SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Agenda 2030 | 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Was wollen wir mit SDG 13 erreichen?

  • Den globalen Temperaturanstieg auf 1,5 Grad Celsius begrenzen, globale Treibhausgas-Neutralität zur Jahrhundertmitte erreichen.
  • Die politischen Rahmenbedingungen in Schwellen- und Entwicklungsländern für den Klimaschutz verbessern.
  • Den wirtschaftlichen Wiederaufbau nach der Corona-Krise für ökologische Weichenstellungen nutzen.
  • Internationale Finanzinstitutionen mit den Klimazielen von Paris kompatibel machen.
  • Den Privatsektor für den globalen Klimaschutz mobilisieren.
  • 50 Schwellen- und Entwicklungsländer bis 2025 bei der Formulierung und Umsetzung ehrgeiziger Klimaziele unterstützen.
  • 500 Millionen arme und verwundbare Menschen bis 2025 gegen Klimarisiken absichern.
  • Privates Engagement für Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung in unseren Partnerländern mobilisieren.
Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 ambitionierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.

SDG 13: Unterziele

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Zahlen und Fakten

2/3

der jährlichen Schadstoffemissionen entstehen heute in Entwicklungs- und Schwellenländern

Ausgetrockneter Boden in Beira (Mosambik)

700 Millionen

Menschen könnten bis 2030 durch Dürren aus ihren Heimatregionen vertrieben werden

Entschlossener Klimaschutz könnte weltweit bis 2030 mehr als

65 Millionen

zusätzliche Arbeitsplätze schaffen

Eine Frau in einem Slum in Nairobi

132 Millionen

Menschen könnten bis 2030 wegen der Folgen des Klimawandels zusätzlich in extremer Armut leben

2015–2021

waren die sieben wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Überflutung von Siedlungen am Ulua Fluss in San Manuel, Honduras

30 bis 60 Zentimeter

könnte der Meeresspiegel bei ungebremstem Klimawandel bis 2100 steigen

SDG 13 Wo stehen wir?

Im SDG-Fortschrittsbericht vom Mai 2023 warnen die Vereinten Nationen: „Die Welt steht am Rande einer Klimakatastrophe und die derzeitigen Maßnahmen und Pläne zur Bewältigung der Krise sind unzureichend.“

Im Jahr 2020 kam es durch die Covid-19-Pandemie zu einem vorübergehenden Rückgang der Treibhausgasemissionen um 5,2 Prozent. Nach Ablauf der Covid-bedingten Beschränkungen wuchs die Nachfrage nach Kohle, Öl und Gas jedoch wieder an. Infolgedessen stiegen die globalen energiebezogenen CO2-Emissionen 2021 um sechs Prozent und erreichten damit den höchsten Stand aller Zeiten. Laut Prognosen sind sie auch 2022 weiter angestiegen.

Das Zeitfenster, die drohende Klimakatastrophe abzuwenden, ist nur noch klein. Zunehmende Hitzewellen, Dürren, Überschwemmungen und Waldbrände beeinträchtigen bereits Menschen auf der ganzen Welt und führen zu potenziell unumkehrbaren Veränderungen in den globalen Ökosystemen.

Um die Erderwärmung auf zwei Grad Celsius oder besser noch auf 1,5 Grad, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, wie im Pariser Klimaabkommen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) festgelegt, müssen die weltweiten Treibhausgasemissionen bis 2030 um 43 Prozent reduziert werden und bis 2050 auf Null sinken, so der Zwischenstaatliche Sachverständigenrat für Klimaänderungen (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC ).

Die derzeitigen nationalen Verpflichtungen der Länder zum Klimaschutz reichen jedoch nicht aus, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen – die Treibhausgasemissionen könnten dadurch in den nächsten zehn Jahren voraussichtlich um fast 14 Prozent steigen.

Wasserknappheit und Dürre gehören zu den schwerwiegenden Folgen des Klimawandels.
Modellberechnungen zufolge führt die bestehende und noch geplante weltweite Nutzung fossiler Brennstoffe dazu, dass das 1,5-Grad-Ziel nicht mehr erreicht werden kann. Dadurch sind die Lebenschancen von mehr als drei Milliarden Menschen in Gefahr.
Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Der Klimawandel trifft die ärmsten Länder am härtesten. Zugleich tragen die ärmsten Länder so gut wie nichts zum Klimawandel bei. Insofern sind Klimaschutz und Klimaanpassung zentrale Politikfelder für das Entwicklungsministerium.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

SDG-13-Quiz Was denken Sie?

Die Weltgemeinschaft hat sich mit dem Pariser Klimaabkommen als Ziel gesetzt, den durchschnittlichen weltweiten Temperaturanstieg bis zum Ende des Jahrhunderts auf deutlich unter zwei Grad, möglichst 1,5 Grad Celsius, gegenüber dem vorindustriellen Niveau zu halten.

Um wie viel Grad hat die Temperatur seit der Industrialisierung bereits zugenommen?

SDG 13 Was müssen wir tun?

