Grafik: geschwungene gelbe und blaue Linien in verschiedenen Farbabstufungen auf dunkelblauem Hintergrund

Die neue Afrika-Strategie des BMZ Gemeinsam mit Afrika Zukunft gestalten

Afrika wächst und verändert sich gewaltig. Wie es sich entwickelt, wird das 21. Jahrhundert prägen – und damit auch Deutschlands und Europas Zukunft. Geopolitische, demografische und wirtschaftliche Umbrüche und Krisen gefährden gerade auch Afrikas Entwicklungserfolge. Zugleich sind afrikanische Staaten zentrale Partner bei der Bewältigung der globalen Herausforderungen. Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat vor diesem Hintergrund eine neue Afrika-Strategie erarbeitet.

Titelblatt der BMZ-Afrika-Strategie ohne Text

Präsentation der neuen Afrika-Strategie des BMZ

Aufzeichnung der Pressekonferenz mit Bundesministerin Svenja Schulze, der Regionaldirektorin für Afrika beim UNDP, Ahunna Eziakonwa, und der Sonderbotschafterin der Afrikanischen Union für die Jugend Afrikas, Chido Mpemba vom 24. Januar 2023

Podiumsgespräch mit (von links): Liz Shoo, Moderatorin, Ahunna Eziakonwa, Regionaldirektorin für Afrika beim UNDP, Svenja Schulze, Bundesentwicklungsministerin, und Mavis Owusu-Gyamfi, Vizepräsidentin beim African Center for Economic Transformation (ACET)

Tagung Gemeinsame Perspektiven: Zusammenarbeit mit Afrika in Zeiten des Wandels

Aufzeichnung des Livestreams vom 25. Januar 2023 von 15 bis 19 Uhr

Die Afrika-Strategie des BMZ verfolgt drei übergeordnete Ziele

Regionaldirektorin für Afrika beim UNDP, Ahunna Eziakonwa und Bundesministerin Svenja Schulze bei der Pressekonferenz zur Vorstellung der neuen BMZ-Afrikastrategie

Titelseite der Publikation "Gemeinsam mit Afrika Zukunft gestalten"

Gemeinsam mit Afrika Zukunft gestalten

Die Afrika-Strategie des BMZ

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 01/2023 | Dateigröße 1 MB, Seiten 36 Seiten
Bundesministerin Svenja Schulze während ihrer Rede bei der Tagung „Gemeinsame Perspektiven: Zusammenarbeit mit Afrika in Zeiten des Wandels“
Cover: Shaping the future with Africa

Shaping the future with Africa

The Africa Strategy of the BMZ

Dateityp PDF | Sachstandsdatum 01/2023 | Dateigröße 1 MB, Seiten 36 Seiten
Svenja Schulze, Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Respekt und Fairness, diese Haltung steht hinter der neuen Afrika-Strategie des Entwicklungsministeriums. Wir benennen unsere Werte und Interessen, aber wir hören auch zu. Und bauen so Vertrauen und Partnerschaften auf, die uns in der neuen, multipolaren Weltordnung tragen.
Svenja Schulze Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Neue Haltung in der Zusammenarbeit

Grundlage für die Zusammenarbeit sind Respekt und Gegenseitigkeit sowie afrikanische Prioritäten und Initiativen. Das BMZ tritt für angemessene Mitsprache afrikanischer Staaten und der Afrikanischen Union in multilateralen Foren ein. Es formuliert eine klare, wertegeleitete Interessenspolitik und versteht eine vertiefte Reflexion der Folgen der Kolonialzeit als wichtige Grundlage für einen offenen, ehrlichen Dialog. Es engagiert sich für Vielfalt und verfolgt einen feministischen Ansatz.

