Son­der­initia­ti­ve zur Sta­bi­li­sie­rung und Ent­wick­lung in Nord­afri­ka, Nah­ost

Im Jahr 2014 hat das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für wirt­schaft­li­che Zu­sam­men­ar­beit und Ent­wick­lung (BMZ) die Son­der­initia­ti­ve zur Sta­bi­li­sie­rung und Ent­wick­lung in Nord­afri­ka, Nah­ost ins Le­ben ge­ru­fen. Mit ihr re­agiert das Mi­nis­te­ri­um auf Her­aus­for­de­run­gen in der Re­gi­on wie ho­he Ar­beits­lo­sig­keit, schwa­che Wirt­schafts­leis­tun­gen und po­li­ti­sche In­sta­bi­li­tät.

Ausbildung in Tunesien
Ausbildung bei einer Firma in Tunesien

Fried­li­che de­mo­kra­ti­sche Ent­wick­lung ist dann mög­lich, wenn Men­schen in ih­rer Hei­mat Chan­cen se­hen – Chan­cen auf Ar­beit, auf Frie­den, auf De­mo­kra­tie und Mit­be­stim­mung.

Die Son­der­initia­ti­ve kon­zen­triert sich des­halb auf vier kon­flikt­min­dern­de und kri­sen­prä­ven­ti­ve Hand­lungs­fel­der:

  • Ju­gend­be­schäf­ti­gung,
  • wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­sie­rung,
  • De­mo­kra­ti­sie­rung und
  • Sta­bi­li­sie­rung von Nach­bar­län­dern in Kri­sen­si­tua­tio­nen.

Die Pro­jek­te der Son­der­initia­ti­ve ar­bei­ten be­son­ders ziel­grup­pen­nah. Ih­re Ak­ti­vi­tä­ten le­gen den Fo­kus auf un­mit­tel­bar sicht­ba­re wirt­schaft­li­che oder de­mo­kra­ti­sche Er­fol­ge, insbe­sondere für jun­ge Men­schen und in ab­ge­le­ge­nen Lan­des­re­gio­nen. Da­bei er­gän­zen und ver­stär­ken die Vor­ha­ben die lang­fris­ti­gen Kern­be­rei­che der Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit.

Auf einen Blick

An­zahl der Pro­jek­te: 75

An­zahl be­tei­lig­ter Durch­füh­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen: 17 (dar­un­ter Nicht­re­gie­rungs­or­ga­ni­sa­tio­nen, po­li­ti­sche Stif­tun­gen, wis­sen­schaft­li­che In­sti­tu­te, Deut­sche Ge­sell­schaft für In­ter­na­tio­na­le Zu­sam­men­ar­beit (GIZ), KfW Ent­wick­lungs­bank)

Län­der: Al­ge­ri­en, Ägyp­ten, Je­men, Jor­da­ni­en, Li­ba­non, Li­by­en, Ma­rok­ko, Mau­re­ta­ni­en, Pa­läs­ti­nen­si­sche Ge­bie­te, Sy­ri­en, Tu­ne­si­en

Bis­her be­reit­ge­stell­te Fi­nanz­mit­tel: 395,1 Mil­lio­nen Eu­ro

Lauf­zeit ins­ge­samt: Ok­to­ber 2014 bis De­zem­ber 2022

Bisherige Ergebnisse (Auswahl)

  • Mehr als 14.300 Men­schen sind bis­her durch di­rek­te und in­di­rek­te Ef­fek­te der Pro­jek­te in Be­schäf­ti­gung ge­kom­men.
  • Bes­se­re Be­schäf­ti­gungs­si­tua­ti­on für mehr als 75.000 Per­so­nen: Sie pro­fi­tie­ren zum Bei­spiel durch hö­he­res Ein­kom­men, zu­sätz­li­che So­zi­al­leis­tun­gen oder bes­se­re Ar­beits­be­din­gun­gen. Die­se Zahl wird sich bis zum En­de der Pro­jekt­lauf­zei­ten auf mehr als 136.000 er­hö­hen.
  • Pra­xis­ori­en­tier­te Qua­li­fi­zie­rung für über 26.700 Men­schen: Sie ha­ben nun bes­se­re Chan­cen auf dem Ar­beits­markt. Bis zum En­de der Pro­jekt­lauf­zei­ten wer­den rund 62.000 ei­ne Qua­li­fi­zie­rung ab­sol­vie­ren.
  • Et­wa 455.000 Men­schen ha­ben bes­se­ren Zu­gang zu Fi­nanz­pro­duk­ten und ‑dienst­leis­tun­gen, zum Bei­spiel Klein­kre­di­ten.
  • Rund 2,6 Mil­lio­nen Men­schen pro­fi­tie­ren po­ten­zi­ell von bes­se­ren kom­mu­na­len Dienst­leis­tun­gen. Bis zum En­de der Pro­jekt­lauf­zei­ten wird die­se Zahl auf mehr als sie­ben Mil­lio­nen an­stei­gen.
  • 260.000 Men­schen in Sy­ri­en ha­ben ei­nen bes­se­ren Zu­gang zu Trink­was­ser.
  • In Form elek­tro­ni­scher Gut­schei­ne wur­den 360.000 Mo­nats­ra­tio­nen Le­bens­mit­tel an sy­ri­sche Flücht­lin­ge und be­dürf­ti­ge Li­ba­ne­sin­nen und Li­ba­ne­sen ver­ge­ben.

Stand: Fe­bru­ar 2018

Weitere Informationen

Hier fin­den Sie kur­ze Pro­jekt­be­schrei­bun­gen zu den Vor­ha­ben der Son­der­initia­ti­ve. Dar­in ent­hal­ten sind per­sön­li­che Ge­schich­ten über Men­schen vor Ort, de­nen un­se­re Ar­beit zu­gu­te­kommt.