Stadtansicht von Kiew

Ukraine Solidarität mit den Menschen in der Ukraine

Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Putins Krieg zerstört viele Fortschritte, die die Ukraine erreicht hat. Wir stehen fest an der Seite der Ukrainerinnen und Ukrainer und fordern das sofortige Ende der Kampfhandlungen. Unsere Solidarität gilt den Menschen, die gerade unfassbares Leid durchleben müssen.
Svenja Schulze am 25. Februar 2022 Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Banner (blauer Hintergrund) mit Text in weißer Schrift "Information | Hilfe | Services" und in gelber Schrift" www.germany4ukraine.de" und einem weißen Fragezeichen und einem weißen Ausrufezeichen jeweils in einer blauen Sprechblase mit gelbem Rand, darunter das Logo des Bundesministeriums des Innern und für Heimat

Hilfe-Portal für Geflüchtete aus der Ukraine www.germany4ukraine.de Externer Link

Mit dem Portal "Germany4Ukraine" bietet die Bundes­regie­rung gesicherte und aktuelle Infor­mationen zu Ein­reise, Re­gis­trie­rung und Aufent­halt für Ge­flüch­tete aus der Ukraine auf Ukrainisch (Externer Link), Russisch (Externer Link), Englisch (Externer Link) und Deutsch (Externer Link).

Aktuelle Informationen über die Situation in der Ukraine seit dem völker­rechts­widrigen Ein­marsch russischer Truppen am 24. Februar 2022 finden Sie auf der Website des Auswärtigen Amts (Externer Link).

Ein Sofortprogramm für die Ukraine

Die deutsche Ent­wick­lungs­zu­sam­men­arbeit unter­stützt die Ukraine seit vielen Jahren in unter­schiedlichen Bereichen. Dazu gehören die Stärkung des Katas­trophen­schutzes, die Energie­ver­sorgung und die Unter­bringung von Menschen, die bereits 2014 ihre Heimat­region ver­lassen mussten. Mit Kriegs­beginn war klar, dass diese Programme nicht wie geplant weiter­laufen können.

Das BMZ hat deshalb in den letzten Wochen große An­strengungen unter­nommen, um die Menschen in der Ukraine schnell und flexibel zu unter­stützen. Wir haben auf Wunsch unserer ukrainischen Partner in der Regierung, den Kommunen und der Zivil­gesellschaft die laufende Zu­sammen­arbeit angepasst. Im Vordergrund stehen jetzt die akuten Bedürfnisse der Menschen in der Ukraine.

Das aktuelle ent­wick­lungs­politische Sofort­pro­gramm hat ein Volumen von insgesamt mehr als 122 Millionen Euro (Stand 21. April 2022). Weitere Maß­nahmen werden folgen. Das Sofort­program wird von der GIZ (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) über Partner vor Ort um­gesetzt. Dazu gehören der ukrainische Katastrophen­schutz, Partner­kommunen sowie Organisationen wie die Inter­nationale Organisation für Migration (IOM) und das Kinder­hilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF).

Deutsches Engagement Was tun wir bereits?

Wir liefern dem ukrainischen Katastrophenschutz Ausrüstung die Leben rettet.

Ein Rollfeld auf dem zwei rot-weiße Transportflugzeuge des ukrainischen Katastrophenschutzes mit jeweils zwei Propellerantrieben und Beschriftungen in ukrainischer Sprache stehen. Die Flugzeuge haben Spenden aus Baden-Württemberg mit Unterstützung der GIZ in die Ukraine gebracht.

Spenden aus Baden-Württemberg wurden mit Unter­stützung der GIZ mit Trans­port­flug­zeugen des ukrainischen Katas­trophen­schutzes in die Ukraine gebracht.

Spenden aus Baden-Württemberg wurden mit Unter­stützung der GIZ mit Trans­port­flug­zeugen des ukrainischen Katas­trophen­schutzes in die Ukraine gebracht.

Erste Lieferungen mit Schutz­kleidung, Atem­schutz­geräten oder Lösch­geräten haben wir den ukrainischen Partnern bereits am achten Tag des Krieges in Kiew und in der West­ukraine übergeben.

