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Ausbildungszentrum in Kenia
Bundesentwicklungsminister Gerd Müller

"Wir brauchen einen Paradigmenwechsel und müssen begreifen, dass Afrika nicht der Kontinent billiger Ressourcen ist, sondern die Menschen dort Infrastruktur und Zukunft benötigen."

Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller
Neue Partnerschaft für Entwicklung, Frieden und Zukunft

Ein Marshallplan mit Afrika

Afrika birgt große Potenziale, die weit über Ressourcenreichtum, kulturelle Vielfalt, Unternehmergeist und Innovationskraft hinausgehen. Etwa die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegt dort. 2035 wird Afrika das größte Arbeitskräftepotenzial weltweit haben.

Die Bevölkerung Afrikas wird sich bis 2050 auf 20 Prozent der Weltbevölkerung verdoppeln. Hier wachsen die globalen Märkte, die Beschäftigten und Kunden der Zukunft heran – und damit auch die Herausforderung, das Potenzial zu nutzen und Arbeit und Perspektiven für die Jugend zu schaffen.

Die afrikanischen Staaten haben sich für die notwendige sozialökonomische Transformation eine hoch ambitionierte Agenda gesetzt, die danach strebt, dass Afrika bis 2063 "ein wohlhabender Kontinent mit den Mitteln und Ressourcen sein soll, seine eigene Entwicklung voranzutreiben, mit nachhaltiger und langfristiger Verantwortung für seine Ressourcen". (Ziel 1 der Agenda 2063 der Afrikanischen Union)

Um Afrika bei der Umsetzung dieser Entwicklungsagenda zu unterstützen, bedarf es einer neuen Form der Zusammenarbeit, einer politischen Partnerschaft auf Augenhöhe als Unterstützungsangebot für seine eigene Agenda. Afrika braucht afrikanische Lösungen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat daher seine Zusammenarbeit mit Afrika neu ausgerichtet.

Die vom BMZ initiierten Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika wurden Anfang 2017 im Rahmen eines Online-Dialogs mit Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Gesellschaft und Politik zur Diskussion gestellt und bilden seither den konzeptionellen Schirm und strategischen Rahmen für die Afrikapolitik des BMZ.

Inhaltsverzeichnis

Marshallplan mit Afrika

Schüler in der Metallwerkstatt einer Berufsbildungseinrichtung in Accra, Ghana

Afrika braucht nachhaltige Jobs für die Jugend

Der Marshallplan mit Afrika konzentriert sich auf die zentrale Herausforderung des afrikanischen Kontinents: Die Schaffung von jährlich circa 20 Millionen neuen Jobs. Nicht staatliches Entwicklungsgeld, sondern die Privatwirtschaft schafft langfristig Arbeitsplätze vor Ort. Daher werden Mittel der Entwicklungszusammenarbeit auch zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für nachhaltige Privatinvestitionen eingesetzt. So können mehr Arbeitsplätze und Einkommen für die junge Bevölkerung Afrikas generiert und zu einer nachhaltigen selbsttragenden Wirtschaftsentwicklung beigetragen werden.

Voraussetzung hierfür sind Frieden und Sicherheit sowie die Verbesserung der Investitionsbedingungen seitens der Partner vor Ort. Daher beruht der Marshallplan auf drei Säulen, die auf dem Fundament unserer bisherigen Zusammenarbeit stehen:

  1. Wirtschaft, Handel und Beschäftigung
  2. Frieden und Sicherheit
  3. Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Zukunftsvertrag mit Afrika

Allein über die bilaterale staatliche Zusammenarbeit fördert das BMZ Aktivitäten mit afrikanischen Partnerländern in diesen Bereichen bereits mit durchschnittlich mehr als 1,7 Milliarden Euro Zusagen pro Jahr. Seit Verkündung des Marshallplans mit Afrika wurden im Jahr 2017 erstmalig rund 2,1 Milliarden Euro zugesagt. Dieses bestehende Portfolio wird fortlaufend an den Leitprinzipien des Marshallplans ausgerichtet und mit neuen Entwicklungsprojekten vor Ort hinterlegt.

Afrika braucht afrikanische Lösungen

Anstatt des alten Geber-Nehmer-Schemas fußt die Zusammenarbeit mit unseren afrikanischen Partnern auf engem politischen Dialog und partnerschaftlichen gegenseitigen Verpflichtungen. Hierbei wird afrikanischen Reformbemühungen und Entwicklungskräften gezielte Unterstützung angeboten, um so die Eigenbeiträge der Partner zu ergänzen – und nicht zu ersetzen. Denn nachhaltige Entwicklung ist nur möglich, wenn sie von innen heraus angestoßen und getragen wird. Dazu müssen die Regierungen Reformen in die Wege leiten und ihrer Verantwortung gegenüber ihren Bürgerinnen und Bürgern nachkommen. Daher stellt das BMZ beispielsweise im Rahmen der sogenannten "Reformpartnerschaften" besonders reformorientierten Ländern gezielte Unterstützung auf ihrem Weg bereit.

Trotz allem gilt: Wir lassen niemanden zurück. Deutschland steht zu seiner Mitverantwortung gegenüber den am wenigsten entwickelten Ländern und der Marshallplan behält die Grundbedürfnisse der Menschen im Blick.

 Baustelle in Accra, Ghana

Entwicklungspolitik aus einem Guss

Das BMZ vertritt die im Marshallplan mit Afrika verankerten Leitprinzipien und konkreten Handlungsempfehlungen auch im politischen Dialog.

Es arbeitet gemeinsam mit afrikanischen Partnern, mit der Bundesregierung, anderen Gebern, Zivilgesellschaft und Wirtschaft an der Weiterentwicklung und Umsetzung des Marshallplans. Denn je besser die Arbeit verschiedener Akteure abgestimmt ist, desto effektiver die Unterstützung für den Partner.

In den folgenden Textabschnitten finden Sie Beispiele dafür, wie der Marshallplan mit Afrika vom BMZ umgesetzt wird sowie den Originaltext des Plans und einen Rückblick auf den Online-Dialog.

Die Umsetzung des Marshallplans mit Afrika

Reformpartnerschaften

Die Reformpartnerschaften sind ein zentrales Element des Marshallplans mit Afrika. Sie bilden ein neues partnerschaftliches Kooperationsmodell ab, das zum Erreichen der Ziele auf gegenseitige Verpflichtungen und mehr Eigenverantwortung der afrikanischen Partner setzt. Im Kontext der G20-Partnerschaft mit Afrika, die unter deutscher Präsidentschaft initiiert wurde, bilden sie den bilateralen Beitrag Deutschlands zur G20-Initiative Compact with Africa.

Das BMZ unterstützt mit den Reformpartnerschaften ausgewählte Compact-Länder, die besonderen Reformwillen und Eigenanstrengung beweisen, dabei, sich bei den Grundsätzen guter Regierungsführung und den Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement zu verbessern.

