SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Agenda 2030 | 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung SDG 11: Nachhaltige Städte und Gemeinden

Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Was wollen wir mit SDG 11 erreichen?

  • Alle Menschen sollen Zugang zu angemessenem Wohnraum und zu Grundversorgung haben.
  • Alle Menschen sollen Zugang zu sicheren, bezahlbaren und nachhaltigen Verkehrssystemen haben.
  • Inklusive und nachhaltige Stadtplanung soll gestärkt werden.
  • Das Weltkultur- und Naturerbe soll besser geschützt werden.
  • Die Zahl der Menschen, die von Katastrophen betroffen sind, soll reduziert werden.
  • Kommunale Kompetenzen des Katastrophenschutzes sollen ausgebaut werden.
  • Die von Städten ausgehende Umweltbelastung soll mit besonderem Fokus auf Luftqualität und Abfallbehandlung gesenkt werden.
  • Der allgemeine Zugang zu sicheren Grünflächen und öffentlichen Räumen soll gewährleistet werden.
Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 ambitionierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.

zur Übersichtsseite 17 Ziele

SDG 11: Unterziele

Dateityp PDF | Dateigröße 113 KB

Zahlen und Fakten

Zum

1. Mal

in der Menschheitsgeschichte lebt die Mehrheit der Weltbevölkerung in Städten

29 %

der städtischen Bevölkerung weltweit leben in Slums (Stand 2018)

Rund

1.000

Städte und Regionen haben sich ehrgeizige Klimaschutzziele gesetzt

2 Milliarden

Menschen haben keinen Zugang zu einer geregelten Abfallentsorgung

600 Millionen

Stadtbewohnerinnen und Stadtbewohner leben ohne gesicherten Zugang zu sauberem Trinkwasser

24 %

der Weltbevölkerung leben in Städten mit mehr als einer Million Einwohnerinnen und Einwohnern

SDG 11 Wo stehen wir?

Während 1950 nur 30 Prozent aller Menschen in Städten lebten, waren es im Jahr 2018 schon 55 Prozent.

Der dynamische Wandel zu einer zunehmend urbanisierten Welt verläuft mit regionalen Unterschieden. Während der Urbanisierungsgrad in Europa bei 73 Prozent, in Lateinamerika bei 80 Prozent und in Nordamerika bei 81 Prozent liegt, sind Afrika (40 Prozent) und Asien (48 Prozent) noch eher ländlich geprägt.

Doch besonders in Afrika wird sich die urbane Bevölkerung in den kommenden Jahrzehnten nahezu verdreifachen. Zwei Drittel der bis 2050 benötigten Infrastruktur sind dort heute noch gar nicht gebaut.

Passanten in einem Slum in Neu-Delhi, Indien, in dem die Bevölkerung hauptsächlich vom Müllsammeln lebt.
Mehr als eine Milliarde Menschen weltweit leben in Slums, die Zahl ist während der Corona-Krise weiter gestiegen.
Patricia Espinosa, Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Natione
Der Kampf um das Klima wird in Städten gewonnen oder verloren.
Patricia Espinosa Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen

SDG-11-Quiz Was denken Sie?

Während Europa, Nord- und Lateinamerika bereits im 20. Jahrhundert eine starke Urbanisierung erfuhren, wachsen die Städte in Asien und Afrika nun besonders schnell.

Welcher Anteil der weltweiten städtischen Bevölkerung wird 2050 in Asien und Afrika leben?

SDG 11 Was müssen wir tun?

Standbild aus dem BMZ-Video "Städte für eine bessere Welt"

Video: Städte für eine bessere Welt

Die Erreichung der SDGs kann nur mit Städten gelingen: 65 Prozent der SDG-Unterziele hängen von Maßnahmen lokaler Regierungen ab. Ganz besonders gilt das für die Umsetzung der Klimaziele und die Minderung von Emissionen.

Aus deutscher Sicht sind dabei drei Kernaufgaben von besonderer Bedeutung:

  • Städte als Entwicklungsakteure anerkennen und befähigen
  • Lebenswerte Städte für alle Menschen schaffen
  • Integrierte Stadtentwicklung verwirklichen

Die Covid-19-Pandemie zeigt: Lokale Regierungen sichern auch in Krisenzeiten die Versorgung mit wesentlichen Dienstleistungen. Städte müssen krisenresilienter werden und sich zudem an schon veränderte klimatische Bedingungen anpassen.

