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Äthiopien

Stadtansicht von Addis Abeba, der Hauptstadt von Äthiopien

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Überblick

Aufstrebendes Land mit großen Herausforderungen

Äthiopien ist auf einem guten Weg, die Lebensverhältnisse seiner Bevölkerung nachhaltig zu verbessern. Möglich wird das durch die großen Entwicklungsanstrengungen der äthiopischen Regierung, die Unterstützung der Geberländer sowie durch das in den vergangenen Jahren erreichte Wirtschaftswachstum. Aktuell gehört Äthiopien noch zu den am wenigsten entwickelten Staaten der Erde. Sein Status als Garantiemacht für die regionale Stabilität und sein großes Engagement für Flüchtlinge sind daher umso beachtenswerter.

Die Regierung unter Premierminister Abiy Ahmed hat 2018 einen umfassenden und tiefgreifenden Reformprozess in Gang gesetzt, um das Land zu demokratisieren und die Wirtschaft weiter anzukurbeln. Die Politik ist sehr entwicklungsorientiert und zeugt von einer großen Entschlossenheit, die ehrgeizige nationale Entwicklungsstrategie umzusetzen.

Deutschland unterstützt diesen Kurs und Kurs und hat im November 2019 eine Reformpartnerschaft mit Äthiopien vereinbart – eine vertiefte Form der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit reformorientierten afrikanischen Partnerländern im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Africa".

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland fördert in Äthiopien Programme in den Schwerpunktbereichen wirtschaftliche Entwicklung und berufliche Bildung, Sicherung der Ernährung und Landwirtschaft sowie Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen (Biodiversität).

Darüber hinaus unterstützt das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) Äthiopien bei der Versorgung von Geflüchteten. Ende 2018 waren mehr als 900.000 Flüchtlinge in dem ostafrikanischen Land registriert – hauptsächlich Menschen aus den Nachbarstaaten Südsudan, Somalia und Eritrea.

Direkt zu:

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Äthiopien

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der äthiopische Premierminster Abiy Ahmed bei der Besichtigung einer Baustelle in Addis Abeba am 24.08.2018

Meldung 11.10.2019

Minister Gerd Müller gratuliert Abiy Ahmed zum Friedensnobelpreis: "Der Mut Abiy Ahmeds ist Vorbild für uns alle"

Windenergie-Labor in Äthiopien

Meldung 29.10.2018

Entwicklungsministerium weitet Reformpartnerschaften aus – Verhandlungen mit Äthiopien, Marokko und Senegal starten

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der Premierminister von Äthiopien, Abiy Ahmed

Meldung 24.08.2018

Minister Müller: Äthiopischer Premier legt beeindruckendes Reformtempo vor | Historischer Frieden zwischen Eritrea und Äthiopien

Bienenzüchterin aus Äthiopien

Meldung 22.11.2017

Jobs für Frauen und Jugendliche in Äthiopien | "Menschen für Menschen" und BMZ vereinbaren Kooperation

  • Die 13-jährige Momina Ali aus Äthiopien muss in der Schule einen Tag fehlen, weil sie sich um Wasser für die Familie kümmern muss.
    Politische Situation

    Beeindruckendes Reformtempo

    Die Ernennung des reformorientierten Premierministers Abiy Ahmed im April 2018 hat zu einer Aufbruchstimmung im Land geführt. Mit beeindruckender Geschwindigkeit vollzieht Abiy einen grundlegenden Wandel in der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik des Landes.

  • Arbeiterinnen in einer Fabrik für Textilien in Äthiopien, in der unter anderem für eine in Deutschland weit verbreitete Ladenkette produziert wird
    Soziale Situation

    Entwicklungsorientierung zeigt Erfolge

    Die äthiopische Regierung verfolgt äußerst ehrgeizige Reformpläne, um den Staat zu modernisieren und die Armut zu reduzieren. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt Äthiopien Rang 173 der 189 gelisteten Staaten ein.

  • Äthiopische Nomaden, die sich wegen der anhaltenden Dürre in einem Dorf in der Somali-Region angesiedelt haben
    Wirtschaftliche Situation

    Industrie und Landwirtschaft im Blick

    Äthiopiens Wirtschaft erreichte in den Jahren 2007 bis 2017 Wachstumsraten zwischen 8,6 und 12,6 Prozent. Ziel ist, bis zum Jahr 2025 den Status eines Landes mit mittlerem Einkommen zu erlangen.

Die 13-jährige Momina Ali aus Äthiopien muss in der Schule einen Tag fehlen, weil sie sich um Wasser für die Familie kümmern muss.
Politische Situation

Beeindruckendes Reformtempo

Von der Besetzung durch das faschistische Italien 1936 bis 1941 abgesehen, stand Äthiopien als einziger Staat Afrikas nie unter Kolonialherrschaft. Bis 1974 war das Land eine Monarchie, danach folgte eine kommunistisch ausgerichtete Militärdiktatur. Heute ist Äthiopien eine demokratische Bundesrepublik und spielt eine zentrale Rolle für die Stabilität der Region am Horn von Afrika.

Die Regierungskoalition EPRDF (Ethiopian Peoples' Revolutionary Democratic Front) stellt seit den Wahlen 2015 alle Abgeordneten im Parlament – parlamentarische Oppositionsarbeit findet daher nicht statt. Auf Proteste gegen die Regierung reagierte diese mit der Verhängung des Ausnahmezustands (Oktober 2016 bis August 2017 und Februar bis Juni 2018). Damit wurden viele der in der Verfassung garantierten Grundrechte außer Kraft gesetzt.

Aufbruchstimmung

Die Ernennung des reformorientierten Premierministers Abiy Ahmed im April 2018 hat zu einer Aufbruchstimmung im Land geführt. Mit beeindruckender Geschwindigkeit vollzieht Abiy einen grundlegenden Wandel in der Innen-, Wirtschafts- und Außenpolitik des Landes. So wurden alle bislang als illegal oder terroristisch eingestuften Oppositionsparteien legalisiert, Tausende politische Gefangene wurden freigelassen. Oppositionsführer, die ins Ausland geflohen waren, wurden amnestiert und zur Rückkehr in die Heimat eingeladen. Für 2020 hat Abiy freie und faire Parlamentswahlen angekündigt.

Um die bürgerlichen Grundrechte zu stärken, hat die neue Regierung eine umfassende Reform des Justizsystems angekündigt und die Überarbeitung der Medien- und der Antiterrorgesetzgebung eingeleitet. Liberalisiert wurden bereits die Gesetze, die die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen (NROs) regeln. Politische Debatten werden nun kritisch und im öffentlichen Raum geführt. In der Rangliste der Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen verbesserte sich Äthiopien um 40 Plätze von Rang 150 (2018 ) auf Rang 110 (2019 ) von 180 ausgewerteten Staaten.

Auch für die Frauenrechte setzt sich Premierminister Abiy gezielt ein. Sein Kabinett besteht zur Hälfte aus Frauen. Im Oktober 2018 wurde mit Sahle-Work Zewde erstmals eine Frau zum Staatsoberhaupt Äthiopiens ernannt.

Ethnische Konflikte

Äthiopien verfügt über eine große ethnische Vielfalt. Das Recht auf Selbstbestimmung der verschiedenen Volksgruppen ist in der Verfassung verankert, neben Amharisch sind mehr als 70 Regionalsprachen als gleichrangig anerkannt. In den vergangenen Jahren haben jedoch in verschiedenen Landesteilen ethnische Konflikte zugenommen, die auch mit Gewalt ausgetragen werden. Besonders betroffen sind die südlichen Regionen Oromia und Somali.

Die Zahl der Menschen, die in anderen Landesteilen Schutz vor Konflikten suchen, ist in jüngster Zeit stark angestiegen: Ende 2018 waren rund 2,9 Millionen Binnenvertriebene in Äthiopien registriert.

Beziehungen zu Eritrea

Ein wichtiger außenpolitischer Schritt war der Friedensschluss mit Eritrea. Nur drei Monate nach seinem Amtsantritt erklärte Abiy gemeinsam mit dem eritreischen Präsidenten Isaias Afwerki den Kriegszustand für beendet, im September 2018 wurde ein Friedensabkommen unterzeichnet. Die ehemals verfeindeten Staaten nahmen ihre diplomatischen Verbindungen und ihre Handelsbeziehungen wieder auf. In der Folge nutzten viele Menschen aus Eritrea die neue Freiheit und verließen ihr Land. Im Frühjahr 2019 hat die eritreische Regierung die Grenzen zu Äthiopien allerdings wieder geschlossen.

Für seine Bemühungen um den Frieden mit Eritrea und seine Rolle als Vermittler in regionalen Konflikten wurde Abiy im Oktober 2019 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Arbeiterinnen in einer Fabrik für Textilien in Äthiopien, in der unter anderem für eine in Deutschland weit verbreitete Ladenkette produziert wird
Soziale Situation

Entwicklungsorientierung zeigt Erfolge

Die äthiopische Regierung verfolgt äußerst ehrgeizige Reformpläne, um den Staat zu modernisieren und die Armut zu reduzieren. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) nimmt Äthiopien Rang 173 der 189 aufgelisteten Staaten ein.

In den vergangenen Jahren konnte Äthiopien bereits enorme Entwicklungsfortschritte verzeichnen: Nach Angaben der Weltbank ist der Anteil der extrem Armen von 71,1 Prozent (1995) auf 30,8 Prozent (2018) gesunken. Die Kindersterblichkeit ist zwischen 1995 und 2017 um fast 70 Prozent zurückgegangen. Die Einschulungsrate lag 2015 bei 85 Prozent (1995: 22 Prozent).

Doch die Herausforderungen sind weiterhin groß. So gilt etwa ein Fünftel der Bevölkerung als unterernährt. Nur rund zehn Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner verfügen über eine sichere Trinkwasserversorgung und weniger als 30 Prozent der Geburten werden von ausgebildetem medizinischem Personal betreut.

Einwohnerzahl steigt rapide an

Das starke Wachstum der Bevölkerung belastet die Umwelt und die Ressourcen des Landes. In den vergangenen 20 Jahren ist die Einwohnerzahl im Durchschnitt jährlich um 2,8 Prozent gestiegen – von 62,5 Millionen (1998) auf rund 109 Millionen (2018) Menschen. Wenn sich dieser Trend fortsetzt, wird Äthiopien im Jahr 2050 zu den zehn bevölkerungsreichsten Staaten der Welt gehören.

Um der Jugendarbeitslosigkeit zu begegnen, will die Regierung die Ausbildungsmöglichkeiten verbessern und durch die wirtschaftliche Entwicklung des Landes neue Arbeitsplätze schaffen.

Straßenbahn in Addis Abeba, Äthiopien
Äthiopische Nomaden, die sich wegen der anhaltenden Dürre in einem Dorf in der Somali-Region angesiedelt haben
Wirtschaftliche Situation

Industrie und Landwirtschaft im Blick

Äthiopiens Wirtschaft erreichte in den Jahren 2007 bis 2017 Wachstumsraten zwischen 8,6 und 12,6 Prozent. Im Jahr 2018 fiel das Plus mit 6,8 Prozent etwas geringer aus, für die folgenden Jahre rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) ebenfalls mit Werten zwischen sieben und acht Prozent (Stand: Oktober 2019).

Ziel ist, bis zum Jahr 2025 den Status eines Landes mit mittlerem Einkommen (middle income country) zu erlangen. Mit ihrem Fünfjahresplan 2016–2020 (Growth and Transformation Plan II) verfolgt die Regierung einen Wachstumskurs mit klaren Zielvorgaben: Ausbau der verarbeitenden Industrie, Exportorientierung sowie Modernisierung und kommerzielle Ausrichtung der Landwirtschaft.

Reformprogramm

Um die Wirtschaft weiter zu beleben und die lokale Privatwirtschaft zu stärken, setzt die Regierung von Premierminister Abiy strukturelle Reformen um. Dazu zählen die Zulassung von Wettbewerb in Wirtschaftsbereichen, die bisher von Staatsunternehmen dominiert wurden, mehr öffentlich-private Partnerschaften und die (Teil-)Privatisierung von Staatsbetrieben in den Bereichen Logistik, Transport, Luftfahrt, Telekommunikation und Elektrizität.

Um die Staatsverschuldung abzubauen, setzt die Regierung auf ein verantwortungsvolles Schuldenmanagement. Sie will verstärkt Eigeneinnahmen mobilisieren und hat sich dem IWF gegenüber verpflichtet, zunächst keine neuen Kredite zu Marktkonditionen mehr aufzunehmen. Der Regierungschef geht außerdem entschieden gegen Ineffizienz und Korruption bei Staatsunternehmen sowie gegen die weit verbreitete illegale Landnahme (Land Grabbing) vor. Problematisch bleibt die negative Handelsbilanz: Äthiopien importiert deutlich mehr Güter, als es exportiert.

Landwirtschaft

Wirtschaftliches Wachstum wird vor allem in der Industrie und im Dienstleistungssektor verzeichnet. Basis der äthiopischen Wirtschaft ist jedoch die Landwirtschaft. Sie beschäftigt etwa zwei Drittel aller Erwerbstätigen und versorgt die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie mit Rohstoffen. Außerdem zählt Äthiopien zu den größten Kaffeeproduzenten weltweit.

Bislang ist die Landwirtschaft noch kleinbäuerlich geprägt und zudem stark von Regenfällen abhängig. Dürreperioden verursachen immer wieder schwerwiegende Ernteausfälle. Die langfristige Ernährungssicherung der wachsenden Bevölkerung zählt daher zu den großen Herausforderungen des Landes.

Entwicklungspotenziale

Äthiopien hat große Entwicklungspotenziale. Unter anderem ist die Produktivität der Landwirtschaft noch enorm steigerungsfähig. Das Land verfügt außerdem über Bodenschätze wie Gold, Tantalerz, Phosphor, Eisen, Salz, Kaliumcarbonat (Pottasche), Natriumcarbonat, Edelsteine und Kohle. Große Hoffnungen werden auf die Nutzung der Erdgasvorkommen gesetzt, die im Ogaden-Becken entdeckt wurden.

Äthiopien verfügt zudem über gute Voraussetzungen für die Nutzung umweltfreundlicher Energiequellen wie Wasser-, Solar- und Windkraft sowie Erdwärme. Bereits heute exportiert das Land Strom in seine Nachbarländer Dschibuti, Kenia und Sudan. Die Erweiterung der Stromerzeugung sowie der Ausbau der Infrastruktur sollen auch dem Tourismus zugutekommen, der als neuer wachstumsfähiger Sektor gilt.

Video: Nachhaltige Textilproduktion in Äthiopien

Deutsche Entwicklungszu­sam­men­ar­beit mit Äthiopien

Äthiopien gehört zu den Kooperationsländern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge eng zusammenarbeitet. 2017 sagte das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) Äthiopien insgesamt 215,6 Millionen Euro neu zu. Darin enthalten sind Mittel aus der Übergangshilfe, der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" und der Sonderinitiative Flucht. 2018 erfolgte eine weitere Zusage in Höhe von 158,5 Millionen Euro.

Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf drei Schwerpunkte:

  • Wirtschaftliche Entwicklung und Berufsbildung
  • Sicherung der Ernährung, Landwirtschaft
  • Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, Biodiversität

Darüber hinaus engagiert sich die Bundesrepublik für die in Äthiopien lebenden Geflüchteten und die einheimische Bevölkerung in den aufnehmenden Gemeinden. Um die Lebensbedingungen und wirtschaftlichen Perspektiven beider Gruppen zu verbessern, werden insbesondere Maßnahmen zur Ernährungssicherung, Gesundheitsvorsorge und zur Wasser- und Sanitärversorgung sowie Angebote der beruflichen Bildung gefördert.

Reformpartnerschaft

Um den äthiopischen Reformkurs zu unterstützen, hat die Bundesregierung im November 2019 eine Reformpartnerschaft mit Äthiopien vereinbart. Mit den Reformpartnerschaften leistet Deutschland einen Beitrag zur G20-Initiative "Compact with Africa". Diese zielt darauf ab, in den teilnehmenden afrikanischen Ländern Privatinvestitionen zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen.
In enger Abstimmung mit anderen Bundesministerien will sich das BMZ auf folgende Bereiche der Zusammenarbeit mit Äthiopien konzentrieren:

  • Reformfinanzierung in Kooperation mit der Weltbank und Frankreich zur Verbesserung der politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen
  • Unterstützung des Privatsektors durch Maßnahmen der Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung, Förderung der äthiopischen Industrialisierungsstrategie, Verbesserung der Umwelt- und Sozialstandards in der Textilindustrie
  • Transformation der Landwirtschaft, Stärkung ausgewählter Wertschöpfungsketten
  • Governance: Unterstützung fairer Parlamentswahlen 2020, Förderung einer nachhaltigen Landnutzung, Regelung von Landrechten
Schwerpunkt "Wirtschaftliche Entwicklung und Berufsbildung"

Fachkräfte für die äthiopische Wirtschaft

Ziel der deutschen Entwicklungszusammenarbeit mit Äthiopien ist es, die Reformpolitik der Regierung zu unterstützen, die private Wirtschaft und insbesondere den äthiopischen Mittelstand zu stärken und die Perspektiven für die Jugend im Land zu verbessern.