Daher wird mit jedem Partnerland im engen Dialog eine individuelle Partnerschaft in einem bestimmten Schwerpunktsektor entwickelt, die das Land beim Erreichen selbst gesetzter Ziele unterstützt. Eine detaillierte Reformagenda umfasst Reformverpflichtungen des Partnerlandes sowie Angebote des BMZ, um die Entwicklung des Reformsektors und der guten Regierungsführung zu fördern.

Um Reformkräfte zu unterstützen, wird die bilaterale Unterstützung und Zusage der Mittel an die Umsetzung von Reformfortschritten durch das Partnerland geknüpft – das heißt, dass zum Beispiel bestimmte Finanzierungstranchen erst nach Erreichen vorab definierter Reformerfolge ausgezahlt werden.

Das BMZ hat 2017 bereits Reformpartnerschaften mit Côte d’Ivoire, Ghana (beide im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz) sowie Tunesien (im Banken- und Finanzsektor) abgeschlossen.

2017 und 2018 sagte das BMZ Unterstützung für die Umsetzung der ersten drei Reformpartnerschaften in Höhe von bis zu 800 Millionen Euro zu. Zusammen mit den übrigen bilateralen Zusagen wurden damit in diesem Zeitraum mehr als 1,4 Milliarden Euro bereitgestellt.

Ende Oktober 2018 hat das BMZ Verhandlungen mit Äthiopien, Marokko und Senegal zu möglichen weiteren Reformpartnerschaften aufgenommen.

 Baustelle in Accra, Ghana

Berufliche Bildung fördern

Der Mangel an Fachkräften ist ein großes Hemmnis für Unternehmen in Afrika. Daher ist die Förderung der Berufsausbildung ein Schwerpunkt der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Gemeinsam mit der Afrikanischen Union hat das BMZ die Skills Initiative for Africa entwickelt. Das Ziel: verbesserte Berufsausbildung, insbesondere für Mädchen und Frauen, in Kenia, Tunesien, Nigeria, Kamerun und Südafrika. Seit dem Start in diesen fünf Pilotländern ist die Initiative um drei Länder (Äthiopien, Togo und Ghana) erweitert worden. Aus jedem Pilotland ist ein Vorhaben ausgewählt worden. Die EU wird die Initiative ab 2019 kofinanzieren.

Im Rahmen der G20 unterstützt das BMZ zwei Initiativen für Bildung und mehr Beschäftigung: Die G20-Initiative für Jugendbeschäftigung im ländlichen Raum und die Initiative #eSkills4Girls. Diese unterstützt Frauen und Mädchen dabei, digitale Kompetenzen zu erlernen, um ihre Beschäftigungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu erhöhen und die Unterschiede in der Nutzung digitaler Technologien weiter aufzuheben.

Digitalisierung kann völlig neue Chancen eröffnen

Das BMZ stärkt das Umfeld für die lokale IT-Industrie in den Partnerländern, unter anderem über Digitalzentren und die Tech-Entrepreneurship-Initiative Make-IT zur Technologie-Start-up-Förderung. Damit schafft das Ministerium Freiräume, in denen Start-ups und Erfinderinnen und Erfinder in Afrika mit ihren Geschäftsideen nachhaltige Entwicklung voranbringen können.

Die Digitalzentren sind Anlaufpunkte für Investorinnen und Investoren, Tech-Unternehmen und talentierte Tüftlerinnen und Tüftler, um kreative Digital-Lösungen zu entwickeln.

Gleichzeitig werden afrikanische Regierungen dabei unterstützt, Strukturen und Kapazitäten für die Entwicklung, Umsetzung und Verbreitung von digitalen Strategien und Lösungen zu etablieren.

Im Rahmen von Make-IT kooperiert das BMZ mit über 20 deutschen Digitalunternehmen, Sozialunternehmen und Verbänden. Gemeinsam wurden bereits mehr als 130 Technologie-Start-ups in Partnerländern durch Trainingsmaßnahmen und Vernetzungsmöglichkeiten in Deutschland und vor Ort unterstützt.

Schüler einer Berufsschule in Ruanda

Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Das BMZ hat die Mittel für Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft um mehr als die Hälfte erhöht, auf 178 Millionen Euro im Jahr 2019. Lieferungen und Leistungen an öffentliche Auftraggeber können jetzt für fast alle afrikanischen Partnerländer durch staatliche Exportkreditgarantien abgesichert werden. Der erhöhte Selbstbehalt für Unternehmen, die eine solche Absicherung beantragen, entfällt bei den Reformländern. Das ist ein wichtiges Signal für das Afrika-Engagement deutscher Exportunternehmen.

Mit der "Sonderinitiative Ausbildung und Beschäftigung" entwickelt das BMZ in sechs Partnerländern (Äthiopien, Côte d’Ivoire, Ghana, Marokko, Senegal, Tunesien) gemeinsam mit Unternehmen Projekte, die Investitionen und damit die nachhaltige Schaffung von Arbeitsplätzen erleichtern sollen. Gleichzeitig sollen Partnerschaften zwischen deutschen, europäischen und afrikanischen mittelständischen Unternehmen aufgebaut werden.

Die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung ist Ansprechpartnerin für Unternehmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen. Die Agentur unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Finanzierungs- und Förderinstrumenten, bei der Vermittlung von Kontakten vor Ort und berät bei der Projektplanung. Das BMZ unterstützt dieses Engagement mit einer Vielzahl von Programmen und Initiativen.

Durch das develoPPP.de-Programm beispielsweise werden Entwicklungspartnerschaften mit der Wirtschaft gefördert. In Afrika gibt es zurzeit mehr als 100 solcher gemeinsamer Projekte von Entwicklungspolitik und Privatwirtschaft. Das BMZ hat bisher über 443 Millionen Euro für dieses Programm bereitgestellt, die Unternehmen mehr als 7.320 Millionen Euro.

Derzeit wird das develoPPP.de-Programm reformiert und noch stärker auf die Bedarfe der Unternehmen ausgerichtet, unter anderem durch die Öffnung des Programms für lokale Unternehmen sowie für Start-ups und kleine Unternehmen.

Mitarbeiter eines Eisenerzunternehmens in Mauretanien

Mehr Eigeneinnahmen generieren

Neben privaten Investitionen sind auch Steuereinnahmen für die Finanzierung nachhaltiger Entwicklung wichtig. Zurzeit entgehen afrikanischen Staaten jedoch jährlich rund 100 Milliarden Dollar an Steuergeld – das ist doppelt so viel wie die Summe aller Entwicklungsgelder, die sie pro Jahr erhalten.

Das BMZ setzt sich darum – auch im Rahmen der G20 – gegen Steuervermeidung und für mehr Eigeneinnahmen der afrikanischen Länder ein. Afrikaweit wird die Ausbildung von Steuerbeamten, Rechnungshöfen und Finanzministerien unterstützt.

