Regionale Risikopools
Zu den wichtigen regionalen Risikopools gehören:
- Die Pacific Catastrophe Risk Insurance Company (PCRIC) (Externer Link), die parametrische Katastrophenversicherung gegen Erdbeben und tropische Wirbelstürme für pazifische Inselstaaten anbietet.
- Die African Risk Capacity (ARC) (Externer Link), die derzeit 39 afrikanischen Ländern Zugang zu parametrischen Versicherungen gegen Dürre, Flut- und Wirbelsturmschäden in Kombination mit einer Unterstützung für Frühwarnsysteme und Nothilfeplanungen anbietet. Darüber hinaus gibt es seit 2018 als Ergänzung zu der Versicherung für Staaten das Versicherungsprodukt ARC Replica für humanitäre Akteure wie Start Network oder das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen, das die finanzielle Absicherung der betroffenen Bevölkerung nochmals erweitert.
- Die Caribbean Catastrophe Risk Insurance Facility Initiative (CCRIF) (Externer Link) SPC, die parametrische Versicherungen einschließlich technischer Beratung zu Wiederaufbau gegen Erdbeben, Wirbelstürme und Starkregen für Staaten und auch Privatsektorakteure in Zentralamerika und dem Karibikraum anbietet.
- Die Southeast Asia Disaster Risk Insurance Facility (SEADRIF) (Externer Link), die über die SEADRIF Insurance Company insbesondere in Laos Versicherungsprodukte gegen Flut und andere Naturgefahren anbietet und weitere Versicherungsprodukte für südostasiatische Länder entwickelt.
Auch auf kommunaler Ebene werden neue Ansätze für Risikopools entwickelt. So bündelt die vom BMZ über die KfW Entwicklungsbank unterstützte Urban Infrastructure Insurance Facility (UIIF) (Externer Link) die Risiken von Städten in Lateinamerika und der Karibik, um ihnen einen bezahlbaren Versicherungsschutz gegen Naturkatastrophen zu ermöglichen.
Die Wirksamkeit der Risikopools hat sich wiederholt bestätigt, zuletzt 2025, als der Wirbelsturm Melissa auf Jamaica traf und zeitnahe Auszahlungen aus Versicherungsprodukten der CCRIF schnelle Abhilfe leisten konnten. Länder können die Versicherungsprämien anteilig selbst tragen oder Prämienunterstützung erhalten, zum Beispiel im Rahmen ihrer Unterstützungsanfrage an den Globalen Schutzschirm.
Erstes globales und regionales Programm: Global Shield Programme for Resilient Risk Pools (GSRRP)
Das GSRRP stärkt die regionalen Risikopools und ihre Zusammenarbeit. Ziel ist es, ihre Angebote weiterzuentwickeln, technische und institutionelle Kapazitäten zu stärken und den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den Risikopools zu fördern, um im Katastrophenfall schnellere und verlässlichere finanzielle Hilfen bereitstellen zu können.
Die vier regionalen Pools in Zentralamerika und der Karibik (CCRIF SPC), in Afrika (ARC Ltd.), im Pazifik (PCRIC) und in Südostasien (SEADRIF) können Unterstützung über das GSRRP beantragen.