Kindersoldaten

Laut Schätzungen werden weltweit etwa 250.000 Minderjährige von Armeen und bewaffneten Gruppen als Kindersoldatinnen und -soldaten missbraucht. Viele von ihnen werden zu Gräueltaten gezwungen.

Kinder sind anspruchsloser und billiger als erwachsene Soldaten, sie sind leichter zu manipulieren und können sich kaum wehren. Oft werden Kinder mit Gewalt zum Kämpfen gezwungen, viele schließen sich aber auch aufgrund von Armut (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Perspektivlosigkeit freiwillig einer Armee oder bewaffneten Gruppe an. Kin­der­sol­da­tin­nen lei­den be­son­ders, sie wer­den häu­fig Op­fer se­xu­alisierter Ge­walt, vie­le müs­sen Zwangs­ehen mit Kämp­fern ein­ge­hen.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) mit den betroffenen Partnerländern hat die Aufgabe, mit gezielten Maßnahmen die gesellschaftliche Wiedereingliederung von ehemaligen Kindersoldatinnen und -soldaten zu fördern. Um ihnen eine Lebensperspektive jenseits von Krieg und Gewalt zu ermöglichen, erhalten die Kinder und Jugendlichen eine Schul- und Berufsausbildung, Unterstützung bei der Jobsuche und Zugang zur Gesundheitsfürsorge.

Ausführliche Informationen über das deutsche Engagement für Kinder in bewaffneten Konflikten finden Sie hier.

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