Sonderinitiative Eine Welt ohne Hunger ist möglich 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller im Regenwald im Dzanga-Sangha-Schutzgebiet, Zentralafrikanische Republik März 2015
Eine Welt ohne Hunger ist möglich. Wir alle – Re­gie­rungen, Unter­nehmen und Bürgerinnen und Bürger – können unseren Beitrag leisten. Dazu müssen wir ent­schlossen welt­weit handeln. Jetzt!
Gerd Müller Bundesentwicklungsminister

Alle Menschen auf der Erde können ernährt werden. Die natürlichen Ressourcen, das Wissen und die Technologien dafür sind vorhanden. Gebraucht werden mehr Investitionen – in Bildung und Ausbildung, in eine nachhaltige Landwirtschaft, in Infrastruktur und in Wertschöpfung vor Ort.

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Keynote von Minister Müller auf der Konferenz "Eine Welt ohne Hunger - Was zu tun ist." am 14. Oktober 2020

SDG 2: Kein Hunger

Die Staaten der G7 haben schon 2015 versprochen, ihre Mittel zur Bekämpfung von Hunger aufzustocken. Sie müssen dieses Versprechen einlösen.

Im Herbst 2020 stellte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller zwei Studien renommierter Forschungsinstitute zur Überwindung der globalen Hungerkrise vor. Laut Berechnungen internationaler Forscher bedarf es zusätzlicher jährlicher Investitionen in Höhe von circa 40 Milliarden US-Dollar, um den Welthunger bis 2030 zu beenden. Dazu müssten Industrieländer jährlich zusätzliche 14 Milliarden US-Dollar beitragen.

Und auch das volle Engagement der Entwicklungs­länder ist gefragt: Sie müssen das Thema Land- und Ernährungs­wirtschaft ganz oben auf ihre politische Tagesordnung setzen.

Durch ein gemeinsames ambitioniertes Engagement von Industrie- , Schwellen- und Entwicklungsländern ist eine Welt ohne Hunger – und damit Ziel 2 der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – in den kommenden zehn Jahren zu erreichen.

Titelblatt: EINEWELT ohne Hunger

Factsheet: EINEWELT ohne Hunger

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 07/2021 | Dateigröße 1 MB, Seiten 2 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Cover: ONE WORLD – No Hunger

Factsheet: ONE WORLD – No Hunger

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 04/2021 | Dateigröße 3 MB, Seiten 2 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Titre: Un seul monde sans faim

Fiche d'information: UN SEUL MONDE sans faim 

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 04/2021 | Dateigröße 1 MB, Seiten 2 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei

Zusammenarbeit mit Partnern für eine Welt ohne Hunger

Beispiel Äthiopien | GIZ
Äthiopische Kleinbäuerinnen und Kleinbauern erhalten auf Trainingsfeldern Schulungen.

Keinen Hektar Land verlieren Interner Link

In sieben Ländern – darunter Äthiopien – fördert die Deutsche Gesellschaft für Inter­nationale Zusammen­arbeit (GIZ) in Gegenden, in denen Böden durch falsche Bewirt­schaftung geschädigt sind, die nachhaltige Land­nutzung.

Beispiel eco.business Fund | KfW
Kakaofrüchte

Nachhaltigkeit statt Raubbau Interner Link

Der Klima­wandel kann nur auf­gehal­ten werden, wenn ein Um­denken stattfindet. Die KfW Ent­wicklungs­bank finanziert im Auftrag des BMZ den eco.business Fund, der sich für grüne Unternehmen einsetzt.

Beispiel Jemen | WFP
Ein junge erhält seine tägliche Ration an sogenannten Energiekeksen. Sie helfen, die Ernährungssituation für Kinder zu verbessern und fördern die Teilnahme am Schulunterricht.

