Mädchen in Ghana

Kinderrechte und Jugendrechte in der deutschen Entwicklungspolitik

Kinder und Jugendliche bilden in fast allen Entwicklungsländern die größte Bevölkerungsgruppe. Sie sind die Hoffnungsträgerinnen und -träger sowie kritischen Akteure in ihren Ländern: Von ihnen wird es maßgeblich abhängen, ob der dringend nötige soziale, wirtschaftliche und politische Wandel gelingt.

Doch die Rechte von Millionen Kindern werden auf vielfältige Weise verletzt. Extreme Armut, schwere Krankheiten, fehlende Bildungsangebote, schlechte Regierungsführung, bewaffnete Konflikte und der Klimawandel rauben ihnen die Chance auf ein glückliches und gelungenes Leben.


Deutschland übernimmt Verantwortung

Die Menschenrechte – und damit auch die Rechte von Kindern und Jugendlichen – sind zentrale Grundlage für die demokratische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung eines Landes. In den Partnerländern des BMZ stellen junge Menschen häufig die Mehrheit: Rund ein Drittel der Weltbevölkerung ist jünger als 24 Jahre.

Kinder sind keine passiven Schutzbedürftigen, sondern auch aktive Mitgestalter der Gesellschaft. Sie haben eigene Bedürfnisse und Rechte, die ihre Handlungsfähigkeit stärken, damit sie aktiv an der Lösung globaler und lokaler Herausforderungen mitwirken können. Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechte von Kindern und Jugendlichen sind in der Kinderrechtskonvention (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (KRK) der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)völkerrechtlich verankert. Dennoch werden diese Rechte weltweit durch Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Hunger (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Gewalt, Konflikte und die Folgen des Klimawandels (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) vielfach verletzt.

Die staatliche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) richtet sich daher gezielt an Kinder und Jugendliche als zentrale Zielgruppe und aktive Rechteinhaber*innen. Ihre Rechte sind ein wesentlicher Bestandteil des Menschenrechtsansatzes der deutschen Entwicklungspolitik, der sich unter anderem in Fördermaßnahmen sowie dem Politikdialog mit unseren Partnerländern abbildet.

Mit dem BMZ-Jugendbeirat schaffen wir nachhaltige Strukturen für Jugendbeteiligung. Zudem führt das BMZ 2026 eine eigene institutionelle Kinderschutz-Policy ein, um Kinder und Jugendliche in allen BMZ-Aktivitäten wirksam vor Gewalt und Ausbeutung zu schützen.

Standbild aus dem BMZ-Video "Kinder haben ein Recht auf Rechte!"
Video: Kinder haben ein Recht auf Rechte!