Wasserknappheit und Dürre gehören zu den schwerwiegenden Folgen des Klimawandels.

Klimawandel und Entwicklungspolitik

Klima- und Entwicklungspolitik sind untrennbar verbunden. Der Klimawandel hat schwerwiegende Auswirkungen für Menschen, Gesellschaften und Ökosysteme. Länder, die in der Vergangenheit wenig zu den Ursachen des Klimawandels beigetragen haben, sind heute besonders stark von seinen Folgen betroffen. Dazu zählen viele Staaten in Afrika, Asien, Lateinamerika und Ozeanien, oft als Länder des Globalen Südens (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) bezeichnet.

SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Deutschland hat ein starkes Interesse daran, mit diesen Ländern gemeinsam Lösungen zu entwickeln, etwa für eine klimaresiliente (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Landwirtschaft oder Stadtentwicklung, nachhaltige Energiesysteme oder den Schutz natürlicher Lebensgrundlagen. Denn Klimaveränderungen kennen keine Grenzen: Hitzewellen, Dürren und Wetterextreme betreffen vor allem vulnerable (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Bevölkerungsgruppen in unseren Partnerländern, aber auch die Menschen in Europa. Kooperation und gegenseitiges Lernen – etwa bei Technologien, Innovationen oder der Anpassung an Klimarisiken – sind deshalb im Interesse aller. Eine global gerechte Klimapolitik trägt dazu bei, die Welt für heutige und kommende Generationen lebenswert und fair zu gestalten.

Das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) arbeitet eng mit seinen Partnerländern zusammen. Gemeinsam stärken wir vor Ort die Menschen, Gemeinschaften und Institutionen darin, den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Durch die Zusammenarbeit entstehen neue wirtschaftliche Chancen für alle Beteiligten, auch für Deutschland – etwa durch die Beteiligung deutscher Unternehmen an nachhaltigen Investitionen, Technologietransfer oder die Erschließung neuer Märkte.

Viele Länder des Globalen Südens stehen heute vor der doppelten Aufgabe, einerseits die sozialen und wirtschaftlichen Lebensbedingungen für große Teile ihrer Bevölkerung zu verbessern und andererseits auf die zunehmend spürbaren Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren. Parallel gilt es, Emissionen zu senken und einen sozial gerechten Übergang zu einer klima- und ressourcenschonenden Wirtschaftsweise zu gestalten. Das BMZ unterstützt Menschen und Institutionen in den Partnerländern darin, diesen notwendigen Wandel aktiv und selbstbestimmt anzugehen. Damit trägt Deutschland dazu bei, das Pariser Klimaabkommen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) umzusetzen – sowohl in den Partnerländern als auch in Deutschland.

Der Wandel zu einer klimafreundlichen Zukunft muss gerecht gestaltet werden – sozial, wirtschaftlich und ökologisch. Nur wenn alle gesellschaftliche Gruppen mitgestalten und mitprofitieren können, wird Klimapolitik dauerhaft erfolgreich sein. Dieses Prinzip einer gerechten sozial-ökologischen Transformation wird auch als „Just Transition“ bezeichnet. Es bedeutet: Auf dem Weg zu einer klimaneutralen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), resilienten und sozial gerechten Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung darf niemand zurückgelassen werden. Neue Technologien und ressourcenschonende Geschäftsmodelle bieten Chancen für nachhaltigen Wohlstand – vorausgesetzt, die Gewinne werden gerecht verteilt.


Herausforderungen

  • Just Transition: Gerechten Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschafts- und Lebensweise gestalten Interner Link

    Damit die Folgen des Klimawandels beherrschbar bleiben, muss das Leben und Wirtschaften bis zur Mitte des Jahrhunderts weltweit klimaneutral werden. Dieser Übergang muss gemeinsam mit den Schwellen- und Entwicklungsländern sozial gerecht gestaltet werden (englisch: „Just Transition“). Auf dem Weg zu Klimaneutralität und -gerechtigkeit darf niemand zurückgelassen werden.

    Eine Frau in Burundi liest im Schein einer solarbetriebenen Tischlampe.
  • Globale Erwärmung stoppen: Ausstoß von Treibhausgasen vermindern Interner Link

    Um die Steigerung der weltweiten Durchschnittstemperaturen zu stoppen, muss der Ausstoß von Kohlendioxid schnell und drastisch verringert werden („Dekarbonisierung“). Dazu müssen unter anderem natürliche Kohlenstoffspeicher wie Ozeane, Wälder und Moore geschützt werden. Damit sich die Freisetzung von Treibhausgasen wie Methan und Lachgas vermindert, muss unter anderem die Landwirtschaft umstrukturiert werden.

    Solaranlage, im Hintergrund ein Kohlekraftwerk, in Ulaanbaatar, Mongolei
  • Widerstandsfähigkeit erhöhen: An die Folgen des Klimawandels anpassen Interner Link

    Der Klimawandel bedroht die Lebensgrundlagen unzähliger Menschen – und diese Bedrohung wird in Zukunft weiter zunehmen. Darum fördert das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) nicht nur Maßnahmen zum Klimaschutz und zum gerechten Übergang zu einer klimaneutralen Wirschafts- und Lebensweise, sondern unterstützt seine Partnerländer auch dabei, sich an die nicht mehr abwendbaren Folgen des Klimawandels anzupassen.

    Bau einer Uferbefestigung am Ufer des Mayur River in der Stadt Khulna im Südwesten von Bangladesch
  • Gegen Verluste und Schäden absichern: Vulnerable Länder besser unterstützen Interner Link

    Der Klimawandel führt weltweit immer häufiger zu Verlusten und Schäden („Loss and Damage“) – besonders in Ländern des Globalen Südens. Deutschland hat daher während seiner G7-Präsidentschaft 2022 den „Globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken“ angestoßen. Auch bei den jährlichen Weltklimakonferenzen setzt sich Deutschland dafür ein, dass die betroffenen Menschen und Länder besser mit Verlusten und Schäden umgehen können, die der Klimawandel verursacht.

    Nach einem Starkregen wurde eine Straße im Karibikstaat St. Lucia weggespült.

Das Engagement des BMZ

Stand: 21.08.2025