Die Regierung von Ghana hat beispielsweise mit deutscher Unterstützung Programme ins Leben gerufen, die die Entwicklung des Steuer-, Finanz- und Haushaltswesens des Landes unterstützen.

Weiterbildung von Verwaltungsangestellten

Finanzdienstleistungen für kleine und mittlere Unternehmen fördern

Kleine und mittlere Unternehmen beschäftigen rund 80 Prozent aller Erwerbstätigen in Afrika. Um sie zu unterstützen, entwickelt das BMZ – gemeinsam mit der Afrikanischen Entwicklungsbank, lokalen Banken, der KfW Entwicklungsbank und der Weltbank – besser auf die Bedürfnisse dieser Unternehmen zugeschnittene Finanzdienstleistungen wie Kredite, Lokalwährungsdarlehen und Risikoabsicherungen.

Weiterbildung von Verwaltungsangestellten

Mehr Wertschöpfung vor Ort

Viele afrikanische Staaten exportieren bisher hauptsächlich Rohstoffe, die dann woanders weiterverarbeitet werden. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer beim Aufbau heimischer Industrien, damit die Gewinne durch die Verarbeitung der Rohstoffe im Land bleiben.

Um sicherzustellen, dass die Einnahmen aus dem Rohstoffsektor der Bevölkerung zugutekommen und in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen investiert werden, fördert das BMZ die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI).

Die Mitgliedsstaaten der Initiative verpflichten sich, Rechenschaft über ihre Rohstoffgeschäfte abzulegen. Deutschland ist Mitglied der Initiative, unterstützt den EITI-Prozess und berät Länder wie Ghana, Guinea, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Malawi, Mali, Mauretanien, Nigeria oder Sierra Leone bei der Erfassung und Offenlegung von Einnahmen.

Durch 14 Grüne Innovationszentren unterstützt Deutschland die Agrar- und Ernährungswirtschaft in afrikanischen Staaten. Fachleute aus Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft sowie Bäuerinnen und Bauern entwickeln dort gemeinsam Verfahren für besseren Anbau, Reduzierung von Ernteverlusten und höhere Qualitätsstandards. Auch die Vermarktung, die Selbstorganisation und der Handel werden entlang der ganzen Wertschöpfungskette weiterentwickelt – vom Acker bis zum Teller.

Außerdem fördert das BMZ fairen Handel, damit sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in den Produktionsländern verbessern.

Arbeiter in einem Kohletagebau in Sambia.

Handel mit und in Afrika stärken

Die Handelskosten in Afrika sind oft sehr hoch, viele Märkte sind klein und die Standards der Welthandelsorganisation werden in vielen Ländern noch nicht erfüllt. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer deshalb beim Aufbau einer Qualitätsinfrastruktur, damit afrikanische Waren die Anforderungen der Zielmärkte erfüllen. Außerdem werden Umwelt-, Gesundheits- und Arbeitnehmerschutzstandards gefördert. Als Mitglied der Globalen Allianz für Handelserleichterungen hilft Deutschland zum Beispiel dabei, Zoll-Systeme zu stärken. Das schafft mehr Sicherheit für Unternehmen beim grenzüberschreitenden Handel.

Über Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs, englisch: Economic Partnership Agreements) garantiert die EU zahlreichen afrikanischen Staaten dauerhaft zoll- und quotenfreien Zugang zum europäischen Markt. Diese Staaten können ihrerseits sensible Sektoren von der Marktöffnung ausnehmen (circa 20 bis 25 Prozent) und ihre eigenen Märkte auch durch Schutzklauseln vor europäischer Konkurrenz schützen. Die Öffnung der übrigen Sektoren (circa 75 bis 80 Prozent) erfolgt mit langen Übergangsfristen.

Das Abkommen mit der Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) wird bereits vorläufig angewendet. Ebenso befinden sich Interim-EPAs mit dem südöstlichen Afrika (ESA) und Zentralafrika (CEMAC) mit Vorreiterstaaten bereits in Anwendung und stehen weiteren Staaten aus diesen Regionalgruppen zum Beitritt offen.

Zudem unterstützt das BMZ die Errichtung einer pan-afrikanischen Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA) und begleitet die Verhandlungen seit 2016 mit handelsbezogener Entwicklungszusammenarbeit. Ziel ist es, den innerafrikanischen Handel zu erhöhen.

Das AfCFTA-Abkommen ist ein modernes, anspruchsvolles Partnerschaftsabkommen und geht über gewöhnliche Vereinbarungen zum Handel mit Gütern hinaus, indem es zum Beispiel auch den Handel mit Dienstleistungen umfasst. Zahlreiche Länder haben das Abkommen bereits ratifiziert, darunter die Reformpartnerländer Ghana und Côte d’Ivoire. Weitere Länder haben die Ratifizierung bei der Afrikanischen Union hinterlegt.

Eine Mitarbeiterin kontrolliert Tetrapaks mit Obstsaft bei einem Getränkehersteller in Kenia

Energieversorgung sicherstellen

Ohne bedarfsgerechte Energieversorgung ist Entwicklung nicht möglich. Dies spiegelt sich auch im Energieziel (SDG 7) der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung wider, denn fast alle weiteren Nachhaltigkeitsziele sind von einer nachhaltigen Energieversorgung abhängig.

Experten schätzen, dass die Energienachfrage Afrikas bis 2040 um 80 Prozent wachsen wird. Um die Energieversorgung zukunftsfähig zu gestalten, unterstützt das BMZ seine Partnerländer beim Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. So entsteht zum Beispiel in Marokko mit deutscher Unterstützung eines der größten und modernsten Solarkraftwerke der Welt.

Die Partnerländer werden bei einer grundlegenden Transformation des Energiesektors unterstützt. Bei diesem Strukturwandel geht es einerseits darum, dass zukünftig Energie in der richtigen Menge und Qualität, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zum richtigen Preis zur Verfügung steht ("Energy in line with needs").

Andererseits sollen erneuerbare Energien ausgebaut werden, vor allem dezentrale Systeme. Darüber hinaus soll auch die Energieeffizienz verbessert werden.

