Men­schen in der zer­stör­ten Alt­stadt von Mos­sul, Irak

Die Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung

Wie kann man die Ur­sa­chen von Flucht und ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on wirk­sam min­dern?

Men­schen ver­las­sen ih­re Hei­mat, wenn sie dort Ge­fah­ren aus­­ge­­setzt sind oder wenn sie kei­ne po­si­ti­ven Zu­­kunfts­per­­spek­­ti­ven für sich und ih­re Fa­mi­li­en se­hen. Nach Angaben des Flücht­lings­hilfs­werks der Vereinten Nationen (UNHCR) sind weltweit rund 82 Mil­lio­nen Men­schen auf der Flucht vor Krieg oder po­li­ti­scher Ver­fol­gung. Dar­über hin­aus sind die Aus­­wir­kun­gen des Kli­ma­­wan­dels und auch struk­tu­rel­le Pro­ble­me wie Ar­mut, Un­­gleich­­heit und das Ver­sa­gen staat­li­cher Ein­­rich­tun­gen der Grund da­für, war­um vie­le Mi­gran­tin­nen und Mi­gran­ten kei­ne Zu­kunft in ih­rem Her­kunfts­­land se­hen.

Wie kann man die­se Ur­sa­chen von Flucht und ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on wirk­sam min­dern? Ant­wor­ten auf die­se Fra­ge hat die von der Bun­des­­re­gie­rung im Ju­li 2019 ein­ge­setz­te Fach­­kommis­si­on Fluchtursachen (Externer Link) gesucht. Nach anderthalb Jahren intensiver Analyse hat die Kommission der Bundes­regierung und dem Deutschen Bundestag ihre Ergebnisse am 18. Mai 2021 in einem Bericht vorgestellt.


Standbild aus dem Video zur Präsentation des Berichts der Fachkommission Fluchtursachen

Aufzeichnung Bericht der Fachkommission Fluchtursachen

Vorstellung des Berichts am 18. Mai 2021

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Titelblatt: Krisen vorbeugen, Perspektiven schaffen, Menschen schützen | Bericht der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung

Krisen vorbeugen, Perspektiven schaffen, Menschen schützen

Bericht der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2021 | Dateigröße 15 MB, Seiten 220 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei
Titelblatt: Krisen vorbeugen, Perspektiven schaffen, Menschen schützen | Bericht der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung (Kurzfassung)

Krisen vorbeugen, Perspektiven schaffen, Menschen schützen

Bericht der Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung | Kurzfassung

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 05/2021 | Dateigröße 2 MB, Seiten 12 Seiten | Zugänglichkeit barrierefrei

Der Bericht liegt auch auf Englisch vor, die Kurz­fassung auf Englisch und Französisch. Alle Fassungen finden Sie unter www.fachkommission-fluchtursachen.de (Externer Link).

Die Kommission bestätigt mit ihrem Bericht den Ansatz der Bundes­regierung, dass ein ent­schie­denes Handeln angesichts der seit Jahren weltweit steigenden Flücht­lings­zahlen weiter­hin nötig ist und die Minderung von Flucht­ursachen als ein ressort­über­greifendes Thema zu sehen. Konkret fordern die 24 Mitglieder der Kommission zum Beispiel eine ent­schiedenere Unter­stützung von Ent­wicklungs­ländern beim Kampf gegen den Klima­wandel und eine bessere Berück­sich­tigung der besonderen Lage von Binnen­vertriebenen. Die Bundes­regierung wird Vorschläge für die Umsetzung der Empfehlungen der Kom­mission machen.

Die Fach­kom­mis­si­on war beim Bun­des­­mi­nis­te­ri­um für wirt­­schaft­li­che Zu­­sam­men­­ar­beit und Ent­­wick­lung (BMZ) an­ge­sie­delt. Sie wur­de An­fang Ju­li 2019 durch das Ka­bi­nett ein­ge­setzt. Die zu der Zeit amtierende Bun­des­re­gie­rung ver­wirk­lichte da­mit ei­ne Ver­ein­ba­rung aus ihrem Ko­ali­ti­ons­ver­trag von März 2018 (Externer Link).

Sitzung des Bundeskabinetts

Ein­be­ru­fung der Fach­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen durch das Bun­des­ka­bi­nett Externer Link

19.07.2019 – Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 3. Ju­li 2019 die Mit­glie­der der Fach­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen der Bun­des­re­gie­rung be­ru­fen. Sie wird mit Se­kre­ta­ri­at im BMZ an­ge­sie­delt. Die Fach­kom­mis­si­on wird sich aus re­nom­mier­ten Per­sön­lich­kei­ten aus Wis­sen­schaft und Pra­xis zu­sam­men­set­zen. Ihr Ziel ist, Empfehlungen zur Minderung der Ursachen von Flucht und irregulärer Migration zu erarbeiten und dem Bundestag sowie der Bundesregierung bis Ende 2020 vorzulegen.

Die bei­den gleich­be­rech­tig­ten Vor­sit­zen­den der Fach­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen der Bun­des­re­gie­rung Ger­da Has­sel­feldt (links) und Bär­bel Dieck­mann ge­mein­sam mit Staats­se­kre­tär Mar­tin Jä­ger

Re­gie­rungs­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen nimmt Ar­beit auf

02.10.2019 – Am 2. Ok­to­ber hat sich die Fach­kom­mis­si­on Flucht­ur­sa­chen zu ih­rer ers­ten Sit­zung ge­trof­fen. Die 24 Mit­glie­der er­ar­bei­ten bis En­de nächs­ten Jah­res Vor­schlä­ge für den Bun­des­tag und die Bun­des­re­gie­rung, wie künf­tig noch ziel­ge­nau­er die Ur­sa­chen von Flucht und ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on ge­min­dert wer­den kön­nen. Den Vorsitz nehmen Gerda Hasselfeldt, Präsidentin des Deutschen Roten Kreuzes, und Bärbel Dieckmann, ehemalige Präsidentin der Welthungerhilfe, gleichberechtigt wahr.

Symbolbild: Beratungsgespräch

Stellungnahme der Bundes­regie­rung zum Bericht der Fach­kom­mission

03.11.2021 – Am 3. November beschloss die Bundes­regierung eine Stellung­nahme zum Be­richt der Fach­kom­mission Flucht­ursa­chen (Externer Link). Darin würdigt sie den fundier­ten Bei­trag der Kom­mis­sion zur Ver­sach­lich­ung des öffent­lichen Dis­kurses. Sie schließt sich der Ana­lyse an, dass Frieden, mensch­liche Sicher­heit und nach­haltige Ent­wick­lungs­perspek­tiven in Her­kunfts­ländern Vor­aus­setzun­gen für die Min­de­rung von Flucht und irregu­lärer Mi­gra­tion sind. Sie be­grüßt den Impuls für die Unter­stützung be­sonders be­lasteter Auf­nahme­länder und betont die Rolle von Frauen, auch als Akteu­rinnen in der Krisen­prä­vention, Konflikt­bewäl­tigung und Frie­dens­sicherung.

Die Mitglieder der Kommission

Die Fach­kom­mis­si­on be­stand aus 24 re­nom­mier­ten Per­sön­lich­kei­ten aus Wis­sen­schaft und Pra­xis. Die Mit­glie­der wur­den an­hand ih­rer Kom­pe­tenz und Ex­per­ti­se für das The­ma Flucht­ur­sa­chen vom BMZ in Ab­stim­mung mit dem Aus­wär­ti­gen Amt und dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern, für Bau und Hei­mat aus­ge­wählt.

Gleich­be­rech­tig­te Vor­sit­zen­de der Kom­mis­si­on waren Bär­bel Dieck­mann, ehe­ma­li­ge Prä­si­den­tin der Welt­hun­ger­hil­fe, und Ger­da Has­sel­feldt, Prä­si­den­tin des Deut­schen Ro­ten Kreu­zes.

Informationen zu den Mit­glie­dern fin­den Sie hier (Externer Link).

Die Ar­beits­wei­se der Kom­mis­si­on

Die Mit­glie­der der Fach­kom­mis­si­on waren in ih­rer Ar­beit un­ab­hän­gig. Sie wurden von ei­nem Se­kre­ta­ri­at un­ter­stützt, das beim BMZ ein­ge­rich­tet und vom Bun­des­in­nen­mi­nis­te­ri­um so­wie dem Aus­wär­ti­gen Amt un­ter­stützt wurde. Wei­te­re Re­gie­rungs­res­sorts wurden, so­weit sie in­halt­lich be­trof­fen waren, ein­ge­bun­den.

