Biodiversität erhalten – Überleben sichern

Der Erhalt der biolo­gischen Vielfalt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist unver­zichtbar für die Ernäh­rungs­sicherung, den Schutz der Umwelt und des Klimas und für die wirt­schaftliche, soziale und kulturelle Ent­wicklung heutiger und künftiger Genera­tionen. Weltweit sind eine Million Tier- und Pflanzen­arten vom Aus­sterben bedroht, viele davon könnten bereits in den nächsten Jahr­zehnten verschwunden sein.

Von geschätzten acht Millionen Arten ist eine Million vom Aussterben bedroht.
Von geschätzten acht Millionen Arten ist eine Million vom Aussterben bedroht.

Titelblatt: Biologische Vielfalt – Unsere Gemeinsame Verantwortung

Biologische Vielfalt – Unsere Gemeinsame Verantwortung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2021 | Dateigröße 2 MB, Seiten 4 Seiten

Das Artensterben ist dramatisch und die Lebensräume gehen zurück:

  • Jeden Tag verschwinden bis zu 150 Pflanzen- und Tierarten von der Erde.
  • Das Artensterben ist 100-mal schneller, als es ohne menschlichen Einfluss wäre.
  • Jedes Jahr gehen zehn Millionen Hektar Wald verloren, das entspricht einem Fußballfeld alle vier Sekunden.
  • Etwa eine Million Hektar Mangroven wurden zwischen 1990 und 2020 zerstört (circa 21.200 Hektar pro Jahr).
  • 50 Prozent der Korallenriffe sind bereits verloren, bis 2050 verbleiben nur zehn Prozent der Bestände.

 Der Schutz der biologischen Vielfalt – eine Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit

Schwarze Letschwe - eine Antilopenart - im Bangweulu Wetlands National Park, Sambia
Hintergrund

Ohne das Zusammen­spiel der verschiedenen Organis­men in Ökos­ystemen ist ein Überleben der Mensch­heit nicht möglich. Ökos­ysteme produzieren Sauer­stoff zum Atmen, sorgen für einen funktio­nierenden Wasser­kreislauf, schützen vor Erosion, erhöhen die Frucht­barkeit des Bodens, speichern Klima­gase oder regulieren das Auf­kommen von Schäd­lingen.

Deshalb engagiert sich die deutsche Ent­wicklungs­zusammen­arbeit um:

  • 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen,
  • die direkten Treiber des Bio­diversitäts­verlusts, wie die Land- und Forst­wirtschaft, und indirekte Treiber, wie unser Konsum­verhalten, auf mehr Nach­haltigkeit auszurichten,
  • Biodiversität erhaltende, entwaldungsfreie Lieferketten zu fördern.

Sowohl in der bilateralen als auch in der multilateralen Zusammen­arbeit zählt Deutsch­land zu den größten Gebern in diesem Bereich.

Unsere Arbeitsbereiche

Brillenflughunde, Elternpaar mit Jungtier
Mangrovenwald
Schwarze Letschwe - eine Antilopenart - im Bangweulu Wetlands National Park, Sambia
Regenwald in Brasilien
Moorlandschaft in Europa
Nordpolarmeer bei Spitzbergen
Elefant an einem Wasserloch im Khaudum-Nationalpark in Namibia
Gemüse auf dem Kandal-Markt in Phnom Penh, Kambodscha