Favela Rua Sapopemba in Sao Paulo, Brasilien
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Soziale Situation Bekämpfung von Armut und Ungleichheit
Brasilien ist von großen sozialen Ungleichheiten geprägt: Während die wirtschaftlich stärkeren Regionen im Süden und Südosten, wie São Paulo und Rio de Janeiro, von Industrialisierung und internationalem Handel profitieren, sind viele ländliche Gebiete im Norden und Nordosten überdurchschnittlich von Armut und mangelnder Infrastruktur betroffen. Auch die Einkommen sind ungleich verteilt: Brasiliens Gini-Koeffizient, der die Ungleichheit in der Einkommensentwicklung misst, ist einer der höchsten der Welt. Sozial und wirtschaftlich besonders benachteiligt sind indigene und afrobrasilianische Bevölkerungsgruppen.
Gleichzeitig gibt es Fortschritte: Sozialprogramme wie „Bolsa Família“ haben dazu beigetragen, die extreme Armut zu reduzieren und den Zugang zu Bildung und Gesundheitsdiensten zu verbessern. Seit Juli 2025 ist Brasilien nicht mehr auf der Welthungerkarte der Welternährungsorganisation FAO gelistet und laut FAO konnten in den vergangenen zwei Jahren 24 Millionen Menschen aus akuter Ernährungsnot befreit und die extreme Armut auf 4,4 Prozent gesenkt werden.
Stand: 07.11.2025