Wir unterstützen unsere Partnerkommunen beim akuten Krisenmanagement.

Die ukrainischen Kommunen, die wir bislang bei der Um­setzung von Ver­waltungs­re­formen beraten haben, werden jetzt bei der Beschaffung von Hilfsgütern unterstützt und bei der Koordinierung von Katastrophenhilfe telefonisch und online beraten.

Wir helfen Menschen auf der Flucht.

Unser Engagement für Geflüchtete hat sich ursprünglich auf die Ostukraine fokussiert. Dort haben wir den Bau von Wohnraum für Menschen unterstützt, die bereits 2014 vertrieben wurden. Jetzt erweitern wir unsere Unterstützung auf die Einrichtung von Unterkünften für die vielen weiteren Ukrainerinnen und Ukrainer, die der Krieg aktuell zur Flucht zwingt. Ein weiteres Vorhaben, das die bereits 2014 vertriebenen Menschen wirtschaftlich stärken sollte, unterstützt jetzt den Weiterbetrieb kleiner und mittlerer Unternehmen von Menschen, die kriegsbedingt ihre Heimat verlassen mussten.

Wir stärken gemeinsam mit UNICEF psychosoziale Betreuungsangebote für Frauen und Kinder auf der Flucht.

Die bereits laufende Kooperation zur psychosozialen Betreuung von Menschen auf der Flucht, insbesondere Frauen, Kindern und Jugendlichen, wird auf Regionen in der Ukraine ausgerichtet, die nun besonders viele Menschen aufnehmen. Zur Unterstützung der Betreuungsangebote von UNICEF in der Westukraine hat das BMZ zwei Millionen Euro zusätzlich bereitgestellt.

Wir unterstützen unser Partnerland Moldau bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise.

Flüchtlinge machen inzwischen mehr als vier Prozent der Bevölkerung Moldaus aus. Die deutsche Unterstützung hilft zum Beispiel beim Management des nationalen Krisenzentrums, bei der Arbeitsvermittlung und bei der Flüchtlingsaufnahme und -Integration in den Kommunen. Gleichzeitig wird das BMZ Moldau dabei unterstützen, seine Energieabhängigkeit von Russland zu reduzieren – unter anderem durch die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien und die Verbesserung der Energieeffizienz.

Globale Folgen des Krieges

Ernährungssicherung

Siehe auch

Russland und die Ukraine sind be­deu­ten­de Getreide­produ­zen­ten. In Ländern, die von Weizen­im­por­ten aus der Ukraine und Russland ab­hängen, drohen Hun­gers­nöte. Der Krieg führt darüber hinaus zu einem wei­teren Anstieg der ohne­hin schon sehr hohen Nah­rungs­mittel­preise.

Unsere Pro­gram­me im Bereich Er­näh­rungs­siche­rung, Land­wirt­schaft und länd­liche Ent­wick­lung zielen auf die Trans­for­ma­tion der welt­weiten Agrar- und Er­näh­rungs­sys­teme.

Dazu gehört auch, die lokale Er­zeu­gung und den loka­len/re­gio­na­len Handel zu stärken. Das macht Agrar- und Er­näh­rungs­sys­te­me resi­lien­ter (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und vermindert Im­port­ab­hän­gig­kei­ten. Unser Ziel sind öko­no­misch, öko­lo­gisch und sozial nach­hal­tige Agrar- und Er­näh­rungs­syste­me.

Die akuten Krisen­symp­tome beruhen unter anderem auch auf chro­ni­schen Pro­ble­men der Agrar- und Er­näh­rungs­syste­me. Dazu gehören an­fälli­ge Liefer­ketten und die Ab­hän­gig­keit von wenigen Liefe­ran­ten und Nutz­pflanzen­sorten. Das BMZ ist eine der trei­ben­den Kräfte für die Trans­for­ma­tion hin zu nach­halti­gen Agrar- und Er­näh­rungs­syste­men. Sie müssen nach­halti­ger und damit resi­lien­ter werden – das ist aktive Krisen­präven­tion.

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