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Tunesien

Ein Mann verkauft Blumen an eine Passantin der Altstadt von Tunis.

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Überblick

Land im Umbruch

Tunesien ist ein politischer Hoffnungsträger und nach einer langen Phase der Diktatur auf dem Weg, die friedliche Wandlung zu einem Rechtsstaat zu vollziehen. Trotz politischer und sozialer Spannungen gilt die demokratische Entwicklung im Land als vorbildhaft.

Nach seiner Unabhängigkeit im Jahr 1956 wurde Tunesien mehr als fünf Jahrzehnte lang autoritär regiert: 1957 bis 1987 von Habib Bourguiba und anschließend von Zine El Abidine Ben Ali bis 2011. Im Winter 2010/11 kam es zu massiven Protesten gegen das korrupte Regime, die soziale Ungleichheit und die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Die Unruhen weiteten sich schnell auf das ganze Land aus. Mitte Januar 2011 verlies Präsident Ben Ali mit seiner Familie das Land.

Politischer Neuanfang

Die Vertreibung des Präsidenten hat Tunesien die Chance auf einen Neuanfang eröffnet. In der seit Februar 2015 amtierenden Regierung sind Mitglieder aller großen politischen Lager vertreten. Ihre dringlichste Aufgabe ist, die Sicherheitslage zu verbessern und die Wirtschaft des Landes anzukurbeln, um neue Arbeitsplätze zu schaffen und die Einkommenssituation der Bevölkerung zu verbessern.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien

Deutschland hat ein großes Interesse an der Stabilisierung der Region in unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa. Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien ist deswegen auf eine aktive Unterstützung des Landes beim Übergang zur Demokratie ausgerichtet. Durch eine Verbesserung der sozialen Lage im Land trägt sie außerdem zur friedlichen Transformation bei.

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Mittel für Tunesien nach der Revolution deutlich erhöht und die Entwicklungszusammenarbeit auf die politischen Schwerpunkte der neuen tunesischen Regierung ausgerichtet. Sie konzentriert sich auf die integrierte Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem Ziel, Einkommensmöglichkeiten in den benachteiligten Gebieten zu schaffen.

Scrollen Sie nach unten, um ausführliche Informationen über die Situation im Land und das deutsche entwicklungspolitische Engagement in Tunesien zu erhalten.

Meldungen

Drei Lehrlinge und ihre Ausbilderin im Fachbereich Elektrotechnik in einer Berufsschule für Mädchen in Accra, Ghana

Meldung 12.06.2017

Entwicklungsministerium vereinbart Reformpartnerschaften mit drei afrikanischen Ländern

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller und der tunesische Arbeitsminister Imed Hammami bei der Eröffnung des deutsch-tunesischen Migrationsberatungszentrums in Tunis

Meldung 03.03.2017

Minister Müller eröffnet deutsch-tunesisches Migrationsberatungszentrum

Bundesminister Müller besichtigte gemeinsam mit der marokkanischen Ministerin für das Handwerk und soziale und solidarische Wirtschaft, Fatima Marouane, ein Ausbildungszentrum für Handwerksberufe in Fes.

Meldung 29.02.2016

Mittelmeerkooperation stärken, Investitionen in Nordafrika fördern

Wartung eines Solarmoduls in Marokko durch einen Techniker

Meldung 25.02.2016

Reise von Bundesminister Müller nach Marokko, Algerien und Tunesien

Demokratisierungsprozess

Auf dem Weg zum Rechtsstaat

Der Volksaufstand im Januar 2011 hat Tunesien die Chance eröffnet, einen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen. Wichtige Schritte sind bereits erfolgt: Sowohl die Wahlen zur Verfassunggebenden Versammlung im Herbst 2011 als auch die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen Ende 2014 wurden von internationalen Beobachtern als frei, fair und transparent bezeichnet. Die zuvor stark eingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit ist inzwischen gewährleistet. Alle politischen Gefangenen wurden freigelassen. Es haben sich zahlreiche Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft neu gegründet.

Ein besonders bedeutender Fortschritt im Demokratisierungsprozess wurde im Januar 2014 mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung erreicht. Sie legt fest, dass Tunesien künftig eine parlamentarische Republik ist, in der der Staatspräsident besondere Vorrechte in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik genießt. Die neue Staatsform soll garantieren, dass weder der Präsident noch das Parlament genügend Macht erlangen können, um die Demokratie außer Kraft zu setzen.

Zwischenzeitliche Krise

Die Morde an zwei Oppositionspolitikern sowie terroristische Anschläge auf touristische Ziele lösten 2013 eine schwere Krise in Tunesien aus. Der Prozess der Demokratisierung drohte zu scheitern, manche sahen das Land am Rande eines Bürgerkriegs.