Die Fach­kom­mis­si­on traf sich zuletzt durchschnittlich alle sechs Wochen im Plenum, um die Handlungsempfehlungen zu finalisieren. Im Vorfeld analysierten die Kommissionsmitglieder die zentralen Treiber von Flucht und irregulärer Migration. Aufgrund der Covid-19-Pandemie fanden seit Mitte März 2020 die Arbeitssitzungen in Form von Video- und Telefonkonferenzen statt.

Syrische Flüchtlinge in einem UNHCR-Registrierungszentrum im Libanon

Syrische Flüchtlinge in einem UNHCR-Registrierungszentrum im Libanon

Syrische Flüchtlinge in einem UNHCR-Registrierungszentrum im Libanon

Hintergrund Das deut­sche En­ga­ge­ment im Be­reich Flucht und Mi­gra­ti­on

Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit kann die Ur­sa­chen von Flucht und ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on nicht von heu­te auf mor­gen be­sei­ti­gen. Lang­fris­tig ist sie je­doch ein wich­ti­ges und wirk­sa­mes In­stru­ment, um die Le­bens­ver­hält­nis­se der Men­schen in ih­rer Hei­mat dau­er­haft zu ver­bes­sern und um ih­nen da­durch Bleibe­per­spek­ti­ven zu schaf­fen.

Das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um en­ga­giert sich da­für auf viel­fäl­ti­ge Wei­se. Al­lein im Jahr 2020 hat das Mi­nis­te­ri­um für die Min­de­rung von Flucht­ur­sa­chen und ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on, die Un­ter­stüt­zung von Men­schen auf der Flucht, die Sta­bi­li­sie­rung von Auf­nah­me­re­gio­nen und die Re­inte­gra­ti­on von Rückkehrenden in ih­re Her­kunfts­re­gio­nen rund 5,5 Mil­li­ar­den Eu­ro zur Ver­fü­gung ge­stellt.

Flüchtlingslager in Nigeria

Fluchtursachen und irreguläre Migration mindern Interner Link

Da­mit Men­schen ihr ei­ge­nes Land nicht auf­grund feh­len­der Zu­kunfts­per­spek­ti­ven ver­las­sen, müs­sen sie die Chan­ce er­hal­ten, dort ein wür­de­vol­les und glück­li­ches Le­ben zu füh­ren.

Um das mög­lich zu ma­chen, un­ter­stützt das BMZ nach­hal­ti­ge Land­wirt­schaft und hilft bei der Be­sei­ti­gung des welt­wei­ten Hun­gers. Es setzt sich für den Kli­ma­schutz ein, um die Le­bens­räu­me der Mensch­heit zu be­wah­ren. Und es en­ga­giert sich welt­weit für ei­ne fai­re und nach­hal­ti­ge Wirt­schafts­ent­wick­lung, die auch und vor al­lem der ar­men Be­völ­ke­rung in Ent­wick­lungs­län­dern zu­gu­te­kommt. Auch die Ver­bes­se­rung der Grund- und Be­rufs­bil­dung und die Schaf­fung von Ar­beits­plät­zen gehören zum deutschen Engagement für gute Lebensbedingungen vor Ort.

Generalversammlung der Vereinten Nationen im UN-Hauptquartier in New York

Krisen vorbeugen und Frieden fördern Interner Link

Krie­ge und Kon­flik­te ge­hö­ren zu den Haupt­ur­sa­chen von Flucht und Ver­trei­bung. Ge­walt zu ver­hin­dern, ist da­her ein wich­ti­ges Ziel der deut­schen und in­ter­na­tio­na­len Frie­dens- und Ent­wick­lungs­po­li­tik.

Da­mit das ge­lingt, müs­sen die Be­din­gun­gen ver­än­dert wer­den, die zu Kon­flik­ten füh­ren kön­nen. Das BMZ un­ter­stützt da­zu mit mehr als zwei Mil­li­ar­den Eu­ro pro Jahr Pro­gram­me, die di­rekt oder in­di­rekt Frie­den för­dern und Kri­sen vor­beu­gen.

An einem Haus in der Stadt Mafraq in Jordanien werden neue Trinkwasserleitungen verlegt.

Aufnahmeregionen stabilisieren Interner Link

Die Mehr­heit der Flücht­lin­ge fin­det Schutz in Nach­bar­län­dern. Für vie­le die­ser Län­der ist es ei­ne gro­ße Her­aus­for­de­rung, kurz­fris­tig sehr vie­le zu­ge­zo­ge­ne Men­schen zu ver­sor­gen.

