Arbeiter beim Bau einer neuen Dammstraße in Khulna

Schwerpunkt Anpassung an den Klimawandel in städtischen Gebieten Auf Klimarisiken vorbereitet sein

Bangladesch gehört zu den Ländern, die am stärksten von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Bei anhaltender Klimaerwärmung wird im Golf von Bengalen bis zum Jahr 2050 mit einem deutlichen Anstieg des Meeresspiegels und dem Verlust von etwa einem Zehntel der Landesfläche gerechnet. Laut Schätzungen könnte dies zur Migration von etwa 15 Millionen Menschen und insbesondere zu einem starken Zuzug in die großen Städte des Landes führen.

Vor diesem Hintergrund unterstützt Deutschland die Regierung Bangladeschs dabei, Klimarisiken stärker in ihrer Entwicklungs- und Investitionsplanung zu berücksichtigen. Auch soll sie in die Lage versetzt werden, die Finanzierung von Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel besser zu koordinieren und Gelder aus internationalen Förderprogrammen zu beantragen.

Im Rahmen der finanziellen Zusammenarbeit (Lexikon-Eintrag zum Begriff aufrufen) werden ausgewählte Städte dabei unterstützt, sich für den Klimawandel zu wappnen und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern wirtschaftliche und soziale Perspektiven zu eröffnen. Dazu wird unter anderem der Bau von sicheren Hauptstraßen gefördert, damit wichtige öffentliche Einrichtungen wie Krankenhäuser und Schulen auch bei Hochwasser oder Sturm erreichbar bleiben. Außerdem investiert Deutschland in die Befestigung von Wegen in die städtischen Armenviertel sowie in die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.