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Tunesien

Tunesisches Nationalmonument auf der Place de la Kasbah in Tunis

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Überblick

Land im Umbruch

Tunesien ist ein politischer Hoffnungsträger in Nordafrika und nach einer langen Phase der Diktatur auf dem Weg, sich friedlich in einen Rechtsstaat umzuwandeln. Trotz politischer und sozialer Spannungen gilt die demokratische Entwicklung im Land als vorbildhaft.

Politischer Neuanfang

Landesweite Massenproteste in Tunesien setzten 2010/11 den sogenannten Arabischen Frühling in Gang. Die Revolution ermöglichte dem Land einen politischen Neuanfang.

Die ersten freien und demokratischen Präsidentschaftswahlen in Tunesien konnte 2014 der Gründer der säkular konservativen Sammelbewegung Nidaa Tounes ("Ruf Tunesiens"), Beji Caid Essebsi, für sich entscheiden. Nach seinem Tod im Juli 2019 wurde der parteilose Verfassungsrechtler Kaïs Saïed bei den Präsidentschaftswahlen im Oktober 2019 mit großer Mehrheit von den Tunesierinnen und Tunesiern zum neuen Staatsoberhaupt gewählt.

Bei den Parlamentswahlen im selben Monat wurde die Ennahda-Partei mit 24 Prozent stärkste Kraft. Auf den zweiten Platz kam mit 17,5 Prozent die populistische Partei Qalb Tounes ("Herz Tunesiens") des Medienunternehmers Nabil Karoui. Seit Ende Februar 2020 ist eine neue Regierung unter Premierminister Elyes Fakhfakhd im Amt.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien

Deutschland hat ein großes Interesse an der Stabilisierung der Region in unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa; das demokratische Tunesien ist hier ein strategisch wichtiger Partner. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Mittel für Tunesien nach dem politischen Umbruch daher deutlich erhöht.

Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Bereiche nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, Verwaltungsreform/Dezentralisierung und Wasser. Auch zum wichtigen Thema erneuerbare Energien arbeitet das BMZ mit Tunesien zusammen.

Herzstück des deutschen Engagements ist die Reformpartnerschaft mit Tunesien im Rahmen des Marshallplans mit Afrika. Sie wurde 2017 als bilateraler Beitrag zur G20-Initiative Compact with Africa geschlossen und unterstützt konkrete Reformschritte im Finanz- und Bankensektor sowie ab 2020 auch in der öffentlichen Verwaltung.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Tunesien

Bildergalerie

Reise von Minister Müller nach Tunesien im Oktober 2018

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vereinbarte in Tunesien mit Unternehmen und Verbänden aus der Textil-, Automobil- und Tourismusbranche ein Ausbildungs- und Jobpaket. Hier informiert er sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei einem Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie.

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller vereinbarte in Tunesien mit Unternehmen und Verbänden aus der Textil-, Automobil- und Tourismusbranche ein Ausbildungs- und Jobpaket. Hier informiert er sich über Ausbildungsmöglichkeiten bei einem Zulieferbetrieb für die Automobilindustrie.

Fertigung von Elektronikelementen für die Automobilindustrie

Fertigung von Elektronikelementen für die Automobilindustrie

Ein Auszubildender bei der Arbeit

Ein Auszubildender bei der Arbeit

Ein wichtiges Thema der Begegnung von Minister Müller mit Premierminister Youssef Chahed war die Reformpartnerschaft mit Tunesien.

Ein wichtiges Thema der Begegnung von Minister Müller mit Premierminister Youssef Chahed war die Reformpartnerschaft mit Tunesien.

Das Zentrum für Berufsorientierung und Umschulung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bizerte hilft jungen Menschen, sich im tunesischen Arbeitsmarkt zu orientieren.

Das Zentrum für Berufsorientierung und Umschulung der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) in Bizerte hilft jungen Menschen, sich im tunesischen Arbeitsmarkt zu orientieren.

Minister Müller informierte sich über die Arbeit des Zentrums für Berufsorientierung und Umschulung.

Minister Müller informierte sich über die Arbeit des Zentrums für Berufsorientierung und Umschulung.

