LGBTIQ+
Die Abkürzung LGBTIQ+ (deutsch: LSBTIQ+) steht für Lesben, Schwule (englisch gay) , Bisexuelle, trans*, inter* und queere Personen sowie für alle weiteren Geschlechtsidentitäten und sexuelle Orientierungen. Der Begriff wird im thematischen Zusammenhang mit Menschenrechten (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Antidiskriminierung und gesellschaftlicher Sichtbarkeit von LGBTIQ+ Personen verwendet.
Geläufig ist außerdem der breiter gefasste Begriff SOGIESC, um geschlechtliche und sexuelle Vielfalt zu beschreiben. Dabei umfasst das Akronym sexuelle Orientierung (SO = engl. sexual orientation), Geschlechtsidentität sowie -ausdruck (GIE = engl. gender identity and expression) und den Begriff Geschlechtsmerkmale (SC = engl. sex characteristics). LGBTIQ+ Personen werden weiterhin in vielen Ländern diskriminiert, kriminalisiert und gesellschaftlich ausgegrenzt und/oder verfolgt. Sie sind einem erhöhten Risiko von Gewalt ausgesetzt – auch in den (digitalen) Medien.
Das BMZ unterstützt u.a. zivilgesellschaftliche (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Organisationen, die sich für die Rechte, Akzeptanz und Inklusion von LGBTIQ+ Personen und gegen deren Diskriminierung und Kriminalisierung einsetzen.
Hintergrund
Lesbisch, schwul und bisexuell sind verschiedene sexuelle Orientierungen und beschreiben zu welchem Geschlecht oder Geschlechtern sich Menschen hingezogen fühlen.
Homosexualität umfasst lesbische und schwule Personen, die sich vorrangig dem gleichen Geschlecht romantisch und/oder sexuell hingezogen fühlen. Bisexuelle Menschen können hingegen romantische und/oder sexuelle Anziehung zu zwei, mehreren oder allen Geschlechtern empfinden.
Trans* ist ein Oberbegriff für Menschen, die sich nicht mit dem Geschlecht identifizieren, das ihnen bei der Geburt zugewiesen wurde. Dabei können sich trans* Personen sowohl mit dem männlichen oder weiblichen Geschlecht identifizieren oder Geschlechtsidentitäten außerhalb des binären Systems annehmen, zum Beispiel als nicht binäre Personen.
Inter* ist ein Oberbegriff für körperliche Geschlechtsausprägungen, die sich nicht eindeutig medizinisch klassifizieren lassen. Bei inter* Personen können daher die chromosomalen, hormonellen oder körperlichen Geschlechtsmerkmale nicht eindeutig als „männlich“ oder „weiblich“ zugeordnet werden, wobei die Variationen der Geschlechtsmerkmale vielfältig sind.
Queer ist ein Sammelbegriff für LGBTIQ+ Personen, die sich in ihrer sexuellen oder geschlechtlichen Identität nicht heteronormativen oder geschlechtlich binären Kategorien einordnen. Zudem wird der Begriff oft von LGBTIQ+ Personen als Selbstbezeichnung verwendet. Der Begriff stammt aus dem Englischen und wurde zunächst als negative Bezeichnung für Personen verwendet, die von der sexuellen und/oder geschlechtlichen Norm abwichen. Inzwischen hat sich die LGBTIQ+ Gemeinschaft den Begriff angeeignet, sodass queer auch als eine kritische Haltung zu gesellschaftlichen Normen angesehen werden kann.
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