In dieser Situation vermittelte das "Quartett für den nationalen Dialog", ein Zusammenschluss von Gewerkschaftsbund, Arbeitgeberverband, Anwaltsverband und Menschenrechtsliga: Regierung und Opposition einigten sich dadurch auf die Bildung einer Übergangsregierung aus parteilosen Experten. Für seine "Bemühungen um eine pluralistische Demokratie im Zuge des Arabischen Frühlings" wurde das tunesische Quartett im Oktober 2015 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Aktuelle politische Situation

Im Herbst 2014 gewann das Oppositionsbündnis "Nidaa Tounes" ("Ruf Tunesiens") die Parlamentswahlen; die Präsidentschaftswahlen konnte der Gründer der Nidaa Tounes, Beji Caid Essebsi, für sich entscheiden. Regierungschef ist seit August 2016 Youssef Chahed. An der amtierenden Regierung sind ist sowohl die säkular-konservative Nidaa Tounes als auch die islamische Partei Ennahdha beteiligt.

Bildergalerie

Reise von Minister Müller nach Nordafrika im Februar 2016

Minister Müller traf unter anderem mit dem tunesischen Minister für Entwicklung, Investitionen und internationale Zusammenarbeit, Yassine Brahim, zusammen. Bei den Gesprächen ging es um die Stärkung der Tourismusbranche, die nach den Terroranschlägen unter einem Einbruch der Buchungen leidet.

Minister Müller traf den tunesischen Minister für Entwicklung, Investitionen und internationale Zusammenarbeit, Yassine Brahim. Bei den Gesprächen ging es um die Stärkung der Tourismusbranche, die nach den Terroranschlägen unter einem Einbruch der Buchungen leidet.

Minister Müller informierte sich bei seinem Besuch in Tunesien auch über die Lage im Nachbarland Libyen. Er sprach mit dem stellvertretenden Leiter der UN-Mission in Libyen, Ali Al-Za'tari.

Bei seinem Besuch in Tunis traf Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auch Ghassan Khalil, den Vertreter der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF in Libyen.

Bei seinem Besuch in Tunis traf Bundesentwicklungsminister Gerd Müller auch Ghassan Khalil, den Vertreter der UN-Kinderhilfsorganisation UNICEF in Libyen.

Soziale Situation

Ungleiche Verteilung des Wohlstands und hohe Arbeitslosigkeit

Die Lebenssituation der Tunesierinnen und Tunesier hat sich in den vergangenen Jahren verbessert: Nahezu die gesamte Bevölkerung hat inzwischen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Strom, es hat sich eine breite und gebildete Mittelschicht herausgebildet. Auf dem Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI 2015) nimmt Tunesien Rang 97 von 188 Staaten ein – hinter Algerien (Rang 83), aber deutlich vor Ägypten (Rang 111) und Marokko (Rang 123).

Doch der bisher erreichte Wohlstand ist ungleich verteilt. Vor allem die Regionen im Landesinneren profitieren noch nicht ausreichend von der wirtschaftlichen Entwicklung. Die neue Regierung hat daher ein ambitioniertes Programm zur Regionalentwicklung vorgelegt, das vor allem private Investitionen in den Regionen fördern soll.

Eines der größten Probleme des Landes ist die hohe Arbeitslosigkeit. Nach offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosenquote bei etwa 15 Prozent. Besonders bei jungen Menschen, Akademikern und in den benachteiligten Landesteilen ist die Arbeitslosigkeit jedoch deutlich höher. Das jährliche Wirtschaftswachstum reicht bei weitem nicht aus, um die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu entspannen.

Für Unmut in der Bevölkerung sorgt zusätzlich eine deutlich gesunkene Kaufkraft: Der tunesische Dinar verlor in den vergangenen Jahren massiv an Wert, gleichzeitig stiegen die Lebenshaltungskosten, weil sich zum Beispiel Energie und Trinkwasser verteuerten.

Entsalzungsanlage in Guellala auf Djerba
Ökonomische Situation

Wirtschaft stark von Europa abhängig

Tunesien steht an der Schwelle zum Industrieland. Etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden vom Dienstleistungssektor erwirtschaftet, rund 30 Prozent von der Industrie. Nach Wachstumsraten von 2,3 Prozent in den Jahren 2013 und 2014 wuchs die tunesische Wirtschaft 2015 nur noch um 0,8 Prozent. Für die Jahre 2016 und 2017 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) wieder mit steigenden Raten.

Tunesiens Wirtschaft ist stark von der Konjunkturlage in Europa abhängig: Rund zwei Drittel des tunesischen Außenhandels werden mit der Europäischen Union abgewickelt, der Großteil der ausländischen Investitionen kommt von dort.

Als erstes Land der Maghreb-Region hat Tunesien 1995 ein Assoziationsabkommen mit der EU abgeschlossen. Im Herbst 2012 erreichte es den Status einer "privilegierten Partnerschaft" und profitiert von umfangreichen Hilfsprogrammen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit. Ziel der Verhandlungen zwischen Tunesien und der EU ist ein vollständiges Freihandelsabkommen.

Die Revolution hatte großen Einfluss auf die tunesische Wirtschaft. Angesichts der unklaren politischen Zukunft und der instabilen Sicherheitslage zögerten viele ausländische Investoren, sich in Tunesien zu engagieren. Der Tourismus brach ein und wiederholte Streiks und Blockaden legten viele in Tunesien ansässige Firmen über Monate hinweg lahm. Doch der politische Umbruch hat Tunesien auch neue wirtschaftliche Chancen eröffnet: Während des Regimes von Ben Ali standen die wichtigsten Unternehmen des Landes unter der Kontrolle der Präsidentenfamilie. Dieses Monopol ist nun beseitigt und ein freier Wettbewerb ist möglich.

Die tunesische Regierung bemüht sich, konsequente Strukturreformen voranzutreiben, zum Beispiel bei den öffentlichen Finanzen und im Bankensektor, um jungen Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen zu können.

Entwicklungspotenziale

Investoren schätzen an Tunesien seine geografische Nähe zu Europa, den im regionalen Vergleich hohen Grad der Industrialisierung, die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die gut ausgebaute Infrastruktur.

Wachstumspotenziale hat das Land im Dienstleistungsbereich, dabei vor allem in der IT-Branche, Logistik und bei Gesundheitsdienstleistungen.

Große Bedeutung für die künftige Entwicklung der Wirtschaft hat der Tourismus. Die Regierung ist sich bewusst, dass das touristische Angebot weiter aufgefächert und modernisiert werden muss, um mehr und neue Kundschaft anzulocken. Neben den bewährten Hotelangeboten für Badeurlauber soll vor allem der Kultur- und Ökotourismus ausgebaut werden. (Siehe auch: Tourismus – eine Chance für nachhaltige Entwicklung)

Nach zwei Terroranschlägen auf touristische Ziele im März und Juni 2015 sind die Besucherzahlen jedoch erneut eingebrochen. Laut dem tunesischen Tourismusministerium reisten zwar bis Oktober 2016 wieder etwas mehr Touristen nach Tunesien als im selben Zeitraum 2015. Doch die Zahlen lagen noch weit unter den Werten von 2014.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien

Deutschland und Tunesien arbeiten seit den 1960er Jahren entwicklungspolitisch zusammen. Um den Prozess der friedlichen Transformation zu unterstützen, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Mittel für Tunesien nach der Revolution deutlich erhöht. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde auf die politischen Schwerpunkte der tunesischen Regierung ausgerichtet.

Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf die integrierte Entwicklung des ländlichen Raumes mit dem Ziel, Einkommensmöglichkeiten in den benachteiligten Gebieten zu schaffen. Dafür wurden 2016 Mittel in Höhe von 290,5 Millionen Euro zugesagt, davon 252,5 Millionen Euro als Darlehen zu marktnahen Konditionen. Tunesien profitiert dabei auch von der BMZ-Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika, Nahost.

  • Olivenernte bei Kairouan, Tunesien
    Ländliche Entwicklung

    Benachteiligte Regionen im Fokus

    Grundvoraussetzung für einen friedlichen politischen und gesellschaftlichen Wandel in Tunesien ist eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen in den bislang benachteiligten Regionen im Landesinneren. Das BMZ fördert daher ein umfassendes Investitionsprogramm für ländliche Regionen.

  • Theke eines Cafés in Tunesien
    Beschäftigungsförderung

    Perspektiven schaffen

    Angesichts der sehr jungen Bevölkerung Tunesiens ist es besonders wichtig, Arbeitsmöglichkeiten – und damit Lebensperspektiven – zu schaffen. Außerdem müssen Arbeitsangebot und -nachfrage zusammengebracht werden: Das Personalmanagement vieler tunesischer Unternehmen ist nur schwach ausgebildet und Informationen zum Arbeitsmarkt sind nur schwer zugänglich.

  • Straßenbahnhaltestelle in Tunis
    Gute Regierungsführung

    Transformationsprozesse stärken

    Der "Arabische Frühling" hat in Tunesien neue Freiräume für die Entwicklungszusammenarbeit geschaffen. Heute lässt sich zum Beispiel das Thema gute Regierungsführung offen ansprechen und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der Verfassung verankert.