Siehe auch

Weltweit müssen die Weichen für Klimaneutralität bis spätestens 2050 gestellt werden. Langfristige Ziele müssen in konkrete Maßnahmen übersetzt werden.

Das Pariser Abkommen umsetzen:

  • Ambitionssteigerungen für nationale Klimaziele bis 2030
  • Globale Treibhausgasemissionen müssen bis 2030 jährlich mindestens um 7,6 Prozent sinken

Beendigung von Subventionen für fossile Brennstoffe und Forderung von UN-Generalsekretär Guterres unterstützen:

  • Keine neuen Kohlekraftwerke mehr bauen
  • Niedrige Treibstoffpreise für Subventionsabbau nutzen
  • Grundlegende Änderungen in allen öffentlichen und privaten Finanzinstitutionen für emissionsarme, nachhaltige und resiliente Entwicklung

Ärmste und Verwundbarste vor klimabedingten Naturkatastrophen schützen, zum Beispiel über Maßnahmen, die zur Anpassung an den Klimawandel beitragen und gegen Restrisiken absichern, beispielsweise über Klimarisikoversicherungen.

Die Internationale Klimafinanzierung muss auch nach 2025 weiter steigen, um die Umsetzung des Pariser Abkommens in Entwicklungsländern zu unterstützen.

SDG 13 Das deutsche Engagement für SDG 13

Wasserknappheit und Dürre gehören zu den schwerwiegenden Folgen des Klimawandels.

Industrieländer wie Deutschland sind Hauptverursacher des Klimawandels. Sie müssen daher beim Klimaschutz mit gutem Beispiel vorangehen: Mit dem European Green Deal soll Europa bis 2050 zum ersten klimaneutralen Kontinent werden.

Deutschland unterstützt Entwicklungsländer und Schwellenländer weltweit dabei, ihre Treibhausgase zu verringern und sich an die unvermeidlichen Folgen des Klimawandels anzupassen.

Im Jahr 2021 hat die Bundesregierung Haushaltsmittel in Höhe von etwa 5,34 Milliarden Euro in Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen investiert. Den Großteil dieser Mittel stellte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) bereit.

Mit Klima- und Entwicklungspartnerschaften unterstützt das BMZ ausgewählte Partnerländer dabei, ihre Klimaziele zu erreichen und bei der Umsetzung der Agenda 2030 voranzuschreiten. Das BMZ finanziert sowohl bilaterale Klima- und Entwicklungspartnerschaften (P+) als auch multilaterale Partnerschaften im Rahmen der G7 (Just Energy Transition Partnerships, JETPs).

Der Globale Schutzschirm gegen Klimarisiken unterstützt Länder dabei, ein umfassendes System zum Management von Klimarisiken aufzubauen und Absicherungslösungen zu entwickeln, die im Fall einer Klimakatastrophe schnell umgesetzt werden können. Der Schutzschirm wurde 2022 auf der Weltklimakonferenz COP27 von den G7-Staaten gemeinsam mit den V20 (ein Zusammenschluss von Staaten, die besonders vom Klimawandel bedroht sind) gestartet.

 Überschwemmung in Mosambik, Frauen waten durch Wasser, dass einen Weg überflutet hat.
Windräder in Südafrika
Standbild aus dem Video

Video: NDC-Partnerschaft Weltweit ambitionierte Klimabeiträge umsetzen

Überschwemmung auf den Philippinen
Gruppenbild: Treffen des Unterstützerkreises der Allianz für Entwicklung und Klima in Bonn am 17.09.2019

Allianz für Entwicklung und Klima Privates Engagement fördern Interner Link

Zusammenarbeit konkret

Blick auf Bamako und den Niger in Mali
Landstraße in Kenia
Dorf in der Somali-Region in Äthiopien, in dem sich wegen der anhaltenden Dürre Nomaden angesiedelt haben
Entladen von Transportbooten auf der Insel Gili Trawangan, Indonesien

Publikationen zum Thema

Titelblatt: Dem Klimawandel begegnen

Dem Klimawandel begegnen

Unser klimapolitisches Engagement weltweit

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2022 | Dateigröße 9 MB, Seiten 28 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Cover adaptation to climate change

Adaptation to Climate Change

Vielversprechende Ansätze zum Umgang mit Klimarisiken (englisch)

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2017 | Dateigröße 4 MB, Seiten 32 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Weißt du eigentlich, woher deine Schokolade herkommt?

Klimawandel – Zeit zu handeln!

Informationsposter zur deutschen Klima- und Entwicklungspolitik

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2020 | Dateigröße 5 MB, Seiten 4 Seiten
cover migration als folge klimawandel_de

BMZ-Factsheet: Migration als Folge des Klimawandels

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 03/2021 | Dateigröße 410 KB, Seiten 2 Seiten
Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 ambitionierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.

Ausführliche Informationen darüber sowie die Kernbotschaften der Agenda 2030 finden Sie auf unserer Übersichtsseite mit allen 17 Zielen.

Stand: 01.06.2023