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Usbekistan

Detail der Tillakori Medrese in Samarkand, einer islamischen Hochschule aus dem 17. Jahrhundert. Das Gebäude wurde lange als Moschee benutzt.

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Überblick

Im Herzen Zentralasiens

Usbekistan ist mit mehr als 32 Millionen Einwohnern das mit Abstand bevölkerungsreichste Land Zentralasiens. Es spielt sowohl wirtschafts- als auch sicherheitspolitisch eine Schlüsselrolle in der Region und ist darum ein wichtiges Kooperationsland für die deutsche Entwicklungszusammenarbeit.

Vor der Entdeckung des Seeweges nach Indien und China waren usbekische Städte wie Samarkand, Buchara und Taschkent wichtige Handelsplätze der berühmten Seidenstraße. Von 1860 an geriet die gesamte Region unter russische Herrschaft; im Jahr 1924 wurde die Usbekische Sozialistische Sowjetrepublik gegründet. Seit 1991 ist Usbekistan eine unabhängige Republik und gehört mit anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion zur Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Im September 2016 verstarb Islam Karimow, der seit der Unabhängigkeit des Landes Präsident von Usbekistan gewesen war. Im Dezember 2016 wurde der langjährige Premierminister Shavkat Mirziyoyev zum neuen Staatspräsidenten gewählt. Die wichtigsten Machtbefugnisse konzentrieren sich in den Händen des Präsidenten. Eine parlamentarische Opposition existiert bislang nicht und ist auch nicht zugelassen: Bei den Parlamentswahlen im Dezember 2014 durften nur die vier bereits im Parlament vertretenen regierungsnahen Parteien antreten.

Usbekistans Wirtschaft hat sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt. Wichtige Exportprodukte sind Gold, Baumwolle und Erdgas. Vom Wirtschaftsaufschwung profitiert jedoch nur ein kleiner Teil der Bevölkerung. Vor allem die Menschen auf dem Land leiden unter Armut, Arbeitslosigkeit und unzureichender medizinischer Versorgung.

Zusammenarbeit mit Deutschland

Usbekistan gehört zu den Kooperationsländern, mit denen die Bundesrepublik auf Basis zwischenstaatlich vereinbarter Verträge zusammenarbeitet. Die Entwicklungszusammenarbeit konzentriert sich auf die Verbesserung der Gesundheitssituation und auf nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Ziel des deutschen Engagements ist die direkte und spürbare Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung.

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Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten aus Usbekistan

  • Metrostation in Taschkent, Usbekistan
    Politische Situation

    Reformen nach langer Stagnation

    Präsident Mirziyoyev hat nach seinem Amtsantritt begonnen, ein ambitioniertes Reformprogramm umzusetzen. Das übergeordnete Ziel der Regierung ist die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens auf ein oberes mittleres Einkommensniveau bis zum Jahr 2030.

  • Vater und Sohn in Taschkent, Usbekistan
    Soziale Situation

    Fehlende Perspektiven für junge Menschen

    Bislang ist es der usbekischen Regierung nicht gelungen, alle Teile der Bevölkerung an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen. Nur eine kleine Bevölkerungsgruppe zählt zur Ober- und Mittelschicht.

  • Markthalle in Usbekistan
    Wirtschaftliche Situation

    Auf dem Weg zur Öffn­­ung

    Auch fast 30 Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit befindet sich Usbekistan noch im Übergang von einer sowjetisch-zentralistischen Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System.

  • Aralsee: links im Jahr 2014, rechts im Jahr 2000, die gestrichelte schwarze Linie zeigt die Größe des Sees im Jahr 1960.
    Umweltsituation

    Schwieriges Erbe jahrzehntelanger Übernutzung

    Usbekistan ist mit vielen Umweltproblemen konfrontiert. So war die Landwirtschaft, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, lange Zeit hauptsächlich auf den Anbau von Baumwolle in Monokulturen ausgerichtet.

Metrostation in Taschkent, Usbekistan
Politische Situation

Reformen nach langer Stagnation

Präsident Mirziyoyev hat nach seinem Amtsantritt begonnen, ein ambitioniertes Reformprogramm umzusetzen. Das übergeordnete Ziel der Regierung ist die Steigerung des Pro-Kopf-Einkommens auf ein oberes mittleres Einkommensniveau bis zum Jahr 2030. Das bedeutet mindestens eine Verdreifachung im Vergleich zum aktuellen Pro-Kopf-Einkommen.

Laut Verfassung ist Usbekistan eine Präsidialdemokratie mit Zweikammerparlament. Tatsächlich wird die Politik jedoch autokratisch vom Staatspräsidenten bestimmt. Eine politische Opposition ist nicht zugelassen. Das Recht auf freie Meinungsäußerung sowie die Presse- und Versammlungsfreiheit sind eingeschränkt, der Zugriff auf Internet und soziale Medien wird von staatlicher Seite kontrolliert. Im Pressefreiheitsindex 2019 der Nichtregierungsorganisation Reporter ohne Grenzen steht Usbekistan auf Platz 160 von 180 bewerteten Staaten.

Die Bevölkerung ist an politischen Entscheidungsprozessen nicht beteiligt. Sämtliche Parlaments- und Präsidentenwahlen in nachsowjetischer Zeit wurden international als nicht frei und nicht fair bewertet.
Die Menschenrechtslage in Usbekistan verbessert sich durch die umfassende Reformpolitik von Präsident Mirziyoyev schrittweise. Seit Ende 2016 wurden zahlreiche politische Gefangene aus der Haft entlassen und die Kontakte zu internationalen Menschenrechtsorganisationen wurden intensiviert. Nach wie vor bestehen aber Defizite.

Zu den Schwächen im Bereich der Rechtsstaatlichkeit zählt die fehlende Unabhängigkeit der Justiz. Gerichtsurteile folgen häufig politischen Vorgaben, geltende Rechtsvorschriften werden oft nicht durchgesetzt.

