Gemeinsam handeln Armut besiegen

SDG 1: Keine Armut

Nach Be­rech­nun­gen der Welt­bank le­ben welt­weit rund 700 Mil­lio­nen Men­schen in ex­tre­mer Ar­mut, das hei­ßt, sie ver­fü­gen über we­ni­ger als 1,90 US-Dol­lar pro Tag. Be­trach­tet man Ar­mut mehr­di­men­sio­nal, sind so­gar 1,3 Mil­li­ar­den Men­schen be­trof­fen. Zu die­sem Er­geb­nis kommt der Mul­ti­di­men­sional Poverty In­dex (Externer Link) (MPI) des Ent­wick­lungs­pro­gramms der Ver­ein­ten Na­tio­nen (UN­DP). Er misst, wie stark ein Haus­halt un­ter Ent­beh­run­gen in den Be­rei­chen Bil­dung, Ge­sund­heit und Le­bens­stan­dard lei­det.

Eine Frau in einem Slum in Nairobi
Eine Frau in einem Slum in Nairobi
Lexikon der Entwicklungspolitik

Stichwort Armut Interner Link

Armut zu messen, ist schwierig, jeder empfindet sie anders. Hunger, Krankheiten oder Angst sind schwer messbar. Darum gibt es international akzeptierte Kriterien, die dabei helfen, zu erfassen, was Armut ist und wer als arm gilt.

Als eines der größten Probleme der Gegenwart geht Armut uns alle an: In unserer politisch und wirtschaftlich eng verflochtenen Welt müssen die Ursachen von Armut auf allen Ebenen und in gemeinsamer Verantwortung hinterfragt werden. Zudem sind die Folgen von Armut nicht nur in den besonders betroffenen Ländern, sondern auch bei uns zu spüren. Der Einsatz gegen Armut und für bessere Lebensbedingungen weltweit ist daher eine der wichtigsten Aufgaben der internationalen und auch der deutschen Entwicklungsagenda.

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Die Weltgemeinschaft weiß, dass sie Erfolge im Kampf gegen die Armut nur gemeinsam erzielen kann. Vom 25. bis 27. September 2015 tagte die UN-General­versamm­lung in New York und verabschiedete einen Welt­zukunfts­vertrag: die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung mit 17 Zielen. Darin verpflichtet sich die Weltgemeinschaft, drängende Heraus­forderungen für die Zukunft unseres Planeten gemeinsam anzugehen. An erster Stelle steht dabei das Ziel, extreme Armut in allen Formen zu beseitigen.

Dies wird nur gelingen, wenn die Ungleich­heiten innerhalb von Ländern reduziert werden. Das Agenda-2030-Prinzip "Niemanden zurück­lassen" (leave no one behind) erfordert, die besonderen Bedürfnisse der Ärmsten und am stärksten Benachteiligten zu berücksichtigen. Sie sollen durch die Maßnahmen zur Armutsreduzierung als erste erreicht und auf dem Weg zu nachhaltiger Entwicklung mitgenommen werden.

Deutschlands Engagement gegen Armut

Standbild aus dem BMZ-Video "Was ist Armut?"

Video Was ist Armut?

Ar­mut zu be­en­den, ist ein über­ge­ord­ne­tes Ziel der deut­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit. Al­le Maß­nah­men, die das BMZ för­dert, tra­gen – di­rekt oder in­di­rekt – da­zu bei, die­ses Ziel zu er­rei­chen.

Für die Be­kämp­fung der Ar­mut sind ma­ß­ge­schnei­der­te Lö­sungs­an­sät­ze in un­ter­schied­li­chen Be­rei­chen und Län­dern not­wen­dig. Ent­spre­chend viel­fäl­tig ist der Ein­satz der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land für die Re­du­zie­rung der Ar­mut.

Im Fol­gen­den fin­den Sie wei­ter­füh­ren­de In­for­ma­tio­nen zu den ver­schie­de­nen Tä­tig­keits­fel­dern des BMZ, die da­zu bei­tra­gen, Ar­mut zu re­du­zie­ren.