Olivenernte bei Kairouan, Tunesien
Ländliche Entwicklung

Benachteiligte Regionen im Fokus

Grundvoraussetzung für einen friedlichen politischen und gesellschaftlichen Wandel in Tunesien ist eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen in den bislang benachteiligten Regionen im Landesinneren. Das BMZ fördert daher ein umfassendes Investitionsprogramm für ländliche Regionen. Es soll dazu beitragen, das Wasserressourcenmanagement zu verbessern, die landwirtschaftlichen Erträge zu erhöhen und die kommunale Infrastruktur auszubauen. Das BMZ fördert auch junge Unternehmer, die Jobs und Innovationen schaffen.  

Außerdem wird die tunesische Regierung bei der Dezentralisierung beraten. Dabei geht es darum, welche Planungs- und Entscheidungsprozesse auf die regionale oder kommunale Ebene verlegt werden können und wie die Zivilgesellschaft angemessen beteiligt werden kann.

Sickerwasserbehandlung auf einer Mülldeponie in Bizerte, Tunesien
Theke eines Cafés in Tunesien
Beschäftigungsförderung

Perspektiven schaffen

Angesichts der sehr jungen Bevölkerung Tunesiens ist es besonders wichtig, Arbeitsmöglichkeiten – und damit Lebensperspektiven – zu schaffen. Außerdem müssen Arbeitsangebot und -nachfrage zusammengebracht werden: Das Personalmanagement vieler tunesischer Unternehmen ist nur schwach ausgebildet und Informationen zum Arbeitsmarkt sind nur schwer zugänglich.

Als unmittelbare Reaktion auf den "Arabischen Frühling" hatte das BMZ bereits 2011 einen offenen Regionalfonds zur Qualifizierung und Beschäftigungsförderung aufgelegt, um der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Tunesien und Ägypten entgegenzuwirken. Auch im Zuge der Neuausrichtung der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit bleibt das Thema ein Schwerpunkt. So werden mit deutscher Unterstützung Hochschulabsolventen zielgerichtet und praxisnah für den Arbeitsmarkt qualifiziert und bei der Gründung eigener Unternehmen beraten. Außerdem werden effiziente Strukturen der Arbeitsvermittlung aufgebaut.

Ein weiteres Handlungsfeld ist die Förderung kleinster, kleiner und mittlerer Unternehmen (KKMU). Diese können mehr Arbeitsplätze schaffen, wenn sie Zugang zu Krediten haben. Der Mikrofinanzsektor ist in Tunesien jedoch noch unterentwickelt. Daher unterstützt Deutschland einerseits den Aufbau einer Aufsichtsbehörde für Mikrofinanzinstitutionen. Andererseits stellt die KfW tunesischen Banken Refinanzierungsmittel zur Verfügung, damit diese Kredite an KKMU ausgeben können.

Straßenbahnhaltestelle in Tunis
Gute Regierungsführung

Transformationsprozesse stärken

Der "Arabische Frühling" hat in Tunesien neue Freiräume für die Entwicklungszusammenarbeit geschaffen.

Heute lässt sich zum Beispiel das Thema gute Regierungsführung offen ansprechen und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist in der neuen Verfassung verankert. Dennoch nimmt der gesellschaftliche Einfluss islamistischer, konservativer Kräfte zu.

Das BMZ unterstützt bei allen seinen Maßnahmen gezielt das Empowerment von Frauen, die Partizipation der Zivilgesellschaft sowie gute Regierungsführung.

Weiterführende Informationen

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Tunesien Deutschland
Ländernamea16173184 Tunesien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Tunis Berlin, etwa 3,5 Millionen Einwohner
Flächea16173142 163.610 km² (2017) 357.380 km² (2017)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 97 von 188 (2015) 4 von 188 (2015)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.PUBL.ZS

Öffentliche Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Summe der laufenden und Kapital­ausgaben aus staatlichen Haus­halten (zentrale Ebene und Gebiets­körper­schaften), externen Krediten und Zuschüssen (einschließlich Zuwen­dungen internationaler und nicht­staatlicher Organisa­tionen) sowie sozialen (oder gesetzlichen) Kranken­versicherungen.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TETC.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lungen 50-99. Hierzu zählt die Wert­schöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handels­bereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transport­wesen sowie aus staat­lichen, finanziellen, fachlichen und persön­lichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versor­gung und Immo­bilien­dienst­leistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Import­abgaben sowie alle statistischen Diskre­panzen, die den erfassenden Stellen auf natio­naler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produktions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

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BMZ-Publikationen

Karte von Tunesien

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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