WFP Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen

Logo des Welternährungsprogramms
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Das Welternährungs­programm (World Food Programme, WFP) wurde von den Vereinten Nationen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) und der Ernährungs- und Land­wirt­schafts­organisation der Vereinten Nationen (FAO (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) 1961 gegründet. Das WFP ist die welt­weit größte multi­laterale Organisation zur Bekämpfung von Hunger und zur Verbesserung der Ernährungs­grund­lagen.

Im Jahr 2020 unterstützte das WFP etwa 99 Millionen Menschen in 88 Ländern. Finanziert wird das Programm über freiwillige Beiträge, die zum großen Teil aus Regierungs­zusagen bestehen. Im Jahr 2020 erhielt das WFP Zusagen von insgesamt 8,46 Milliarden US-Dollar.


Zusammenarbeit des BMZ mit dem WFP

Als Mitglied des Exekutiv­rats über­nimmt Deutsch­land eine gestaltende Rolle beim Welt­ernährungs­programm. Zudem unter­stützt die Bundes­regierung das WFP finanziell. Während das Auswärtige Amt den Bereich der huma­ni­tären Hilfe fördert, unter­stützt das Bundes­ministerium für wirt­schaft­liche Zusammen­arbeit und Ent­wick­lung (BMZ) die mittel- und lang­fristig angelegte Ent­wick­lungs­zusammen­arbeit des WFP.

Eine verknotete Pistole: Das Werk "Non Violence" des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd steht als Friedenssymbol seit 1988 vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

Die Förderung des BMZ verfolgt in erster Linie das Ziel, Lebens- und Ernährungs­grund­lagen zu verbessern und damit die Wider­stands­fähigkeit (Resilienz) von besonders krisen­anfälligen Menschen und Gemeinden dauer­haft zu stärken. Das BMZ fördert zudem gemein­same, mehr­jährige Programme des WFP mit UNICEF und FAO, die humanitäre, entwicklungs­orientierte und friedens­fördernde Maßnahmen eng miteinander verknüpfen und die Zusammen­arbeit inner­halb des UN-Systems stärken.

Mit Unter­stützung der struktur­bildenden Über­gangs­hilfe des BMZ fördert das WFP unter anderem Klein­bäuerinnen und Klein­bauern sowie Angebote zur Ernährungs­bildung. Außerdem werden Schul­speisungs­programme finanziert.

Geographische Schwer­punkte der BMZ-Unter­stützung liegen auf den Sahel-Ländern, Zentral- und Ost­afrika, der Region rund um Syrien und Jemen.

Beispiele für die Zusammenarbeit von WFP und BMZ

WFP Innovation Accelerator

Der WFP Innovation Accelerator (übersetzt: "Inno­vations­beschleuniger") mit Sitz in München entwickelt mit Unter­stützung des BMZ, des Aus­wärtigen Amts und der bayerischen Landes­regierung seit 2015 innovative Lösungen für die welt­weite Ernährungs­sicherung. Die Einrichtung arbeitet mit verschiedenen UN-Organi­sa­tio­nen sowie mit der Privat­wirt­schaft, Forschungs­einrichtungen und der Zivil­gesell­schaft (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) zusammen.

2020 erreichte der Innovation Accelerator mit den von ihm geförderten Inno­va­tionen bereits 3,7 Millionen Menschen. Durch eine stärkere Kon­zen­tra­tion auf die Markt­einführung und Verbreitung der Inno­vationen und ihrer Verankerung in WFP-Länder­programmen soll die Anzahl auf 15 Millionen Menschen im Jahr 2025 gesteigert werden.