Ministerium Grundsätze und Ziele

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist innerhalb der Bundesregierung für die deutsche Entwicklungspolitik zuständig. Den Rahmen dafür bilden die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) der Vereinten Nationen sowie das Pariser Klimaabkommen (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen). Im Mittelpunkt steht dabei das Engagement gegen Armut, Hunger und Ungleichheit. Das BMZ versteht sich als Transformationsministerium, das weltweit den Umbau hin zu einer nachhaltigen, klima- und naturverträglichen Wirtschaftsweise voranbringt, wirtschaftliche Zusammenarbeit fördert und zugleich, Frieden, Stabilität und nachhaltige Sicherheit stärkt. Dazu wird die bilaterale Zusammenarbeit mit den Partnerländern weltweit abgestimmt und ein starker, an den SDGs orientierter Multilateralismus gefördert. Im respektvollen Miteinander mit den Partnerländern sollen globale Strukturen so verändert werden, dass ein besseres Leben für alle Menschen möglich ist.

Die Arbeit des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) ist entlang dieser Schwerpunkte ausgerichtet:

Armut, Hunger und Ungleichheit überwinden

Jeder Mensch hat das Recht auf ein Leben in Würde. Doch noch immer leiden weltweit viele Millionen Menschen unter Hunger und Armut. Viele werden aufgrund ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer Behinderung, ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit oder anderer Merkmale diskriminiert. Das BMZ fördert nachhaltige Agrar- und Ernährungssysteme, schafft Bildungschancen und stärkt die Rechte von Kindern und Jugendlichen.

Frieden und Stabilität – nachhaltig Sicherheit fördern

Krisen und Konflikte bedrohen Millionen von Menschen. Sie verursachen Leid und Zerstörung, führen zu Flucht und Vertreibung, befördern Kriminalität und Extremismus. Besonders Kinder leiden unter Gewalterfahrungen oder verlieren durch zerstörte Schulen ihre Zukunftschancen. Das BMZ trägt dazu bei, Krisen und Gewaltkonflikte zu verhindern und hilft beim Wiederaufbau. Mehr Stabilität in der Welt trägt auch zur Sicherheit Deutschlands bei.

Wirtschaftliche Zusammenarbeit für nachhaltiges und gerechtes Wachstum fördern

Nachhaltiges Wachstum braucht verlässliche Kooperationen. Der Globale Süden ist ein Motor der globalen Wirtschaft. Das BMZ engagiert sich für fairen Handel, baut strukturelle Hürden für Investitionen ab, setzt sich für rechtssichere Bedingungen und Korruptionsbekämpfung ein und unterstützt den Dialog zwischen deutscher Wirtschaft und unseren Partnerländern im Globalen Süden. Das macht unsere Wirtschaft stark, fördert lokale Wertschöpfung und gute Arbeit vor Ort.

Strategische Allianzen für globale Lösungen und das multilaterale System stärken

Globale Herausforderungen wie der Klimawandel oder Pandemien lassen sich nicht alleine lösen: Hierfür braucht es starke Verbündete. Das BMZ arbeitet eng mit multilateralen Organisationen wie den Vereinten Nationen, der Weltbank oder der Weltgesundheitsorganisation zusammen, um Klima- und Umweltschutz zu beschleunigen und Gesundheitssysteme weltweit zu stärken. Durch koordinierte Strategien erreichen wir mehr Wirkung und sichern die Lebensgrundlagen für uns alle.

Eine Elektrikerin und ein Elektriker in Sambia

Warum brauchen wir Entwicklungspolitik? Interner Link

Jeden Tag sterben Tausende Kleinkinder – an Hunger, an vermeidbaren Krankheiten, durch Gewalt und Kriege. Millionen Kinder können nicht zur Schule gehen, besonders betroffen sind davon Mädchen. Rund 700 Millionen Menschen leben in extremer Armut, mehr als zwei Milliarden haben keinen Zugang zu einer angemessenen Sanitärversorgung.

Eine bunte und grafische Darstellung der Weltkarte

Der Reformplan – Zukunft zusammen global gestalten Interner Link

Historische Umbrüche prägen die Weltlage. Geopolitische Spannungen nehmen zu, internationale Solidarität steht unter Druck. Eine starke Entwicklungspolitik ist unverzichtbarer Teil unserer Antwort auf diese Unsicherheiten.

Einige der globalen Entwicklungsziele als Sitzkissen bei einer Konferenz

Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung Interner Link

Mit der Agenda 2030 hat sich die Weltgemeinschaft 17 Ziele (Sustainable Development Goals, SDGs) für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung gesetzt. Die 17 Ziele gelten universal und für alle Länder gleichermaßen. Sie reichen von der Beseitigung des weltweiten Hungers über die Stärkung von nachhaltigem Konsum und nachhaltiger Produktion bis hin zu Maßnahmen für den Klimaschutz.

Frauen der "Wise Women Plumbers Cooperation" bei der Säuberung eines Wasserspeichers in Jordanien

Immer besser werden: Die Wirksamkeit der Zusammenarbeit erhöhen Interner Link

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat das Ziel und den Anspruch, mit seiner Arbeit eine positive Wirkung zu erzielen und die öffentlichen Mittel höchst effizient einzusetzen.

Kuppel des Reichstages in Berlin

Politikkohärenz: Bessere Abstimmung für nachhaltige Entwicklung Interner Link

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) ist für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit verantwortlich. Doch auch andere Bundesministerien, zum Beispiel das Auswärtige Amt, das Bundesumweltministerium oder das Bundesarbeitsministerium sind entwicklungspolitisch aktiv.