OECD Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

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Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (Organisation for Economic Co-operation and Development, OECD) gibt es seit 1961. Sie hat ihren Sitz in Paris. Derzeit sind in der OECD 38 Länder zusammengeschlossen (Stand: Mai 2021). Deutschland zählt zu den Gründungsmitgliedern der Organisation.

Ziel der OECD ist es, eine Politik zu fördern, die in den Mitgliedsstaaten zu einer optimalen Wirtschaftsentwicklung, mehr Beschäftigung und einem steigenden Lebensstandard führt. Sie will eine gesunde Entwicklung der Weltwirtschaft fördern und zur Ausweitung des Welthandels beitragen.


Zusammenarbeit des BMZ mit der OECD

Siehe auch
Symbolbild: Einträge von Guthaben in einem Sparbuch. Das Foto enthält verschiedene Zahlen, die in einer Liste untereinander angeordnet sind. Im Mittelpunkt steht die Zahl 6.080,87, darüber und darunter sind etwas geringere Beträte aufgelistet.

Öffentliche Entwicklungsleistungen (ODA) Interner Link

Um die öffentlichen Entwicklungsleistungen der verschiedenen Geber einheitlich erfassen, bewerten und vergleichen zu können, hat sich die internationale Gemeinschaft auf eine Messgröße geeinigt. Der dafür international verwendete englische Fachbegriff ist „Official Development Assistance“ (ODA), im Deutschen wird der Begriff „Öffentliche Entwicklungsleistungen“ verwendet.

Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) das federführende Ministerium für die Zusammenarbeit mit dem Ausschuss für Entwicklungszusammenarbeit der OECD (Development Assistance Committee, DAC).

Der DAC ist eine wichtige Dialogplattform für die internationale Entwicklungspolitik. Dem Gremium gehören derzeit 29 OECD-Mitgliedsstaaten, die in nennenswertem Umfang Entwicklungszusammenarbeit leisten, sowie die EU-Kommission an. Als zweitgrößter Geber in der Entwicklungszusammenarbeit weltweit gestaltet Deutschland die Arbeit des Ausschusses aktiv mit.

Schwerpunkte der Arbeit des DAC sind:

  • die Festlegung von Qualitätsstandards für die Entwicklungszusammenarbeit,
  • die einheitliche Erfassung der Leistungen der DAC-Mitglieder auf Grundlage gemeinsamer statistischer Melderichtlinien (ODA (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)-Statistik) und
  • die regelmäßige Überprüfung der Entwicklungszusammenarbeit der DAC-Mitglieder.

Zum DAC gehören sechs thematische Unterausschüsse: Umwelt, Gender, Governance, Konflikt und Fragilität, Evaluierung sowie Statistik.

Beispiele für die Zusammenarbeit von OECD und BMZ

Die wichtigsten Elemente der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit im OECD-Rahmen sind die ODA-Statistik sowie das gegenseitige Lernen durch die sogenannten DAC Peer Reviews. Die Entwicklungszusammenarbeit jedes DAC-Mitglieds wird dabei etwa alle fünf Jahre überprüft. Deutschland durchläuft diesen Prozess aktuell (2020/21).

Das BMZ arbeitet außerdem mit dem Netzwerk zur Bewertung der Leistungsfähigkeit multilateraler Organisationen (Multilateral Organisation Performance Assessment Network, MOPAN (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen)) zusammen, das bei der OECD angesiedelt ist. Eine Zusammenarbeit mit der OECD erfolgt darüber hinaus im Rahmen der Globalen Partnerschaft für wirksame Entwicklungskooperation (Global Partnership for Effective Development Co-operation (Externer Link), GPEDC) und zum Thema verantwortungsvolles unternehmerisches Handeln und Menschenrechte.