"Food Assistance for Assets"-Programm in Jemen Interner Link

Im Jemen wütet eine der größten humanitären Krisen der Welt. Um den Menschen wieder Perspektiven zu geben, hilft das UN World Food Programme (WFP) mit der Unterstützung des BMZ durch sogenannte "Food Assistance for Assets"- oder "Food Assistance for Training"-Programme und mit Schulmahlzeiten.

Beispiel Indien | Engagement Global | terre des hommes
Ein junges Mädchen präsentiert grünes Gemüse.

Gesunde Ernährung für Kinder, eigene Einkünfte für ihre Mütter Interner Link

terre des hommes Deutsch­land unterstützt drei Partner­organi­sationen im Norden Indiens, die dafür sorgen, dass 3.400 Kinder in rund 2.300 Haus­halten gesunde Nahrung zu sich nehmen können. 

Beispiel Madagaskar | GIZ
In gefluteten Reisfeldern werden Fische gezüchtet.

Fisch mit Reis – eine Win-Win-Situation für eine bessere Ernährung Interner Link

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat in Madagaskar rund 15.000 Menschen in der Reis-Fischzucht ausgebildet.

Beispiel Ernährungssicherung | KfW
Baby in Malawi

Eine gesunde Zukunft für Malawis Kinder Interner Link

Nur eine gesunde und aus­reichende Ernährung von Geburt an sichert die Zukunft von Kindern. In Malawi leiden viele Säug­linge und Kleinkinder an chronischer Unter­ernährung. 

Beispiel Libanon | WFP
Eine kommunale Küche in Ashrafiye, Libanon, die von Freiwilligen betrieben wird. Sie versorgt Menschen, die durch die Explosion im Beiruter Hafen ihre Wohnungen oder Arbeitsplätze verloren haben.

"National Poverty Targeting Programme" im Libanon  Interner Link

Der Libanon galt lange Zeit als stabiles Land mittleren Einkommens. Zusehends rutscht das Land jedoch durch den dreifachen Schock einer beispiellosen Wirtschaftskrise, den wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen von COVID-19 und der Explosion im Hafen von Beirut in die Armut. 

Beispiel Burundi | Engagement Global | Kindernothilfe
Frauen bei der Aussaat von Bohnen

Existenz- und Ernährungssicherung Interner Link

In vielen Familien in Burundi ist die Sorge um die tägliche Nahrung ein ständiger Begleiter. Seit 2017 unter­stützt die Kinder­nothilfe in der Provinz Karusi 1.800 Familien bei der Verbesserung ihrer Ernäh­rungs­grund­lagen.

Beispiel Klimaangepasste Landwirtschaft | KfW
Bewässerungsparzellen in der Region Agadez, Niger

Mehr Ackerfläche für Niger Interner Link

Zwar ist der größte Teil der Landes­fläche in Niger zu trocken für den Acker­bau, doch lebt über 80 Prozent der Bevöl­kerung von der Land­wirtschaft.

Beispiel Sahel-Staaten | WFP
Bäuerinnen und Bauern in Burkina Faso machen degradiertes Land wieder fruchtbarer, zum Beispiel durch das Anlegen von halbrunden Erdwällen, die das Regenwasser besser auffangen und speichern können.

"Food for Assets"- Programm in den Sahelstaaten Interner Link

Seit 2018 hat das WFP in enger Abstimmung mit den Regierungen der fünf Länder und Partnern Maßnahmen ausgebaut, die den Menschen helfen, eigenverantwortlich ihre Resilienz zu stärken. Durch BMZ-Mittel konnte dadurch allein von September 2019 bis August 2020 viel erreicht werden.

Beispiel Äthiopien | Engagement Global | Welthungerhilfe
Wasserförderung

Lebensgrundlagen für Kleinbauern und Hirten stärken Interner Link

Die Afar-Region im Nord­osten Äthiopiens ist eine der ärmsten Regionen des Landes. Un­beständige Nieder­schläge führen dort regelmäßig zu Dürren, aber auch zu Über­schwemmungen. Ein Projekt der Welt­hungerhilfe hat das Ziel, die wirt­schaftliche Widerstands­fähigkeit der Klein­bäuerinnen und Klein­bauern und Hirten in der Region zu verbessern.