Minister Müller mit dem tunesischen Minister für Berufsausbildung und Beschäftigung, Faouzi Abderrahmane

Minister Müller mit dem tunesischen Minister für Berufsausbildung und Beschäftigung, Faouzi Abderrahmane

Besuch einer Textilfabrik in Bizerte

Besuch einer Textilfabrik in Bizerte

Eine Näherin bei der Arbeit

Eine Näherin bei der Arbeit

Zwei Frauen schneiden einen Baumwollstoff zu.

Zwei Frauen schneiden einen Baumwollstoff zu.

Besuch eines Ausbildungszentrums der GIZ für Maurer in Tunis

Besuch eines Ausbildungszentrums der GIZ für Maurer in Tunis

Minister Müller informierte sich über die Arbeit des Ausbildungszentrums der GIZ in Tunis.

Minister Müller informierte sich über die Arbeit des Ausbildungszentrums der GIZ in Tunis.

  • Passanten im Basar von Tunis
    Politische Situation

    Auf dem Weg zum Rechtsstaat

    Die Revolution im Januar 2011 hat Tunesien die Möglichkeit eröffnet, einen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen. Wichtige Schritte sind bereits erfolgt.

  • Theke eines Cafés in Tunesien
    Soziale Situation

    Ungleiche Verteilung des Wohlstands und hohe Arbeitslosigkeit

    Die Lebenssituation der Tunesierinnen und Tunesier hat sich in den vergangenen Jahrzehnten messbar verbessert. Doch der bisher erreichte Wohlstand ist ungleich verteilt.

  • Mitarbeiterin in einem Call Center in Tunis
    Wirtschaftliche Situation

    Große Abhängigkeit von Europa

    Tunesien ist ein Land mittleren Einkommens mit einer relativ gut diversifizierten Wirtschaft. Etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden vom Dienstleistungssektor erwirtschaftet, mehr als 20 Prozent von der Industrie.

Passanten im Basar von Tunis
Politische Situation

Auf dem Weg zum Rechtsstaat

Nach seiner Unabhängigkeit im Jahr 1956 wurde Tunesien mehr als fünf Jahrzehnte lang autoritär regiert: 1957 bis 1987 von Habib Bourguiba und anschließend von Zine El Abidine Ben Ali.

Im Winter 2010/11 kam es zu massiven Protesten gegen das korrupte Regime, die soziale Ungleichheit und die hohe Jugendarbeitslosigkeit. Mitte Januar 2011 verließ Präsident Ben Ali mit seiner Familie das Land, er starb im September 2019 im Exil in Saudi-Arabien.

Demokratisierungsprozess

Die Revolution im Januar 2011 hat Tunesien die Möglichkeit eröffnet, einen demokratischen Rechtsstaat aufzubauen.

Wichtige Schritte sind bereits erfolgt: Sowohl die Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung im Herbst 2011, die ersten Kommunalwahlen im Mai 2018 als auch die Parlaments- und Präsidentschaftswahlen 2014 und 2019 wurden von internationalen Beobachtern als frei, fair und transparent bezeichnet.

Die zuvor stark eingeschränkte Presse- und Meinungsfreiheit ist inzwischen weitgehend gewährleistet. Zahlreiche Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft haben sich neu gegründet.

Ein bedeutender Fortschritt im Demokratisierungsprozess wurde im Januar 2014 mit der Verabschiedung einer neuen Verfassung erreicht. Sie legt fest, dass Tunesien künftig eine parlamentarische Republik ist, in welcher der Staatspräsident besondere Vorrechte in der Außen-, Sicherheits- und Verteidigungspolitik genießt.

Die neue Staatsform soll garantieren, dass weder der Präsident noch das Parlament die junge Demokratie einseitig außer Kraft setzen können.

Zwischenzeitliche Krise

Die Morde an zwei Oppositionspolitikern sowie mehrere terroristische Anschläge gegen tunesisches Sicherheitspersonal lösten 2013 eine schwere landesweite Krise aus. Der Prozess der Demokratisierung drohte zu scheitern, manche sahen das Land am Rande eines Bürgerkriegs.

