Wasserknappheit und Dürre gehören zu den schwerwiegenden Folgen des Klimawandels.

Klimawandel und Entwicklung

Klima und Entwicklung sind untrennbar verbunden. Der Klimawandel hat bereits schlimme Folgen für den Menschen und seine Umwelt, besonders in Entwicklungsländern. Wenn es uns gelingt, die Erderwärmung zu beschränken und uns weltweit an den Klimawandel anzupassen, können wir unkontrollierbare Folgen für unseren Planeten verhindern und schaffen gleichzeitig neue Entwicklungschancen.

Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Der Klimawandel trifft die ärmsten Länder am härtesten. Zu­gleich tragen die ärmsten Länder so gut wie nichts zum Klima­wandel bei. In­so­fern sind Klima­schutz und Klima­an­passung zentrale Politik­felder für das Entwicklungsministerium.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Verantwortung für unseren Planeten

Siehe auch
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Der Klima-Kanal des BMZ auf Twitter: @BMZ_Climate Externer Link

Alle aktuellen Tweets zum klimapolitischen Engagement des BMZ

Einige der globalen Entwicklungsziele als Sitzkissen bei einer Konferenz

„Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“ ist eines der Kernthemen des Bundesentwicklungsministeriums. Das BMZ unterstützt Menschen in Entwicklungsländern dabei, im Klimaschutz voranzukommen und mit dem Klimawandel umzugehen.

Dazu arbeitet das Ministerium weltweit mit seinen Partnerländern zusammen und fördert somit die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsagenda (Agenda 2030).

Industrieländer wie Deutschland sind Hauptverursacher des bereits heute spürbaren Klimawandels. Sie müssen daher mit gutem Beispiel voran gehen und ihre Treibhausgasemissionen reduzieren.

Sie haben aber auch zugesagt, die häufig besonders vom Klimawandel betroffenen Entwicklungs- und Schwellenländer dabei zu unterstützen, die Pariser Ziele für Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel umzusetzen. Damit wird nicht nur das Klima geschützt, es entstehen in den Partnerländern auch neue Chancen für wirtschaftliche Entwicklung und sozialen Fortschritt.

Klimaschutz auch in Schwellen- und Entwicklungsländern ist zentral für die Umsetzung des Pariser Abkommens; denn diese verursachen mittlerweile rund zwei Drittel der globalen Emissionen.

Konkret zielt das BMZ-Engagement auf die Verringerung von Treibhausgasemissionen, zum Beispiel durch klimaneutrale Energie, Waldschutz und klimafreundliche Mobilität.

Es fördert außerdem die Anpassung an den Klimawandel, etwa durch besseres Wasserressourcenmanagement, klimasichere Landwirtschaft, Klimarisikoanalysen oder Versicherungen gegen Klimaschäden.

Damit trägt das BMZ zur internationalen Klimafinanzierung und klimaneutralen Ausgestaltung internationaler Finanzströme bei.

Logo der deutschen G7-Präsidentschaft 2022
Logo der deutschen G7-Präsidentschaft 2022

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu extremen Wetterereignissen wie starken Überflutungen oder Dürren. Arme und vulnerable Menschen und Länder müssen sich besser vor diesen Klimaschäden schützen. Dabei fordern sie Unterstützung von den Industrieländern. Die G7-Staaten haben sich darum darauf verständigt, einen globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken aufzubauen.

COP26
Logo: COP26 in Glasgow, Vereinigtes Königreich

Weltklimakonferenz in Glasgow Interner Link

Vom 31. Oktober bis zum 12. November 2021 trafen sich die Vertragsstaaten der Klimarahmenkonvention in Glasgow zur Weltklimakonferenz, der COP26. Das Bundesentwicklungsministerium vertrat die Bundesregierung bei vielen Verhandlungsthemen. Darüber hinaus richtete das BMZ gemeinsam mit Partnern Veranstaltungen aus, unter anderem im deutschen Pavillon.

Video
Standbild aus dem BMZ-Video "Klimawandel und Entwicklung: Das Engagement des BMZ in der Klimapolitik"

Das Engagement des BMZ in der Klimapolitik

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Nur gemeinsam lassen sich ambitionierte Lösungen finden und schnell genug umsetzen. Das BMZ unterstützt Entwicklungs- und Schwellenländer mit einer Vielzahl von Maßnahmen und Programmen dabei, ihre Klimaschutzziele zu erreichen und sich gegen die Folgen des Klimawandels zu wappnen.

Hintergrund

Windkraftrad beim Sonnenaufgang

Treib­haus­gas­aus­stoß ver­ringern, an Klima­folgen anpassen Interner Link

Um die globalen Klima- und Entwicklungsziele zu erreichen, braucht es zuallererst einen Wandel hin zu einer Wirtschaft, die weitgehend ohne Emissionen von Treibhausgasen wie Kohlendioxid auskommt.

Der damalige französische Außenminister Laurent Fabius – Präsident der COP21-Klimakonferenz – schlägt am 12. Dezember 2015 den Hammer nieder, nachdem Vertreter von 196 Ländern während der UN-Klimakonferenz auf dem Flughafen Le Bourget in Paris, Frankreich, ein weitreichendes Umweltabkommen verabschiedet haben.

