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Demokratische Republik Kongo

Straßenszene in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo

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Überblick

Land in schwerer Krise

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) ist eigentlich ein reiches Land: Sie verfügt über viele wertvolle Rohstoffe, große Süßwasserreserven und riesige tropische Regenwälder. Doch viele Jahrzehnte ausbeuterischer Kolonialherrschaft und anschließender Diktatur sowie darauf folgende Kriege haben das Land bitterarm gemacht.

Die soziale und humanitäre Situation ist katastrophal. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) steht die DR Kongo auf Platz 176 von 189 gelisteten Staaten.

Nach mehrfacher rechtswidriger Verschiebung fanden im Dezember 2018 Präsidentschaftswahlen statt. Überraschend wurde der Oppositionspolitiker Felix Tshisekedi zum Sieger erklärt. Im In- und Ausland wurden Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Ergebnisses geäußert. Ob es dem neuen Staatsoberhaupt gelingt, das Land aus der tiefen politischen Krise zu führen und zu befrieden, bleibt abzuwarten. Der Reformbedarf ist immens.

Geostrategisch spielt das zentralafrikanische Land eine wichtige Rolle: Seine politische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung wirkt sich stark auf die Lage in den neun Nachbarländern aus. Zudem ist der Schutz seiner Tropenwaldgebiete von großer Bedeutung für das globale Klima.

Ebola-Ausbruch

Im Juli 2018 brach in der kongolesischen Provinz Nord-Kivu die gefährliche Infektionskrankheit Ebola aus. Seitdem infizierten sich mehr als 3.000 Menschen mit dem Virus, mehr als 2.100 Menschen starben (Stand September 2019). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) erklärte den Ausbruch zum internationalen Gesundheitsnotstand. Es handelt sich um den zehnten Ebola-Ausbruch in der DR Kongo und den zweitgrößten weltweit.

Entwicklungszusammenarbeit

Deutschland ist seit vielen Jahren in der DR Kongo entwicklungspolitisch engagiert. Für 2017 waren Regierungsverhandlungen vorgesehen. Als Reaktion auf die Verschleppung der Wahlen und die dadurch ausgelöste politische Krise wurden sie auf unbestimmte Zeit verschoben.

Seitdem hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) seine Entwicklungszusammenarbeit mit der DR Kongo regierungsfern ausgerichtet: Statt mit zentralstaatlichen Stellen wird verstärkt auf Provinz- und Gemeindeebene sowie mit zivilgesellschaftlichen Organisationen kooperiert.

Das deutsche Engagement konzentriert sich darauf, die Lebenssituation der Bevölkerung unmittelbar zu verbessern, den Frieden im umkämpften Ostkongo zu fördern und den Tropenwald zu schützen. Angesichts des Ebola-Ausbruchs hat das BMZ sein Engagement ausgebaut und zusätzliche Mittel für den Kampf gegen die Krankheit zur Verfügung gestellt.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus der Demokratischen Republik Kongo

Aktuelle Informationen zur Sicherheitslage entnehmen Sie bitte den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amts.

  • Eine Frau vor einem Wandbild am Bahnhof von Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo.
    Politische Situation

    Schweres politisches Erbe

    Als Joseph Kabila 2001 das Präsidentenamt in der Demokratischen Republik Kongo übernahm, herrschte Krieg in dem zentralafrikanischen Land. Der Wechsel an der Spitze des Staates ließ Hoffnungen aufkeimen – auf Frieden und eine politische und wirtschaftliche Stabilisierung.

  • Panzer der UN-Mission in Rumangabo, DR Kongo
    Demokratie und Menschenrechte

    Korruption und Gewalt allgegenwärtig

    Von einem demokratischen Rechtsstaat ist die DR Kongo noch weit entfernt. Eine Gewaltenteilung existiert nur in der Theorie, die Medienfreiheit ist stark eingeschränkt.

  • Impfung von Babies im Gesundheitszentrum Kibati, Goma
    Soziale Situation

    Leben in extremer Armut

    Die Mobutu-Diktatur und die nachfolgenden Kriege haben die Demokratische Republik Kongo völlig ruiniert. Den Menschen mangelt es an Nahrung und Erwerbsmöglichkeiten.

