Weizenfeld im Norden der Mongolei
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Hilfsmaßnahmen koordinieren Die Globale Allianz gegen Hunger und Armut
Das Bündnis für globale Ernährungssicherheit sollte dafür sorgen, dass die Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird. Dazu unterstützte es die Globale Krisenreaktionsgruppe für Ernährung, Energie und Finanzen (Externer Link)der Vereinten Nationen und koordiniert Hilfsmaßnahmen im Bereich der Ernährungssicherung.
In der 2,5-jährigen Laufzeit wurden wichtige Werkzeuge entwickelt, wie Pläne zur Identifizierung drohender Ernährungskrisen in 25 Ländern und das Global Food and Nutrition Security Dashboard, das Daten von über 40 Organisationen in einer interaktiven Karte öffentlich zugänglich macht. Diese Werkzeuge werden nun aktiv in den Dienst von internationaler Initiativen wie G7 und G20 gestellt.
Das Bündnis wurde als temporäres Format konzipiert und wurde am 7. Oktober 2024 auf der Hamburg Sustainability Conference in seiner bisherigen Form abgeschlossen.
Beginn Globale Allianz gegen Hunger und Armut
Im Anschluss an die Beendigung trat Deutschland als erstes G20-Land der Globalen Allianz gegen Hunger und Armut bei. Einer Initiative der brasilianischen G20-Präsidentschaft. Damit unterstreicht Deutschland seinen Anspruch, die Fortschritte bei den globalen Entwicklungszielen, insbesondere SDG 1 und SDG 2, maßgeblich voranzubringen. In die Allianz bringt Deutschland zwei zentrale Politikansätze ein: die Förderung nachhaltiger Landwirtschaft, etwa durch agrarökologische Konzepte, sowie den Ausbau sozialer Sicherungssysteme.
Deutschland schätzt Brasiliens Rolle als Brückenbauer und beteiligt sich aktiv an der Gestaltung und der Umsetzung der Aktivitäten der Globalen Allianz. Deutschland ist auch im zentralen politische Unterstützungsgremium der Allianz, dem Board of Champions, vertreten.
Die unmittelbare Wirksamkeit der Allianz soll unter anderem über sogenannte Fast-Track-Programme in Partnerländern demonstriert werden. Außerdem wird das unter GAFS entwickelte Dashboard in der globalen Allianz um zusätzliche Indikatoren, unter anderem zur sozialen Sicherung, erweitert.
Schwerpunkte der Arbeit des Bündnisses
- Beratungsangebote und Informationsaustausch zu den aktuellen Entwicklungen auf dem Weltmarkt für Getreide, Saatgut, Düngemittel und andere Agrarprodukte
- Koordinierung von Finanzierungen und Unterstützung
- Wissenschaftliche Vorausschau zur Abschätzung der weiteren Entwicklung der Krise
Neben der Globalen Krisenreaktionsgruppe der Vereinten Nationen, der Weltbank, den G7-Staaten und der EU-Kommission gehören weitere gleichgesinnte Regierungen, die Afrikanische Union, das UN-Welternährungsprogramm (WFP), die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) und der Internationale Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD) zu den Unterstützern.
Das Bündnis ist auch für die Privatwirtschaft und zivilgesellschaftliche (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) Organisationen offen.
30 %
Anstieg der Preise für Weizen und Mais seit Anfang 2022
Zwischen
713 und 757 Millionen
Menschen hatten 2023 nicht genug zu essen
Mehr als
294 Millionen
Menschen waren 2024 von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen
Um rund
190 Millionen
ist die Zahl der Menschen, die von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen sind, von 2016 bis 2024 angestiegen
1 US-Dollar
Investition in Widerstandsfähigkeit von Gesellschaften reduziert künftige humanitäre Hilfe um 4 US-Dollar
60 %
der Menschen, die Hunger leiden, leben in Konfliktregionen
Deutsches Engagement Zusätzliche Mittel zur Bewältigung der Ernährungskrise
Deutschland engagiert sich gegen Hunger und Mangelernährung. Die Bundesrepublik ist der zweitgrößte Geber von humanitärer Hilfe und für das Welternährungsprogramm.
Das Bundesentwicklungsministerium hat in den vergangenen Jahren jährlich rund zwei Milliarden Euro in Ernährungssicherung und ländliche Entwicklung investiert.
Deutschland hat frühzeitig die Initiative ergriffen und bereits zu Beginn des Jahres zusätzliche 430 Millionen Euro zur Bekämpfung der weltweiten Ernährungskrise zugesagt, um die am stärksten betroffenen Länder rechtzeitig und wirksam zu unterstützen.
Unter der deutschen Präsidentschaft haben die G7 auf ihrem Gipfel Ende Juni 2022 weitere umfangreiche Finanzhilfen angekündigt: Gemeinsam werden sie zusätzliche 4,5 Milliarden Dollar bereitstellen, um unter anderem die Allianz für globale Ernährungssicherheit zu unterstützen, wobei Deutschland insgesamt 880 Millionen Euro an zusätzlichen Mitteln beisteuert.