In dieser Situation vermittelten Gewerkschaftsbund, Arbeitgeberverband, Anwaltsverband und Menschenrechtsliga als "Quartett für den nationalen Dialog": Regierung und Opposition einigten sich daraufhin auf die Bildung einer Übergangsregierung aus parteilosen Experten. Für seine "Bemühungen um eine pluralistische Demokratie im Zuge des Arabischen Frühlings" wurde das tunesische Quartett im Oktober 2015 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Aktuelle politische Situation

Ein instabiles Parteiensystem, Defizite beim Aufbau staatlicher Einrichtungen und eine angespannte Sicherheitslage bilden Risiken für den friedlichen Wandel Tunesiens. Der 2015 nach zwei Terroranschlägen auf touristische Ziele verhängte Ausnahmezustand wird regelmäßig verlängert und gilt weiterhin im ganzen Land (Stand: Mai 2020).

In den vergangenen Jahren führten häufige Regierungswechsel dazu, dass wichtige Entscheidungen verschoben und Reformen nur mit Verzögerung umgesetzt wurden. Möglicherweise war das einer der Gründe dafür, dass die traditionellen Parteien bei den Parlamentswahlen 2019 herbe Verluste erlitten und neue Parteien ins Parlament gewählt wurden. Es ist bereits absehbar, dass dadurch eine Konsensfindung nicht einfacher geworden ist. Deutschland wird den Demokratisierungsprozess weiterhin eng begleiten.

Theke eines Cafés in Tunesien
Soziale Situation

Ungleiche Verteilung des Wohlstands und hohe Arbeitslosigkeit

Die Lebenssituation der Tunesierinnen und Tunesier hat sich in den vergangenen Jahrzehnten messbar verbessert: Nahezu die gesamte Bevölkerung hat inzwischen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Strom und es hat sich eine breite Mittelschicht herausgebildet. Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung der Vereinten Nationen (HDI) nimmt Tunesien Rang 91 von 189 Staaten ein – hinter Algerien (Rang 82), aber deutlich vor Ägypten (Rang 116) und Marokko (Rang 121).

Doch der bisher erreichte Wohlstand ist ungleich verteilt. Vor allem die Regionen im Landesinneren profitieren noch nicht ausreichend von der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Regierung hat daher ein ehrgeiziges Programm vorgelegt, das vor allem private Investitionen in den ländlichen Regionen fördern soll.

Eines der größten Probleme des Landes ist die hohe Arbeitslosigkeit. Nach offiziellen Angaben liegt die Arbeitslosenquote bei etwa 15 Prozent (22 Prozent bei den Frauen, knapp 35 Prozent bei den 15- bis 24-Jährigen, im Hinterland zum Teil über 40 Prozent). Selbst unter den jungen Menschen mit Universitätsabschluss sind etwa 30 Prozent ohne Job. Das jährliche niedrige Wirtschaftswachstum reicht bei weitem nicht aus, um die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu entspannen.

Für Unmut in der Bevölkerung sorgt auch die deutlich gesunkene Kaufkraft: So verlor der tunesische Dinar in den vergangenen Jahren massiv an Wert, während gleichzeitig die Lebenshaltungskosten stiegen, weil sich zum Beispiel Energie und Trinkwasser verteuerten. Die Unzufriedenheit äußert sich in wiederkehrenden Protesten und Streiks.

Mitarbeiterin in einem Call Center in Tunis
Wirtschaftliche Situation

Große Abhängigkeit von Europa

Tunesien ist ein Land mittleren Einkommens mit einer relativ gut diversifizierten Wirtschaft. Etwa 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts werden vom Dienstleistungssektor erwirtschaftet, mehr als 20 Prozent von der Industrie.

Die Revolution hatte erhebliche Auswirkungen auf die tunesische Wirtschaft: Angesichts der unklaren politischen Zukunft und der instabilen Sicherheitslage zögerten viele ausländische Investoren, sich in Tunesien zu engagieren. Der Tourismus brach ein und wiederholte Streiks und Blockaden legten viele in Tunesien ansässige Firmen über Monate hinweg lahm.

Nach Wachstumsraten von drei bis vier Prozent in den Jahren 2012 bis 2014 fiel das Wirtschaftswachstum in den drei darauffolgenden Jahren auf unter zwei Prozent ab. 2018 wurde ein Plus von 2,5 Prozent erreicht, für 2019 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein Wachstum von 1,5 Prozent.

Handelsabkommen mit der Europäischen Union

Die tunesische Wirtschaft ist stark von der europäischen Konjunkturlage abhängig: Rund zwei Drittel des Außenhandels werden mit der Europäischen Union abgewickelt, der Großteil der ausländischen Investitionen kommt von dort.

Als erstes Land der Maghreb-Region hat Tunesien 1995 ein Assoziationsabkommen mit der EU abgeschlossen. Im Herbst 2012 erreichte es den Status einer "privilegierten Partnerschaft" und profitiert von umfangreichen Hilfsprogrammen zur Förderung der Wettbewerbsfähigkeit.

Die EU und Tunesien haben 2015 Verhandlungen über ein vertieftes und umfassendes Freihandelsabkommen (Deep and Comprehensive Free Trade Agreement, DCFTA) aufgenommen. Darin wird eine weitergehende gegenseitige Marktöffnung, insbesondere für Agrar- und Fischereiprodukte sowie Dienstleistungen, angestrebt.

Entwicklungspotenziale

Investoren schätzen an Tunesien seine geografische Nähe zu Europa, den im regionalen Vergleich hohen Grad der Industrialisierung, die preisliche Wettbewerbsfähigkeit und die gut ausgebaute Infrastruktur. Wachstumspotenziale hat das Land vor allem im Dienstleistungsbereich, etwa in der IT-Branche, der Logistik und bei Gesundheitsdienstleistungen. Dieses Potential kennen auch deutsche Unternehmen: Rund 260 deutsche Firmen bieten in Tunesien circa 62.000 Arbeitsplätze.

Große Bedeutung für die künftige Entwicklung der Wirtschaft hat der Tourismus. Die Regierung ist sich bewusst, dass das touristische Angebot weiter aufgefächert und modernisiert werden muss, um mehr und neue Gäste anzulocken. Neben den bewährten Hotelangeboten für Badeurlauber soll vor allem der Kultur- und Ökotourismus ausgebaut werden. (Siehe auch: Tourismus – eine Chance für nachhaltige Entwicklung)

Nach Terroranschlägen auf ein Museum und ein Strandhotel im März und Juni 2015 brachen die Besucherzahlen zunächst ein. Laut Welttourismusorganisation (UNWTO) ist die Zahl der ausländischen Touristinnen und Touristen seit 2017 jedoch wieder deutlich angestiegen und lag 2018 über den Werten von 2014.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Tunesien

Deutschland und Tunesien arbeiten seit den 1960er Jahren entwicklungspolitisch zusammen. Um den Prozess des friedlichen Wandels zu unterstützen, hat das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) die Zusagen für Tunesien nach der Revolution deutlich erhöht. 2019 wurden 294,8 Millionen Euro neu zugesagt – davon 139,4 Millionen Euro im Rahmen der Reformpartnerschaft.

Das BMZ fordert die Umsetzung von Reformschritten in Tunesien konsequent ein. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf folgende Schwerpunkte:

  • Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung
  • Verwaltungsreform/Dezentralisierung
  • Wasser

Darüber hinaus fördert das BMZ den Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz, unter anderem durch Beratung zur Energiewende, Qualifizierung von Fachkräften und durch finanzielle Beteiligung am Bau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen.

Die Bereiche Beschäftigungsförderung und Ausbildung werden als Querschnittsthema in allen Maßnahmen berücksichtigt. Entsprechende Projekte werden insbesondere in den strukturschwachen Regionen im Hinterland gefördert, um vor Ort Perspektiven zu schaffen und Fluchtursachen zu mindern.

Tunesien profitiert zudem von der BMZ-Sonderinitiative zur Stabilisierung und Entwicklung in Nordafrika, Nahost.

Reformpartnerschaft

Die 2017 im Rahmen der G20-Initiative "Compact with Africa" vereinbarte Reformpartnerschaft mit Tunesien wurde 2019 ausgeweitet: Neben dem Banken- und Finanzsektor wird künftig auch die Modernisierung der Verwaltung verstärkt gefördert (siehe Schwerpunkt "Verwaltungsreform").

Im Handlungsfeld Banken und Finanzsektor sind bereits erste Erfolge der Reformpartnerschaft zu verzeichnen. So wurde mit deutscher Unterstützung eine Investitionsagentur aufgebaut und ein Grundlagengesetz für mehr Transparenz im öffentlichen Haushalt verabschiedet. Auf Grundlage erfolgreich vollzogener Reformschritte erfolgte 2019 eine Kreditzusage zur Finanzierung der neuen Mittelstandsbank "Banque des Régions".

Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Perspektiven schaffen

Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit in Tunesien ist es besonders wichtig, Arbeitsplätze – und damit Perspektiven für die jungen Menschen – zu schaffen. Bislang wird unternehmerisches Handeln insbesondere durch mangelnde Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten, fehlenden Zugang zu Finanzdienstleistungen und eine aufwendige Bürokratie behindert.

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich daher auf die Förderung von mittelständischen Betrieben und Unternehmensneugründungen, die Export- und Innovationsförderung sowie die berufliche Bildung.

Die finanzielle Zusammenarbeit fördert insbesondere kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KKMU). Unter anderem gewährt die KfW tunesischen Banken zinsverbilligte Darlehen, damit diese Kredite an KKMU refinanzieren können. Um die Banken gegen Ausfallrisiken abzusichern, wird der Aufbau staatlicher Garantiemechanismen unterstützt.

Die technische Zusammenarbeit fördert die Umsetzung des 2016 verabschiedeten Investitionsgesetzes. Unterstützt wird unter anderem die Arbeit der neuen Investitionsbehörde.

Landwirtschaftliche Ansätze und ein Grünes Innovationszentrum unterstützen Kleinbauern dabei, sich in Produktionsgemeinschaften zusammenzuschließen und neue Einkommensmöglichkeiten zu erschließen.

Digitalzentrum

Ein neu gegründetes Digitalzentrum soll bestehende Ansätze der deutsch-tunesischen Entwicklungszusammenarbeit im Bereich der Digitalisierung bündeln. Es unterstützt Unternehmen bei der Entwicklung passgenauer digitaler Lösungen und fördert die Schaffung von Arbeitsplätzen in der IT-Wirtschaft. Außerdem berät es die tunesische Regierung zu Themen des digitalen Wandels und dient damit als Bindeglied zu Vorhaben im Schwerpunkt Verwaltungsreform.

Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung

Ziel dieser BMZ-Sonderinitiative ist es, private Investitionen in Afrika zu fördern und auf diese Weise Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Dafür arbeitet das BMZ eng mit deutschen Wirtschaftsunternehmen zusammen und fördert Praxispartnerschaften zwischen Hochschulen und der Wirtschaft. In Tunesien liegt der Schwerpunkt in der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie in der digitalen Wirtschaft.

Wirkungen – ausgewählte Beispiele

Zwischen 2011 und 2019 sind rund 88.000 Personen mit Unterstützung der vom BMZ finanzierten Vorhaben in abhängige oder selbstständige Beschäftigung gekommen. Zusätzlich konnten über die Vorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit bei rund 600 KKMU mit je bis zu 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Arbeitsplätze gesichert oder ausgebaut werden. Darüber hinaus haben bis 2019 rund 95.200 Personen eine Aus- oder Weiterbildung erhalten

Deutsch-tunesisches Beratungszentrum

Als wichtige Beratungsstelle in den Bereichen Beschäftigung, Weiterbildung, legale Migration und freiwillige Rückkehr dient das deutsch-tunesische Beratungszentrum für Jobs, Migration und Reintegration, das im März 2017 durch Entwicklungsminister Gerd Müller in Tunis eröffnet wurde. Es unterstützt unter anderem tunesische Migrantinnen und Migranten, die aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren, indem es Arbeits- und Ausbildungsplätze vermittelt, Fortbildungsmöglichkeiten aufzeigt und Existenzgründungen begleitet. Außerdem klärt es über die Voraussetzungen legaler Arbeitsmigration nach Deutschland und über die Gefahren illegaler Migration auf. Im September 2019 wurde eine Zweigstelle in Sfax eröffnet.

Video: Deutsch-tunesisches Job- und Migrationszentrum
Ein Mann verkauft Blumen an eine Passantin der Altstadt von Tunis.
Schwerpunkt "Verwaltungsreform/Dezentralisierung"

Mehr politische Teilhabe

Die 2014 verabschiedete tunesische Verfassung sieht eine Neuordnung der regionalen und kommunalen Gebietskörperschaften und die Verlagerung von Zuständigkeiten auf die unteren Verwaltungsebenen vor.

Das BMZ unterstützt ausgewählte Städte und Gemeinden dabei, ihre neuen Aufgaben verantwortungsvoll zu erfüllen, Dienstleistungen verlässlicher, transparenter und bürgerfreundlicher zu erbringen und mehr politische Teilhabe zu gewährleisten.

Unter anderem werden mit deutscher Unterstützung Bürgerbüros eingerichtet und kommunale Gebäude instandgesetzt. Kommunalverwaltungen werden bei der Organisation ihrer Verwaltungsabläufe und beim Finanzmanagement beraten, Bedienstete im Hinblick auf Bürgerorientierung weitergebildet.

Ein besonderes Augenmerk liegt darauf, die Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen auf lokaler Ebene, etwa in Form von Jugendgemeinderäten, zu verbessern.

Ein wichtiges Ziel der Zusammenarbeit ist, das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Einrichtungen zu erhöhen und dadurch das politische System zu festigen.

Die Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern an der Kommunalpolitik konnte bereits deutlich gesteigert werden. Bis 2018 wurde außerdem für 530.000 Menschen der Zugang zu städtischen Dienstleistungen verbessert.

Deutsches Engagement wird ausgebaut

Durch die Erweiterung der Reformpartnerschaft mit Tunesien auf die Themen gute Regierungsführung und Modernisierung der öffentlichen Verwaltung wird das deutsche Engagement in diesem Schwerpunkt weiter erhöht. Der Fokus liegt auf den Aspekten Effizienz, Transparenz und Rechenschaftspflicht. Unter anderem unterstützt das BMZ die tunesische Regierung bei Reformen zur Stabilisierung des Haushalts und bei der Stärkung von Kontrollinstanzen wie Rechnungshof und Anti-Korruptionsbehörden.

Schwerpunkt "Wasser"

Wassermangel bedroht Lebensgrundlagen

Grundvoraussetzung für einen friedlichen politischen und gesellschaftlichen Wandel in Tunesien ist eine spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen. Eine Herausforderung stellt dabei der zunehmende Wassermangel dar. Trinkwasser ist in Tunesien eine knappe Ressource und der Bedarf steigt kontinuierlich, vor allem in der bewässerungsintensiven Landwirtschaft. Verschärft wird die Lage durch den Klimawandel: Tunesien verzeichnet heißere Sommer und zurückgehende Niederschläge.

Da die Wassernachfrage nicht aus Oberflächenwasser befriedigt werden kann, wird zunehmend Grundwasser genutzt. Hierdurch sinkt der Grundwasserspiegel in einigen Regionen dramatisch. Gleichzeitig arbeiten die zuständigen Behörden nicht kostendeckend – für Wasser wird oft gar nicht bezahlt.

Deutschland fördert eine nachhaltige Nutzung der Wasserressourcen. Analog zum Ansatz der Reformpartnerschaft haben Deutschland und Tunesien einen gemeinsamen Reformkatalog aufgestellt. Die Erreichung der vereinbarten Reformziele wird mit zusätzlicher deutscher Unterstützung in Form von Förderkrediten gewürdigt.

Beratung und Investitionen in Infrastruktur

Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums berät die GIZ die tunesische Regierung bei der Umsetzung zentraler Reformen im Wassersektor, etwa des Wasserrechts und der Tarifstruktur. Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen steigern das Bewusstsein der Bevölkerung für den Wert des Trinkwassers. Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit werden vorhandene Bewässerungssysteme repariert und neue, effizientere Bewässerungstechniken (zum Beispiel Tröpfchenbewässerung) eingeführt.

Wirkungen

In benachteiligten Regionen wurden inzwischen der Zugang zu Trinkwasser und die Trinkwasserqualität für rund 2,1 Millionen Menschen verbessert. Optimierte Bewässerungstechniken verbessern die Lebensbedingungen von rund 100.000 Menschen im ländlichen Raum.

Sickerwasserbehandlung auf einer Mülldeponie in Bizerte, Tunesien

Karte von Tunesien

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Tunesien Deutschland
Ländernamea16173184 Tunesien Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Tunis, circa 2 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,75 Millionen Einwohner
Flächea16173142 163.610 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 91 von 189 (2018) 4 von 189 (2018)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

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BMZ-Publikationen

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

Projekt- und Organisationsdaten aus Tunesien

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