Usbekistan arbeitet mit der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zusammen, um Kinder- und Zwangsarbeit bei der Baumwollernte zu verhindern. Dabei konnten deutliche Fortschritte erzielt werden: Bei der Ernte 2018 wurden laut Angaben der ILO keine Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren eingesetzt. Im Jahr 2017 besuchte zum ersten Mal der UN-Hochkommissar für Menschenrechte das Land.

Das gesellschaftliche Leben wird vom Staat streng kontrolliert. Eine aktive Zivilgesellschaft im westeuropäischen Sinne gibt es in Usbekistan nicht. Zum einen fehlt es an einer entsprechenden Tradition und Kultur. Zum anderen werden unabhängige politische Aktivitäten von der Regierung oft unterbunden, weil sie diese als Gefahr für die Stabilität des Landes ansieht. Auch hier ist jedoch ein Wandel spürbar: Internationale Nichtregierungsorganisationen können freier als zuvor agieren. Missstände im Land werden von der Regierung offen angesprochen.

Vater und Sohn in Taschkent, Usbekistan
Soziale Situation

Fehlende Perspektiven für junge Menschen

Bislang ist es der usbekischen Regierung nicht gelungen, alle Teile der Bevölkerung an der positiven wirtschaftlichen Entwicklung teilhaben zu lassen. Nur eine kleine Bevölkerungsgruppe zählt zur Ober- und Mittelschicht. Der Unterschied zwischen der ländlichen und städtischen Bevölkerung ist sehr groß. Laut der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) leben noch rund elf Prozent der Usbekinnen und Usbeken unterhalb der nationalen Armutsgrenze, drei Viertel von ihnen in ländlichen Regionen.

Eine große Herausforderung ist das starke Bevölkerungswachstum (2017: 1,68 Prozent). Die wirtschaftliche Entwicklung kann mit diesem Wachstum nicht Schritt halten - was Bildungs-, Beschäftigungs- und damit Armutsprobleme mit sich bringt. Jährlich streben 500.000 Menschen neu auf den Arbeitsmarkt und die unzureichende medizinische und soziale Absicherung führt zu Spannungen innerhalb der Bevölkerung und zur Arbeitsmigration. Die Höhe der Rücküberweisungen von Migranten aus dem Ausland ist zwar in den vergangenen Jahren deutlich gefallen, 2018 waren es aber noch immer 5,1 Milliarden US-Dollar.

Es wurden Reformen eingeleitet, um das noch aus Sowjetzeiten stammende Bildungssystem zu modernisieren. Doch es fehlt an qualifizierten Lehrkräften und zeitgemäßen Unterrichtsmaterialien. Die Sprachumstellung vom Russischen auf das Usbekische erschwert den Reformprozess, da unter anderem Fachliteratur in usbekischer Sprache fehlt.

Auf dem aktuellen Index der menschlichen Entwicklung (HDI) belegt Usbekistan Rang 105 von 189 Ländern.

Markthalle in Usbekistan
Wirtschaftliche Situation

Auf dem Weg zur Öffnung

Auch fast 30 Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit befindet sich Usbekistan noch im Übergang von einer sowjetisch-zentralistischen Planwirtschaft zu einem marktwirtschaftlich orientierten System. Die staatlichen Wirtschafts- und Investitionsstrategien waren lange darauf ausgerichtet, weitgehend unabhängig von ausländischen Einflüssen zu bleiben. So kamen Wirtschaftsliberalisierung, Privatisierung und Strukturreformen nur langsam voran.

Nach offiziellen Angaben ist die usbekische Wirtschaft in den vergangenen Jahren kontinuierlich um mindestens fünf Prozent gewachsen. Auch 2018 lag das Wachstum bei diesem Wert, für die Jahre 2019 und 2020 erwartet die Weltbank Wachstumsraten von 5,1 und sechs Prozent. Die usbekische Wirtschaft ist stark abhängig von den Weltmarktpreisen für die Hauptexportgüter des Landes (Gas, Metalle, Baumwolle) sowie vom wirtschaftlichen Zustand der wichtigsten Handelspartner, China und Russland.

Die usbekische Regierung hat in jüngster Zeit zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung des Investitionsklimas ergriffen. darunter die Liberalisierung des Devisenbewirtschaftungssystems und die Privatisierung von Staatsunternehmen, zum Beispiel im Finanzwesen, der chemischen Industrie und im Energiesektor. Die nationale Entwicklungsstrategie Usbekistans für 2017 bis 2021 hat vorrangige Entwicklungsfelder benannt: Neben Reformen im Regierungs- und Verwaltungsapparat und dem Rechts- und Justizwesen, werden Wirtschaftsentwicklung und -liberalisierung sowie die Verbesserung der sozialen Infrastruktur und sozialer Dienstleistungen als besonders wichtig angesehen.

Die Rahmenbedingungen für privatwirtschaftliches Engagement bleiben dennoch schwierig. Potenzielle Investoren werden unter anderem durch die strenge staatliche Kontrolle des Bankenwesens, einen eingeschränkten Zugang zu Krediten, langwierige Genehmigungsverfahren, fehlende Rechtssicherheit und eine mangelhafte Infrastruktur abgeschreckt.

Ein großes Problem ist außerdem die weit verbreitete Korruption. 2018 belegte Usbekistan auf dem Korruptionsindex der Nichtregierungsorganisation Transparency International Rang 158 von 180 ausgewerteten Ländern.

Entwicklungspotenziale

Usbekistan hat durch seine zentrale Lage und seine Bodenschätze (unter anderem Gold, Kupfer, Uran, Kohle, Erdgas) gute Entwicklungschancen. Bereits heute investieren russische, chinesische, koreanische und malaysische Firmen in die Erschließung der usbekischen Erdgas- und Öllagerstätten.