Dafür werden Investitionen gebraucht – zum Beispiel in grüne städtische Infrastruktur –, Bildung sowie Beschäftigungsperspektiven. Gleichzeitig muss auch das Katastrophenrisikomanagement in städtischen Planungs- und Investitionsprozessen berücksichtigt werden. Damit stärken wir eine risikoinformierte Entwicklung.

SDG 11 Das deutsche Engagement für SDG 11

Radfahrer in Berlin

Was kann jeder beitragen? Nachhaltige Mobilität

Der motorisierte Individualverkehr trägt zu einem großen Teil zur städtischen Luftverschmutzung und zu Treibhausgasemissionen bei.

Nutzen Sie, wo möglich, nachhaltige Transportarten wie das Fahrrad oder den ÖPNV. Die Initiative Stadtradeln (Externer Link) verbindet Kommunen deutschlandweit. Machen Sie mit!

Das BMZ fördert nachhaltige Stadtentwicklung derzeit mit mehr als 22 Milliarden Euro (finanzielle (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und technische Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)). Damit wird ein Beitrag zu lebenswerten Städten geleistet, die das Klima schützen, resilient (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und nachhaltig sind.

Dadurch soll den Stadtbewohnerinnen und -bewohnern ein sicheres und gesundes Lebensumfeld, Zugang zu Basisdienstleistungen, Beschäftigung und zum gesellschaftlichen Leben sowie zu nachhaltigem Wohnraum ermöglicht werden.

Zentral hierfür ist, dass der Stadtverkehr emissionsarm, sicher und für alle zugänglich gestaltet wird. Über die Transformative Urban Mobility Initiative (Externer Link) leistet das BMZ seit 2016 einen wesentlichen Beitrag hierzu. Bisher wurden 2,8 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, sodass heute 26,5 Millionen Menschen täglich verbesserte Verkehrssysteme nutzen können.

Auch deutsche Kommunen engagieren sich mit ihren Partnerstädten in Entwicklungsländern, zum Beispiel in Form von über 80 kommunalen Klimapartnerschaften (Externer Link) zur CO2-Minderung, Klimaanpassung und Wahrung von Biodiversität.

Rathaus
Passagiere in einer Metro in Bangalore, Indien
Wohnsiedlung an einem Berg im Ballungsgebiet von Mexiko-Stadt
Sturmschäden auf der Karibikinsel St. Lucia

Globale Initiative Katastrophenrisikomanagement Risikoinformierte Entwicklung stärken Externer Link

Zusammenarbeit konkret

Videos zum Thema

Standbild aus dem Video: Lokal Global – Die Bedeutung kommunaler Entwicklungspolitik

Video: Lokal Global – Die Bedeutung kommunaler Entwicklungspolitik

Standbild aus dem Video zur Bonner Nachhaltigkeitsstrategie

Video: Die global nachhaltige Kommune Bonn

Standbild aus dem Video "Kommunale Klimapartnerschaft des Rhein-Pfalz-Kreises mit La Fortuna in Costa Rica"

Video: Kommunale Klima­partner­schaft des Rhein-Pfalz-Kreises mit La Fortuna in Costa Rica

Standbild aus dem Video "Deutsch-jordanische Projektpartnerschaften"

Video: Kommunales Engagement – Deutsch-jordanische Partnerschaften (englisch)

Standbild aus dem Video "Agenda 2030 – auf die Städte kommt es an"

Video: Agenda 2030 umsetzen – auf die Städte kommt es an! (englisch mit deutschen Untertiteln)

Standbild aus dem Video "Bangladesch: Klimaresiliente und inklusive Stadtentwicklung"

Video: Klimaresiliente und inklusive Stadtentwicklung in Bangladesch (bengalisch, englische Untertitel können zugeschaltet werden)

Standbild aus dem Video "Deutsch-libanesische Projektpartnerschaften"

Video: Kommunales Engagement – Deutsch-libanesische Partnerschaften (englisch)

Standbild aus dem BMZ-Video "Städte für eine bessere Welt"

Video: Städte für eine bessere Welt

Ziele für nachhaltige Entwicklung

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 ambitionierte Ziele – die Sustainable Development Goals (SDGs) – für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.

Ausführliche Informationen darüber sowie die Kernbotschaften der Agenda 2030 finden Sie auf unserer Übersichtsseite mit allen 17 Zielen.