Biodiversität erhalten – Überleben sichern

Der Erhalt der biolo­gischen Vielfalt (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) ist unver­zichtbar für die Ernäh­rungs­sicherung, den Schutz der Umwelt und des Klimas und für die wirt­schaftliche, soziale und kulturelle Ent­wicklung heutiger und künftiger Genera­tionen. Weltweit sind eine Million Tier- und Pflanzen­arten vom Aus­sterben bedroht, viele davon könnten bereits in den nächsten Jahr­zehnten verschwunden sein.

Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zu­sammenarbeit und Entwicklung
Die Vielfalt von Arten und Lebens­räumen ist die Lebens­grund­lage auch für uns Menschen. Darum ist es so wichtig, die Natur und ihre Viel­falt zu schützen, gerade in den arten­reichsten Regionen der Welt. Natur­schutz senkt auch das Risiko künftiger Pan­demien. Denn Viren springen vor allen dann von der Tier­welt auf die Menschen über, wenn vor­her un­berührte Natur zer­stört wird und Öko­sys­teme aus dem Gleich­ge­wicht geraten.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Von geschätzten acht Millionen Arten ist eine Million vom Aussterben bedroht.
Von geschätzten acht Millionen Arten ist eine Million vom Aussterben bedroht.

Das Artensterben ist dramatisch und die Lebensräume gehen zurück:

  • Jeden Tag verschwinden bis zu 150 Pflanzen- und Tierarten von der Erde.
  • Das Artensterben ist 100-mal schneller, als es ohne menschlichen Einfluss wäre.
  • Jedes Jahr gehen zehn Millionen Hektar Wald verloren, das entspricht einem Fußballfeld alle vier Sekunden.
  • Etwa eine Million Hektar Mangroven wurden zwischen 1990 und 2020 zerstört (circa 21.200 Hektar pro Jahr).
  • 50 Prozent der Korallenriffe sind bereits verloren, bis 2050 verbleiben nur zehn Prozent der Bestände.
Zukunftskongress

In Biodiversität investieren - Überleben sichern

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2020 | Dateigröße 9 MB, Seiten 16 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Titelblatt: Biologische Vielfalt – Unsere Gemeinsame Verantwortung

Biologische Vielfalt – Unsere Gemeinsame Verantwortung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 10/2021 | Dateigröße 2 MB, Seiten 4 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei

 Der Schutz der biologischen Vielfalt – eine Aufgabe der Entwicklungszusammenarbeit

Schwarze Letschwe - eine Antilopenart - im Bangweulu Wetlands National Park, Sambia
Hintergrund

Ohne das Zusammen­spiel der verschiedenen Organis­men in Ökos­ystemen ist ein Überleben der Mensch­heit nicht möglich. Ökos­ysteme produzieren Sauer­stoff zum Atmen, sorgen für einen funktio­nierenden Wasser­kreislauf, schützen vor Erosion, erhöhen die Frucht­barkeit des Bodens, speichern Klima­gase oder regulieren das Auf­kommen von Schäd­lingen.

Deshalb engagiert sich die deutsche Ent­wicklungs­zusammen­arbeit um:

  • 30 Prozent der weltweiten Land- und Meeresflächen unter Schutz zu stellen,
  • die direkten Treiber des Bio­diversitäts­verlusts, wie die Land- und Forst­wirtschaft, und indirekte Treiber, wie unser Konsum­verhalten, auf mehr Nach­haltigkeit auszurichten,
  • Biodiversität erhaltende, entwaldungsfreie Lieferketten zu fördern.

Sowohl in der bilateralen als auch in der multilateralen Zusammen­arbeit zählt Deutsch­land zu den größten Gebern in diesem Bereich.

Unsere Arbeitsbereiche

Brillenflughunde, Elternpaar mit Jungtier
Mangrovenwald
Schwarze Letschwe - eine Antilopenart - im Bangweulu Wetlands National Park, Sambia
Regenwald in Brasilien
Moorlandschaft in Europa
Nordpolarmeer bei Spitzbergen
Elefant an einem Wasserloch im Khaudum-Nationalpark in Namibia
Gemüse auf dem Kandal-Markt in Phnom Penh, Kambodscha