Besonders in den technischen und ingenieurwissenschaftlichen Berufen werden Fachkräfte dringend gesucht. Bislang mangelt es den Bewerberinnen und Bewerbern häufig an der notwendigen Qualifikation. Deutschland trägt dazu bei, die berufsbezogene Ausbildung qualitativ zu verbessern und praxisorientierter zu gestalten. So wurden mit deutscher Unterstützung die gesetzlichen Grundlagen für ein duales Berufsbildungssystem nach deutschem Vorbild geschaffen. Im Bausektor und in verschiedenen technischen Ausbildungsgängen ist nun eine Ausbildung bis zum Meister möglich.

Das Bildungsministerium und seine nachgeordneten Behörden werden dabei unterstützt, Arbeitsmarktdaten systematisch in die Bildungsplanung einzubeziehen und eng mit der Privatwirtschaft zu kooperieren. Das Industrieministerium wird bei der Entwicklung einer Strategie beraten, um kleine und mittlere Unternehmen gezielt zu fördern.

Wirkungen

Die Zahl der Berufsschulen hat sich zwischen 2011 und 2018 auf über 1.300 fast verdreifacht. Mehr als 8.200 Berufsschullehrerinnen und -lehrer wurden qualifiziert, 58 Berufsschulen mit Werkstätten ausgestattet. Mehr als 5.100 Fachkräfte aus der Berufsbildung sowie Kleinunternehmer haben bislang an Fortbildungen zu Themen wie Unternehmensführung, Technologietransfer und Didaktik teilgenommen. 560 Fachkräfte wurden im Bereich Gesundheitstechnik weitergebildet. Sie wirken nun als Multiplikatoren und geben ihre Kenntnisse an Kolleginnen und Kollegen weiter. Mehr als 50 deutsche und äthiopische Unternehmen wurden zu Möglichkeiten der Zusammenarbeit beraten, mehr als 30 technologie-orientierte Start-ups unterstützt.

Ein Schwerpunkt des deutschen Engagements liegt darin, menschenwürdige Beschäftigungsverhältnisse und die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards in der äthiopischen Textilbranche zu fördern. Dazu arbeitet das BMZ mit mehr als 100 Textilunternehmen zusammen, die insgesamt rund 64.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Unter anderem wurde ein nationaler Leitfaden für die nachhaltige Verwertung von Klärschlamm entwickelt und die Registrierung und Verwaltung von Industriechemikalien neu geregelt.

Tröpfchenbewässerung auf einem Feld in Äthiopien
Schwerpunkt "Sicherung der Ernährung, Landwirtschaft"

Böden schützen, Ernten steigern

Die äthiopische Regierung hat sich das Ziel gesetzt, die Ernährung der Bevölkerung langfristig zu sichern. Voraussetzung dafür ist ein verbessertes Landmanagement. Durch den Erhalt und die nachhaltige Nutzung der Ressourcen Boden, Wald und Wasser, verbesserte Ackerbaumethoden und effektiven Erosionsschutz wird die weit verbreitete Bodendegradation – also die Verschlechterung der Leistungsfähigkeit der Böden - verringert. Dadurch können die Erntemengen deutlich gesteigert werden.

Die Bauern werden dabei unterstützt, ihre Produktion vielseitiger zu gestalten und die Wasserressourcen verantwortungsvoll zu nutzen. Es werden neue Pflanzensorten und verbessertes Saatgut eingeführt, Methoden des biologischen Erosionsschutzes vermittelt und an die Böden angepasste Bearbeitungs-, Ernte- und Bewässerungstechniken entwickelt.

Im Rahmen der Sonderinitiative "EINEWELT ohne Hunger" wurde in Äthiopien ein Grünes Innovationszentrum gegründet, das Methoden zur Produktivitätssteigerung vermittelt.