  • Männer mit sogenannten Chukudus (Lastenroller) in Goma, DR Kongo
    Wirtschaftliche Situation

    Reiche Rohstoffvorkommen, schlechtes Geschäftsklima

    Nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und der Kriege liegt die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo am Boden.

Eine Frau vor einem Wandbild am Bahnhof von Kinshasa, der Hauptstadt der DR Kongo.
Politische Situation

Schweres politisches Erbe

Als Joseph Kabila 2001 das Präsidentenamt in der Demokratischen Republik Kongo übernahm, herrschte Krieg in dem zentralafrikanischen Land. Der Wechsel an der Spitze des Staates ließ Hoffnungen aufkeimen – auf Frieden und eine politische und wirtschaftliche Stabilisierung. 2006 wurde Kabila in freien Wahlen, die von der internationalen Gemeinschaft organisiert wurden, offiziell im Amt bestätigt.

Doch insbesondere die östlichen Provinzen kamen nicht zur Ruhe. Bis heute kämpfen dort verschiedene Rebellengruppen gegen die kongolesische Armee.

2011 rutschte die DR Kongo erneut in eine tiefe Krise: Die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen waren von massiven Unregelmäßigkeiten und fehlender Transparenz geprägt. Zu Massendemonstrationen in den Städten kam es wenige Jahre später, als die für 2015 und 2016 vorgesehenen Wahlen auf kommunaler, regionaler und nationaler Ebene von der Regierung mehrfach verschoben wurden. Obwohl seine zweite – und damit laut Verfassung letztmögliche – Amtszeit im Dezember 2016 auslief, hielt Präsident Kabila an der Macht fest. Die Proteste gegen die Wahlverschleppung wurden gewaltsam niedergeschlagen.

Umstrittener Wahlsieg

Im Dezember 2018 fanden die ausstehenden Wahlen schließlich statt. Sie waren von zahlreichen Unregelmäßigkeiten geprägt, berichtet wurde unter anderem von unvollständigen Wählerlisten und nicht funktionierenden Wahlmaschinen. Auf Basis der amtlichen Wahlergebnisse wurde im Januar 2019 Felix Tshisekedi als neuer Präsident vereidigt. Da die Auszählung der Stimmen intransparent erfolgte und nach Einschätzungen der landesweiten Wahlbeobachter der Katholischen Bischofskonferenz in Umfragen ein anderer Kandidat deutlich in Führung gelegen hatte, wurde die Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses im In- und Ausland angezweifelt.

Im gleichzeitig gewählten Parlament sicherte sich die Partei von Joseph Kabila eine deutliche Mehrheit der Sitze. Nach sechsmonatigen Verhandlungen einigten sich Tshisekedi und Kabila im Juli 2019 über die Zusammensetzung der neuen Regierung. Ein Großteil der Kabinettsmitglieder kommt aus dem politischen Lager Kabilas.

Historischer Hintergrund

1885 wurde das Gebiet der heutigen Demokratischen Republik Kongo (nicht zu verwechseln mit der benachbarten Republik Kongo mit ihrer Hauptstadt Brazzaville) zum Privatbesitz des belgischen Königs Leopold II. erklärt; ab 1908 wurde es unter dem Namen Belgisch-Kongo zur Kolonie. Das Regime König Leopolds II. verfolgte eine Politik rücksichtsloser Ausbeutung von Mensch und Natur. Ende der 1950er Jahre wurde der Widerstand gegen das Kolonialsystem immer stärker. Belgien entließ das Land schließlich 1960 völlig unvorbereitet in die Unabhängigkeit.

Erster Ministerpräsident wurde Patrice Lumumba, der Führer der kongolesischen Unabhängigkeitsbewegung. Er wurde nur wenige Monate nach seiner Amtseinführung aus dem Amt gedrängt und im Januar 1961 ermordet. 1965 putschte sich Joseph Mobutu an die Macht. Er benannte das Land in Zaire um. Sein Regime währte 32 Jahre und zählte zu den korruptesten Diktaturen Afrikas.

Staat und Wirtschaft am Boden

1994 griff der ethnische Konflikt zwischen Hutu und Tutsi in Ruanda und Burundi auf das Nachbarland über. Im damaligen Zaire entbrannte ein Bürgerkrieg, in den auch Uganda, Angola, Namibia, Simbabwe und der Tschad eingriffen ("Afrikanischer Weltkrieg").

1997 wurde Mobuto gestürzt, neuer Präsident wurde der Rebellenchef Laurent-Désiré Kabila. Das Land erhielt wieder seinen alten Namen "Demokratische Republik Kongo". Nach der Ermordung seines Vaters übernahm Joseph Kabila 2001 das Präsidentenamt.

2003 schlossen die Kriegsparteien ein Friedensabkommen. Die staatlichen Strukturen und die Wirtschaft des Landes waren zu diesem Zeitpunkt vollends zusammengebrochen, die Infrastruktur war weitgehend zerstört. Der Krieg soll nach Schätzung des International Rescue Committee mehr als fünf Millionen Opfer gefordert haben.

Friedensmission der Vereinten Nationen

In den östlichen und nordöstlichen Landesteilen wird der Konflikt zwischen dem kongolesischen Staat und verschiedenen bewaffneten Gruppen weiterhin gewaltsam ausgetragen. Die Vereinten Nationen begleiten den Friedens- und Reformprozess in der DR Kongo durch die Mission MONUSCO (Mission de l'Organisation des Nations Unies en République Démocratique du Congo). Mit einer Truppenstärke von etwa 15.000 Blauhelm-Soldaten ist MONUSCO die größte Friedensmission weltweit.

Panzer der UN-Mission in Rumangabo, DR Kongo
Demokratie und Menschenrechte

Korruption und Gewalt allgegenwärtig

Von einem demokratischen Rechtsstaat ist die DR Kongo noch weit entfernt. Eine Gewaltenteilung existiert nur in der Theorie, die Medienfreiheit ist stark eingeschränkt. Posten im Staatswesen werden, auch wegen ausbleibender Lohnzahlungen, zur persönlichen Bereicherung missbraucht. Korruption ist auf allen staatlichen Ebenen allgegenwärtig.

In der 2006 in Kraft getretenen Verfassung des Landes sind zahlreiche bürgerliche und soziale Menschenrechte verankert. Die DR Kongo hat außerdem viele internationale Menschenrechtsabkommen ratifiziert. Tatsächlich bleiben der Mehrheit der Bevölkerung jedoch grundlegende Rechte, etwa auf Nahrung, Bildung und Gesundheit, verwehrt. Die staatlichen Strukturen sind extrem schwach, es gibt keine unabhängige Justiz und ganze Landesteile, vor allem im Osten, sind der staatlichen Kontrolle entzogen. Außerdem fehlt der politische Wille, Menschenrechtsverletzungen staatlicher Stellen zu ahnden.

Besorgniserregend ist das Ausmaß sexueller Gewalt. Vergewaltigungen wurden und werden in der DR Kongo systematisch als Waffe eingesetzt, sowohl von den Rebellen als auch von Polizei und Armee.

Millionen Menschen auf der Flucht

Im Osten des fragilen Vielvölkerstaats kommt es immer wieder zu bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den kongolesischen Streitkräften und verschiedenen Rebellengruppen. Diese kämpfen um politischen Einfluss, Landrechte sowie den Zugang zu Rohstoffen.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind 4,5 Millionen Menschen innerhalb der DR Kongo auf der Flucht. Mehr als 860.000 Kongolesen haben Zuflucht in Nachbarländern gesucht (Stand: Juni 2019).

Regionales Abkommen

Ein wichtiger Schritt, um einer Destabilisierung der gesamten Region vorzubeugen, erfolgte 2013: Im Rahmenabkommen von Addis Abeba vereinbarten erstmals alle Staaten der Region gemeinsam mit der Afrikanischen Union, der Große-Seen-Konferenz (ICGLR), der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC) und den Vereinten Nationen, welche Rollen und Verantwortlichkeiten sie übernehmen wollen.

Das Abkommen verpflichtet die Regierung der DR Kongo, den Sicherheitssektor zu reformieren, die staatliche Autorität im Osten zu stärken, das Land zu dezentralisieren und die Wirtschaft anzukurbeln. Die Staaten der Region haben zugesagt, sich nicht in die inneren Angelegenheiten ihrer Nachbarn einzumischen, keine bewaffneten Gruppen zu unterstützen und die regionale Kooperation zu fördern.

In einem Fortschrittsbericht vom Oktober 2018 würdigte der UN-Generalsekretär zwar die Fortschritte in der Zusammenarbeit der beteiligten Staaten, etwa bei der Wiedereingliederung ehemaliger Kämpfer und im politischen Umgang mit der Wahlverschleppung in der DR Kongo. Die Sicherheitslage in den östlichen Provinzen der DR Kongo habe sich jedoch weiter verschlechtert, die Zahl der Flüchtlinge erhöht. Die Menschenrechtslage in der Region sei durch Grundrechtsverstöße und schrumpfende politische Handlungsspielräume geprägt.

Impfung von Babies im Gesundheitszentrum Kibati, Goma
Soziale Situation

Leben in extremer Armut

Die Mobutu-Diktatur und die nachfolgenden Kriege haben die Demokratische Republik Kongo völlig ruiniert. Den Menschen mangelt es an Nahrung und Erwerbsmöglichkeiten. Im flächenmäßig zweitgrößten Staat Afrikas gibt es kaum asphaltierte Straßen, die Wasser- und Stromversorgung ist mangelhaft. Eine Grundversorgung in den Bereichen Gesundheit und Bildung wird in weiten Teilen des Landes nur durch Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und die internationale Entwicklungszusammenarbeit aufrechterhalten. Ein Großteil der kongolesischen Bevölkerung lebt in extremer Armut, fast jedes zehnte Kind stirbt vor seinem fünften Geburtstag.

Nach Angaben des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sind in der DR Kongo fast 13 Millionen der rund 84 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner auf humanitäre Hilfe angewiesen (Stand: August 2019). Etwa 1,4 Millionen Kinder leiden laut dem Kinderhilfswerk UNICEF unter schwerer akuter Unterernährung.

Das tatsächliche Ausmaß der Krise zu beurteilen ist schwierig, da es an verlässlichen statistischen Daten fehlt. Aus diesem Grund wurde das Land zum Beispiel nicht in den Welthunger-Index 2018 der Hilfsorganisationen Welthungerhilfe und Concern Worldwide einbezogen.

Männer mit sogenannten Chukudus (Lastenroller) in Goma, DR Kongo
Wirtschaftliche Situation

Reiche Rohstoffvorkommen, schlechtes Geschäftsklima

Nach Jahrzehnten der Misswirtschaft und der Kriege liegt die Wirtschaft der Demokratischen Republik Kongo am Boden. Die Wachstumsraten schwankten in den vergangenen Jahren zwischen 2,4 und 9,5 Prozent – basierend auf sehr niedrigen Ausgangswerten. Angesichts eines Bevölkerungswachstums von über drei Prozent reichen selbst gute wirtschaftliche Werte nicht aus, um die Lebenssituation breiter Teile der Bevölkerung zu verbessern.

Die meisten Menschen in der DR Kongo müssen um das tägliche Überleben kämpfen. Weniger als zehn Prozent der Bevölkerung arbeiten in einem regulären Beschäftigungsverhältnis, etwa 90 Prozent der Wirtschaftsleistung werden im Bereich der Schattenwirtschaft erbracht. Der "Doing Business Report 2019" der Weltbank, der das Geschäftsklima weltweit analysiert, platziert die DR Kongo auf Platz 184 von 190 Ländern. Unternehmer werden durch die politische Instabilität und die fehlende Rechtssicherheit, durch bürokratische Willkür und Korruption, den Fachkräftemangel und die desolate Infrastruktur abgeschreckt.