Wichtige Stützen der Wirtschaft sind die Brennstoffindustrie, der Maschinenbau, die Metallverarbeitung, der Transportmittelbau und die Elektrotechnik. Entwicklungspotenziale weisen zudem die Textilindustrie, die Stromwirtschaft und die Mobilfunkbranche auf.

Zu den Stärken des Landes kann auch seine junge Bevölkerung gezählt werden. Knapp 60 Prozent der Einwohner sind jünger als 30 Jahre. Vorausgesetzt, die Bildungschancen werden verbessert, könnte die Wirtschaft Usbekistans auf sehr viele Arbeitskräften mit relativ hohem Ausbildungsstand zurückgreifen.

Aralsee: links im Jahr 2014, rechts im Jahr 2000, die gestrichelte schwarze Linie zeigt die Größe des Sees im Jahr 1960.
Umweltsituation

Schwieriges Erbe jahrzehntelanger Übernutzung

Obwohl Usbekistan mit vielen Umweltproblemen konfrontiert ist, muss das Bewusstsein für Umweltbelange in der usbekischen Öffentlichkeit erst noch wachsen.

So war die Landwirtschaft, einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes, lange Zeit hauptsächlich auf den Anbau von Baumwolle in Monokulturen ausgerichtet. Die Plantagen verbrauchten immense Mengen an Wasser – eine Ressource, die in dem zentralasiatischen Land nur sehr begrenzt vorhanden ist. Das meiste Wasser wurde aus großen Flüssen entnommen, vor allem aus dem Amurdarja und dem Syrdarja. Beide Flüsse münden in den Aralsee. Der ehemals viertgrößte See der Welt – er war früher fast so groß wie Bayern – ist inzwischen fast völlig versalzen und ausgetrocknet.

Auch der intensive Einsatz von chemischen Pflanzenschutz- und Düngemitteln belastet in vielen Regionen die Böden und das Trinkwasser. Das hohe Bevölkerungswachstum führt darüber hinaus zu einem immer größeren Bedarf an Nahrungsmitteln und dadurch zu Überweidung, Bodendegradierung und unkontrollierten Abholzungen von Wäldern. Unzureichende Schadstoffkontrollen bei Industrie und Verkehr sowie eine mangelhafte Abwasser- und Müllentsorgung sorgen für hohe Umweltbelastungen in den Ballungszentren des Landes.

Auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit

In der usbekischen Politik gewinnt das Thema der ökologischen Nachhaltigkeit inzwischen an Bedeutung. Unter anderem plant die Regierung, künftig verstärkt in die Nutzung erneuerbarer Energien zu investieren und vor allem das große Potenzial der Solarenergie besser auszuschöpfen.

Zudem hat Usbekistan damit begonnen, die Landwirtschaft zu diversifizieren und Maßnahmen gegen die Landdegradierung zu ergreifen. Dazu gehören eine bessere Nutzung der Wasserressourcen des Landes, die Wiederaufforstung von Wäldern und ein nachhaltigeres Management von Weideflächen. Über erfolgversprechende Ansätze in diesen Bereichen tauscht sich Usbekistan mit den Nachbarländern Kasachstan, Kirgisistan, Tadschikistan und Turkmenistan in einem Wissensnetzwerk aus.

Deutsche Entwicklungszusammenarbeit mit Usbekistan

Bei Regierungsverhandlungen im Mai 2019 hat die deutsche Regierung Usbekistan für die Jahre 2019 und 2020 insgesamt 123,8 Millionen Euro für die finanzielle und technische Zusammenarbeit zugesagt.

Das deutsche Engagement ist darauf ausgerichtet, die Lebensbedingungen der Bevölkerung direkt und spürbar zu verbessern und die angestoßenen Reformschritte unumkehrbar zu machen. Dazu konzentriert es sich auf die Schwerpunkte Gesundheit und nachhaltige Wirtschaftsentwicklung.

Im Gesundheitsbereich steht die Verbesserung der Gesundheitssituation für die Menschen im ländlichen Raum im Vordergrund. Dazu gehört unter anderem die Modernisierung von Regionalkrankenhäusern. Weitere wichtige Arbeitsfelder sind die reproduktive Gesundheit, die Mutter-Kind-Gesundheit, die Tuberkulosebekämpfung sowie die Fortbildung von Ärzten und medizintechnischem Personal.

Die Zusammenarbeit im zweiten Arbeitsschwerpunkt, "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung", wurde nach einigen Jahren Unterbrechung wieder aufgenommen. Hier steht das Ziel im Mittelpunkt, Arbeitsplätze und Einkommensmöglichkeiten für die Bevölkerung in Usbekistan zu schaffen.

Usbekistan nimmt außerdem an einigen länderübergreifenden Regionalvorhaben der deutschen Entwicklungszusammenarbeit teil, unter anderem in den Bereichen Rechtsstaatlichkeit, Qualitätsinfrastruktur, Handel, nachhaltige Nutzung natürlicher Ressourcen, berufliche Bildung und Drogenprävention. Diese Regionalprogramme sollen einen Erfahrungsaustausch ermöglichen und die Kooperation zwischen den zentralasiatischen Staaten verstärken.

Mutter-Kind-Station im Krankenhaus in Almalik, Usbekistan
Schwerpunkt "Gesundheit"

Unterstützung bei der Modernisierung

Die Gesundheitsversorgung hat sich in Usbekistan seit der Unabhängigkeit des Landes verschlechtert. Die medizinische Infrastruktur stammt größtenteils noch aus Zeiten der Sowjetunion und ist durch veraltete Technik und ineffiziente Strukturen geprägt. Darunter leiden vor allem einkommensschwache Bevölkerungsgruppen in den ländlichen Regionen.

