Deutschlands G7-Angebot Globaler Schutzschirm gegen Klimarisiken

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu extremen Wetterereignissen wie starken Überflutungen oder Dürren. Arme und vulnerable (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Menschen und Länder müssen sich besser vor diesen Klimaschäden schützen. Dabei fordern sie Unterstützung durch die Industrieländer. Die G7 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Staaten haben sich darum darauf verständigt, einen globalen Schutzschirm gegen Klimarisiken aufzubauen.

Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Gerade für arme Menschen haben Klimakatastrophen verheerende Auswirkungen. Sie haben oft nicht die Mittel, sich und ihre Häuser, Felder oder Geschäfte gegen extremes Wetter zu schützen und können bei einer Katastrophe ihr gesamtes Hab und Gut verlieren.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Logo der deutschen G7-Präsidentschaft 2022

Die Länder des globalen Südens sind am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen und haben oft nicht die Ressourcen, ihre Bürgerinnen und Bürger davor zu schützen.

In den internationalen Klimaverhandlungen wird darüber unter dem Stichwort "Loss and Damage" (Schäden und Verluste) diskutiert. Das Thema ist mit der Verantwortung der Industrieländer für die Verursachung des Klimawandels und der damit einhergehenden Frage nach Klimagerechtigkeit verwoben.

Deutschland engagiert sich stark für die (Weiter-)Ent­wick­lung von Unterstützungsangeboten zum Umgang mit Klimaschäden, um so viele arme und verletzliche Menschen wie möglich gegen Klimarisiken abzusichern. Vor diesem Hintergrund hat sich die G7 unter deutscher Präsidentschaft 2022 dazu bekannt, dass verwundbare Entwicklungsländer mehr Unterstützung beim Umgang mit Klimaschäden benötigen.

Deutschland hat während seiner G7-Präsidentschaft die Erarbeitung eines "Globalen Schutzschirms gegen Klimarisiken" gestartet, was die G7 einhellig unterstützt hat. Der Schutzschirm bündelt Aktivitäten im Bereich der Klimarisikoabsicherung und -vorsorge. Unter dem Schutzschirm werden Absicherungslösungen ausgearbeitet, die beim Eintritt eines Klimaschadens schnell umgesetzt werden. Dies ist verbunden mit Vorsorgeplänen der Entwicklungsländer. Dadurch werden Hilfen einfacher und schneller für die Menschen und Behörden zugänglich, die diese im Katastrophenfall dringend brauchen. Darüber hinaus mobilisiert der Schutzschirm zusätzliche Mittel, um dem wachsenden Finanzierungsbedarf gerecht zu werden.

Finanzielle Absicherung und Vorsorgepläne können helfen

Es gibt verschiedene Instrumente, die im Katastrophenfall dabei helfen, Gelder schnell an Regierungen und arme und besonders betroffene Menschen auszuzahlen. Dazu zählen beispielsweise Systeme der sozialen Sicherung, Reserven in öffentlichen Haushalten für den Katastrophenfall, Darlehen multilateraler Entwicklungsbanken, die im Katastrophenfall zur Auszahlung kommen, oder Staatsanleihen, deren Rückzahlung im Katastrophenfall reduziert oder ausgesetzt werden kann. Auch Versicherungen können für seltene Ereignisse mit großem Schadenspotenzial ein sinnvolles Instrument sein.

Grundlage sind Vorsorgepläne, die ein Land nach Analyse der eigenen Klimarisiken ausarbeitet. Wo sind die größten Risiken? Welche effizienten Sicherungs- und Vorsorgesysteme sind nötig, um diese abzufedern?

Schnelles Handeln nach Klimaschaden verringert Folgekosten

Durch diese Vorsorgemechanismen können Regierungen nach einem Klimaschaden die wirtschaftlichen und sozialen Lebensgrundlagen für die Bevölkerung schnell wiederherstellen. Die schnelle Reaktion ist sehr wichtig, denn wenn arme und besonders verwundbare Menschen in einem Katastrophenfall nicht kurzfristig unterstützt werden, kann das langfristige Folgen haben. Sie können gezwungen sein, Ersparnisse, die für Investitionen zurückgelegt wurden, für Lebensmittel auszugeben. Oder sie müssen ihren Traktor verkaufen, statt mit ihm ihre Felder neu zu bestellen. Oft können die Kinder auch nicht mehr zur Schule gehen, weil das Schulgeld nicht mehr bezahlt werden kann oder sie arbeiten müssen, um zum Familienunterhalt beizutragen.

Der globale Schutzschirm gegen Klimarisiken hilft, die Folgekosten von Katastrophenfällen zu reduzieren, die wirtschaftliche Erholung zu beschleunigen und die Gefahr eines Abrutschens in die Armut zu vermindern.
 

Überschwemmung auf den Philippinen

Klimarisikoversicherungen Interner Link

Ausbau von Lösungen zur finanziellen Absicherung von Menschen gegen Klimarisiken

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Vorausschauender Umgang mit Umweltveränderungen und Extremwetterereignissen

Zusammenarbeit konkret

Dorf in der Somali-Region in Äthiopien, in dem sich wegen der anhaltenden Dürre Nomaden angesiedelt haben

Afrika: Absicherung gegen Ernteausfälle Policen gegen Dürrefolgen – ARC und ARC Replica Interner Link

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Pakistan: Lokale Mikroversicherungen Unterstützung von lokalen Institutionen durch den InsuResilience Investment Fund Interner Link

Pakistan leidet regelmäßig unter extremen Wettereignissen mit negativen Folgen für die Bevölkerung, besonders im landwirtschaftlichen Bereich. Mit Unterstützung des InsuResilience Investment Funds (IIF) bietet eine lokale pakistanische Stiftung Bäuerinnen und Bauern nun die Möglichkeit, zum Erwerb von Vieh aufgenommene Mikrokredite mit einer Klimarisikoversicherung zu koppeln. 

Überschwemmung in Iquitos, Peru

Peru: InsuResilience Solutions Fund  Entwicklung eines neuen Versicherungsprogramms für öffentliche Schulen in Peru Interner Link

Zunehmende Wetterextreme wie Überschwemmungen stellen Peru vor eine große Herausforderung. Dabei ist die öffentliche Infrastruktur von besonderer Bedeutung. Der InsuResilience Solutions Fund setzt an dieser Stelle an und fördert ein Versicherungsprogramm für öffentliche Schulen.

Factsheets

Titelblatt: Ein globaler Klimarisiko-Schutzschirm: Deutschlands G7-Angebot im Einsatz gegen Klimaschäden und -verluste in Entwicklungsländern

Ein globaler Klimarisiko-Schutzschirm

Deutschlands G7-Angebot im Einsatz gegen Klimaschäden und -verluste in Entwicklungsländern

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 07/2022 | Dateigröße 843 KB, Seiten 6 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Cover: Germany’s G7 ambition: Working towards a Global Shield against Climate Risks

Germany’s G7 ambition: Working towards a Global Shield against Climate Risks

Information Note and decision of the G7 regarding the Global Shield against Climate Risks

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2022 | Dateigröße 450 KB, Seiten 3 Seiten
Cover Insuresilience Global Partnership

InsuResilience Global Partnership

Die globale Partner­schaft für Finanz­ierungs- und Versicherungs­lösungen gegen Klima- und Katastrophen­risiken

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 11/2021 | Dateigröße 338 KB, Seiten 2 Seiten

Stand: 16.07.2022