Straßenbeleuchtung durch ein solargetriebenes Mini-Stromnetz in einem Dorf in Senegal

Schwerpunkt Erneuerbare Energien und Energieeffizienz Klimafreundliche und zuverlässige Stromversorgung

Energiemangel gehört zu den großen Entwicklungshemmnissen in Senegal. Um eine stabile Wirtschaftsentwicklung insbesondere in den ländlichen Gebieten zu unterstützen, trägt Deutschland dazu bei, den Zugang zu einer sicheren, zuverlässigen und klimafreundlichen Energieversorgung zu verbessern.

Deutschlands Know-how im Bereich der erneuerbaren Energien wird in Senegal sehr geschätzt. Trotz der gefundenen Gas- und Ölvorkommen hält die senegalesische Regierung an ihrem Ziel fest, 30 Prozent des Strombedarfs durch erneuerbare Energien abzudecken.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit fördert die KfW Entwicklungsbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) den Bau eines Photovoltaikkraftwerks südlich von Dakar, das neben Privathaushalten auch die Sonderwirtschaftszone Diass mit Energie versorgen soll. Finanziert werden außerdem mehrere ländliche Inselnetze aus kleineren Photovoltaik- und Hybridanlagen. In neun Städten werden die Stromverteilungsnetze modernisiert und Stromzähler installiert.

Neue Jobchancen für junge Menschen

Die flexible, dezentrale Verfügbarkeit von Strom aus erneuerbaren Energien eröffnet neue Einkommens- und Beschäftigungsmöglichkeiten in der Landwirtschaft, im Handwerk und im Dienstleistungssektor. Ein Programm der technischen Zusammenarbeit unterstützt junge Erwachsene in strukturschwachen Regionen dabei, attraktive Berufsprofile und nachhaltige Geschäftsmodelle und damit Zukunftsperspektiven im eigenen Land zu entwickeln.

Neue Beschäftigungschancen soll auch ein Vorhaben zur Hochschulbildung schaffen, das 2016 gestartet wurde und schrittweise auf die Berufsbildung ausgeweitet wird. Es werden praxisrelevante Studiengänge zu erneuerbaren Energien und nachfrageorientierte Fortbildungsangebote entwickelt, außerdem werden die unternehmerischen Fähigkeiten der Studierenden gestärkt.