Deutschland unterstützt die usbekische Regierung dabei, ihr Reformprogramm im Gesundheitswesen umzusetzen. Es soll allen Menschen in Usbekistan einen flächendeckenden und diskriminierungsfreien Zugang zu Gesundheitsdienstleistungen ermöglichen. Dazu werden unter anderem die Krankenhäuser der Provinzhauptstädte zu modernen medizinischen Zentren umgestaltet. Die technische Ausstattung wird verbessert und das Personal durch Aus- und Fortbildungsmaßnahmen geschult. Weitere Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Digitalisierung in der Gesundheitsversorgung, die Eindämmung von Tuberkuloseerkrankungen und die Verbesserung der Mutter-Kind-Gesundheit. Regionaler Schwerpunkt ist die Aralsee-Region.

Stadtansicht von Taschkent
Schwerpunkt "Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung"

Hemmnisse abbauen, Beschäftigung schaffen

Deutschland fördert in Usbekistan Programme in den Bereichen Berufsbildung, landwirtschaftliche Wertschöpfungsketten, Entwicklung des Finanzsektors und Förderung der Klein- und Mittelindustrie. Das deutsche Engagement hat das Ziel, dauerhafte Beschäftigung und bessere Einkommensmöglichkeiten in Usbekistan zu schaffen.

Gleichzeitig sollen Handelshemmnisse abgebaut werden, damit usbekische Produkte leichter und schneller auf dem Weltmarkt gebracht werden können. Deutschland unterstützt Usbekistan und drei weitere zentralasiatische Binnenstaaten  (Kasachstan, Kirgisistan und Tadschikistan) bei der Umsetzung des WTO-Abkommens zu Handelserleichterungen, das im Februar 2017 in Kraft getreten ist. Dazu gehört zum Beispiel die Verbesserung von Abläufen in der Zollabfertigung und an Grenzübergängen, die bislang oft ineffizient waren und Transportzeiten von Waren um Tage oder Wochen verlängert und höhere Kosten für Unternehmen verursacht haben.

Karte von Usbekistan

Diese Kartendarstellung gibt nicht in jedem Einzelfall die völkerrechtliche Position der Bundesregierung wieder.

Entwicklungspolitische Zahlen und Fakten

  Usbekistan Deutschland
Ländernamea16173184 Republik Usbekistan Bundesrepublik Deutschland
Hauptstadta16173156 Taschkent, etwa 2,5 Millionen Einwohner Berlin, etwa 3,7 Millionen Einwohner
Flächea16173142 447.400 km² (2018) 357.580 km² (2018)
Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)a16173170 105 von 189 (2017) 5 von 189 (2017)
http://data.worldbank.org/indicator/AG.SRF.TOTL.K2

Fläche

Die Gesamtfläche eines Landes einschließlich der Gebiete, die von Binnengewässern oder bestimmten küstennahen Wasserstraßen bedeckt sind.

http://hdr.undp.org/en/statistics/

Rang im Index der menschlichen Entwicklung (HDI)

Das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) veröffentlicht jährlich einen Bericht über die menschliche Entwicklung. Der darin enthaltene Index der menschlichen Entwicklung (englisch: Human Development Index, HDI) erfasst die durchschnittlichen Werte eines Landes in grundlegenden Bereichen der menschlichen Entwicklung. Dazu gehören zum Beispiel die Lebenserwartung bei der Geburt, das Bildungsniveau sowie das Pro-Kopf-Einkommen. Aus einer großen Zahl solcher Einzelindikatoren wird eine Rangliste errechnet. Sie ermöglicht es, den Stand der durchschnittlichen Entwicklung eines Landes abzuleiten.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.RUR.TOTL.ZS

Anteil der Landbevölkerung

Die Einwohner, die in den von den nationalen Statistikbehörden als ländlich definierten Gebieten leben. Berechnungsgrundlage: Differenz zwischen Gesamtbevölkerung und Stadtbevölkerung.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.GROW

Bevölkerungswachstum pro Jahr

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.DYN.LE00.IN

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung zum Zeitpunkt der Geburt bezeichnet die Anzahl der Jahre, die ein neugeborenes Kind leben würde, wenn die Sterblichkeitsrate zum Zeitpunkt seiner Geburt sein ganzes Leben lang unverändert bliebe.

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.65UP.TO.ZS

Anteil der Menschen, die 65 Jahre oder älter sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SP.POP.0014.TO.ZS

Anteil der Menschen, die jünger als 15 Jahre sind

 

http://data.worldbank.org/indicator/SN.ITK.DEFC.ZS

Anteil der Menschen, die unterernährt sind

Der Prozent­satz der Bevölkerung, der nicht ausreichend Nahrung zu sich nimmt, um den täglichen Energie­bedarf kontinuierlich zu decken. Wenn dieser Wert 2,5 beträgt, bedeutet dies eine Prävalenz von Unter­ernährung von weniger als 2,5 Prozent.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.NAHC

Anteil der Menschen, die unterhalb der nationalen Armutsgrenze leben

Prozentsatz der Bevölkerung, die unterhalb der nationalen Armuts­grenze lebt. Die nationalen Schätzwerte beruhen auf bevölkerungs­gewich­teten Unter­gruppen­schätzungen aufgrund von Haushalts­erhebungen.

http://data.worldbank.org/indicator/SI.POV.DDAY

Anteil der Menschen, die in extremer Armut leben

Anteil der Bevölkerung, die mit weniger als 1,90 US-Dollar pro Tag auskommen muss; umgerechnet auf die lokale Kaufkraft, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2011. Die Weltbank hat die Armutsgrenze zuletzt im Oktober 2015 angepasst. Davor lag dieser Wert bei 1,25 US-Dollar pro Tag, basierend auf dem internationalen Preisniveau von 2005. Diesen älteren Wert verwenden noch fünf Länder: Bangladesch, Cabo Verde, Jordanien, Kambodscha, Laos

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.CMPT.ZS

Anteil der Kinder, die die Grundschule abschließen (Primarschulabschlussrate)

Prozentsatz der Schüler, die die Primar­schule bis zum letzten Jahr durchlaufen haben. Berechnet wird die Primar­schul­abschluss­rate aus der Gesamt­zahl der Schüler in der letzten Primarschul­klasse minus die Anzahl der Wieder­holungs­schüler der Klasse, dividiert durch die Gesamt­zahl der Kinder im offiziellen Schul­abschluss­alter.

