Allianz „Supporters of the UN Development System“
In einer Zeit globaler Herausforderungen sind die Vereinten Nationen (UN) ein Ort, um Länder zusammenzubringen, und ein Partner, um Entwicklungsprojekte vor Ort umzusetzen. Die weltweit wachsende Polarisierung setzt auch die UN unter politischen und finanziellen Druck. Als klares Signal für multilaterale Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) über traditionelle Grenzen und Gruppierungen hinweg hat das BMZ die Allianz „Supporters of the UN Development System“ ins Leben gerufen.
Seit ihrer Gründung auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2025 ist die Allianz auf 23 Mitgliedsstaaten – aus allen Regionalgruppen der UN – gewachsen. Die Mitgliedstaaten bekennen sich zum regelbasierten Multilateralismus, zu internationaler Solidarität und zur Umsetzung der Agenda 2030 (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) für nachhaltige Entwicklung. Sie unterstützen eine handlungs- und zukunftsfähige UN und gestalten deshalb den Reformprozess der Vereinten Nationen aktiv mit.
Die Allianz auf einen Blick
Die Mitgliedsstaaten der Allianz haben sich zum Ziel gesetzt, das Entwicklungssystem der Vereinten Nationen (Englisch: UN Development System, UNDS) zu stärken und weiterzuentwickeln. Die Allianz gründet auf der Gemeinsamen Absichtserklärung für ein wirksames UN-Entwicklungssystem. Sie beinhaltet die Grundlagen der gemeinsamen Positionierung der Allianzmitgliedstaaten und betont die zentrale Rolle des UNDS bei der Umsetzung der nachhaltigen Entwicklungsziele sowie die Bedeutung zuverlässiger und nachhaltiger Finanzierung der Organisationen des UNDS. Gleichzeitig fordern die Mitgliedstaaten die Wirkung der UN vor Ort spürbar zu erhöhen, beispielsweise durch eine verstärkte Zusammenarbeit der Institutionen des UN-Systems.
Die Allianz zählt derzeit 23 Mitgliedstaaten aus allen Weltregionen: Australien, Bangladesch, Costa Rica, Deutschland, Frankreich, Irland, Jordanien, Kanada, Kenia, Kolumbien, Marokko, Neuseeland, Niederlande, Norwegen, Peru, Polen, Schweden, Schweiz, Somalia, Spanien, Tschechien, Ukraine und das Vereinigte Königreich. Die Allianz heißt regelmäßig neue Mitgliedstaaten willkommen.
Gruppenfoto der Allianz „Supporters of the UN Development System“ bei der Hamburg Sustainability Conference 2026.
Wie die Allianz arbeitet
Die Allianz verbindet öffentliche Sichtbarkeit bei internationalen Veranstaltungen mit inhaltlicher Arbeit hinter den Kulissen. So setzt sie politische Signale, die auf gemeinsamen, konkreten Positionen fußen. Gleichzeitig dient sie der fortlaufenden Koordinierung und dem Austausch zwischen ihren Mitgliedstaaten.
Die UN80 Initiative des UN-Generalsekretärs António Guterres bietet dabei eine wichtige Gelegenheit für die aktive Weiterentwicklung der UN. Im Kontext der UN80 Initiative entwickelt die Allianz gemeinsame Positionen, um die Wirkung des UNDS in den UN-Partnerländern zu stärken und die normative Funktion der UN zu schützen. Daran arbeiten Geber- und Programmländer in der Allianz Hand in Hand.
Ein zentrales Ergebnis dieser Arbeit sind die 10 Empfehlungen der Allianz zur UN80 Initiative, die Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan auf der Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz 2026 im Namen der Allianz an die stellvertretende Generalsekretärin der UN, Amina Mohammed, übergeben hat. Darin formuliert die Allianz konkrete Reformvorschläge auf drei Ebenen: wie die UN wirksamer vor Ort arbeiten können, wie die Regionalstruktur diese Arbeit besser unterstützen kann und welche Anpassungen auf globaler Ebene vorgenommen werden sollen.
Neben der Formulierung konkreter Reformvorschläge positioniert sich die Allianz auch zu übergeordneten entwicklungspolitischen Fragestellungen, etwa in einer multilateralen Erklärung auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2026. Darin unterstrich die Allianz die Bedeutung der Entwicklungszusammenarbeit als strategische Investition in globale Sicherheit und als Fundament für nachhaltigen Frieden und Wohlstand.
Deutsches Engagement
Die Allianz ist eine zentrale Priorität der deutschen multilateralen Entwicklungszusammenarbeit. Das BMZ hat sie 2025 initiiert und sie seitdem maßgeblich weiterentwickelt. Dabei bringt Deutschland seinen Anspruch ein, neue Partnerschaften zu begründen, die auf Gleichberechtigung basieren, und traditionelle Bündnisgrenzen – auch zwischen sogenanntem Globalem Norden und Globalem Süden (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) – zu überwinden.
Inhaltlich knüpft die Allianz eng an die entwicklungspolitischen Schwerpunkte des BMZ an: wirksame multilaterale Entwicklungszusammenarbeit, Umsetzung der Agenda 2030 und Stärkung des regelbasierten internationalen Systems.
- Pressemitteilung zur Gründung der Allianz auf der MSC 2025 Interner Link
- UN80-Initiative des Generalsekretärs Externer Link
- Hamburger Nachhaltigkeitskonferenz Externer Link
- Münchner Sicherheitskonferenz Externer Link
- SDG 16: Frieden, Gerechtigkeit und starke Institutionen Externer Link
- SDG 17: Partnerschaften zur Erreichung der Ziele Externer Link
- Deutschlands Engagement für Multilateralismus Externer Link