Partner stärken Gesundheit Die Initiative Klinikpartnerschaften

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller bei einem Besuch in einem Krankenhaus im Tschad im August 2018
Erfahrungsaustausch, enge Zusammenarbeit, Hilfe für die Menschen – dafür stehen die Klinikpartnerschaften.
Gerd Müller Bundesentwicklungsminister

Weltweit fehlen Millionen Fachkräfte im Gesundheitssektor. Die Situation wird sich in den kommenden Jahren vermutlich weiter verschärfen, vor allem in den Ländern mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Um diesen Trend zu stoppen, werden dringend mehr Ausbildungsplätze in medizinischen Berufen, mehr Weiter­bildungs­angebote für die vorhandenen Fachkräfte und mehr internationaler Wissenstransfer gebraucht.

Logo der Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" 

Hier setzt die Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" an. 

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat sie im Herbst 2016 gemeinsam mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Externer Link) ins Leben gerufen.


Was wir machen

videovorschaubild klinikpartnerschaften

Video Klinikpartnerschaften

Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Initiative Klinik­partner­schaften berichten über ihre Erfahrungen.

Fachkräfte aus Gesundheitseinrichtungen in Deutschland und in Entwicklungs- und Schwellen­ländern tauschen ihr Wissen und ihre Konzepte aus.

Praktische Erfahrungen und Fach­wissen zu Krank­heits­bildern, Be­hand­lungs­optionen, Tech­no­lo­gien oder Ver­wal­tungs­ab­läufen fließen durch direkte Kom­mu­ni­ka­tion und gegen­seitige Projekt­be­suche in beide Rich­tungen – ein Ge­winn für alle Be­tei­lig­ten.

Die Partnerschaften umfassen das ganze Spektrum der Ge­sund­heits­ver­sor­gung – von A wie Anästhesie bis Z wie Zahn­ge­sund­heit.


 

Unsere Qualitätskriterien

Wie wir zur Umsetzung der Agenda 2030 beitragen

Klinikpartnerschaften helfen dabei, dass die Welt­ge­mein­schaft zwei wichtige der insgesamt 17 Ziele für nach­haltige Entwicklung (SDGs) erreicht, die sie sich bis 2030 gesetzt hat:

  • "Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohl­er­gehen fördern" (SDG 3) und
  • "Um­setzungs­mittel stärken und die globale Partner­schaft für nach­haltige Ent­wick­lung wieder­be­leben" (SDG 17).

Wen wir fördern

Die Initiative vereint zwei Förderprogramme:

Umfassende Informationen über die Fördermöglichkeiten und die Unterstützung beim Aufbau einer Partnerschaft finden Sie unter www.klinikpartnerschaften.de (Externer Link).

Was wir bisher erreicht haben

Medizinisches Personal versorgt ein Neugeborenes in einem Partnerkrankenhaus in Eritrea

Medizinisches Personal versorgt ein Neugeborenes in einem Partnerkrankenhaus in Eritrea

Medizinisches Personal versorgt ein Neugeborenes in einem Partnerkrankenhaus in Eritrea

Seit Beginn der Initiative "Klinikpartnerschaften – Partner stärken Gesundheit" wurden rund 280 Projekte in 58 Ländern gefördert.

Zusätzlich werden über das Programm PAGEL – Partnerschaften für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern (Externer Link) des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) weitere Ge­sund­heits­partner­schaften gefördert.
 

Mit welchen Partnern wir zusammenarbeiten

Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in Nairobi, Kenia

Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in Nairobi, Kenia

Zusammenarbeit von Wissenschaftlern in Nairobi, Kenia

Mit der Else Kröner-Fresenius-Stiftung (Externer Link) hat die deutsche Regierung einen wichtigen Kooperationspartner für die Förderung von Klinikpartnerschaften gefunden. Die Stiftung bringt nicht nur finanzielle Mittel, sondern auch umfangreiche Erfahrungen aus jahrzehntelanger Förderung humanitärer Gesundheitsprojekte in die Initiative ein.

Fachlich unterstützt wird die Initiative Klinikpartnerschaften vom Bundes­mi­nis­te­rium für Ge­sund­heit (BMG) und der Welt­ge­sund­heits­or­ga­ni­sa­tion (WHO).

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) ist für die or­ga­ni­sa­to­rische, fach­liche und in­halt­liche Be­glei­tung der Klinikpartnerschaften ver­ant­wortlich und unter­stützt sie bei der Öffentlichkeitsarbeit.

Zudem sind die Klinikpartnerschaften Teil der europäischen ESTHER-Allianz (Externer Link), deren Qua­li­täts­stan­dards in den Förder­pro­gram­men der Initiative umgesetzt werden. Die Allianz sammelt Erkenntnisse und Erfahrungen aus Ge­sund­heits­partner­schaften und macht besonders bewährte Verfahren für alle Mitglieder zugänglich.