Strategiepapier zur Armuts­minderung (PRSP)

PRSP ist die Abkürzung für "Poverty Reduction Strategy Paper", deutsch: Strategiepapier zur Armutsminderung. Das Konzept der PRSPs haben Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und IWF (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) als umfassenden Ansatz zur Armutsbekämpfung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) entwickelt und 1999 vorgestellt. Ziel des Konzepts ist es, die Politik der beiden Institutionen gegenüber den ärmsten Ländern ganz auf das Ziel der Armutsminderung auszurichten. Die Idee der PRSPs basiert darauf, dass die ärmeren Länder selbst Strategien für die Entwicklung ihrer Wirtschaft und ihres Sozialsystems entwickeln und die Verantwortung für die Umsetzung übernehmen. Die Geberländer (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) unterstützen diese Strategien.

PRSPs sollen in einem partizipativen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Prozess entstehen, das heißt, dass auch die Zivilgesellschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) sich an ihrer Erarbeitung beteiligt: Gewerkschaften, Unternehmerverbände, Kirchen, Nichtregierungsorganisationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Genossenschaften und Basisgruppen. Die PRSPs umfassen wirtschaftspolitische, finanzielle und soziale Aspekte. Sie sollen kontinuierlich weiterentwickelt werden. 

Die Vorlage eines Strategiepapiers zur Armutsminderung ist Voraussetzung für die Teilnahme an einigen Kreditprogrammen des IWF und auch für einen Schuldenerlass im Rahmen der HIPC-Initiative (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen).