#zeitfragen Zeitfragen des Jahrhunderts

Auf der Erde leben fast acht Milliarden Menschen, die alle die Chance haben sollten, in Ge­sund­heit, ohne Armut und Hunger zu leben. Aber das bisherige Wachs­tums­modell führt den Planeten an seine Grenzen. 

Damit Entwicklung weltweit im Einklang mit der Natur gelingt, haben sich 2015 alle UN-Mit­glieds­staaten auf die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nach­haltige En­twick­lung ver­ständigt. Aber was wurde bezüglich der "Sustainable Development Goals" bisher erreicht? Wo gibt es Hand­lungs­bedarf und an welchen Stell­schrauben sollte die Welt­ge­mein­schaft drehen? Diesen "Zeit­fragen des Jahr­hunderts" widmet sich eine neue Reihe, in der bis Ende Oktober jede Woche zentrale Nach­haltig­keits­ziele skizziert – und im Video-Cast von Ex­per­tinnen und Ex­perten diskutiert werden.


21. Oktober SDG 3 | Globale Gesundheit — Mensch und Natur in einer neuen Balance

Von links: Dr. Eckart von Hirschhausen (Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung "Gesunde Erde – Gesunde Menschen"), Prof. Dr. Christian Drosten (Virologe, Lehrstuhlinhaber und Institutsdirektor an der Charité in Berlin), Entwicklungsminister Dr. Gerd Müller und Moderatorin Kristina Kara bei der Diskussion zu SDG 3 "Gesundheit und Wohlergehen"
Video: Gespräch über SDG 3
SDG 3: Gesundheit und Wohlergehen

Was haben Fledermäuse, Affen und Rinder gemeinsam? Sie alle sind Überträger sogenannter Zoonosen, die vom Tier auf den Menschen übergehen und bereits an der Ausbreitung von Aids, Ebola und Rinderwahn beteiligt waren: gefährliche Infektionskrankheiten, an denen jedes Jahr fast drei Millionen Menschen sterben. Auch Covid-19 zählt zu diesen Zoonosen, die umso häufiger auftreten, je stärker in die Natur eingegriffen wird.

Um das Risiko von Pandemien so gering wie möglich zu halten, ist deshalb die Einsicht entscheidend, dass die Gesundheit von Menschen (SDG 3) untrennbar verknüpft ist mit einer gesunden Tier- und Umwelt. Nur dieser Dreiklang – der One-Health-Ansatz – kann neue Wege aus globalen Gesundheitskrisen weisen. 

Wie sich die Wechselwirkungen von menschlicher Gesundheit und weltweiten Ökosystemen am besten vermitteln lassen und welche politischen Imperative hieraus resultieren, darüber diskutieren:

  • Dr. Gerd Müller, Bundesentwicklungsminister
  • Dr. Eckart von Hirschhausen, Arzt, Wissenschaftsjournalist und Gründer der Stiftung "Gesunde Erde – Gesunde Menschen"
  • Prof. Dr. Christian Drosten, Virologe, Lehrstuhlinhaber und Institutsdirektor an der Charité in Berlin
  • Prof. Dr. Richard Odame Phillips, Mediziner und Wissenschaftlicher Direktor des Kumasi Centre for Collaborative Research, Ghana
  • Dr. Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Frühere Veranstaltungen

Hintergrund

Einige der globalen Entwicklungsziele als Sitzkissen bei einer Konferenz

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung Interner Link

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die 17 Ziele gelten universal und für alle Länder gleichermaßen. Sie reichen von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Maßnahmen für den Klimaschutz. 

Anlässlich des Festival of Lights im September 2020 in Berlin wurden auf die Fassade des BMZ Motive zu den SDGS des Künstlers Leon Löwentraut projiziert.

Fünf Jahre Agenda 2030 Interner Link

Weltweit haben Staaten die Agenda 2030 in konkrete Strategien übersetzt. Deutschland setzt die Agenda 2030 auf drei Ebenen um: Zusammen mit unseren Partnerländern, auf der internationalen Ebene und in Deutschland selber. In den vergangenen Jahren konnten auf allen drei Ebenen Erfolge erzielt werden, aber auch Herausforderungen sind sichtbar.