Entwicklungs­politik ist Friedens­politik 16. Ent­wicklungs­politi­scher Bericht der Bundes­regierung

Inhaltliche Schwerpunkte des Berichts sind unter anderem der Marshallplan mit Afrika, der weltweite Kampf gegen die Corona-Pandemie sowie der Reformprozess BMZ 2030. Mit dem Bericht kommt die Bundesregierung dem Auftrag des Deutschen Bundestages nach, alle vier Jahre einen umfassenden Bericht zur Entwicklungspolitik vorzulegen. Neben dem Erreicht­en zeigt der Bericht auch aktuelle Heraus­forder­ungen für die Ent­wick­lungs­politik sowie mögliche Entwick­lungen bis zum Jahr 2050 auf.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller
Wir haben in den letzten Jahren viel geschafft: Seit 2020 setzen wir ein weltweites Corona-Sofortprogramm von 4,7 Milliarden Euro um. Allein im letzten Jahr haben zehn Millionen Menschen von verbesserten Gesund­heitsdienst­leistungen profitiert und zwölf Millionen Kinder können zur Schule gehen. Der globale Klimaschutz wurde deutlich gestärkt. Das Lieferketten­sorg­falts­pflichten­gesetz wurde beschlossen und der Grüne Knopf, das staatliche Textilsiegel, wurde erfolgreich am Markt eingeführt. Wir dürfen jetzt nicht nachlassen.
Gerd Müller Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
cover entwicklungspolitischer bericht

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16. Entwicklungs­politi­scher Bericht der Bundes­regier­ung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2021 | Dateigröße 13 MB, Seiten 388 Seiten
Cover Faktenblatt zum 16. Entwicklungspolitischen Bericht der Bundesregierung

Fakten­blatt zum 16. Ent­wick­lungs­po­li­ti­schen Be­richt der Bundes­regier­ung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2021 | Dateigröße 605 KB, Seiten 8 Seiten
Dagmar Pruin, Präsidentin Brot für die Welt
Wir sind dankbar, dass das BMZ dem Kampf gegen den Hunger besondere Aufmerksamkeit schenkt. Minister Müller spricht angesichts von 15.000 Hungertoten pro Tag sogar von Mord, weil diese Opfer vermeidbar wären. Diese Opfer wären in der Tat vermeidbar, denn es ist genug für alle da. Wir brauchen hier endlich deutlich größere Anstrengungen und einen ganzheitlichen Ansatz.
Dagmar Pruin Präsidentin von Brot für die Welt

In den vergangenen Jahrzehnten hat Entwicklungspolitik weltweit viel erreicht:

  • Der Anteil der Hungernden konnte weltweit seit 1990 fast halbiert werden. Von mehr als einer Milliarde Menschen auf 615 Millionen. Allerdings steigen die Zahlen aktuell wieder auf über 800 Millionen.
  • 9 von 10 Kindern gehen in die Schule – 1960 war es nur jedes zweite. 2017 hatten weltweit nur noch 55 Millionen Kinder keine Grundschulbildung.
  • Seit 1990 ist die Zahl der extrem Armen um fast zwei Drittel gefallen – obwohl gleichzeitig die Weltbevölkerung um über 2,2 Milliarden Menschen gewachsen ist. Die Armutsrate konnte so weltweit von 36 auf 9 Prozent gesenkt werden.
  • Krankheiten wie Polio konnten fast ausgerottet werden – gab es vor 30 Jahren noch 350.000 Fälle, waren es 2020 ganze 96.
  • 2017 starben weniger als eine Million Menschen an Aids. Im Jahr 2000 waren es noch 2,8 Millionen. 
Eberhard Brandes, geschäftsführender Vorstand des WWF
Die deutsche Entwicklungs­zusammena­rbeit ist international ein Leuchtturm mit einer enorm hohen Wirkung. Dies gilt es weiter auszubauen. Auch in unserem eigenen Interesse. Die langfristig und partnerschaftlich angelegte Strategie des BMZ führt die direkte Unterstützung der Menschen vor Ort mit dem notwendigen Erhalt der Lebens­grundlagen wie die biologische Vielfalt und ein gesundes Klima zusammen.
Eberhard Brandes Geschäftsführender Vorstand des WWF

Wichtige Ergebnisse der deut­schen Entwick­lungs­politik der letzt­en Jahre