Zahlen und Fakten

Seit 1990 wurden große Erfolge bei der weltweiten Hungerbekämpfung erzielt. Doch seit einigen Jahren steigt die Zahl der Hungernden wieder.

  • Schon vor der Corona-Krise hungerten fast 700 Millionen Menschen.
     
  • Die Pandemie und ihre Folgen verschärfen die Situation dramatisch: Lieferketten sind unterbrochen, Einkommensmöglichkeiten und Arbeitsplätze gingen verloren.
     
  • Die Vereinten Nationen gehen davon aus, dass allein durch die unmittelbaren Folgen der Pandemie rund 130 Millionen Menschen in extreme Armut und Hunger stürzen werden.

Im Detail Die BMZ-Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger

Grafik: Schwerpunktländer und weitere Projektstandorte der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger. Auf dem Hintergrund einer Weltkarte sind die Länder hervorgehoben, in denen sich die Initiative engagiert. Zusätzlich ist auch der jeweilige Arbeitsschwerpunkt genannt.

Grafik: Schwerpunktländer und weitere Projektstandorte der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger

Grafik: Schwerpunktländer und weitere Projektstandorte der Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger
Ein nigerianischer Reisbauer auf seinem Feld

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) investiert jährlich rund zwei Milliarden Euro in die weltweite Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung. Mit 17 Partnerländern hat das BMZ diese Themen als Schwerpunkte der Zusammenarbeit vereinbart.

Rund ein Drittel der Mittel fließen in die Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger, die das BMZ 2014 ins Leben gerufen hat. Sie wird in Partnerländern aktiv, die besonders von Hunger und Fehlernährung betroffen sind. Die Initiative umfasst rund 300 Projekte, ihr Schwerpunkt liegt auf der Förderung der kleinbäuerlichen Landwirtschaft in Afrika.

Wirkungen

  • Mehr als 7,5 Millionen Menschen – insbesondere Frauen und Kinder – sollen durch die Sonderinitiative bis Ende 2023 besser ernährt sein.
     
  • Mehr als zwei Millionen Menschen werden bei der Bewältigung der Folgen des Klimawandels unterstützt.
     
  • 1,7 Millionen Hektar degradierte Böden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und geschädigte Wälder sollen wiederhergestellt und nachhaltiger bewirtschaftet werden.
     
  • Die Landrechte von mindestens 120.000 Bauernfamilien werden gesichert.
     
  • Mit 15 Grünen Innovationszentren fördert das BMZ die Verbreitung von Innovationen in der Agrar- und Ernährungswirtschaft. Dadurch soll die Produktivität von 1,6 Millionen kleinbäuerlichen Betrieben steigen.
     
  • In 5 Wissenszentren Ökologischer Landbau in West-, Ostafrika, südliches Afrika, Nordafrika und Zentralafrika wird, mit hoher Beteiligung lokaler Nichtregierungsorganisationen, methodisches Wissen zum ökologischen Landbau aufbereitet und gute Praktiken in relevante Netzwerke und Organisationen vermittelt.
     
  • Insgesamt sollen durch die Sonderinitiative 3,2 Millionen bäuerliche Haushalte ein besseres Einkommen erzielen.

Fragen und Antworten zur Sonderinitiative EINEWELT ohne Hunger

BMZ-Publikationen

Titelblatt: Factsheet: Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger"

Factsheet: Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger"

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 11/2019 | Dateigröße 483 KB, Seiten 2 Seiten
EINEWELT ohne Hunger - Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft

EINEWELT ohne Hunger

Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft | BMZ fundiert

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 02/2019 | Dateigröße 7 MB, Seiten 25 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
EINEWELT ohne Hunger ist möglich

EINEWELT ohne Hunger ist möglich

Lösungsansätze der deutschen Entwicklungspolitik

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 12/2015 | Dateigröße 7 MB, Seiten 40 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei