Weltbank

Logo: World Bank Group
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Die Weltbank (Externer Link) wurde im Juli 1944 auf der Wäh­rungs- und Fi­nanz­kon­fe­renz der Grün­dungs­mit­glie­der der Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in Bretton Woods (USA) zu­sam­men mit dem Internationalen Währungsfonds (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (IWF) ge­gründet. Sie ist wie der IWF eine Sonder­or­ga­ni­sa­tion der Vereinten Nationen.

Ursprünglich war das Ziel der Weltbank, nach dem Zweiten Weltkrieg den Wiederaufbau zu fördern und in Zusammenarbeit mit dem IWF stabile Währungen zu schaffen. Seit den 1960er Jahren ist es ihre Hauptaufgabe, die Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in der Welt zu bekämpfen und die Lebens­be­dingungen der Menschen in den Entwicklungsländern (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zu verbessern. So trägt sie zum Erreichen der internationalen Entwicklungsziele bei.

BMZ-Kooperation  mit der Weltbank

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung das für die Weltbankgruppe federführende Ministerium. Bundesminister Gerd Müller ist der Gouverneur für Deutschland bei der Weltbank.

Deutschland ist in der Leitinstitution IBRD der viertgrößte Anteilseigner (4,41 Prozent). Damit zählt Deutschland zu den derzeit sechs Mitgliedern der Weltbankgruppe, die über einen Einzelsitz im 25-köpfigen Aufsichtsrat verfügen. Die IBRD vergibt Kredite an Mittel­ein­kom­mens­länder.

Die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) ist der Fonds der Weltbank für die ärmsten Länder. Sie vergibt stark vergünstigte Kredite und Zuschüsse. Der Fonds wird alle drei Jahre aufgefüllt. Deutschland hat zur aktuellen Auffüllungsrunde (IDA19) 1.607.920.000 Euro beigetragen und ist viertgrößter Geber.

Die Internationale Finanz-Corporation fördert die Entwicklung des Privatsektors in Schwellen- und Entwicklungsländern. Deutschland ist mit 5,02 Prozent Kapitalanteil der drittgrößte Geber.