#zeitfragen Zeitfragen des Jahrhunderts

Auf der Erde leben fast acht Milliarden Menschen, die alle die Chance haben sollten, in Ge­sund­heit, ohne Armut und Hunger zu leben. Aber das bisherige Wachs­tums­modell führt den Planeten an seine Grenzen. 

Damit Entwicklung weltweit im Einklang mit der Natur gelingt, haben sich 2015 alle UN-Mit­glieds­staaten auf die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nach­haltige En­twick­lung ver­ständigt. Aber was wurde bezüglich der "Sustainable Development Goals" bisher erreicht? Wo gibt es Hand­lungs­bedarf und an welchen Stell­schrauben sollte die Welt­ge­mein­schaft drehen? Diesen "Zeit­fragen des Jahr­hunderts" widmet sich eine neue Reihe, in der bis Ende Oktober jede Woche zentrale Nach­haltig­keits­ziele skizziert – und im Video-Cast von Ex­per­tinnen und Ex­perten diskutiert werden.


28. Oktober SDG 13 | Klimaschutz – am Kipppunkt von Natur und Zivilisation

Entwicklungsminister Gerd Müller (rechts) mit Estelle Herlyn, wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums für nachhaltige Entwicklung an der FOM-Hochschule Düsseldorf und Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland
Video: Gespräch über SDG 13
SDG 13: Maßnahmen zum Klimaschutz

Der Klimawandel ist längst Realität: extreme Unwetter und Temperaturen, Hitzewellen und Überflutungen, unter denen besonders die Menschen auf der Südhalbkugel leiden. Gerät das Klima immer stärker aus dem bisherigen Gleichgewicht, löst das ökologische und soziale Ver­wer­fun­gen aus, die das Leben von Milliarden Menschen ge­fährden. 

Die Leiterin des Sekretariats der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen, Patricia Espinosa, warnt daher vor einem Scheitern der Weltklimakonferenz (COP26), die am 31. Oktober in Glasgow startet.

Was immer unternommen beziehungsweise unterlassen wird im Kampf gegen den Klimawandel (SDG 13) – es be­trifft alle Nach­haltig­keits­ziele: Gesundheit, Ener­gie­ver­sor­gung, die Bekämpfung von Armut und Hunger. Die Kli­ma­kri­se wirkt wie ein Verstärker auf schwelende Kri­sen, entfacht Ver­tei­lungs­kämpfe und gilt als Brand­be­schleu­niger sozialer Risiken wie fortschreitender Un­gleich­heit und der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich.

Über die globalen Auswirkungen der Klimakrise, die Einhaltung des ungeschriebenen Klima­ge­ne­ra­tionen­vertrags und die damit zu übernehmende Verantwortung für eine Welt, die wir von unseren Kindern tatsächlich nur geliehen haben, diskutieren anlässlich der Welt­klima­kon­ferenz:

  • Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister
  • Nina Ruge, Journalistin, Moderatorin und Autorin
  • Estelle Herlyn, wissenschaftliche Leiterin des Kompetenzzentrums für nachhaltige Entwicklung FOM Düsseldorf
  • Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland


Frühere Veranstaltungen

Hintergrund

Einige der globalen Entwicklungsziele als Sitzkissen bei einer Konferenz

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung Interner Link

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die 17 Ziele gelten universal und für alle Länder gleichermaßen. Sie reichen von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Maßnahmen für den Klimaschutz. 

Anlässlich des Festival of Lights im September 2020 in Berlin wurden auf die Fassade des BMZ Motive zu den SDGS des Künstlers Leon Löwentraut projiziert.

Fünf Jahre Agenda 2030 Interner Link

Weltweit haben Staaten die Agenda 2030 in konkrete Strategien übersetzt. Deutschland setzt die Agenda 2030 auf drei Ebenen um: Zusammen mit unseren Partnerländern, auf der internationalen Ebene und in Deutschland selber. In den vergangenen Jahren konnten auf allen drei Ebenen Erfolge erzielt werden, aber auch Herausforderungen sind sichtbar.