Rohstoffe umkämpft

Große Hoffnungen ruhen auf dem Bergbau. Das Land verfügt über reichhaltige Vorkommen mineralischer Rohstoffe. Unter anderem werden Coltan und Kobalt international stark nachgefragt, da sie für die Herstellung von Mobiltelefonen, Laptops und Elektroautos benötigt werden. Ein Teil der Bodenschätze befindet sich jedoch im umkämpften Osten der Republik. Sowohl Rebellengruppen und Milizen als auch Armeeeinheiten haben illegale Minen unter ihrer Kontrolle.

Um einen legalen Rohstoffhandel und eine transparente Verwendung der Einnahmen zu gewährleisten, ist die kongolesische Regierung der Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft (Extractive Industries Transparency Initiative, EITI) beigetreten. Im Juli 2014 wurde die DR Kongo in die Liste der "konformen Länder" (compliant countries) aufgenommen . Es bestehen jedoch weiterhin große Herausforderungen bei der Beteiligung der kongolesischen Zivilgesellschaft in diesem Bereich.

Schale mit einer kleinen Menge Coltan. Dieses Erz wird in der Demokratischen Republik Kongo gefördert und ist ein wichtiger Rohstoff – unter anderem für die Produktion von Mobiltelefonen.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit der Demokratischen Republik Kongo

Aufgrund der politischen Krise und des Reformstaus finden zurzeit keine Regierungsverhandlungen zwischen Deutschland und der Demokratischen Republik Kongo statt. Die Entwicklungszusammenarbeit wurde so ausgerichtet, dass sie unmittelbar der Bevölkerung zugutekommt. Dazu arbeitet das Bundesentwicklungsministerium (BMZ) verstärkt mit Entscheidungsträgern auf lokaler Ebene und mit der kongolesischen Zivilgesellschaft zusammen.

Das deutsche Engagement konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Trinkwasserversorgung
  • Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen
  • Frieden und Sicherheit im Ostkongo
  • Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Bergbausektor

Regionale Zusammenarbeit

Die DR Kongo wird darüber hinaus durch mehrere regionale Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit gefördert. Zu den länderübergreifenden Institutionen, die Deutschland unterstützt, gehören die Große-Seen-Konferenz (ICGLR), die Zentralafrikanische Forstkommission (COMIFAC), die Internationale Kommission des Kongo-Oubangui-Sangha-Beckens (CICOS) sowie die Kongobeckenwaldpartnerschaft (CBFP).

Brunnen mit sauberem Trinkwasser, DR Kongo
Schwerpunkt "Trinkwasserversorgung"

Millionen Menschen ohne sauberes Wasser

Die Demokratische Republik Kongo hat in den vergangenen Jahren deutliche Fortschritte bei der Wasserversorgung gemacht. Doch der Investitionsbedarf ist weiterhin sehr hoch – nur etwa die Hälfte der Bevölkerung hat Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mit dramatischen Folgen: Krankheiten, die auf verschmutztes Wasser zurückgehen, sind weit verbreitet und hinterlassen vor allem bei Kindern oft bleibende Entwicklungsschäden.

Um die Bevölkerung mit hygienisch unbedenklichem Trinkwasser zu versorgen, fördert Deutschland die Instandsetzung und den Ausbau der Wasserversorgungssysteme vor allem in kleinen und mittelgroßen Städten des Landes. Künftig sollen Gemeinden, die besonders viele Flüchtlinge aufgenommen haben, verstärkt berücksichtigt werden.

Bislang haben über das von Deutschland geförderte Programm rund eine Million Menschen Zugang zu Trinkwasser erhalten. Weitere 800.000 sollen bis zum Abschluss des Programms hinzukommen.
Um die Nachhaltigkeit der Investitionen sicherzustellen, wird begleitend die Leistungsfähigkeit der Wasserversorgungsunternehmen auf Provinz- und Gemeindeebene verbessert. Sie werden dabei unterstützt, Planungs-, Steuerungs- und Managementprozesse effizienter zu gestalten.

 

Entwaldung in der Nähe von Yangamba, DR Kongo
Schwerpunkt "Schutz und nachhaltige Nutzung der natürlichen Ressourcen"

Regenwald schützen – Artenvielfalt erhalten – Klimawandel bremsen

Das Kongobecken ist nach dem Amazonasbecken das zweitgrößte Tropenwaldgebiet der Welt. Die Regenwälder sind von herausragender Bedeutung für das globale Klima und den Erhalt der Biodiversität. Zugleich bilden sie die Lebensgrundlage und die kulturelle Basis für einen Großteil der kongolesischen Bevölkerung.

Der Wald gerät jedoch zunehmend unter Druck: Die schnell wachsende Bevölkerung benötigt immer mehr Feuer- und Bauholz sowie größere landwirtschaftliche Nutzflächen. Außerdem werden Waldgebiete durch den Bergbau zerstört. Im umkämpften Osten des Landes nutzen Rebellengruppen und Milizen illegalen Holzeinschlag und organisierte Wilderei als Geldquelle – eine wachsende Bedrohung für die Artenvielfalt.

Unterstützung der lokalen Bevölkerung

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt das Management von sechs Schutzgebieten, eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie Maßnahmen zur Wiederaufforstung. Gefördert wird außerdem die Bekämpfung der Wilderei und des illegalen Handels mit Wildtierprodukten. In Zusammenarbeit mit dem World Wide Fund for Nature (WWF) wird unter anderem das Personal der Nationalparkverwaltungen beraten und fortgebildet und ihre Ausstattung mit Fahrzeugen, Bürotechnik, GPS-Geräten, Kameras und Ferngläsern finanziert.

Wichtigste Zielgruppe des Programms ist jedoch die lokale Bevölkerung, für die der Tropenwald die Lebens- und Wirtschaftsgrundlage darstellt. Um Nutzungskonflikten vorzubeugen, wird sie eng in die Entwicklungsplanung der Schutzgebiete einbezogen. Es werden alternative Einkommensmöglichkeiten erschlossen, etwa durch eine nachhaltige, gemeindebasierte Forstwirtschaft und die Nutzung anderer Waldprodukte.

Voraussetzung für die Förderung des BMZ ist die Einhaltung von Menschenrechten und international anerkannten Umwelt- und Sozialstandards. Berichte über Menschenrechtsverletzungen, etwa durch Parkpersonal, werden umfassend geprüft.

Moderatorin bei Radio Okapi, das von der UN betrieben wird
Schwerpunkt "Frieden und Sicherheit"

Verstärktes Engagement im Osten des Landes

Seit 2018 baut das BMZ seinen regionalen Schwerpunkt Ostkongo aus: Bestehende Einzelprojekte aus den Bereichen Ernährungssicherung, soziale und wirtschaftliche Infrastruktur, Konfliktbewältigung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen werden dazu gebündelt und ausgeweitet.

Die Grundlage dieser Initiative bildet die Stabilisierungsstrategie der UN-Friedensmission MONUSCO.

Zum einen geht es darum, neue Lebensgrundlagen für die Bevölkerung der Konfliktregionen Nord- und Süd-Kivu zu schaffen, etwa durch die Belebung der Landwirtschaft und die Verbesserung der Trinkwasserversorgung. Zum anderen sollen zivilgesellschaftliche Kräfte gezielt unterstützt werden, um den friedlichen politischen Dialog und die Versöhnung zu fördern.

Ein besonderes Augenmerk liegt auf Gemeinden, die viele Binnenvertriebene aufgenommen haben beziehungsweise viele Rückkehrer wiedereingliedern müssen.

Über einen Friedensfonds fördert die KfW Entwicklungsbank den Bau von Straßen, Schulen und Gesundheitsstationen. Dadurch wird die lokale Wirtschaft angekurbelt und die Bevölkerung kann durch aktive Mitarbeit zumindest kurzfristig ein eigenes Einkommen erzielen.