Die Transformation im Energiesektor findet auf drei Ebenen statt:

  1. ​Grundversorgung
    Sie soll für Haushalte und Kleinstunternehmer in ländlichen Regionen zukünftig zum Beispiel durch autarke Systeme wie Solardachanlagen und Solarlampen gesichert werden.
  2. ​Versorgung über Grundbedarfe hinaus
    Sie soll für ländliche Kommunen, soziale Institutionen sowie kleine und mittlere Betriebe durch Mini- und Mikronetze erfolgen.
  3. ​Versorgung von großen Verbrauchszentren und Verbrauchern
    Die Versorgung von Städten, Industrie oder Bergbau sollen netzgebundene erneuerbare Energien und Netzverdichtung sichern.
Mitarbeiter der Solarkraftanlage in Ouarzazate, dem zurzeit größten Solarkraftwerk der Welt

Grüne Bürgerenergie für Afrika

Das Programm "Grüne Bürgerenergie für Afrika" ist eine Kerninitiative des BMZ zur Umsetzung des "Marshallplans mit Afrika". Es unterstützt den Aufbau dezentraler bedarfsgerechter Systeme zur Nutzung erneuerbarer Energiequellen in ländlichen Regionen Afrikas. Im Fokus stehen dabei die Teilhabe von Kommunen, Genossenschaften und lokalen Unternehmern, die Förderung lokaler Wertschöpfung und produktiver Nutzung von Energie, insbesondere in der Landwirtschaft, sowie die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten.

Zum Programm gehören "Bürgerenergiepartnerschaften" zwischen kommunalen Akteuren aus Afrika und Deutschland sowie die Aus- und Fortbildung von Fachkräften für den Energiesektor.

Mindestens 500 kleine und mittlere Unternehmen, davon mindestens die Hälfte aus dem Agrarsektor, sollen mit bedarfsgerechter erneuerbarer Energie versorgt werden, 500 lokale und kommunale Akteure werden bei der Entwicklung von Geschäftsplänen und konkreten Projekten unterstützt.

Solaranlage auf einem Hausdach in Accra, Ghana
Reisfelder in Dano, Burkina Faso
Ausgewählte Beispiele für die Umsetzung des Marshallplans mit Afrika

Auf gute Zusammenarbeit

Afrika ist ein Kontinent der Chancen und Herausforderungen. Armut und Boom liegen eng beieinander – genauso wie Europa und Afrika, die an der Straße von Gibraltar nur 15 Kilometer trennen.

Etwa die Hälfte der 20 am schnellsten wachsenden Volkswirtschaften liegt in Afrika – mit vielfältigen Chancen für Afrika und Europa. Wir brauchen eine neue Dimension der Zusammenarbeit mit unserem Nachbarkontinent: eine Partnerschaft auf Augenhöhe, einen Marshallplan mit Afrika. Sein Ziel: die Stärkung der eigenen Entwicklungskräfte Afrikas durch gezieltere Förderung und neue Wege der Zusammenarbeit.

  • Ausbildungszentrum in Afrika
    Zusammenarbeit konkret

    Vorfahrt für Jobs und Chancen für die Jugend

    Zusammen mit seinen Partnern in Afrika arbeitet das BMZ daran, neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Beispielsweise mit der Berufsbildungsinitiative, die Kenia und Deutschland ins Leben gerufen haben.

  • Schülerin einer Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik
    Zusammenarbeit konkret

    Bildung für alle sicherstellen

    Die Regierung Nigers hat im Zuge des Reformkurses mit deutscher Unterstützung unter anderem die Errichtung von 126 neuen Klassenzimmern in Niamey sowie rund 120 Klassenzimmern im ländlichen Raum in Tillaberi und Tahoua vereinbart.

  • Senioren in einem Supermarkt
    Zusammenarbeit konkret

    EU-Binnenmarkt öffnen

    Über Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs) garantiert die EU zahlreichen afrikanischen Staaten dauerhaft zoll- und quotenfreien Zugang zum europäischen Markt. Diese Staaten können ihrerseits sensible Wirtschaftssektoren von der Marktöffnung ausnehmen (circa 20 bis 25 Prozent).

  • Kakaobaum mit Früchten
    Zusammenarbeit konkret

    Fairer Handel – Schlüssel für Entwicklung

    Côte d'Ivoire ist der weltgrößte Kakaoproduzent. Mit 40 Prozent der Ausfuhren ist Kakao das wichtigste Exportprodukt des Landes. Die Kakaobauern verdienen allerdings so wenig, dass pro Familienmitglied gerade einmal 50 Cent pro Tag zum Leben bleiben. Auch arbeiten viele Kinder auf den Plantagen statt in die Schule zu gehen.

  • Teenager beim Goldwaschen
    Zusammenarbeit konkret

    Wertschöpfung statt Ausbeutung

    Viele Länder Afrikas verfügen über wertvolle Rohstoffe, wie Öl, Gas und Kupfer. Werden Rohstoff-Einnahmen in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen investiert, kommen sie der Bevölkerung zugute. Oft ist dies jedoch nicht der Fall, und Rohstoffe sind Anlass für Konflikte und Ausbeutung.

  • Reisfelder in Dano, Burkina Faso
    Zusammenarbeit konkret

    Lokale Wertschöpfungsketten ausbauen

    Das BMZ unterstützt 14 Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Afrikas. Fachleute aus Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft sowie Bäuerinnen und Bauern entwickeln dort gemeinsam Verfahren für besseren Anbau, weniger Ernteverluste und höhere Qualitätsstandards.

  • Handschlag
    Zusammenarbeit konkret

    Nachhaltig investieren und Investitionsanreize schaffen

    Afrika bietet viele Chancen für deutsche und europäische Unternehmen. Die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung ist Ansprechpartnerin für Unternehmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen.

  • Mitarbeiter und Kundin der Bank FINCA in Kampala, Uganda
    Zusammenarbeit konkret

    Stabile Finanzsysteme entwickeln

    Finanzdienstleistungen, vor allem für die arme Landbevölkerung, leichter zugänglich zu machen, ist ein Ziel der deutschen Unterstützung in Uganda.

  • Die Uganda Coffee Farmers Alliance (UCFA) verwaltet ihre Kaffeelieferungen mit einer Smartphone-App, die im Auftrag des BMZ für den Kaffeemarkt angepasst wurde.
    Zusammenarbeit konkret

    Digitalisierung fördern

    Digitale Technologien können zu mehr Transparenz, Teilhabe und Effizienz beitragen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, die Risiken zu meistern und Ungleichheit zu überwinden.

  • Kommunaler Wissenstransfer zwischen Bamberg und Kommunen im Maghreb
    Zusammenarbeit konkret

    Demokratisierung und Bürgernähe entwickeln

    Gut funktionierende kommunale Dienstleistungen und eine bürgernahe Verwaltung – das wünschen sich viele Menschen in Marokko, Algerien und Tunesien, insbesondere nach dem sogenannten Arabischen Frühling.

  • Mitarbeiterinnen einer Kommunalverwaltung in Mauretanien
    Zusammenarbeit konkret

    Steuerhinterziehung und illegale Finanzströme stoppen

    Steuereinnahmen sind neben privaten Investitionen zentraler Schlüssel nachhaltiger und erfolgreicher Entwicklungsfinanzierung. Aus diesem Grund wurde die "Addis Tax Initiative" ins Leben gerufen.