Um die Grund­ver­sor­gung der Menschen auf der Flucht in den Auf­nah­me­län­dern si­cher­zu­stel­len und um die Auf­nah­me­re­gio­nen zu­gleich zu sta­bi­li­sie­ren, in­ves­tiert Deutsch­land un­ter an­de­rem in den Aus­bau der In­fra­struk­tur vor Ort.

Eine Frau in einem Flüchtlingslager im Libanon kann als Schneiderin etwas Geld für ihre Familie verdienen.

Flüchtlinge, Binnenvertriebene und Rückkehrer (re)integrieren Interner Link

Deutsch­land un­ter­stützt ge­flüch­te­te Men­schen und die Ge­mein­den, die sie auf­neh­men, nicht nur in Not­la­gen, son­dern för­dert auch Hil­fe zur Selbst­hil­fe, ins­be­son­de­re in den Be­rei­chen Bil­dung und Be­schäf­ti­gung.

Die Ge­flüch­te­ten er­hal­ten da­durch die Chan­ce, sich ein mög­lichst selbst­be­stimm­tes Le­ben im Auf­nah­me­land auf­zu­bau­en. Rück­keh­rer sol­len ih­re Fä­hig­kei­ten, die sie im Aus­land er­wor­ben ha­ben, mög­lichst ge­winn­brin­gend ein­set­zen kön­nen.

Beratungszentrum für Jobs, Migration und Reintegration in Dakar, Senegal

Das BMZ-Programm "Perspektive Heimat" Interner Link

Nicht je­der, der nach Deutsch­land ge­kom­men ist, kann oder will dau­er­haft blei­ben. Das BMZ-Pro­gramm "Per­spek­ti­ve Hei­mat" un­ter­stützt Rück­keh­re­rin­nen und Rück­keh­rer beim Neu­start in der al­ten Hei­mat und schafft Bleibe­per­spek­ti­ven für die Be­völ­ke­rung in den Her­kunfts­län­dern.

Es baut auf den schon vor­han­de­nen In­itia­ti­ven der deut­schen Ent­wick­lungs­zu­sam­men­ar­beit auf und kon­zen­triert sich auf 13 Län­der: Af­gha­ni­stan, Ägyp­ten, Al­ba­ni­en, Gam­bia, Gha­na, Irak, Ko­so­vo, Ma­rok­ko, Ni­ge­ria, Pa­ki­stan, Se­ne­gal, Ser­bi­en und Tu­ne­si­en. In zehn die­ser Län­der hat das BMZ "Be­ra­tungs­zen­tren für Jobs, Mi­gra­ti­on und Re­inte­gra­ti­on" ein­ge­rich­tet, wei­te­re sind in Pla­nung.

Cash-for-Work-Projekt in der Region Kurdistan-Irak

Cash for Work: Die Beschäftigungsoffensive Nahost Interner Link

Die Bun­des­re­gie­rung hat auf der Sy­ri­en­kon­fe­renz im Fe­bru­ar 2016 die "Be­schäf­ti­gungs­of­fen­si­ve Nah­ost" ge­star­tet, um die Men­schen vor Ort durch Ar­beits- und Ein­kom­mens­mög­lich­kei­ten zu un­ter­stüt­zen.

ber di­rekt ent­lohn­te Be­schäf­ti­gungs­maß­nah­men (Cash for Work) er­hal­ten Flücht­lin­ge wie auch be­dürf­ti­ge Men­schen aus auf­neh­men­den Ge­mein­den Zu­gang zum Ar­beits­markt und ein Ein­kom­men auf Ba­sis des lo­ka­len Min­dest­lohns. Ziel ist es vor al­lem, neue Per­spek­ti­ven für die Men­schen vor Ort zu schaf­fen und zur Sta­bi­li­sie­rung in den auf­neh­men­den Ge­mein­den bei­zu­tra­gen.

Schüler in der Metallwerkstatt einer Berufsbildungseinrichtung in Accra, Ghana

Die Son­der­initia­ti­ve Aus­bil­dung und Be­schäf­ti­gung Interner Link

Die Son­der­initia­ti­ve Aus­bil­dung und Be­schäf­ti­gung ist ein wei­te­res Bei­spiel da­für, wie das BMZ Per­spek­ti­ven in Part­ner­län­dern schafft. Mit ihr un­ter­stützt das BMZ deut­sche, eu­ro­päi­sche und afri­ka­ni­sche Un­ter­neh­men und In­ves­to­ren bei ih­rem En­ga­ge­ment in Afri­ka.

