Soziale Situation Große Herausforderungen, positive Trends

Das Leben der Menschen in Mosambik ist von Armut geprägt. Das jährliche Bruttonationaleinkommen pro Kopf liegt bei nur 460 US-Dollar (2018).

Gemüsehändlerin in Mosambik

Gemüsehändlerin in Mosambik

Gemüsehändlerin in Mosambik

Die Bevölkerung wächst in jedem Jahr um rund drei Prozent – dadurch ist in der Vergangenheit die absolute Zahl der Armen gleich hoch geblieben obwohl die prozentuale Armutsquote sank. Mehr als zwölf Prozent der 15- bis 49-Jährigen sind mit HIV infiziert.

Etwa 45 Prozent der Mosambikanerinnen und Mosambikaner sind jünger als 15. Das Bildungssystem ist dieser Herausforderung nicht gewachsen; nach Angaben der Weltbank (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) schlossen 2015 nur 48 Prozent der Kinder die Grundschule ab.

Die Kindersterblichkeit ist hoch: 73 von 1.000 Neugeborenen sterben vor ihrem fünften Geburtstag.

Erste Erfolge

Die internationale Gemeinschaft hat seit 2000 mit ihrem entwicklungspolitischem Engagement auf vielen Gebieten Erfolge erzielt. Deutschland hat einen wichtigen Teil dazu beigetragen. So stieg zum Beispiel die Zahl der eingeschulten Kinder von 55 auf fast 90 Prozent, die Lebenserwartung erhöhte sich zwischen 2000 und 2017 um rund 10 auf 59 Jahre und der Anteil der Menschen, die unterernährt sind, sank von 40,3 Prozent (2000) auf 28 Prozent (2017).

Die Zahlen sind ermutigend, zeigen aber vor allem, dass noch sehr große Anstrengungen erforderlich sind, bis für alle Menschen in Mosambik die Menschenrechte verwirklicht werden – zum Beispiel das Recht auf Nahrung, das Recht auf ein höchstmögliches Maß an Gesundheit und das Recht auf Bildung.