  • Angestellte im Finanzministerium in Accra, Ghana
    Zusammenarbeit konkret

    Korruption bekämpfen, Verwaltung aufbauen

    Die Regierung Ghanas hat mit deutscher Unterstützung Programme ins Leben gerufen, die die Entwicklung des Steuer-, Finanz- und Haushaltswesens unterstützen.

  • Eine hochschwangere junge Frau bei einer Routineuntersuchung in Kenia
    Zusammenarbeit konkret

    Familienplanung und Müttergesundheit verbessern

    Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kindern sind Investitionen in die Zukunft eines Landes. Die medizinische Betreuung bei Schwangerschaft und Geburt stärkt zugleich die Rolle der Frau in der Gesellschaft.

  • Bäuerin in Afrika
    Zusammenarbeit konkret

    Frauenrechte stärken

    Beispiel Namibia: Hier wurden neun Millionen Hektar Land an benachteiligte Menschen umverteilt. Über 124.000 Landrechte wurden verbrieft, fast die Hälfte davon an Frauen. Frauen sind es auch, die von verbesserter Rechtssicherheit und gesichertem Zugang zu Land am meisten profitieren.

  • Menschen in Gambia feiern den friedlichen Machtwechsel
    Zusammenarbeit konkret

    Frieden und menschliche Sicherheit schaffen

    Die Afrikanische Union spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krisen und der Lösung von Konflikten. Sie hat sich eine eigene Friedens- und Sicherheitsarchitektur geschaffen und wird dabei von der EU finanziell unterstützt.

  • Das Solarkraftwerk in Ouarzazate in Marokko versorgt schon jetzt 350.000 Menschen mit sauberem Strom, schafft Arbeitsplätze und Unabhängigkeit von Energieimporten und schützt das Klima.
    Zusammenarbeit konkret

    Kohlendioxid-Reduktion und Klimaschutz

    Deutschland hat das Know-how und die Technologien, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Durch effizienten Verbrauch, nachhaltige Produktion aber auch durch Technologie-Export.

Ausbildungszentrum in Afrika
Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika

Jung, dynamisch, kreativ – Vorfahrt für Jobs und Chancen für die Jugend

Zusammen mit seinen Partnern in Afrika arbeitet das BMZ daran, neue Arbeits- und Ausbildungsplätze zu schaffen. Beispielsweise mit der Berufsbildungsinitiative, die Kenia und Deutschland ins Leben gerufen haben.

Hier werden die deutschen Erfahrungen aus der dualen Berufsbildung in das bereits gut ausgeprägte kenianische Ausbildungssystem integriert. So entstehen neue Perspektiven und neue Jobs für die Jugendlichen Kenias.

Dabei haben wir auch innovative Tätigkeitsfelder wie die Kreativwirtschaft im Blick. Ob Musik, Film, Design oder Gaming: Die Kreativwirtschaft ist ein Zukunftsmarkt und bietet vielfältige Einkommens- und Beschäftigungspotenziale für junge Menschen.

Kenia, Südafrika und Senegal gehören zu den Pilotländern, in denen junge Kreative – Filmemacher, Musiker, Designer, Start-Ups – unterstützt und gestärkt werden.

Schülerin einer Schule in Bangui in der Zentralafrikanischen Republik
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Bildung für alle sicherstellen

Die Regierung Nigers hat im Zuge des Reformkurses mit deutscher Unterstützung unter anderem die Errichtung von 126 neuen Klassenzimmern in Niamey sowie rund 120 Klassenzimmern im ländlichen Raum in Tillaberi und Tahoua vereinbart. Dadurch können in Niger zukünftig über 12.500 Mädchen und Jungen zusätzlich zur Schule gehen.

Trotz schwieriger Bedingungen ein überlebenswichtiger Beitrag zur Senkung der hohen Armutsquote von rund 50 Prozent der nigrischen Bevölkerung.

Senioren in einem Supermarkt
Herausforderungen und Chancen für Europa

EU-Binnenmarkt öffnen

Über Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPAs, englisch: Economic Partnership Agreements) garantiert die EU zahlreichen afrikanischen Staaten dauerhaft zoll- und quotenfreien Zugang zum europäischen Markt.

Diese Staaten können ihrerseits sensible Wirtschaftssektoren von der Marktöffnung ausnehmen (circa 20 bis 25 Prozent) und ihre eigenen Märkte auch durch Schutzklauseln vor europäischer Konkurrenz schützen. Die Öffnung der restlichen Sektoren (circa 75 bis 80 Prozent) erfolgt mit langen Übergangsfristen.

Aufbauend auf den aktuellen Verhandlungen zu einer pan-afrikanischen Freihandelszone (African Continental Free Trade Area, AfCFTA) innerhalb von Afrika strebt die EU langfristig ein Kontinent-zu-Kontinent-Abkommen zwischen der EU und Afrika an.

Kakaobaum mit Früchten
Herausforderungen und Chancen für Europa

Fairer Handel – Schlüssel für Entwicklung

Côte d'Ivoire ist der weltgrößte Kakaoproduzent. Mit 40 Prozent der Ausfuhren ist Kakao das wichtigste Exportprodukt des Landes.

Die Kakaobauern verdienen allerdings so wenig, dass pro Familienmitglied gerade einmal 50 Cent pro Tag zum Leben bleiben. Auch arbeiten viele Kinder auf den Plantagen statt in die Schule zu gehen.

Bei konventionell hergestellter Schokolade bleiben nur sieben Prozent der Wertschöpfung bei den Produzenten. Bei fair gehandelter Schokolade ist dieser Anteil doppelt so groß. Mit jeder Tasse Kakao können wir als Konsumenten in Europa eine bewusste Entscheidung treffen über die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Menschen in Côte d'Ivoire.

Teenager beim Goldwaschen
Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika

Wertschöpfung statt Ausbeutung

Viele Länder Afrikas verfügen über wertvolle Rohstoffe, wie Öl, Gas und Kupfer.

Werden Rohstoff-Einnahmen in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen investiert, kommen sie der Bevölkerung zugute. Oft ist dies jedoch nicht der Fall, und Rohstoffe sind Anlass für Konflikte und Ausbeutung.

Die Initiative zur Verbesserung der Transparenz in der Rohstoffindustrie (EITI) sorgt für mehr Finanztransparenz und Rechenschaftspflicht im Rohstoffsektor. Deutschland ist Mitglied dieser Initiative, unterstützt den EITI-Prozess und berät Länder wie Ghana, Guinea, die Demokratische Republik Kongo, Liberia, Malawi, Mali, Mauretanien, Nigeria oder Sierra Leone bei der Erfassung und Offenlegung von Einnahmen.