Ziel ist, Zu­kunfts­per­spek­ti­ven für die jun­ge Ge­ne­ra­ti­on zu er­öff­nen. Da­für wer­den in den kom­men­den Jah­ren bis zu 100.000 Ar­beits- und 30.000 Aus­bil­dungs­plät­ze ge­schaf­fen, Ar­beits­be­din­gun­gen ver­bes­sert und nach­hal­ti­ges Wirt­schafts­wachs­tum ge­för­dert.

Reisende in Bangladesch

Mi­gra­ti­on steu­ern und für Ent­wick­lung nut­zen Interner Link

Das Bun­des­ent­wick­lungs­mi­nis­te­ri­um setzt sich nicht nur da­für ein, die Ri­si­ken von ir­re­gu­lä­rer Mi­gra­ti­on zu ver­rin­gern, son­dern auch da­für, die Po­ten­zia­le le­ga­ler Mi­gra­ti­on zu nut­zen.

Es ar­bei­tet da­bei eng mit an­de­ren Po­li­tik­be­rei­chen zu­sam­men, et­wa der Au­ßen-, In­nen-, Ar­beits­markt- und Bil­dungs­po­li­tik. Auch die eu­ro­päi­sche Mi­gra­ti­ons­po­li­tik ge­stal­tet das BMZ ak­tiv mit.

Schriftzug des Bundesministeriums des Innern

Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat Externer Link

Als Leit­bild für ei­ne gu­te Mi­gra­ti­ons­po­li­tik ist das Bun­des­mi­nis­te­ri­um des In­nern, für Bau und Hei­mat (BMI) den Grund­sät­zen von Hu­ma­ni­tät und Ord­nung ver­pflich­tet. Schutz für Schutz­be­dürf­ti­ge ge­hört eben­so zu ei­nem um­fas­sen­den Mi­gra­ti­ons­ma­nage­ment wie die Er­öff­nung neu­er We­ge für le­ga­le Mi­gra­ti­on von Fach­kräf­ten.

Auch die Rück­kehr von Men­schen oh­ne Bleibe­per­spek­ti­ve ist Be­stand­teil ei­ner ganz­heit­li­chen Mi­gra­ti­ons­po­li­tik. Hier­un­ter fal­len Fra­gen der frei­wil­li­gen Rück­kehr, der Rück­kehr­för­de­rung, der Re­inte­gra­ti­on, der Rück­füh­rung und der Rück­über­nah­me aus­rei­se­pflich­ti­ger Per­so­nen durch ih­re Her­kunfts­staa­ten. Die Un­ter­stüt­zun­gen, die Aus­rei­se­wil­li­gen und -pflich­ti­gen zur frei­wil­li­gen Rück­kehr in ih­re Her­kunfts­län­der zur Ver­fü­gung ge­stellt wer­den, sind viel­fäl­tig.

Schriftzug des Auswärtigen Amts

Flucht und Mi­gra­ti­on: Das leis­tet die deut­sche Au­ßen­po­li­tik Externer Link

Das Aus­wär­ti­ge Amt setzt sich in­ten­siv für die Min­de­rung der Ur­sa­chen ein, die Men­schen zur Flucht zwin­gen. Zen­tra­les Ele­ment un­se­rer vor­sor­gen­den Au­ßen­po­li­tik ist ein ver­tief­tes En­ga­ge­ment für Frie­den und Si­cher­heit welt­weit. Der Di­plo­ma­tie kommt in die­sem Zu­sam­men­hang ei­ne be­son­de­re Rol­le zu.

Die Bun­des­re­pu­blik setzt sich dar­über hin­aus im Sin­ne ih­rer na­tio­na­len und eu­ro­päi­schen In­ter­es­sen und un­ter Be­ach­tung ih­rer in­ter­na­tio­na­len und hu­ma­ni­tä­ren Ver­pflich­tun­gen für ei­ne ak­ti­ve Steue­rung und Ge­stal­tung von Mi­gra­ti­ons­be­we­gun­gen ein. Ziel ist, die Ur­sa­chen für Flucht und ir­re­gu­lä­re Mi­gra­ti­on deut­lich zu re­du­zie­ren.