Dieser Berechnungs­schlüssel kann bei einigen Ländern zu einer Zahl größer als 100 Prozent führen, was nichts anderes heißt, als dass im be­treffen­den Schul­jahr mehr Kinder die Grund­schule ab­ge­schlossen haben als sich im offi­ziellen Schul­ab­schluss­alter befun­den haben.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.NENR

Anteil der Kinder im schulpflichtigen Alter, die eine Grundschule besuchen

Anteil der Kinder, die gemäß der "International Standard Classification of Education" von 1997 im offiziell festgelegten Schul­besuchs­alter sind und eine Schule besuchen, an der Gesamt­bevölke­rung im entsprechen­den Schul­alter. Die Grundschul­bildung vermittelt den Kindern grund­legende Fähigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen sowie ein grundlegendes Verständnis von Fächern wie Geschichte, Geografie, Naturkunde, Sozial­kunde, Bildende Kunst und Musik.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.ADT.LITR.ZS

Anteil der Menschen, die lesen und schreiben können

Der Prozentsatz von Personen ab 15 Jahren, die eine kurze, einfache Aussage zu ihrem alltäglichen Leben mit Verständnis lesen und schreiben können.

http://data.worldbank.org/indicator/SE.XPD.TOTL.GD.ZS

Öffentliche Ausgaben für Bildung

Summe der öffentlichen laufenden und Kapital­ausgaben für Bildung. Hierzu zählen staatliche Aus­gaben für (öffentliche wie private) Bildungs­einrichtungen, die Bildungs­verwaltung sowie Subven­tionen für private Stellen (Schüler und Studenten/ Haushalte und andere private Stellen).

http://data.worldbank.org/indicator/SE.PRM.ENRL.TC.ZS

Zahl der Grundschulkinder pro Lehrerin oder Lehrer

Wird errechnet durch Division der Anzahl aller Grundschüler durch die Anzahl der Grundschul­lehrkräfte (unabhängig vom jeweiligen Unterrichts­deputat).

http://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SAFE.ZS

Anteil der Bevölkerung mit angemessenem Anschluss an eine Trinkwasserversorgung

Der Prozentsatz der Bevöl­kerung, die angemessenen Zugang zu einer ausreichenden Wasser­menge aus einer verbesser­ten Quelle hat, wie beispiels­weise einem Haus­anschluss, einer öffent­lichen Zapf­stelle, einem Bohrloch, einem gesicherten Brunnen oder einer gesicherten Quelle oder einer Regen­wasser­sammel­anlage. Zu den nicht verbesserten Quellen gehören Wasser­verkäufer, Tank­fahrzeuge sowie nicht gesicherte Brunnen und Quellen. Angemessener Zugang bezeichnet die Verfüg­barkeit von mindestens 20 Litern pro Kopf und Tag aus einer Quelle, die höchstens einen Kilo­meter von der Wohn­stätte entfernt liegt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.IMM.IDPT

Anteil der einjährigen Kinder, die gegen Diphtherie, Keuchhusten und Tetanus geimpft sind

Der Prozentsatz der Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten, die vor ihrem ersten Geburts­tag oder zu einem beliebigen Zeit­punkt vor der Erhe­bung geimpft wurden. Ein Kind gilt als aus­reichend vor Diphtherie, Keuch­husten und Tetanus geschützt, wenn es drei Impf­dosen erhalten hat.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ACSN

Anteil der Einwohner mit angemessenem Anschluss an eine Abwasserentsorgung

Der Prozent­satz der Bevölkerung, die zumindest aus­reichenden Zugang zu einer Fäkalien­entsor­gung hat, die verhindert, dass Menschen, Tiere oder Insekten mit den Fäkalien in Berüh­rung kommen. Verbesserte Sanitär­einrich­tungen reichen von einfachen, aber umbauten Gruben­latrinen bis hin zu Spül­toiletten mit Anschluss an eine Ab­wasser­leitung. Solche Vorrich­tungen müssen, um wirklich effektiv zu sein, fach­gerecht gebaut und korrekt gewartet werden.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.SMSS.ZS

Anteil der Einwohner mit Zugang zu einer fachgerechten Abwasserentsorgung (% der Gesamtbevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die verbesserte sanitäre Einrichtungen nutzen, die nicht mit anderen Haushalten geteilt werden und in denen Ausscheidungen sicher vor Ort entsorgt oder außerhalb des Hauses transportiert und behandelt werden. Zu den verbesserten Sanitäranlagen gehören Spülungen in Rohrleitungen, Kläranlagen oder Grubenlatrinen: belüftete, verbesserte Grubenlatrinen, Verbundtoiletten oder Grubenlatrinen mit Platten.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.BRTC.ZS

Anteil der Geburten, die unter Betreuung von ausgebildetem medizinischen Personal stattfinden

Der Prozentsatz von Geburten, bei denen Fach­personal anwesend ist, das darin ausgebildet wurde, Frauen während der Schwanger­schaft und der Wehen und nach der Geburt ange­messen zu über­wachen, zu versorgen und zu beraten, eigen­ständig eine Geburt zu leiten und Neuge­borene zu versorgen.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.ANVC.ZS

Anteil der Schwangeren, die medizinisch betreut werden

Der Prozent­satz der Frauen, die mindestens einmal während der Schwanger­schaft aus schwanger­schafts­bedingten Gründen von medizi­ni­schem Fach­personal betreut worden sind.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.MORT