Reisfelder in Dano, Burkina Faso
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Lokale Wertschöpfungsketten ausbauen

Das BMZ unterstützt 14 Grüne Innovationszentren in der Agrar- und Ernährungswirtschaft Afrikas. Fachleute aus Entwicklungszusammenarbeit, Unternehmen, Verbänden und Wissenschaft sowie Bäuerinnen und Bauern entwickeln dort gemeinsam Verfahren für besseren Anbau, weniger Ernteverluste und höhere Qualitätsstandards.

Ebenso werden hier Vermarktung, bäuerliche Selbstorganisation und Handel entlang der ganzen Wertschöpfungskette weiterentwickelt – vom Acker bis zum Teller.

Handschlag
Herausforderungen und Chancen für Europa

Nachhaltig investieren und Investitionsanreize schaffen

Afrika bietet viele Chancen für deutsche und europäische Unternehmen. Die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung ist Ansprechpartnerin für Unternehmen, die sich in Entwicklungs- und Schwellenländern engagieren wollen.

Die Agentur unterstützt Unternehmen bei der Suche nach Finanzierungs- und Förderinstrumenten, bei der Vermittlung von Kontakten vor Ort und berät bei der Projektplanung. Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt dieses Engagement mit einer Vielzahl von Programmen und Initiativen.

Mitarbeiter und Kundin der Bank FINCA in Kampala, Uganda
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Stabile Finanzsysteme entwickeln

Finanzdienstleistungen, vor allem für die arme Landbevölkerung, leichter zugänglich zu machen, ist ein Ziel der deutschen Unterstützung in Uganda. Durch Zusammenarbeit mit der ugandischen Finanzaufsichtsbehörde, Banken und Finanzinstituten, sowie Ausbildungszentren und Verbraucherorganisationen wird die finanzielle Grundbildung der Menschen verbessert.

Zusätzlich wird durch strengere Gesetze und Verbraucherschutzregulierungen die Aufsicht über den ugandischen Finanzsektor verschärft und digitale Transaktionen besser überwacht, sodass kein Uganda-Schilling in falsche Kanäle gerät.

Die Uganda Coffee Farmers Alliance (UCFA) verwaltet ihre Kaffeelieferungen mit einer Smartphone-App, die im Auftrag des BMZ für den Kaffeemarkt angepasst wurde.
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Digitalisierung fördern

Digitale Technologien können zu mehr Transparenz, Teilhabe und Effizienz beitragen. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der 17 nachhaltigen Entwicklungsziele. Das BMZ unterstützt seine Partnerländer dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, die Risiken zu meistern und Ungleichheit zu überwinden.

So fördert das Ministerium unter anderem den Zugang zu Gesundheitsleistungen. In Afrika sterben jährlich mehr als 1,6 Millionen Menschen daran, dass sie keine lebenswichtigen Medikamente erhalten. Es gibt keine Straßen oder Fähren, um notwendige Medikamente oder Blutkonserven schnell genug oder überhaupt in ländliche und entlegene Gebiete zu liefern. Eine mögliche Lösung für diese logistische Herausforderung ist der Einsatz von Drohnen.

Deliver Future

Mit dem Pilotprojekt "Deliver Future" erprobt das BMZ aktuell mit DHL die Wirkung eines Regelbetriebs bei der Lieferung von Medikamenten für bis zu 400.000 Menschen auf eine Insel im Victoriasee (Tansania). In einer ersten Pilotphase flogen bereits Drohnen in mehreren Hundert Testflügen über eine Strecke von 64 Kilometer. So wurden die technischen Kapazitäten der selbständig fliegenden Drohne getestet.

Zusätzlich wurden vier lokale Drohnenpilotinnen und -piloten ausgebildet. Mit dem Aufbau von lokalen Kapazitäten für Wartungs- und Instandsetzungsmaßnahmen sowie lokalen Trainings- und Schulungsmaßnahmen fördert das Ministerium außerdem Beschäftigungsperspektiven vor Ort.

Kommunaler Wissenstransfer zwischen Bamberg und Kommunen im Maghreb
Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika

Demokratisierung und Bürgernähe entwickeln

Gut funktionierende kommunale Dienstleistungen und eine bürgernahe Verwaltung – das wünschen sich viele Menschen in Marokko, Algerien und Tunesien, insbesondere nach dem sogenannten Arabischen Frühling. Eine Mammutaufgabe für die Maghreb-Staaten, bei der deutsche Städte und Gemeinden mit ihren Erfahrungen gut helfen können.

Die Bundesregierung fördert Know-how-Partnerschaften zwischen deutschen und nordafrikanischen Kommunen. Im Fokus: gemeinsame Projekte, wie die Sanierung von Gebäuden, die Abfallwirtschaft oder der Bau von Radwegen oder Grünanlagen.

Medienentwicklung für gute Regierungsführung

Professionelle und wirtschaftlich gesicherte Medien spielen eine zentrale Rolle für die Verankerung von guter Regierungsführung und Demokratie. Deshalb fördert die Bundesregierung in zehn Ländern Afrikas (von Namibia über Kenia und Ghana bis zu Äthiopien) die Ausbildung von Journalisten, den kritisch-kompetenten Umgang junger Menschen mit Medien sowie den Zugang zu Information, zum Beispiel über kommunale Radiostationen.

Mitarbeiterinnen einer Kommunalverwaltung in Mauretanien
Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika

Steuerhinterziehung und illegale Finanzströme stoppen

Steuereinnahmen sind neben privaten Investitionen zentraler Schlüssel nachhaltiger und erfolgreicher Entwicklungsfinanzierung. Aus diesem Grund wurde die Addis Tax Initiative ins Leben gerufen.

Sie unterstützt Entwicklungsländer bei der Entwicklung ihrer Steuer- und Zollsysteme. Langfristig werden so die Steuerquoten erhöht und Spielräume für Investitionen in Infrastruktur und soziale Dienstleistungen geschaffen.

Angestellte im Finanzministerium in Accra, Ghana
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Korruption bekämpfen, Verwaltung aufbauen

Die Regierung Ghanas hat mit deutscher Unterstützung Programme ins Leben gerufen, die die Entwicklung des Steuer-, Finanz- und Haushaltswesens unterstützen.

Zentrale Ziele: mehr Steuereinnahmen, eine bessere Aufstellung des öffentlichen Haushalts, eine stärkere Rechenschaftspflicht gegenüber Parlament und Rechnungshof sowie die Bekämpfung von Korruption.

Eine hochschwangere junge Frau bei einer Routineuntersuchung in Kenia
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Familienplanung und Müttergesundheit verbessern

Investitionen in die Gesundheit von Müttern und Kindern sind Investitionen in die Zukunft eines Landes. Die medizinische Betreuung bei Schwangerschaft und Geburt ist zugleich eine Stärkung der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Tansania setzt deswegen auf die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung speziell für Mütter und Kinder.

Beispiele sind der Versicherungsschutz für Frauen während der Schwangerschaft und Geburt, die Versorgung von Kindern mit Impfungen sowie die Weiterbildung von medizinischem Personal. Die Kindersterblichkeit im Land konnte zwischen 1999 und 2015 um die Hälfte gesenkt werden.