Krankheitsrisiko senken, Widerstandskraft erhöhen

In Reaktion auf den erneuten Ausbruch von Ebola in der DR Kongo stellt das BMZ zusätzlich Mittel der Übergangshilfe für ein gemeinsames Programm des Welternährungsprogramms (WFP), der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und des Kinderhilfswerks UNICEF zur Verfügung.

Es soll die Menschen in Nord- und Süd-Kivu in die Lage versetzen, ihre landwirtschaftliche Produktion auszuweiten und so ihre Ernährungssituation zu verbessern und höhere Einkommen zu erzielen. Verbesserte Hygienestandards tragen dazu bei, Krankheiten einzudämmen und das Risiko für eine Verbreitung des Ebola-Virus zu senken.

Die eng abgestimmten Maßnahmen sollen den Dorfbewohnerinnen und -bewohnern dabei helfen, Konflikte friedlich zu lösen, soziale Spannungen abzubauen und eine höhere Widerstandskraft gegenüber absehbar weiteren Krisen zu entwickeln.

Das BMZ plant, 50 Millionen Euro über vier Jahre bereitzustellen. Damit könnten nach ersten Schätzungen bis zu 200.000 Menschen direkt erreicht werden. Zählt man Familienangehörige hinzu, könnten bis zu 800.000 Menschen von dem Programm profitieren.

Kupfermine in DR Kongo
Schwerpunkt "Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung im Bergbausektor"

Kredite für Kleinbetriebe

Die Demokratische Republik Kongo verfügt über reichhaltige Rohstoffvorkommen. Dazu zählen unter anderem Kobalt, Kupfer, Zink, Silber, Diamanten, Germanium, Uran sowie die sogenannten Konfliktminerale Zinn, Tantal, Wolfram und Gold. Der Bergbau ist zwar eine der wichtigsten volkswirtschaftlichen Einkommensquellen der Demokratischen Republik Kongo. Sein Potenzial für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes wird bislang jedoch kaum genutzt. Investoren werden durch die politische Instabilität und die grassierende Korruption abgeschreckt.

Im Ostkongo nutzen alle Konfliktparteien den Mineralienhandel, um ihre Kämpfe zu finanzieren. Während der internationale Handel mit den Konfliktrohstoffen Zinn, Tantal und Wolfram weitgehend eingedämmt werden konnte, sind die Goldlieferketten nur schwer kontrollierbar. Besonders im Kleinbergbau stellen Menschenrechtsverletzungen, Kinderarbeit, Umweltschäden und soziale Spannungen große Herausforderungen dar.

Deutsches Engagement

Deutschland setzt sich für eine transparente, friedliche und entwicklungsorientierte Nutzung der mineralischen Ressourcen des Landes ein. Die Zusammenarbeit umfasst folgende Bereiche:

  • Beteiligung von Staat, Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft an bergbaurelevanten Dialogprozessen, die dem Interessensausgleich dienen
  • Einführung und Nachweis von internationalen Umwelt- und Sozialstandards im Kleinbergbau, Ausbau des Zertifizierungssystems CTC für sogenannte Konfliktminerale und Kobalt
  • Stärkung kongolesischer Unternehmen in der Zulieferindustrie, Einbindung des industriellen Bergbaus in lokale Wirtschaftskreisläufe, Förderung der Zusammenarbeit internationaler Bergbaufirmen mit kongolesischen Kleinunternehmen
  • Förderung der praxisrelevanten Aus- und Fortbildung im Bergbausektor

Die Umsetzung erfolgt durch die GIZ und die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR).

Die GIZ wurde darüber hinaus von einem Konsortium deutscher Unternehmen mit einem Vorhaben im Kobalt-Kleinbergbau betraut. Gemeinsam mit einer lokalen Kooperative soll in einer Modellmine gezeigt werden, wie Lieferketten verantwortungsvoll gestaltet werden können.

Karte der Demokratischen Republik Kongo

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Demokratische Republik Kongo Deutschland
Ländernamea16173184 Demokratische Republik Kongo Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Kinshasa (geschätzt 12 Millionen Einwohner) Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 2.344.860 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 176 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus der Demokratischen Republik Kongo

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