Reiche Ökosysteme sind in Laos Lebensgrundlage für Millionen Menschen und Heimat einer außergewöhnlichen Artenvielfalt. Doch Abholzung, Wilderei, Klimawandel und schwache Verwaltungsstrukturen setzen diese wertvollen Ressourcen zunehmend unter Druck. Um Natur und Lebensgrundlagen zu schützen, unterstützt Deutschland Staat, Privatwirtschaft und lokale Partnerorganisationen bei Erhalt und nachhaltiger Nutzung der Ökosysteme.
Die dichten Wälder, Flusslandschaften und Feuchtgebiete von Laos beherbergen vielfältige Ökosysteme und bilden die zentrale Lebensgrundlage für viele Menschen. Besonders prägend ist der Mekong, einer der größten Flüsse Südostasiens, der Laos mit mehreren Nachbarländern verbindet. Dessen weit verzweigtes Flusssystem schafft zahlreiche Lebensräume, versorgt die Menschen mit Nahrungsmitteln, sauberem Wasser, Energie und Einkommensquellen und trägt nachhaltig zum Schutz des Klimas sowie der ökologischen Balance in der Region bei.
Jedoch bedrohen Abholzung, illegale Wilderei, ausufernde Landnutzung und die Folgen des Klimawandels die einzigartige Biodiversität wie auch die Lebensqualität der lokalen Bevölkerung. Vor allem ländliche Gemeinschaften, die in hohem Maße von intakten Ökosystemen abhängig sind, spüren diese Veränderungen unmittelbar. Zudem erschweren schwache Verwaltungsstrukturen und eine mangelnde Durchsetzung von Umweltgesetzen den Schutz der Natur – und schaffen so Raum für illegale Aktivitäten, die oft weitgehend unbeachtet bleiben.
Ziele der Vorhaben
Die Vorhaben in Laos und der Mekong-Region verfolgen das übergeordnete Ziel, natürliche Ressourcen wie Wälder und Feuchtgebiete und die vielfältigen Ökosysteme der Region wirksam zu schützen und zugleich nachhaltig zu nutzen.
Vorgehensweise und Schwerpunkte
GIZ und KfW fördern im Auftrag des BMZ den Erhalt und die Wiederaufforstung von Wäldern. Lokale Gemeinschaften – insbesondere Frauen – werden dabei unterstützt, ihre Wälder selbstbestimmt und nachhaltig sowie klimaresistent zu bewirtschaften. So können sie ihre Lebensgrundlagen sichern, vom Einkommen aus klimafreundlicher Forstwirtschaft profitieren und stärker am wirtschaftlichen Leben teilhaben.
Einen besonderen Erfolg konnte die deutsche Entwicklungszusammenarbeit im Rahmen der Beratung zum Management von Schutzgebieten verzeichnen – die Ernennung des Hin Nam No Nationalpark im Juli 2025 als UNESCO Welterbe.
Ein Projekt fördert widerstandsfähige Modelle der Landnutzung, die auch bei den Folgen des Klimawandels langfristig tragfähig sind, durch den Aufbau von waldschonenden Produktionssystemen und Lieferketten. Dadurch lassen sich große Mengen an Treibhausgasemissionen einsparen. Ein wichtiger Erfolg der deutsch-laotischen Zusammenarbeit ist die Bewilligung und Umsetzung von Fördermitteln durch den Grünen Klimafonds (Green Climate Fund).
Mehrere Vorhaben unterstützen regionale Behörden im Forst- und Umweltsektor dabei, Gesetze durchzusetzen und Verwaltungsstrukturen zu stärken. Auch werden lokale Partnerorganisationen wie das ASEAN Centre for Biodiversity, die Zivilgesellschaft und die Wirtschaft dazu angeleitet, die Biodiversität zu schützen und Ressourcen nachhaltig zu nutzen.