Nachhaltige Zukunft Die Schwerpunkte der entwicklungspolitischen Zusammenarbeit mit Afrika

Die Afrikapolitik des BMZ wird sozialer, ökologischer und feministischer. Dies zieht sich quer durch alle sechs Schwerpunktthemen der Strategie:

Ausbildung als KfZ-Mechaniker in Harar, Äthiopien

Nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, Beschäftigung und Wohlstand

Ziel ist eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft (Just Transition), die den Erhalt der Lebensgrundlagen, wirtschaftlichen Wohlstand, soziale Gerechtigkeit und die Schaffung guter Arbeitsplätze verbindet.

Eine Frau zeigt das Ergebnis nach dem Stampfen von Hirse auf einer kleinen Farm in Ishiara, Kenia.

Überwindung von Armut und Hunger, Aufbau sozialer Sicherung

Ziel ist eine Transformation der Agrar- und Ernährungssysteme, um die Ernährungssicherung langfristig zu stärken. Auch der Ausbau von sozialer Sicherung trägt dazu bei, Armut und Ungleichheit zu reduzieren.

Impfung gegen Covid-19: Detailaufnahme von der Injektion des Impfstoffes in den Oberarm einer Frau.

Gesundheit und Pandemieprävention

Ziel ist der Aufbau robuster Basis-Gesundheitssysteme und Unterstützung beim Aufbau medizinischer Produktionskapazitäten, insbesondere auch für die Impfstoffproduktion.

Bild aus einem Hörsaal des Instituts für angewandte Agrarforschung und Ausbildung in Katibougou, Mali. In der Bildmitte zwei Frauen, um sie herum Männer

Feministische Entwicklungspolitik und Geschlechter­gerechtig­keit

Ziel ist die Überwindung der Ursachen für Ungleichbehandlung und Diskriminierung von Frauen und Mädchen sowie die Verbesserung ihrer Rechte, Repräsentanz und des Zugangs zu Ressourcen.

Angestellte im Finanzministerium in Ghana

Rechtsstaatlichkeit, Demokratie, Menschenrechte und gute Regierungsführung

Ziel ist die Stärkung demokratischer Institutionen, leistungsfähiger Verwaltungen und einer freien Presse und damit des Fundaments widerstandsfähiger Gesellschaften und politischer Teilhabe.

Eine verknotete Pistole: Das Werk "Non Violence" des schwedischen Künstlers Carl Fredrik Reuterswärd steht als Friedenssymbol seit 1988 vor dem Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York.

Frieden und Sicherheit

Ziel ist der Abbau und die Vermeidung von Konfliktursachen durch integrierte Ansätze von humanitärer Hilfe, Entwicklungszusammenarbeit und Friedensförderung. Menschen auf der Flucht werden ebenso unterstützt wie aufnehmende Gemeinschaften.

Neue Instrumente und Formate der Zusammenarbeit

Das BMZ wird die Zusammenarbeit mit europäischen und afrikanischen Partnerinnen und Partnern ausbauen. Bilaterale Vorhaben wird es verstärkt in multilaterale Prozesse einbetten, um transformative Wirkung zu entfalten. Es schmiedet neue strategische Allianzen (etwa Klima- und Entwicklungspartnerschaften) und entwickelt neue Wege für die Mobilisierung privater Investitionen. Schließlich engagiert es sich – innerhalb der Bundesregierung wie auch auf europäischer Ebene – für mehr Kohärenz und stärkere Berücksichtigung afrikanischer Interessen etwa in der Agrar-, Handels-, Migrations-, Finanz- oder Klimapolitik. Insgesamt setzt es auf Allianzen statt Alleingänge.

Afrika in Zahlen

1,4 Milliarden

Menschen

20 %

der Landfläche der Erde (30 Millionen Quadratkilometer)

rund

2.000

Sprachen und Dialekte

40 %

der Bevölkerung sind jünger als 15 Jahre

56 Städte

mit mehr als 1 Million Einwohnerinnen und Einwohnern

43 %

der Menschen leben in Städten

Partnerländer des BMZ in Afrika