Wirkungen

Durch das deutsche Engagement wurden bislang rund 600.000 Hektar degradierte Ackerfläche wieder nutzbar gemacht, die landwirtschaftliche Produktivität der beteiligten Betriebe ist um 40 Prozent gestiegen. Etwa 900.000 Landwirte und Wanderhirten haben Zugang zu Wasser erhalten, 95.000 Bäuerinnen und Bauern haben an Schulungen zu modernen Anbaumethoden und Mechanisierung teilgenommen.

Auf 34.000 Hektar Fläche wurde ein Bodenfruchtbarkeitsmanagement eingeführt, die Bewässerungsfläche ist um etwa 5.500 Hektar gestiegen. Frauenkooperativen haben im besonders trockenen Tiefland rund 100.000 Baumsetzlinge gepflanzt. Die Bäume erfüllen mehrere Funktionen – sie verhindern Erosion, regulieren den Wasserkreislauf und liefern Baumaterial, Dünger und Nahrung.

Widerstandsfähigkeit steigern

In den Gebieten Somali und Afar unterstützt Deutschland die Menschen dabei, die Folgen der Dürren der vergangenen Jahre zu bewältigen und ihre Widerstandsfähigkeit zu erhöhen. Rund 28.000 Menschen profitieren dort nun von einer verbesserten Trinkwasserversorgung. Mehr als 8.000 Gesundheitsfachkräfte wurden darin geschult, Mangelernährung vorzubeugen. Die Finanzierung mobiler Gesundheitsstationen hat rund 247.000 medizinische Beratungen von Frauen und Kindern ermöglicht. Mehr als 17.000 akut mangelernährte Kinder wurden mit therapeutischer Nahrung behandelt.

Abebech Mideksam: Bienenzüchterin aus Äthiopien
Schwerpunkt "Schutz und nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, Biodiversität"

Verantwortungsvoller Umgang mit der Natur

Äthiopien beheimatet eine Vielzahl von Tier-und Pflanzenarten und ist Teil zweier "Biodiversitäts-Hotspots" von globaler Bedeutung (Horn von Afrika und östliche afromontane Zone). Doch die biologische Vielfalt hat dramatisch abgenommen: Da die Bevölkerung schnell wächst, werden natürliche Ressourcen zu stark ausgebeutet, Naturschutzgebiete als Weideland genutzt und Wälder gerodet, um Brennholz zu gewinnen.

Um die verbliebene Biodiversität zu schützen, hat die Regierung 14 Prozent des Landes als Schutzgebiete ausgewiesen. Die Verantwortung für die Verwaltung dieser Gebiete war bislang jedoch ineffizient auf verschiedene Behörden verteilt.

Deutschland unterstützt Äthiopien dabei, die Zuständigkeiten neu und transparent zu regeln und den Schutz der natürlichen Ressourcen mit ihrer nachhaltigen Nutzung in Einklang zu bringen. Dazu werden die Verwaltungen von ausgewählten Nationalparks und Biosphärenreservaten gestärkt und – unter Einbeziehung der lokalen Bevölkerung – nachhaltige Parknutzungsstrategien und Waldmanagementpläne erarbeitet.

Wirkungen

Insgesamt werden von dem deutschen Programm 4,5 Millionen Menschen erreicht, die rund um elf Schutzgebiete leben. Im Rahmen von Aufforstungskampagnen wurden zwei Millionen Setzlinge größtenteils von Jugendlichen gepflanzt. Der Aufbau nachhaltiger Wertschöpfungsketten für Kaffee, Honig und Myrrhe schafft alternative Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung. So erzielen inzwischen rund 20.000 Bauern höhere Einkommen durch den Kaffeeanbau, etwa 9.000 Farmer verdienen zusätzliches Geld durch die Honigproduktion.

Die Maßnahmen in diesem Schwerpunkt sind eng mit den Vorhaben zur nachhaltigen Landbewirtschaftung und zur Stärkung der Dürreresilienz verknüpft.

Karte von Äthiopien

Äthiopien

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Äthiopien Deutschland
Ländernamea16173184 Demokratische Bundesrepublik Äthiopien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Addis Abeba, etwa 3,6 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 1.104.300 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 173 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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