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Burundi

Wartende Patientinnen vor einem Krankenhaus in Rumonge, Burundi

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Überblick

Die Hoffnung auf Frieden hat sich nicht erfüllt

Im Jahr 2000 wurde mit dem Friedensabkommen von Arusha ein siebenjähriger Bürgerkrieg in Burundi formal beendet. 2005 erhielt das ostafrikanische Land eine neue Verfassung. Doch die Folgen des Krieges sind noch nicht überwunden. Burundi ist politisch instabil und die Lage der Bevölkerung ist heute schlechter als in der Zeit vor Ausbruch des Krieges.

Burundi zählt zu den fünf am wenigsten entwickelten Länder der Welt: Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) liegt es auf Platz 185 von 189 Ländern. Die Menschenrechte sind stark eingeschränkt, bei Regierungsführung und Rechtsstaatlichkeit sind große Defizite zu verzeichnen.

Entwicklungszusammenarbeit

In Reaktion auf massive Menschenrechtsverletzungen und die Missachtung demokratischer Prinzipien durch die burundische Regierung hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi im Juni 2015 teilweise ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere die politisch-strategische Kooperation mit der Regierung sowie Investitionszusagen im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich derzeit auf Projekte in Kooperation mit Nichtregierungsorganisationen und Programmen der Vereinten Nationen, die der Not leidenden Bevölkerung direkt zugutekommen.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Burundi

  • Am 4. Mai 2015 heben Demonstranten ihre Hände vor der Polizei im Stadtteil Musaga in Bujumbura, Burundi.
    Politische Situation

    Vertrauen internationaler Partner verspielt

    Der seit 2005 amtierende Präsident Burundis, Pierre Nkurunziza, kündigte im April 2015 an, erneut für das Amt des Staats- und Regierungschefs zu kandidieren. Er löste dadurch eine innenpolitische Krise aus, die bis heute anhält.

  • Ein Wähler bei den Parlamentswahlen in Burundi im Juli 2010 bekommt Farbe auf seinen Finger, um anzuzeigen, dass er schon gewählt hat.
    Regierungsführung und Menschenrechte

    Massive Eingriffe in die Grundrechte

    Die Regierungsführung unter Burundis Staats- und Regierungschef Pierre Nkurunziza weist große Defizite auf. Die Politik verfolgt häufig Einzelinteressen, dem Machterhalt und der persönlichen Bereicherung werden höhere Bedeutung beigemessen als der Entwicklung des Landes.

  • Händlerin mit Taschenrechner auf dem Markt in Bujumbura, Burundi
    Soziale Situation

    Menschen leiden unter Armut und Hunger

    Infolge der politischen und wirtschaftlichen Krise hat sich die humanitäre Situation in Burundi weiter verschlechtert. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut, die Lebenserwartung beträgt nur 58 Jahre.

  • Bauern auf dem Rückweg von der burundischen Hauptstadt Bujumbura zu ihren Farmen in den umliegenden Hügeln
    Wirtschaftliche Situation

    Große Hindernisse für private Unternehmen

    Burundis Wirtschaft ist kaum diversifiziert. Die hohe Bevölkerungsdichte, der Mangel an Bodenschätzen und fehlende Erwerbsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft setzen der ökonomischen Entwicklung enge Grenzen.

Am 4. Mai 2015 heben Demonstranten ihre Hände vor der Polizei im Stadtteil Musaga in Bujumbura, Burundi.
Politische Situation

Vertrauen internationaler Partner verspielt

Der seit 2005 amtierende Präsident Burundis, Pierre Nkurunziza, kündigte im April 2015 an, erneut für das Amt des Staats- und Regierungschefs zu kandidieren. Er löste dadurch eine innenpolitische Krise aus, die bis heute anhält, denn eine dritte Amtszeit des Staatsoberhaupts widerspricht dem Friedensabkommen von Arusha, das die Grundlage für die 2005 verabschiedete Verfassung bildet.

Trotz massiver Proteste, gewalttätiger Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitskräften und Demonstranten und trotz eines Putschversuchs durch Angehörige des Militärs fand die Präsidentschaftswahl im Juli 2015 statt. Nkurunziza gewann fast 70 Prozent der Stimmen. Die Wahl wurde von der Europäischen Union und den Vereinten Nationen als nicht frei und intransparent kritisiert.