Anzahl der Kinder, die vor ihrem fünften Geburtstag sterben (pro 1.000 Lebendgeburten)

Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren gibt die Wahrschein­lich­keit (pro Tausend) an, dass ein neuge­borenes Kind vor Vollen­dung seines fünften Lebens­jahres stirbt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.STA.MMRT

Anzahl der Mütter, die während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Kindes sterben (pro 100.000 Lebendgeburten)

Mütter­sterblich­keitsrate gibt die Anzahl der Frauen an, die – pro 100.000 Lebend­geburten – während der Schwanger­schaft und Geburt an schwan­ger­schafts­beding­ten Ursachen sterben. Die Werte werden mittels Regressions­modell unter Ein­beziehung von Informa­tionen zu Frucht­barkeit, Geburts­hilfe und HIV-Verbrei­tung geschätzt.

http://data.worldbank.org/indicator/SH.DYN.AIDS.ZS

HIV-Quote (Erwachsene zwischen 15 und 49 Jahren)

Der Prozent­satz der 15- bis 49-Jährigen, die mit HIV infiziert sind.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.XPD.GHED.GD.ZS

Öffentliche inländische Gesundheitsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes

Öffentliche Ausgaben für Gesundheit aus inländischen Quellen als Anteil der Wirtschaft, gemessen am BIP.

https://data.worldbank.org/indicator/SH.H2O.SMDW.ZS

Personen, die sicher betriebene Trinkwasserversorgungsanlagen nutzen (% der Bevölkerung)

Der Prozentsatz der Menschen, die Trinkwasser aus einer verbesserten Quelle verwenden, die in den Räumlichkeiten zugänglich ist, bei Bedarf verfügbar ist und frei von Fäkalien und vorrangiger chemischer Kontamination ist. Zu den verbesserten Wasserquellen gehören Rohrleitungswasser, Bohrlöcher oder Rohrbrunnen, geschützte gegrabene Brunnen, geschützte Quellen und verpacktes oder geliefertes Wasser.

http://www.bmz.de

Deutsche staatliche Mittel für Entwicklungs­zu­sam­men­arbeit

Durch die Bundesrepublik im Rahmen zwischenstaatlicher Verträge zugesagte Mittel für die Ent­wicklungs­zusammen­arbeit (Tech­nische und Finan­zielle Zu­sam­men­arbeit)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.CD

Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingun­gen (abzüglich etwaiger Tilgungs­leistungen) sowie Zu­schüssen, die von öffent­lichen Stellen der Mit­glieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Län­dern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der Förderung der wirtschaft­lichen Entwicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­stan­dards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfänger aufge­führten Ländern und Gebieten dienen. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschuss­ele­ment von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Ab­zinsungs­satz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechsel­kurse)

http://data.worldbank.org/indicator/DT.ODA.ODAT.PC.ZS

Summe der pro Einwohner erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungszusammenarbeit (ODA)

Pro Einwohner erhaltene Auszahlungen von Darlehen zu vergünstigten Bedingungen (abzüglich etwaiger Tilgungsleistungen) sowie Zuschüs­sen, die von öffentlichen Stellen der Mitglieder des OECD-Ent­wick­lungs­aus­schusses (Develop­ment Assistance Committee, DAC), von multi­lateralen Institutionen und von Nicht-DAC-Ländern vergeben werden. Berücksichtigt werden Mittel, die der För­derung der wirtschaft­lichen Ent­wicklung und der Ver­besse­rung des Lebens­standards in den in der DAC-Liste der ODA-Empfän­ger aufgeführten Ländern und Gebieten dienen. Der Betrag wird errechnet, indem die Gesamtsumme der erhaltenen öffentlichen Mittel für Entwicklungs­zusammenarbeit durch die geschätzte Bevöl­kerungs­zahl zur Jahresmitte dividiert wird. Dies schließt auch Darlehen mit einem Zuschusselement von mindestens 25 Prozent (berechnet zu einem Abzinsungssatz von 10 Prozent) mit ein. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse)

http://data.worldbank.org/indicator/IT.NET.USER.ZS

Internetnutzer (Anteil der Bevölkerung in %)

Internetnutzer sind Personen, die das Internet (von jedem beliebigen Standort aus) in den letzten 3 Monaten genutzt haben. Der Zugang zum Internet kann zum Beispiel über Computer, Mobiltelefon, PDA (Personal Digital Assistant), Spiele-PC, Smart-TV, usw. erfolgen.

http://data.worldbank.org/indicator/IT.CEL.SETS.P2

Mobilfunkanschlüsse (pro 100 Einwohner)

Mobilfunkanschlüsse sind Anschlüsse bei einem Betreiber eines öffent­lichen Mobilfunk­dienstes, die den Zugang ins öffentliche Telefon­netz ermöglichen. Hierunter fallen sowohl Mobil­funk­verträge als auch Prepaid-Kar­ten.

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.AGRI.ZS

Anteil der landwirtschaftlich genutzten Fläche an der gesamten Landfläche

Der Anteil der Landfläche, die Ackerland, Dauer­kultur­land oder Dauerweide­fläche ist. Zum Acker­land zählt nach der FAO-Defi­nition mit verschie­denen Kulturen bewirtschaftetes Land (Flächen mit zwei Kulturen pro Jahr werden nur einmal gezählt), temporäres zum Mähen oder als Weide genutztes Grün­land, Nutz­gärten zur kommerziellen oder privaten Nutzung sowie temporär brachliegendes Land. Land, das im Rahmen des Wander­feldbaus aufgegeben wurde, zählt nicht mit. Dauer­kultur­land ist mit Kulturen bewirtschaftet, die dort langfristig stehen und nicht nach jeder Ernte neu angebaut werden müssen, beispiels­weise Kakao, Kaffee und Kautschuk. Hierzu zählt auch mit Blüten­gehölzen, Obst­bäumen, Nussbäumen oder Reb­stöcken bewirtschaf­tetes Land, nicht aber mit Bäumen zur Holz­nutzung bewirtschaftetes Land. Dauer­weide­fläche ist Land, das fünf Jahre lang oder länger als Grün­futter­quelle genutzt wird, sowohl mit natür­lichem als auch mit gepflanz­tem Bewuchs.

