Zweig eines Kaffeestrauchs in Kenia mit Blüten und unreifen Früchten. Kaffee gehört zu den Hauptexportgütern des Landes.
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Kenia
Kenia gilt als treibende wirtschaftliche Kraft der Region. Das Land verzeichnete in den vergangenen Jahren ein robustes Wirtschaftswachstum, das laut Internationalem Währungsfonds (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (IMF) im Jahr 2024 bei knapp unter fünf Prozent lag und sich auch 2025 auf etwa 4,8 Prozent belaufen soll. Kenia gilt damit als Vorreiterstaat, der innerhalb der Ostafrikanischen Gemeinschaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (EAC) Handel, Infrastrukturprojekte, Klimaschutz und politische Zusammenarbeit vorantreibt.
Auch in der Sicherheitspolitik spielt Kenia eine Schlüsselrolle. Das Land stellt regelmäßig Truppen für Missionen der Vereinten Nationen (UN) (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und regionale Einsätze, etwa in Somalia, und tritt zugleich als Vermittler auf. Durch dieses Engagement trägt Kenia zur Stabilität in Ostafrika bei.
Mit dem Hafen in Mombasa und einem der dynamischsten Zielmärkte in der Region gilt Kenia als „Tor nach Ostafrika“. Kenia ist die drittgrößte Volkswirtschaft Subsahara-Afrikas mit jährlichen Wachstumsraten von rund fünf Prozent. Mit einer dynamischen Digitalwirtschaft ist Kenia ein gefragter Standort sowohl für BigTech als auch für innovative Start-Ups (Silicon Savannah). Auch für die deutsche Wirtschaft ist Kenia attraktiv: Rund 120 Unternehmen sind in Kenia aktiv und die Wirtschaftsbeziehungen sollen weiter intensiviert werden. 2024 traten ein Wirtschaftspartnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) (EU) und ein Mobilitäts- und Migrationspartnerschaftsabkommen mit Deutschland in Kraft.
Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Kenia
Die Bundesrepublik Deutschland gehört seit Jahren zu den wichtigsten Unterstützern Kenias. Die Zusammenarbeit ist langfristig angelegt: Sie soll inklusives und grünes Wirtschaftswachstum ermöglichen, Armut strukturell verringern und jungen Menschen zu Beschäftigung verhelfen. Die Zusammenarbeit zwischen der kenianischen und der europäischen Privatwirtschaft soll durch Unterstützung der Entwicklungszusammenarbeit weiter ausgebaut werden.
Im November 2022 hoben beide Staaten ihre Kooperation auf eine neue Ebene. Deutschland und Kenia vereinbarten eine Klima- und Entwicklungspartnerschaft, die den gemeinsamen Einsatz gegen den Klimawandel bündeln soll. Die Partnerschaft unterstützt Kenia bei der Ausgestaltung, Finanzierung und Umsetzung ambitionierter Klimapolitik. Im Zentrum steht der Ausbau erneuerbarer Energien. Kenia verfolgt dabei ein ambitioniertes Ziel: Bis 2035 will das Land seinen gesamten Energiebedarf aus erneuerbaren Quellen decken. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Agrarsektor. Die Landwirtschaft, Rückgrat der kenianischen Wirtschaft, soll widerstandsfähiger gegen die Folgen des Klimawandels werden. Angepasste Agrarsysteme sollen dort Erträge sichern, wo Dürren und Extremwetter immer häufiger werden. Zugleich setzt die Partnerschaft auf technologische Innovation in den Bereichen grüner Wasserstoff und E-Mobilität.
Bei Regierungsverhandlungen im November 2024 wurden Kenia 150 Millionen Euro neu zugesagt. Davon entfallen 110 Millionen Euro auf die finanzielle (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und 40 Millionen Euro auf die technische (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Zusammenarbeit.
Folgende Kernthemen der Zusammenarbeit wurden vereinbart:
- Kernthema: Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Ausbildung und Beschäftigung
Aktionsfelder: Berufliche Bildung (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), Privatsektor- und Finanzsystementwicklung, Handel und wirtschaftliche Infrastruktur - Kernthema: Klima und Energie, Just Transition
Aktionsfelder: Klimaschutz (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Anpassung an den Klimawandel (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen), erneuerbare Energie (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und Energieeffizienz - Kernthema: Leben ohne Hunger – Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme
Aktionsfelder: Ernährungssicherung, Landwirtschaft - Gestaltungsspielraum Stärkung guter Regierungsführung, Flucht und Migration
Entwicklungspolitische Kennzahlen
- Kenia
- Deutschland
Allgemeine Informationen
Hinweise für die Nutzung
Klicken Sie sich durch die oben angeordneten verschiedenen Rubriken und finden Sie aktuelle Zahlen aus Kenia sowie – zum Vergleich – aus Deutschland.
Weitere Informationen zu den einzelnen Daten und die Quellenangabe können Sie mithilfe des i-Zeichens abrufen.
Gesamtbevölkerung
Erläuterung und Quellenangabe
Die Angabe zur Gesamtbevölkerung basiert auf der faktischen Definition von Bevölkerung, die alle Einwohnerinnen und Einwohner, die in einem Land ansässig sind, unabhängig von ihrem rechtlichen Status oder ihrer Staatsangehörigkeit umfasst. Die Zahlen geben die Schätzungen zur Jahresmitte wieder.
Quelle: Globale Entwicklungsdaten der Weltbank (Externer Link)
Fläche
Erläuterung und Quellenangabe
Gesamtfläche eines Landes (in Quadratkilometern) einschließlich der Gebiete unter Binnengewässern und einigen Küstenwasserstraßen.
Quelle: Globale Entwicklungsdaten der Weltbank (Externer Link)
Rang im HDI
Erläuterung und Quellenangabe
Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet.
SDG-Trends für Kenia
- Auf Kurs oder Bewahrung
- Leichte Verbesserung
- Stillstand
- Abnehmend
- Informationen nicht verfügbar