Bäuerin in Afrika
Herausforderungen und Chancen für Afrika

Frauenrechte stärken

Beispiel Namibia: Hier wurden neun Millionen Hektar Land an benachteiligte Menschen umverteilt. Über 124.000 Landrechte wurden verbrieft, fast die Hälfte davon an Frauen.

Frauen sind es auch, die von verbesserter Rechtssicherheit und gesichertem Zugang zu Land am meisten profitieren.

An der Umverteilung waren eine Reihe an Ministerien und Behörden beteiligt, die von einem deutschen Projektteam unterstützt wurden.

Menschen in Gambia feiern den friedlichen Machtwechsel
Herausforderungen und Chancen für Europa und Afrika

Frieden und menschliche Sicherheit schaffen

Die Afrikanische Union spielt eine wichtige Rolle bei der Vorbeugung von Krisen und der Lösung von Konflikten. Sie hat sich eine eigene Friedens- und Sicherheitsarchitektur geschaffen und wird dabei von der EU finanziell unterstützt.

Im Fokus stehen die Förderung von afrikanisch-geführten Friedensmissionen, die Beobachtung von Wahlen, die Früherkennung von Krisen und die Mediation von Konflikten. Erfolgreiche Beispiele: die Verhandlungen um einen Waffenstillstand in der Demokratischen Republik Kongo und der friedliche Machtwechsel in Gambia.

Das Solarkraftwerk in Ouarzazate in Marokko versorgt schon jetzt 350.000 Menschen mit sauberem Strom, schafft Arbeitsplätze und Unabhängigkeit von Energieimporten und schützt das Klima.
Herausforderungen und Chancen für Europa

Kohlendioxid-Reduktion und Klimaschutz

Deutschland hat das Know-how und die Technologien, um den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen. Durch effizienten Verbrauch, nachhaltige Produktion aber auch durch Technologie-Export.

In Marokko entsteht mit deutscher Unterstützung eines der größten und modernsten Solarkraftwerke der Welt.

Auswahl

Ihre Rückmeldungen und Kommentare

An unserem Dialog zum Marshallplan mit Afrika haben sich zahlreiche Partner der deutschen Entwicklungspolitik, aber auch Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaft, Kirchen, Gesellschaft und Politik beteiligt.

Die Eckpunkte für einen Marshallplan mit Afrika (Stand Januar 2017) können Sie hier lesen oder hier herunterladen (PDF 1,6 MB).

Im Folgenden finden Sie – stichpunktartig und nach Themen geordnet – eine Auswahl der wichtigsten Anregungen sowie jeweils einige Zitate aus den eingegangenen Kommentaren.

Unten auf der Seite sehen Sie außerdem zwei Grafiken zur Verteilung der eingegangenen Kommentare nach Themen und Akteuren.

Thema Wirtschaft, Handel und Beschäftigung

  • Europäische Agrarsubventionen streichen.
  • ODA-Mittel für die Befriedigung der Grundbedürfnisse einsetzen und nicht als Subventionen für die Wirtschaft.
  • Europäische Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) sind eine Gefahr für die regionale Wirtschaft und sollten ausgesetzt werden.
  • Risiko der Überschuldung muss mitgedacht werden. Aus den Erfahrungen der Schuldenkrisen in den 1990er Jahren lernen.
  • Bundesregierung steht in der Pflicht, das 0,7-Prozent-Ziel zu erreichen.
  • Orientierung an den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs).

"In Europa sind Agrarsubventionen zu streichen, welche die Wettbewerbsfähigkeit nicht-europäischer Anbieter auf den hiesigen Agrarmärkten unterminieren. Zur Förderung deutscher Importeure sollte das Instrument der Import Promotion Desks (IPD), finanziert durch das BMZ, auf weitere afrikanische Länder ausgeweitet werden."

Afrika-Verein der Deutschen Wirtschaft

"Es geht nicht nur um Rohstoffe (zu denen ich auch die unverarbeiteten Bananen zähle), sondern um Investitionen in die Verarbeitung von Rohstoffen, insbesondere in der Landwirtschaft. Nicht Kaffeebohnen, sondern Kaffee muss exportiert werden. Dazu braucht es die Unterstützung von Investitionen in der Produktion, womit gleichzeitig das absolut drängende Problem der Arbeitslosigkeit (Punkt 3) angegangen werden kann."

TransFair e.V.

"Die derzeit geplanten Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (EPA) zwischen der EU und Afrika sind allerdings eine große Gefahr für die regionale Wirtschaft (Bevorzugung europäischer Exporte, Störung lokaler Produktion und regionaler Handelszonen) und sollten bis zu einer tatsächlich entwicklungsfördernden Neuorientierung der Handelsbeziehungen ausgesetzt werden."

Malteser International

Thema Frieden und Sicherheit

  • Instrumente zur Prävention sind von zentraler Bedeutung.
  • Reexporte von Kleinwaffen müssen in den Fokus gestellt werden.
  • Generelles Verbot für Waffenexporte inklusive Lizenzvergabe außerhalb der NATO und der EU.
  • Stärkung regionaler Kapazitäten und Sicherheitspartnerschaft: Lässt Deutschland Afrika in Krisenfällen im Stich?
  • Genehmigungspraxis für Rüstungsexporte verhindert Transparenz und berücksichtigt zu stark deutsche Wirtschaftsinteressen.

"Deutsche Kleinwaffen, die in der Vergangenheit in afrikanischen Kriegsgebieten gesichtet wurden, wurden meist nicht direkt exportiert, sondern gelangten über Umwege, vermutlich illegale Reexporte aus Ländern wie dem Iran oder Saudi-Arabien, dorthin."

Bonn International Center for Conversion

"Wir sprechen uns für ein Rüstungsexportkontrollgesetz aus, welches Waffenexporte und Lizenzvergaben zum Nachbau von Kriegswaffen an Staaten außerhalb der NATO und EU generell verbietet."

MISEREOR-Aktionskreis Eine-Welt-Arbeit

Thema Demokratie und Rechtsstaat

  • Fragile Staaten nicht vernachlässigen. Korruption hat dort eine besonders schädliche Wirkung.
  • Korruption kann nur eingedämmt werden, wenn die Zivilgesellschaft durch ihre Stimme eine Kontrollfunktion ausüben kann.
  • Geschlechterspezifische Aspekte sind im Entwurf des Marshallplans mit Afrika nur sehr schwach repräsentiert.
  • Errichtung einer unabhängigen Sonderstaatsanwaltschaft nach Vorbild der Nationalen Antikorruptionsbehörde (DNA) in Rumänien.

"Gerade die unsicheren Staaten sollte man nicht aus den Augen verlieren. Gerade hier werden internationale Firmen durch die Korruption und fehlende rechtliche Repressionen weiterhin den Kontinent plündern wollen. Dies wiederum kann zu Fluchtbewegungen in andere Staaten führen."

Einzelmeinung

"Neben dem Willen der Internationalen Gemeinschaft setzt sie (die Eindämmung illegaler Finanzströme) ….. eine mündige und beteiligte Zivilgesellschaft voraus. Eine solche Entwicklung ist von vielen Regierungen unerwünscht. Auch die im Marshallplan gelobten Erfolge Ruandas basieren letztlich auf dieser Vorgehensweise und bilden eine aus der Menschenrechtsperspektive gefährliche Grundlage für die Entwicklung des Landes."

Kindernothilfe e.V.

"Bekämen Frauen in der Landwirtschaft weltweit den gleichen Zugang wie Männer, könnten die Erträge um 20 bis 30 Prozent steigen, die Wirtschaftsleistung um 2,5 bis 4 Prozent wachsen und die Zahl der Hungernden um 12 bis 17 Prozent sinken."

UN Women Deutschland

Thema Ernährung, Landwirtschaft; Sicherung der natürlichen Lebensgrundlagen

  • Die Landwirtschaft ist der Wirtschaftsmotor Afrikas – hier besteht großes Potenzial, viele Arbeitsplätze zu schaffen.
  • Die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft und Ernährungssicherung, ebenso wie der Zugang zu Wasser müssen noch stärker berücksichtigt werden.
  • Politikkohärenz gilt als Voraussetzung für die Entwicklung in Afrika, denn eine geringere Importabhängigkeit Afrikas gelingt nur durch eine Anpassung der deutschen und europäischen Agrar- und Handelspolitik (zum Beispiel durch den Abbau von Agrarsubventionen).

"Die Silicon Valleys dieser Welt schaffen keine Arbeitsplätze für die breite Masse an Jugendlichen. Und die Landwirtschaft ist immer noch der zentrale Wirtschaftsfaktor ..…… Weiterverarbeitung und Vermarktung von landwirtschaftlichen Produkten vor Ort kann mehr Arbeitsplätze schaffen: buy proudly African!!!"

Deutsche Welthungerhilfe

"Vor dem Hintergrund der anerkannten Bedeutung von Wasser im Rahmen der G20-Agrarminister-Erklärung und des GFFA-Kommuniqués müsste die Bedeutung von Wasser in der Landwirtschaft und zur Ernährungssicherung stärker betont werden."

Dr. Uschi Eid

"Mit Blick auf Landwirtschaft und ländliche Entwicklung ist hier besonders das Landwirtschafsministerium gefordert, die Agrarpolitik Deutschlands und vor allem der EU kohärent mit den Zielsetzungen des Marshallplans mit Afrika zu gestalten."

Germanwatch e.V.

Thema Energie und Infrastruktur

  • Schaffung von Anreizen für ein europäisch-afrikanisches Joint Venture für die Produktion von Materialien, Ausrüstungen und Anlagen für die Energieinfrastruktur.
  • Stärkere Berücksichtigung des Potenzials von erneuerbaren Energien für die Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs).
  • Die Bedeutung von Wasser- und Sanitärinfrastruktur für wirtschaftliche Entwicklung und Gesundheit herausstellen.
  • Von der Energiewende in Deutschland lernen.

"Die Kosten für Infrastrukturziele der SDGs alleine werden auf eine Trillion US-Dollar geschätzt. Dies kann nicht ohne Beteiligung der Privatwirtschaft gestemmt werden. Umso wichtiger ist, dass die Prozesse der Beteiligung und der damit einhergehenden Vertragsvergabe offen, transparent und kompetitiv gestaltet werden – wie zum Beispiel durch Open Contracting. Dies ermöglicht auch, dass die Gemeinden und Kommunen – sowohl durch Bürgerorganisationen als auch lokale Unternehmen, auf gleicher Informationslage mit in die Entscheidungsprozesse miteinbezogen werden können."

Open Contracting Partners

"Investition in Infrastruktur hat in der Vergangenheit oft nicht die erwünschte Wirkung gezeigt. Für den Bereich der Wasser- und Abwasserversorgung sollte gelten: Keine Infrastruktur ohne lokale Kapazitätsförderung und realistische nachhaltige Betreibermodelle."

BORDA e.V.

"Es ist aus unserer Sicht eine der Lehren der Energiewende in Deutschland, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien einhergehen sollte mit der Erhöhung der Effizienz im Verbrauch. Zugleich setzen funktionierende, dezentrale Strukturen auch ein gewisses Maß der Digitalisierung für eine effiziente Aussteuerung des Systems voraus."

Prof. Klaus Josef Lutz, Vorstandsvorsitzender BayWa AG

Thema Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung

  • Ein gutes Gesundheitssystem kann nur bedingt durch die Mobilisierung von privatem Kapital errichtet werden.
  • Praxisnahe Ausbildung ermöglichen, auch durch den Austausch mit deutschen Unternehmen.
  • Wasser- und Sanitärversorgung ist nicht nur entscheidend für die Gesundheit (insbesondere von Kindern) sondern auch für den Schulbesuch von Mädchen.

"Eine flächendeckende Gesundheitssystemstärkung kann für besonders vulnerable Gruppen nur durch Einsetzung öffentlicher Zahlungen für die Entwicklungszusammenarbeit (ODA) erreicht werden. Die Mobilisierung privaten Kapitals hilft dafür nur in Teilbereichen."

Kindernothilfe e.V.

"Im Kapitel 4.4. Gesundheit, Bildung und soziale Sicherung wird auf die besondere Situation von Mädchen und Frauen beim Zugang zu Bildung, Familienplanung aufmerksam gemacht. Hier ist wünschenswert, den Bezug zur Notwendigkeit der Erhebung disaggregierter Daten und der Verbesserung der nationalen Strukturen der zivilen Registrierungssysteme einzufügen. Die Bundesregierung sollte die gezielte Förderung benachteiligter Gruppen systematisch und deutlich ausweiten. Dies gilt national wie international. In allen entwicklungspolitischen Vorhaben des BMZ und seiner Durchführungsorganisationen sollten Daten nach allen relevanten Diskriminierungsgründen aufgeschlüsselt erhoben werden."

Plan International Deutschland e.V.

"...und das wird leider IMMER übersehen – der durch das Fehlen von annehmbaren Toiletten bedingte Schulabbruch vieler Mädchen, wenn sie ins Menstruationsalter kommen beziehungsweise die hohe Zahl an Fehltagen von Mädchen während ihrer Periode."

Dr. Uschi Eid

Auswertung der Kommentare

Infografik: Verteilung der eingegangenen Kommentare nach Akteuren
Infografik: Verteilung der eingegangenen Kommentare nach Themen

Lexikon der Entwicklungspolitik

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