Amerikanische Konvention über Menschenrechte

Die Amerikanische Menschen­rechts­konvention der Organisation Amerika­nischer Staaten (OAS) wurde 1969 als regionaler, multi­lateraler Vertrag zum Schutz der Menschen­rechte verabschiedet. Die Konvention trat 1978 in Kraft. 25 mittel- und süd­amerikanische Staaten haben sie bislang ratifiziert (Stand: April 2021).

Die Konvention enthält bürgerliche und politische Rechte, darunter das Recht auf Leben und eine humane Behandlung, das Recht auf einen Namen und eine Nationalität, das Recht auf Privat­sphäre und das Recht auf rechtlichen Schutz und ein faires Verfahren.

Um die Einhaltung der Konvention sicherzustellen, wurde der Inter­amerikanische Gerichtshof für Menschenrechte (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) in San José, Costa Rica, eingerichtet. An ihn können sich Personen wenden, um die in der Konvention fest­geschriebenen Rechte gegenüber den Mitglieds­staaten einzuklagen.

Das Zusatzprotokoll von San Salvador

Um auch wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte auf inter­amerikanischer Ebene zu verankern, wurde 1988 das Zusatz­protokoll von San Salvador verabschiedet, das 1999 in Kraft trat. Es wurde bisher von 17 mittel- und süd­amerika­nischen Staaten ratifiziert (Stand: April 2021). Das Zusatz­protokoll orientiert sich am UN-Sozialpakt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und enthält unter anderen die Rechte auf Bildung und auf Arbeit. Stellenweise geht das Zusatz­protokoll im Umfang über den UN-Sozialpakt hinaus.

Eine achtköpfige Arbeitsgruppe überwacht die Einhaltung des Protokolls und begutachtet die regelmäßigen Berichte der Mitgliedsstaaten.

Externe Links: