viertel des Welthandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ab und stellen rund 60 Prozent der Weltbevölkerung.

Im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 wurde die G20 von einem Format auf Finanzminister-Ebene, als das sie seit 1999 bestand, um die Ebene der Staats- und Regierungschefs erweitert.


Im Jahr 2010 wurde eine G20-Arbeitsgruppe für entwicklungspolitische Themen (Development Working Group) eingerichtet sowie eine G20-Entwicklungsagenda mit einem mehrjährigen Aktionsplan verabschiedet; seither ist Entwicklungspolitik als eigenständiges Thema fest im G20-Prozess verankert. Die neun Säulen des Aktionsplans umfassen unter anderem die Themen Infrastruktur, Ernährungs­sicherung, berufliche Bildung und soziale Sicherung.

Seit dem 1.12.2021 hat Indonesien die G20-Präsidentschaft inne.

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