http://data.worldbank.org/indicator/ER.LND.PTLD.ZS

Anteil der Naturschutzgebiete an der gesamten Landesfläche

Gebiete, die von den natio­nalen Behörden offiziell als Schutz­gebiete ausge­wiesen sind

http://data.worldbank.org/indicator/AG.LND.FRST.ZS

Anteil der Waldfläche an der gesamten Landfläche

Landfläche mit natürlichem oder angepflanztem Baum­bestand mit einer Mindest­höhe von 5 Metern (unabhängig davon, ob es sich um Nutz­wald handelt). Nicht mitgerechnet werden Baum­bestände in land­wirt­schaft­lichen Produktions­systemen (beispielsweise Obstplantagen und Agroforst­systeme) sowie Bäume in städti­schen Parks und Gärten.

http://data.worldbank.org/indicator/EN.ATM.CO2E.PC

Kohlendioxid-Emission pro Kopf (in Tonnen)

Kohlendioxid-Emissionen sind die Emissionen, die bei der Verbren­nung fossiler Brenn­stoffe und der Herstellung von Zement frei­gesetzt werden. Die Emissionen schließen Kohlen­dioxide ein, die beim Verbrauch von festen, flüssigen oder gas­förmigen Brenn­stoffen sowie durch das Ab­fackeln von Gas entstehen.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.USE.ELEC.KH.PC

Stromverbrauch pro Person

Stromerzeugung aus Kraft­werken und Kraft-Wärme-Anlagen minus Über­tra­gungs-, Vertei­lungs- und Um­spann­verluste sowie minus Eigen­ver­brauch der Anlagen.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.AGR.EMPL.ZS

Anteil der Beschäftigten in der Landwirtschaft (gemessen an der gesamten Erwerbsbevölkerung)

Beschäftigte sind Personen, die für einen öffent­lichen oder privaten Arbeit­geber tätig sind und dafür Löhne, Gehälter, Provi­sionen, Trink­gelder, Akkord­löhne oder Sachbezüge erhalten. Die Landwirt­schaft entspricht Abteilung 1 (ISIC-Über­arbei­tung 2) oder den Ab­schnitten A und B (ISIC-Überar­beitung 3) und umfasst auch Jagd, Forst­wirt­schaft und Fischerei.

http://data.worldbank.org/indicator/EG.IMP.CONS.ZS

Anteil der Energieimporte am gesamten Energieverbrauch

Geschätzte Differenz zwischen Energie­verbrauch und -erzeugung (beide Werte in Öl­einheiten). Ein negativer Wert bedeutet, dass das Land Netto-Expor­teur ist. Der Energie­verbrauch bezieht sich auf den Verbrauch an Primär­energie vor der Umwand­lung in andere Brenn­stoffe für den End­verbrauch, was der Summe aus einheimi­scher Erzeugung, Importen und Bestands­verände­rungen abzüglich der Exporte und der bereit­gestellten Brenn­stoff­menge für auf internationalen Routen verkeh­rende Schiffe und Flug­zeuge entspricht.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.TLF.0714.ZS

Anteil der Kinder zwischen 7 und 14 Jahren, die arbeiten

Kinder, die in der von der Erhe­bung erfassten Referenz­woche mindestens eine Stunde lang erwerbstätig waren.

http://data.worldbank.org/indicator/SL.UEM.TOTL.ZS

Arbeitslosenquote

Der Anteil der Erwerbsbevölkerung, der keine Arbeit hat, aber für eine Erwerbs­tätig­keit verfügbar und erwerbs­suchend ist. Erwerbs­bevölke­rung und Arbeits­losig­keit werden je nach Land unter­schied­lich definiert.

http://data.worldbank.org/indicator/BX.KLT.DINV.CD.WD

Ausländische Direktinvestitionen pro Jahr in US-Dollar

Nettozuflüsse von Investitionen zum Erwerb einer dauer­haften Beteili­gung (mindestens 10 Prozent der Stimm­rechts­aktien) an einem Unternehmen, das in einer anderen Volks­wirt­schaft tätig ist als der Investor. Sie sind die Summe aus Beteiligungs­kapital­bewe­gungen, Reinvesti­tionen der Gewinne und anderen lang­fristigen Kapital­bewe­gungen und den kurz­fristigen Kapital­bewe­gungen, wie sie in der Zahlungs­bilanz ausge­wiesen sind. Dargestellt sind Netto­zuflüsse (Netto-Investitions­zuflüsse abzüglich Des­investi­tion) von auslän­dischen Investoren in die bericht­erstattende Volks­wirtschaft. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/DT.DOD.DECT.CD

Auslandsverschuldung gesamt

Schulden gegenüber nicht im Land ansässi­gen Parteien, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistun­gen zu begleichen sind. Die Gesamt-Auslands­verschul­dung entspricht der Summe aus öffentlichen, öffentlich garan­tierten und privaten nicht garan­tierten lang­fristigen Schulden, der Nutzung von IWF-Krediten und kurz­fristigen Schulden. Kurzfristige Schulden umfassen alle Schulden, deren ursprüngliche Lauf­zeit maximal ein Jahr betragen hat, sowie überfällige Zinsen auf langfristige Schulden. Angaben in US-Dollar (jeweilige Preise und Wechselkurse).