Das Pariser Klimaabkommen umsetzen Interner Link

Der Klimawandel lässt sich nur durch eine konsequente Minderung der Treibhausgasemissionen auf ein erträgliches Maß beschränken. Jedes Zögern beim Klimaschutz macht späteres Handeln schwieriger und erhöht die Kosten.

Die Initiativen des BMZ

Das BMZ unterstützt Entwicklungsländer dabei, Treibhausgase zu verringern, den Folgen des Klimawandels zu begegnen und so die Umsetzung der internationalen Klima- und Entwicklungsziele voranzutreiben. Um das zu erreichen, hat das BMZ gemeinsam mit seinen Partnern international wegweisende klimapolitische Initiativen auf den Weg gebracht und unterstützt.

Dazu zählt die globale NDC-Partnerschaft zur Umsetzung und Ambitionssteigerung der nationalen Klimabeiträge unter dem Pariser Abkommen und die Klimarisikoversicherungs-Initiative InsuResilience Global Partnership. Der unter deutscher G7-Präsidentschaft gestartete Erarbeitung eines Globalen Schutzschirms gegen Klimarisiken bündelt Aktivitäten im Bereich der Klimarisikoabsicherung und -vorsorge. Dadurch werden Hilfen einfacher und schneller für die zugänglich, die diese im Katastrophenfall dringend brauchen.

Außerdem engagiert sich das BMZ für den Ausbau von erneuerbaren Energien und Wiederaufforstung in Afrika sowie weltweit für den Schutz der Wälder. Mit weiteren Initiativen setzt das BMZ sich für nachhaltigen Stadtverkehr und klimaneutralen Transport in ein.

Das BMZ verbindet Entwicklung und Klimaschutz auch über freiwillige Kompensationsmaßnahmen nichtstaatlicher Akteure, wie zum Beispiel Unternehmen. Mit der Allianz für Entwicklung und Klima (Externer Link)hat das BMZ dafür im Jahr 2018 eine Plattform geschaffen, die im Oktober 2020 in eine eigens gegründete Stiftung überführt wurde und damit nun auf eigenen Füßen steht. Bereits über 900 Unterstützer der Allianz streben an, klimaneutral zu werden, indem sie Treibhausgase vermeiden, reduzieren und restliche Emissionen kompensieren.

Das BMZ geht auch im eigenen Haus mit gutem Beispiel voran: Es hat sich Ende 2019 als erstes Bundesressort klimaneutral gestellt. Eine ausführliche Beschreibung unseres Weges in die Klimaneutralität finden Sie in unserem Bericht Klimaneutrales BMZ 2020.

Die Klima-Arbeitsfelder des BMZ

Sitzungssaal der internationalen Geberkonferenz des Grünen Klimafonds, deren Gastgeber die Bundesregierung am 20.11.2014 in Berlin war

Klimafinanzierung Interner Link

Finanzierung von Maßnahmen zur Reduzierung des Treibhausgasausstoßes und zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Ein Arbeiter prüft eine Solaranlage auf einem Dach in Santiago de Chile.

NDC-Partnerschaft Interner Link

Die nationalen Klimabeiträge (Nationally Determined Contributions, NDCs) bilden das Herzstück des Pariser Klimaabkommens.

 Überschwemmung in Mosambik, Frauen waten durch Wasser, dass einen Weg überflutet hat.

Globaler Schutzschirm gegen Klimarisiken Interner Link

Das G7-Angebot zum Schutz armer und bedürftiger Menschen und Länder vor Klimarisiken und deren negativen Auswirkungen

Solarflächen eines Solarkraftwerks in Quarzazate, Marokko

Energie und Klima Interner Link

Einsatz für eine weltweite Energiewende und Zugang zu Energie für alle Menschen

Straßenverkehr in Berlin, zahlreiche Autos fahren dicht gedrängt auf einer mehrspurigen Straße

Stadt und Klima Interner Link

Entwicklung nachhaltiger städtischer Infrastruktur, Förderung klimafreundlicher Mobilität und Aufbau einer städtischen Abfall- und Kreislaufwirtschaft

Dorf in der Somali-Region in Äthiopien, in dem sich wegen der anhaltenden Dürre Nomaden angesiedelt haben

Migration und Klima Interner Link

Unterstützung für Menschen, die durch den Klimawandel ihre Heimat verlassen müssen

Moorlandschaft in Europa

Klimaschutz und Biodiversität Interner Link

Der Erhalt der Biodiversität ist eine elementare Voraussetzung für Erfolge beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels.

Gärtner in einer Mangrovenbaumschule. Die Bäume werden als Erosionsschutz bei Überschwemmungen gepflanzt.

Wasser und Klimawandel Interner Link

Die Folgen des Klimawandels machen sich vor allem über Wasser bemerkbar – oft im Zusammenhang mit zu viel oder zu wenig Wasser oder einer sich verschlechternden Wasserqualität.

“Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie” BMZ-Kernthemenstrategie

Titelseite der BMZ-Kernthemenstrategie "Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“

BMZ-Kernthemenstrategie: “Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie”

BMZ-Strategie | BMZ-Papier 6 | 2021

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 07/2021 | Dateigröße 1 MB, Seiten 39 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei

Die Eindämmung der Erderwärmung sowie die Anpassung an den Klimawandel sind schon lange wichtige Anliegen deutscher Entwicklungspolitik. Die BMZ-Kernthemenstrategie „Verantwortung für unseren Planeten – Klima und Energie“ definiert den Rahmen des entsprechenden Engagements. Sie wurde als Pilotvorhaben des Reformprozesses „BMZ 2030“ erstellt, in dessen Folge sich das BMZ auf fünf langfristige „Kernthemen“ konzentriert.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen Ansätze, die den erforderlichen sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Umbau zur Erreichung des 1,5-Grad-Ziels und der Ziele der Agenda 2030 fördern. Durch strategische Klimakooperationen mit ausgewählten Partnerländern soll eine neue Qualität der Zusammenarbeit erreicht werden.

Die Kernthemenstrategie vertieft den BMZ-Ansatz in drei Aktionsfeldern:

1. Klimaschutz und An­pas­sung an den Klima­wandel

Im ersten Aktionsfeld „Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel“ unterstützt das BMZ die Ausarbeitung und Umsetzung ambitionierter Ziele zum Klimaschutz unserer Partnerländer, beispielsweise durch den Abbau von Subventionen für fossile Energieträger und die Einführung einer sozial gerechten CO2-Bepreisung. Gleichzeitig arbeitet das BMZ insbesondere mit den verwundbarsten Ländern bei Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Stärkung ihrer Resilienz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zusammen.

2. Erneuerbare Energien und Energie­effizienz

Im zweiten Aktionsfeld „Erneuerbare Energien und Energieeffizienz“ setzt sich das BMZ für eine klimaneutrale Deckung des stark steigenden Energiebedarfs ein. Hierfür soll der Energiesektor bis 2050 vollständig ohne Kohle, Erdgas und Erdöl auskommen. Mit Partnerländern und der internationalen Gebergemeinschaft soll bis 2030 eine bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung mit Energie erreicht werden, die zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt.

3. Nachhaltige Stadt­ent­wick­lung

Im dritten Aktionsfeld „Nachhaltige Stadtentwicklung“ ist Ziel der deutschen Entwicklungspolitik, dazu beizutragen, Städte nachhaltig, klimaneutral, resilient und lebenswert zu gestalten. Dazu unterstützt das BMZ seine Partner bei einem integrierten Ansatz, um Städtewachstum möglichst frühzeitig in klimafreundliche, ressourcenschonende Bahnen zu lenken.

Auch in anderen relevanten Sektoren fördert das BMZ systematisch eine ökologisch nachhaltige und klimagerechte Entwicklung, so insbesondere in Ernährungssystemen, Waldschutz, Biodiversität und Wasser. Die entsprechenden strategischen Ansätze und deren Klimarelevanz werden in den jeweiligen Kernthemenstrategien, insbesondere den Kernthemen „Schutz unserer Lebensgrundlagen – Umwelt und natürliche Ressourcen“ und „Eine Welt ohne Hunger“ ausgeführt.

Publikationen: Highlights

Titelblatt: Dem Klimawandel begegnen

Dem Klimawandel begegnen

Unser klimapolitisches Engagement weltweit

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2022 | Dateigröße 9 MB, Seiten 28 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Cover adaptation to climate change

Adaptation to Climate Change

Vielversprechende Ansätze zum Umgang mit Klimarisiken (englisch)

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2017 | Dateigröße 4 MB, Seiten 32 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Weißt du eigentlich, woher deine Schokolade herkommt?

Klimawandel – Zeit zu handeln!

Informationsposter zur deutschen Klima- und Entwicklungspolitik

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2020 | Dateigröße 5 MB, Seiten 4 Seiten

BMZ-Factsheets

Titelblatt: Ein globaler Klimarisiko-Schutzschirm: Deutschlands G7-Angebot im Einsatz gegen Klimaschäden und -verluste in Entwicklungsländern

Ein globaler Klimarisiko-Schutzschirm

Deutschlands G7-Angebot im Einsatz gegen Klimaschäden und -verluste in Entwicklungsländern

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 07/2022 | Dateigröße 843 KB, Seiten 6 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Cover klimapolitisches Engagement BMZ

Klimawandel und Entwicklung

Das klimapolitische Engagement des BMZ

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 11/2021 | Dateigröße 309 KB, Seiten 2 Seiten
cover anpassung an den klimawandel

Anpassung an den Klima­wandel

Erfolgreicher Umgang mit Risiken und Folgen des Klimawandels

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 11/2021 | Dateigröße 355 KB, Seiten 2 Seiten
Cover Grüner Wiederaufbau

Grüner Wiederaufbau – Green Recovery

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 11/2021 | Dateigröße 436 KB, Seiten 2 Seiten

Die BMZ-Klimafactsheets bieten einen kompakten Überblick über das klimapolitische Engagement des BMZ.