Fachlicher Hintergrund InsuResilience Investment Fund (IIF)

Der von Deutschland über die KfW konzipierte und mitfinanzierte InsuResilience Investment Fund (IIF) investiert Eigenkapital und Darlehen in private Versicherungen und Intermediäre mit Aktivitäten in Entwicklungsländern, um bis zu 100 Millionen armen und vulnerablen Menschen Zugang zu Klimarisikoversicherungen zu ermöglichen. 

Mit den Investitionen des IIF können zum Beispiel in Indien die Infrastruktur zur Messung von Wetterdaten (vor allem automatisierte Wetterstationen) und andere Serviceleistungen für Wetterversicherungen in vielen weiteren ländlichen Distrikten ausgebaut werden. Damit werden die für die indischen Agrarversicherungen notwendigen Daten erhoben, was zusätzlichen 24 Millionen armen Landbewohnerinnen und -bewohnern Zugang zum Agrarversicherungsprogramm ermöglicht.

Der IIF ist der erste privatwirtschaftlich organisierte Investmentfonds, der sich der finanziellen Absicherung armer und vulnerabler Menschen gegen Extremwetter verschrieben hat. Auf Initiative und Finanzierung Deutschlands und auf Basis der umfangreichen Erfahrung der deutschen finanziellen Zusammenarbeit (FZ) mit Impact-Investmentfonds wurde der Fonds aufgesetzt. Er fasst Fremd- und Eigenkapitalinvestitionen in zwei separat investierbaren Teilfonds zusammen. Ziel ist es, das Kapital privater Investoren zu mobilisieren, die gleichzeitig eine finanzielle und soziale Rendite anstreben.  Beteiligt sind u.a. der Soros Economic Development Fund (SEDF) sowie verschiedene Schweizer Pensionskassen.

Über den IIF unterstützt Deutschland auch das größte private Klimaversicherungsprogramm African and Asian Resilience in Disaster Insurance Scheme (ARDIS) (Externer Link) von VisionFund International (Externer Link).