Im Juni 2018 trat eine Verfassungsänderung in Kraft, die die Amtszeit des Präsidenten von fünf auf sieben Jahre verlängert und die es dem aktuellen Staatschef erlaubt, für zwei weitere Amtszeiten zu kandidieren. Ob Nkurunziza 2020 erneut antreten wird, bleibt abzuwarten.

Reaktion auf Demokratiedefizite

Ein konstruktiver Dialog zwischen den verschiedenen Parteien findet nicht statt. Da die wichtigsten Oppositionsparteien alle Wahlen seit 2010 boykottiert haben und zudem intern zerstritten sind, hat sich Burundi faktisch zu einem Einparteienstaat entwickelt: Die Regierungspartei CNDD-FDD (Conseil national pour la défense de la démocratie – Forces de défense de la démocratie) besetzt alle wichtigen politischen Ämter und Verwaltungsposten im Land. Eine Kontrolle der Regierungsarbeit findet kaum noch statt.

Angesichts der Verstöße der burundischen Regierung gegen demokratische Prinzipien haben wichtige Geber, darunter Deutschland und die Europäische Union, ihre entwicklungspolitische Zusammenarbeit mit Burundi ganz oder teilweise ausgesetzt. Das hat massive Folgen für das Land, da bislang etwa die Hälfte des Staatshaushalts von internationalen Gebern finanziert wurde.

Menschen auf der Flucht

Während des Bürgerkriegs in Burundi waren etwa eine Million Menschen inner- und außerhalb des Landes auf der Flucht. Ihre Wiedereingliederung stellt das Land vor enorme Herausforderungen. Die Rückkehrer erhöhen den Druck auf die ohnehin knappen Landressourcen: Burundi zählt zu den am dichtesten besiedelten Staaten Afrikas und verzeichnet ein starkes Bevölkerungswachstum (2018 um 3,2 Prozent).

Die innenpolitische Krise seit 2015 hat zudem neue Fluchtbewegungen ausgelöst. Nach Angaben des Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) waren im Mai 2019 fast 400.000 burundische Flüchtlinge in anderen Staaten der Region registriert, etwa die Hälfte von ihnen in Tansania.

Hintergrund

Ähnlich wie das benachbarte Ruanda war Burundi lange Zeit von einem Konflikt zwischen den Volksgruppen der Tutsi und Hutu geprägt. Er reicht weit in die Vergangenheit zurück: Ende des 19. Jahrhunderts wurde Burundi zusammen mit Ruanda als "Urundi" der Kolonie Deutsch-Ostafrika unterstellt. Die deutsche und später die belgische Kolonialmacht paktierten mit den herrschenden Adelsfamilien der Tutsi-Minderheit und verschärften so die Benachteiligung der bäuerlichen Hutu-Bevölkerung. Auch nach Burundis Unabhängigkeit im Jahr 1962 setzte sich die ungleiche Machtverteilung fort. Hutu-Aufstände in den Jahren 1972, 1988 und 1991 wurden gewaltsam niedergeschlagen.

1992 stimmte die Bevölkerung in einem Referendum einer neuen Verfassung zu. Es folgten Wahlen, aus denen 1993 der Hutu Melchior Ndadaye als Präsident hervorging. Seine Ermordung noch im selben Jahr löste einen jahrelangen Bürgerkrieg aus, dem Schätzungen zufolge mehr als 300.000 Menschen zum Opfer fielen.

1998 begannen Friedensgespräche zwischen den Konfliktparteien, die 2000 in das Friedensabkommen von Arusha mündeten. Als letzte Hutu-Rebellenbewegung legte 2009 die FNL (Forces Nationales de Libération) ihre Waffen nieder und wurde daraufhin als politische Partei zugelassen. Teile der FNL haben sich allerdings in die kongolesische Provinz Süd-Kivu zurückgezogen und haben sich wieder bewaffnet.

Ein Wähler bei den Parlamentswahlen in Burundi im Juli 2010 bekommt Farbe auf seinen Finger, um anzuzeigen, dass er schon gewählt hat.
Regierungsführung und Menschenrechte

Massive Eingriffe in die Grundrechte

Die Regierungsführung unter Burundis Staats- und Regierungschef Pierre Nkurunziza weist große Defizite auf. Die Politik verfolgt häufig Einzelinteressen, dem Machterhalt und der persönlichen Bereicherung werden höhere Bedeutung beigemessen als der Entwicklung des Landes. Kriminalität, Korruption und Straflosigkeit sind weit verbreitet, die Justiz wird von politischer Seite beeinflusst. Die Leistungsfähigkeit der Verwaltung ist gering. Bei der Vergabe wichtiger Ämter spielt oftmals die Loyalität zur Regierungspartei eine größere Rolle als die fachliche Kompetenz.

Entwicklungsplan

Im Juni 2018 verabschiedete die burundische Regierung einen aktualisierten Entwicklungsplan für die Jahre 2018 bis 2027. Er verweist auf die Entwicklungsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen, der Agenda 2063 der Afrikanischen Union und der Agenda 2050 der Ostafrikanischen Gemeinschaft. Die Strategie benennt elf Säulen für einen strukturellen Wandel der burundischen Wirtschaft und eine Verbesserung der Lebensbedingungen, darunter Landwirtschaft, Energie, Technologie, natürliche Ressourcen und Infrastruktur. Tatsächlich werden jedoch wichtige Reform- und Infrastrukturvorhaben immer wieder vertagt.

Presse- und Vereinigungsfreiheit eingeschränkt

Burundi hat alle grundlegenden Menschenrechtskonventionen ratifiziert. Nach Ende des Bürgerkriegs hatte sich zunächst eine aktive Zivilgesellschaft und eine vielfältige Parteien- und Medienlandschaft herausgebildet. Seit 2014 werden allerdings wieder massive Eingriffe der Regierung in die Meinungs- und Vereinigungsfreiheit sowie Repressionen gegen Oppositionelle und Menschenrechtsaktivisten festgestellt. Die Pressefreiheit und die Arbeit von Nichtregierungsorganisationen wurden gesetzlich stark eingeschränkt.

Gewalt durch Staats- und Parteiorgane

Als erster Mitgliedsstaat hat Burundi im Oktober 2017 den Internationalen Strafgerichtshof wieder verlassen. Dieser hat Ermittlungen wegen mutmaßlicher Verbrechen gegen die Menschlichkeit zwischen April 2015 und Oktober 2017 aufgenommen.

Laut einer vom UN-Menschenrechtsrat eingesetzten Untersuchungskommission verstoßen der burundische Geheimdienst und andere staatliche Sicherheitsorgane sowie die militante Jugendorganisation der Regierungspartei CNDD-FDD ("Imbonerakure") regelmäßig gegen grundlegende Menschenrechte, etwa das Recht auf körperliche Unversehrtheit. Berichtet wird von systematischer Gewalt in Form von außergerichtlichen Verhaftungen und Hinrichtungen, Überfällen, Folter, Vergewaltigungen und dem Verschwindenlassen von Personen. Insbesondere die Imbonerakure rufen offen zu Gewalt gegen Regierungsgegner auf und verbreitet in der burundischen Gesellschaft ein Klima der Angst.

Im März 2019 zwang die burundische Regierung die Vereinten Nationen, ihr Büro für Menschenrechte in der Hauptstadt Bujumbura nach 23 Jahren zu schließen.

Händlerin mit Taschenrechner auf dem Markt in Bujumbura, Burundi
Soziale Situation

Menschen leiden unter Armut und Hunger

Infolge der politischen und wirtschaftlichen Krise hat sich die humanitäre Situation in Burundi weiter verschlechtert. Mehr als 70 Prozent der Bevölkerung leben in extremer Armut, die Lebenserwartung beträgt nur 58 Jahre. Mehr als 90 Prozent der Beschäftigten arbeiten in der Landwirtschaft, die hauptsächlich zur Eigenversorgung betrieben wird und nicht produktiv genug ist, um die Nahrungsmittelversorgung für die gesamte Bevölkerung sicherzustellen.

Aufgrund fehlender Daten konnte das Land 2018 nicht in den Welthunger-Index von Welthungerhilfe und Concern Worlwide ​einbezogen werden. Nach Schätzungen haben knapp 1,7 Millionen der rund 11 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner Burundis nicht genug zu essen. Nachdem die EU ihre Budgethilfe eingestellt hat und ausländische Investitionen aufgrund der instabilen politischen Lage ausbleiben, mangelt es dem Land an Devisen. Das hat direkte Auswirkungen auf die Nahrungsmittelproduktion, da zum Beispiel nicht ausreichend Dünger und Treibstoff importiert werden kann. Auch für Sozialprogramme fehlt der Regierung Geld.

Gesundheit und Bildung

Die Gesundheitssituation der Bevölkerung hat sich in Folge des Bürgerkriegs und der politischen Krise erheblich verschlechtert, die medizinische Versorgung und der Zugang zu sauberem Trinkwasser sind stark eingeschränkt. Aufgrund der Devisenknappheit ist die Versorgung mit Medikamenten nicht mehr gesichert.

Der Bildungsstand ist sehr niedrig, die Analphabetenrate liegt bei fast 40 Prozent. Nach Abschaffung der Schulgebühren stieg die Einschulungsrate von 42 Prozent im Jahr 2000 auf 97 Prozent im Jahr 2017. Allerdings schließen nur etwa 70 Prozent der Kinder die Grundschule ab. Die Kürzung staatlicher Mittel im Bildungswesen zwingt inzwischen Schulen dazu, von den Eltern Beiträge zu verlangen, um den Unterricht aufrechterhalten zu können.

Friedensentwicklung

Aufgrund der sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit zwischen Hutu und Tutsi ist die Gesellschaft Burundis noch immer gespalten. Im Gegensatz zum Nachbarland Ruanda verfolgt Burundi eine Politik der festen ethnischen Quotierung. Sie ist in der Verfassung verankert (zum Beispiel im Parlament 60 Prozent Hutu, 40 Prozent Tutsi​) und wird von Burundi als Weg zur nationalen Versöhnung angesehen.

Das Überwinden von gegenseitigem Misstrauen zwischen den Volksgruppen sowie die generelle Aufarbeitung der Bürgerkriegsereignisse sind von besonderer Bedeutung für den Frieden im Land. Daher wurde zwischen der internationalen Gemeinschaft und der burundischen Regierung die Einrichtung einer Wahrheits- und Versöhnungskommission und entsprechender Gerichte vereinbart.

Die Kommission hat 2016 ​ihre Arbeit aufgenommen, sie verfügt jedoch über keine Justizkomponente. Im Oktober 2018 wurde ihr Mandat auf die Kolonialzeit erweitert (Untersuchungszeitraum nun: 1885 bis 2008). Opposition und Zivilgesellschaft kritisierten das als politisches Ablenkungsmanöver.

Bauern auf dem Rückweg von der burundischen Hauptstadt Bujumbura zu ihren Farmen in den umliegenden Hügeln
Wirtschaftliche Situation

Große Hindernisse für private Unternehmen

Burundis Wirtschaft ist kaum diversifiziert. Die hohe Bevölkerungsdichte, der Mangel an Bodenschätzen und fehlende Erwerbsmöglichkeiten außerhalb der Landwirtschaft setzen der ökonomischen Entwicklung enge Grenzen.

Hauptexportprodukte sind Kaffee und Tee, die Exporterlöse sind stark von Wetterbedingungen und Weltmarktpreisen abhängig.

Der Krieg hat die wirtschaftliche Entwicklung Burundis um mindestens 15 Jahre zurückgeworfen. Zwischen 1996 und 1999 hat ein Wirtschaftsembargo der Nachbarländer die Situation weiter verschärft, auch mehrere Dürreperioden haben die Wirtschaft stark belastet.

Nach Abschluss des Friedensabkommens konnte sich burundische Wirtschaft zunächst erholen: Zwischen 2006 und 2014 lag die jährliche Wachstumsrate im Durchschnitt bei über vier Prozent.

Die politische Krise seit 2015 hat das Land jedoch auch wirtschaftlich stark ausgebremst. 2017 wuchs die burundische Wirtschaft nur um 0,5 Prozent und auch für die kommenden Jahre rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit ähnlich schwachen Werten.

Schlechtes Geschäftsklima

Entwicklungschancen liegen in den Bereichen Tourismus, Bauwirtschaft, regionaler Handel und Kleinstindustrie. Doch die private Wirtschaft kann sich wegen bürokratischer und politischer Hemmnisse nur schwer entwickeln. Potenzielle Investoren werden durch die politische Instabilität, fehlende Rechtsstaatlichkeit und eine weit verbreitete Korruption abgeschreckt. Hinzu kommt eine mangelhafte Infrastruktur mit schlechten Transportwegen und einer anhaltenden Stromknappheit: In Burundi verfügen weniger als zehn Prozent der Haushalte über elektrischen Strom.

Im "Doing Business Report" der Weltbank, der das Geschäftsklima weltweit analysiert, hat sich Burundi in den vergangenen Jahren kontinuierlich verschlechtert und liegt 2019 auf Rang 168 von 190 bewerteten Staaten.

Im Januar 2004 hat Burundi das Freihandelsabkommen des Gemeinsamen Marktes für das östliche und südliche Afrika (Common Market for Eastern and Southern Africa, COMESA) unterzeichnet. Außerdem ist das Land Mitte 2007 der Ostafrikanischen Gemeinschaft (East African Community, EAC) beigetreten.

Markt in Bujumbura, Burundi

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi

Nach Ende des Bürgerkriegs hatte sich die Gebergemeinschaft bereit erklärt, ihre Entwicklungszusammenarbeit mit Burundi deutlich auszuweiten.

Im Gegenzug hatte die burundische Regierung zugesagt, Demokratie, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit zu wahren und das Finanzmanagement der öffentlichen Hand transparent zu gestalten. Diese Zusagen hat Präsident Nkurunziza nicht eingehalten.

Grundversorgung sichern

Angesichts massiver Menschenrechtsverletzungen und zunehmender Verstöße gegen demokratische und rechtsstaatliche Prinzipien hat die Bundesregierung daher im Juni 2015 die regierungsnahe bilaterale staatliche Entwicklungszusammenarbeit eingestellt.

Seitdem haben keine Regierungsverhandlungen mehr stattgefunden, die Programme wurden regierungsfern ausgerichtet.

Deutschland fördert in Burundi bis auf Weiteres nur noch Aktivitäten lokaler und internationaler Partner, die unmittelbar der Grundversorgung der Bevölkerung dienen. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Gesundheit
  • Wasser
  • Dezentralisierung

Darüber hinaus fördert das Bundesentwicklungsministerium das Wasser- und Bodenmanagement in katastrophengefährdeten Gebieten. Ziel ist, die Ernährungssicherheit und die Widerstandskraft von Kleinbauern gegenüber den Folgen des Klimawandels zu erhöhen.

Über einen Fonds für soziale Kohäsion werden außerdem die burundische Zivilgesellschaft und unabhängige burundische Medien unterstützt.

Schwerpunkt "Gesundheit"

Aufklärung und Familienplanung

Das hohe Bevölkerungswachstum Burundis stellt das Gesundheitswesen des Landes vor große Herausforderungen. Gesellschaftlich-kulturelle Vorstellungen behindern einen positiven Umgang mit Themen wie Sexualaufklärung und Familienplanung.

Ziel des deutschen Engagements ist, die Qualität der Gesundheitsversorgung zu verbessern, insbesondere im Bereich sexuelle und reproduktive Gesundheit. Im Rahmen des Programms wurde unter anderem ein Dialog zwischen religiösen Führern und Gesundheitspersonal etabliert. Außerdem werden Informationsveranstaltungen zum Thema Familienplanung in konfessionell gebundenen Schulen angeboten.

 

Eine Frau wird in einer Gesundheitsstation in Bujumbura, Burundi, zur Verwendung von Verhütungsmitteln beraten.
Technische Angestellte in der Schaltzentrale der Pumpstation eines Wasserprojekts der KfW in Bujumbura, Burundi
Schwerpunkt "Wasser"

Sauberes Trinkwasser, geregelte Abwasserentsorgung

Trotz erkennbarer Fortschritte in den vergangenen Jahren zählt die Trinkwasser- und Sanitärversorgung zu den drängendsten Problemen in Burundi. Über internationale Nichtregierungsorganisationen unterstützt Deutschland finanziell die Verbesserung der Infrastruktur in Städten und ländlichen Gebieten.

Im Rahmen der technischen Zusammenarbeit werden ein städtischer Versorger und rund 100 Kommunen im ländlichen Raum beim Management ihrer Trinkwassersystemen beraten.

Darüber hinaus werden städtischen und ländlichen Wasserversorgern Schulungen zum Thema Erkundung, nachhaltige Nutzung und Schutz von Grundwasserressourcen angeboten.

Schwerpunkt "Dezentralisierung"

Lokale Wirtschaft fördern

Im Zuge des Dezentralisierungsprozesses wurden den burundischen Kommunen neue Aufgaben und eigene Budgets zugewiesen. Bislang sind sie jedoch nur begrenzt in der Lage, öffentliche Dienstleistungen, insbesondere für die ärmeren Bevölkerungsgruppen, bereitzustellen.

Deutschland unterstützt die Provinzen Gitega und Mwaro im Zentrum des Landes in den Bereichen lokale Wirtschafts- und Beschäftigungsförderung und kommunale Kapazitätsentwicklung. Ein Schwerpunkt liegt auf der Zusammenarbeit mit der lokalen Zivilgesellschaft.

Drei Frauen auf einer Landstraße in der Region Gitega, Burundi

Karte von Burundi

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Burundi Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Burundi Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Bujumbura, rund 1 Million Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 27.830 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 185 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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