Kernthema Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung Perspektiven für junge Menschen schaffen

Um die hohe Jugendarbeitslosigkeit in Kenia zu verringern und zugleich dem Fachkräftemangel zu begegnen, braucht es praxisnahe berufliche Ausbildungswege. Jungen Menschen müssen die Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln werden, die auf dem Arbeitsmarkt besonders gefragt sind. 

Eine Studentin prüft Solarmodule auf dem Dach einer Ausbildungseinrichtung für Solartechniker und Energieauditoren an der Strathmore University, Nairobi

Eine Studentin prüft Solarmodule auf dem Dach einer Ausbildungseinrichtung für Solartechniker und Energieauditoren an der Strathmore University, Nairobi

Eine Studentin prüft Solarmodule auf dem Dach einer Ausbildungseinrichtung für Solartechniker und Energieauditoren an der Strathmore University, Nairobi

In diesem Arbeitsschwerpunkt kooperiert die Entwicklungszusammenarbeit eng mit der privaten Wirtschaft und der kenianischen Regierung.

Berufsbildungsinitiative

Im Mittelpunkt des deutschen Engagements steht die 2017 gestartete kenianisch-deutsche Berufsbildungsinitiative (Kenyan-German TVET Initiative, KGTI). Ihr haben sich 28 Unternehmen und Verbände angeschlossen. In Partnerschaft mit der Privatwirtschaft und dem kenianischen Bildungsministerium werden hierbei drei Exzellenzzentren für berufliche Bildung aufgebaut. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta legten im Februar 2020 feierlich den Grundstein für das erste Exzellenzzentrum am Kiambu Institute for Science and Technology. Um Innovationen und den Schritt in die Selbstständigkeit zu fördern, wird außerdem ein Gründerzentrum eingerichtet, das künftig noch durch ein Digitalzentrum erweitert werden soll.

Von diesen Maßnahmen zur Förderung von Bildung und nachhaltiger Wirtschaftsentwicklung profitierten in den letzten Jahren rund 140.000 Lehrkräfte, Jugendliche und Kleinunternehmerinnen und Kleinunternehmer.

Stipendienprogramm für benachteiligte Jugendliche

Herausragende Studierende und Berufsschülerinnen und -schüler aus armen und benachteiligten Verhältnissen fördert Deutschland durch das Stipendienprogramm "Wings to Fly". Durch diese Unterstützung konnten bislang etwa 5.000 Jugendliche die Sekundarschule abschließen beziehungsweise die Berufsschule besuchen (Stand: Januar 2021).