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.ATLS.CD

Bruttonationaleinkommen pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inlän­dischen und auslän­dischen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus auslän­dischen Quellen. Die Umrechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Welt­bank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswirkungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GNP.PCAP.CD

Bruttonationaleinkommen pro Kopf pro Jahr in US-Dollar

Das Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf bezeichnet das BNE geteilt durch die Bevöl­kerungs­zahl zur Jahres­mitte. Das BNE misst die gesamte Wert­schöpfung von Inländern aus inländi­schen und ausländi­schen Quellen. Das BNE umfasst das Brutto­inlands­produkt (BIP) zuzüglich der Netto­übertra­gungen aus Primär­einkom­men aus ausländi­schen Quellen. Die Um­rechnung von der jeweiligen Landes­währung in US-Dollar zum jeweils geltenden Kurs erfolgt nach der Atlas-Me­thode der Weltbank. Dabei werden Drei­jahres­durch­schnitte der Wechsel­kurse verwendet, um die Auswir­kungen vorübergehender Wechsel­kurs­schwan­kungen zu glätten.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.EXP.GNFS.ZS

Export von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der ins Ausland gelieferten Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistun­gen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staat­licher Dienst­leistungen. Nicht mitge­rechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Ein­kommen aus Geld­anlagen sowie Transfer­zah­lungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NE.IMP.GNFS.ZS

Import von Waren und Dienstleistungen (Anteil am Bruttoinlandsprodukt )

Der Wert der aus dem Ausland erworbenen Güter und Dienst­leistungen. Dies umfasst den Wert der Waren, Fracht­kosten, Versicherungs­kosten, Transport­kosten, Reise­kosten, Lizenz­gebühren und anderer Dienst­leistungen wie Nachrichten-, Bau-, Finanz-, Infor­mations- und Geschäfts­dienst­leistungen sowie persön­licher und staatlicher Dienst­leistungen. Nicht mitgerechnet werden die Entlohnung von Beschäftigten und Einkom­men aus Geld­anlagen sowie Transfer­zahlungen.

http://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG

Inflationsrate

Die anhand des Verbraucher­preis­indexes gemessene Inflation entspricht der jähr­lichen prozen­tualen Veränderung der Kosten, die dem Durch­schnitts­verbraucher für den Kauf eines Waren- und Dienst­leistungs­korbs entstehen, der dauerhaft definiert sein kann oder in festgelegten Abständen (beispiels­weise jährlich) aktualisiert werden kann. Im Allgemeinen wird die Laspeyres-For­mel verwendet.

http://data.worldbank.org/indicator/DT.TDS.DECT.EX.ZS

Schuldendienst gesamt (in Prozent der Ausfuhren von Gütern und Dienstleistungen sowie des Nettoeinkommens aus dem Ausland)

Summe der Tilgungs- und Zins­zah­lungen für lang­fristige Schulden, die in Devisen, Waren oder Dienst­leistungen tatsächlich geleistet werden, Zinszahlungen auf kurzfristige Schulden sowie Rück­zahlungen (Rückkäufe und Gebühren) an den IWF. Ausfuhren von Gütern und Dienst­leistungen um­fassen auch Ein­kom­men und Heimat­über­wei­sungen.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Industrie in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der In­dustrie ent­spricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abtei­lun­gen 10-45 und umfasst die Sek­toren Berg­bau, verarbeitende Industrie, Bau­wesen sowie Strom-, Gas- und Wasser­versor­gung. Die Wert­schöpfung ist die Netto­pro­duktions­menge eines Wirt­schafts­bereichs, nach Summie­rung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbei­tung 3) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NV.AGR.TOTL.ZS

Wertschöpfung der Landwirtschaft in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung der Land­wirtschaft entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Ab­tei­lungen 1-5 und schließt Jagd, Forst- und Fi­scherei­wirtschaft sowie die Pflan­zen- und Tier­produk­tion mit ein. Die Wert­schöpfung ist die Netto­produk­tions­menge eines Wirtschafts­bereichs nach Summierung aller Produktions­mengen und abzüglich aller Vor­leistungen. Der Ursprung der Wert­schöpfung wird nach der ISIC (Über­arbeitung 3) bestimmt.

https://data.worldbank.org/indicator/NV.SRV.TOTL.ZS

Wertschöpfung des Dienstleistungssektors in Prozent des Bruttoinlandsprodukts

Die Wertschöpfung des Dienstleistungs­sektors entspricht den "International Standard Industrial Classification (ISIC)"-Abteilungen 50-99. Hierzu zählt die Wertschöpfung aus dem Großhandels- und Einzel­handelsbereich (auch Hotels und Gaststätten), dem Transportwesen sowie aus staatlichen, finanziellen, fachlichen und persönlichen Dienst­leistungen wie Bildung, medizinische Versorgung und Immobiliendienstleistungen. Mitgezählt werden auch fiktive Gebühren für Bankdienst­leistungen, Importabgaben sowie alle statistischen Diskrepanzen, die den erfassenden Stellen auf nationaler Ebene auffallen, und durch Umskalierung entstehende Diskrepanzen. Die Wert­schöpfung ist die Nettoproduktionsmenge eines Wirtschaftsbereichs nach Summierung aller Produktionsmengen und abzüglich aller Vorleistungen. Der Ursprung der Wertschöpfung wird nach der ISIC (Überarbeitung 3 oder 4) bestimmt.

http://data.worldbank.org/indicator/NY.GDP.MKTP.KD.ZG

Wirtschaftswachstum pro Jahr

Die jährliche Wachstumsrate des Brutto­inlands­produkts (BIP) wird aus dem BIP zu konstan­ten Preisen in Einheiten der Landes­währung errechnet. Die Gesamt­summen sind in US-Dollar zu konstan­ten Preisen von 2000 ausgedrückt. Das BIP ist die Brutto­wert­schöpfung zu Käufer­preisen aller in dem jeweiligen Land ansässigen Personen zuzüglich Steuern und abzüglich Subven­tionen, die nicht im Produkt­wert enthalten sind.

Internationale Initiative für Transparenz in der Entwicklungszusammenarbeit (IATI)

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