Beratungsgespräch
Urheberrecht© Jean Baptiste Joire
Menschen beraten, Institutionen stärken, Fachkräfte gewinnen Zentren für Migration und Entwicklung (ZME)
Viele Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern suchen nach einer Arbeit, Ausbildung oder einem Studium im Ausland. Regierungen in Partnerländern des BMZ wollen oftmals Arbeitsmobilität fördern, etwa um ihre angespannten Arbeitsmärkte zu entlasten. Gleichzeitig besteht in Deutschland und anderen Zielländern großer Bedarf an gut ausgebildeten Arbeitskräften.
Die Zentren für Migration und Entwicklung bringen diese unterschiedlichen Perspektiven zusammen. So leistet das BMZ einen entwicklungspolitischen Beitrag zur deutschen Migrationspolitik und Fachkräfteeinwanderung.
Die Zentren für Migration und Entwicklung dienen als Anlaufstelle für Menschen in Ägypten, Ghana, Indonesien, Irak, Jordanien, Marokko, Nigeria, Pakistan und Tunesien, die sich für eine Arbeit oder Ausbildung in Deutschland, Europa oder innerhalb der jeweiligen Region interessieren. In der Ukraine werden Unterstützungsangebote für Ukrainer*innen gestärkt, die aktuell im Ausland leben und sich für eine Rückkehr interessieren.
Um das Angebot der Zentren auch nach Auslaufen der deutschen Förderung zu sichern, sind sie eng an staatliche Strukturen der Partnerländer angebunden, beispielsweise nationale Arbeitsagenturen oder Migrationsministerien. Die Zentren und ihre Leistungen werden Schritt für Schritt in die Verantwortung dieser Institutionen übergeben. Dabei gilt es, Partnerregierungen, lokale Behörden und Zivilgesellschaft zu stärken – insbesondere bei der Entwicklung fairer Migrationsstrategien und der Steuerung von Arbeitsmigration und Reintegration. So sind die Zentren ein wichtiger Baustein für die Zusammenarbeit von staatlichen, privatwirtschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren.
Stand: 23.02.2026